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Informationen zum Thema:
Forum:
Nahverkehr Rhein-Neckar
Beiträge im Thema:
9
Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 5 Monaten
Beteiligte Autoren:
dreamcastle, Heinrich Fuchs, Fabrikant i.R., A-dot, Lokleitung, Führerbremsventil, Linie 8 muss wieder her, Zwergsignal

mit 1220 km/h von Los Angeles nach San Fransisco mit Hyperloop!

Startbeitrag von Zwergsignal am 13.08.2013 08:07

Gestern hat Elon Musk sein Alternativprojekt zur geplanten Schnellbahntrasse Los Angeles - San Fransisco vorgestellt: Hyperloop!

Ein interessantes Projekt wie ich finde, auch wenn die Realisierung wohl noch einige Jahre auf sich warten lässt. Man könnte das ganze natürlich auch als "krank, völlig krank ;)" abtun, aber immerhin ist Elon Musk nicht irgendwer, sondern der Erfinder und Gründer von PayPal sowie Tesla Motors mit seinen E-Autos.

Hier die Eckdaten in Kurzform:
Streckenlänge: 600 km
Reisezeit: 35 Minuten
Geschwindigkeit: bis zu 1220 km/h
Transportmittel: Hyperloop-Kapseln (Fassungsvermögen: 28 Personen)
Antrieb: Eigenantrieb durch Propeller auf Luftkissen in druckreduzierten Röhren
Fahrplan: alle 30 Sekunden eine Kapsel (!)
Kosten: 6 - 7,5 Milliarden Doller (wenn deutsche Unternehmen beteiligt werden, dann eher > 10 Milliarden Dollar, siehe Elbphilharmonie, BER ... ;))
Fahrpreis: 20 Dollar (einfache Fahrt)

Freundliche Grüße!
Zwergsignal

Antworten:

Ich empfehle das Buch "Rollen, Schweben, Gleiten". (antiquarisch erhältlich)
Da sind so ähnliche, Flash Gordon bzw. Buck Rogers ähnliche Transportgebilde drin, die in den 70ern auch tatsächlich ernst gemeint waren.
Man erwog sogar für Heidelberg eine Magnetschwebe u-Bahn unter der Haupstraße, das sogenannte "Transurban"-Projekt. Unter anderem scheiterte es daran, daß das Bundesverkehrs- (oder war es das Forschungs-)ministerium Magnetschwebetechnikforschung nur noch für Hochgeschwindigkeitsfernverkehr bezuschussen wollte. Man suche hier im Forum auch nach dem Begriff "Transurban", da sind einige Seiten aus dem Buch wiedergegeben.

von Heinrich Fuchs, Fabrikant i.R. - am 13.08.2013 08:29

Kein Propellerantrieb!

Zitat
Zwergsignal

Antrieb: Eigenantrieb durch Propeller auf Luftkissen in druckreduzierten Röhren


Eher nicht, das Handelsblatt meint zwar: Um den bei diesem Tempo massiven Luftwiderstand zu verringern, soll der Druck in der Röhre abgesenkt werden und ein großer Propeller vorne an der Kapsel Luft „wegschaufeln“. aber als Antrieb scheint mir tagesschau.de Angetrieben durch Elektromagnete könnten sie eine Höchstgeschwindigkeit von 1200 Stundenkilometern erreichen. Der Strom soll aus Solarzellen auf dem Dach der Doppelröhre gewonnen werden. plausibler.

von Linie 8 muss wieder her - am 13.08.2013 08:45

Re: Kein Propellerantrieb!

vorbei die Zeiten, in denen der Weg das Ziel war...

von Führerbremsventil - am 13.08.2013 09:18

Gabs doch schonmal...

>>> klick

von Lokleitung - am 13.08.2013 09:23

Re: Kein Propellerantrieb!

Zitat
Linie 8 muss wieder her
Um den bei diesem Tempo massiven Luftwiderstand zu verringern, soll der Druck in der Röhre abgesenkt werden und ein großer Propeller vorne an der Kapsel Luft „wegschaufeln“.


Das Originalkonzept Hyperloop gibts übrigens hier: [www.spacex.com] (Kurzfassung) bzw. [www.spacex.com] (Detailausführung mit >50 Seiten technischer Studie).

Der "Propeller" ist keiner, sondern ein Kompressor vergleichbar einem Turbofan. Der 325kW-Kompressor zieht die Luft vor der Kapsel an und nutzt etwa 40% der Luft verdichtet um das Luftkissen zu erzeugen bzw. mittels Luftdruck die Kabine innerhalb der Röhre auf Kurs und in der Luft (!) zu halten. Die anderen 60% Luft werden am Heck der Kapsel wieder rausgeblasen bzw. mit einer entsprechenden Düse dafür genutzt die Luftverwirbelungen hinter der Kabine zu optimieren. Der Kompressor ist batteriebetrieben, die Batterien werden zum Aufladen an den Endstationen ausgebaut bzw. getauscht (ebenso der Wasservorrat zur Kühlung der komprimierten Luft).

Die Fahrt mit der Kiste ist, wenn man die technische Studie so durchgeht, allerdings alles andere als gemütlich. Vorgesehen sind Beschleunigungswerte bis zu maximal 1,0g sowie Seitenbeschleunigungen (Trägheit in Kurven) bis zu 0,5g. Die Seitenbeschleunigung soll durch eine Art Neigetechnik (sozusagen) verringert werden, zusätzlich wird die Trasse hierfür mit entsprechend hohen Kurvenradien optimiert.

Die Vorwärtsbeschleunigung erfolgt durch verteilte Linearmotoren, die etwa 10% der Strecke ausmachen - also nicht wie beim Transrapid, wo die Vorwärtsbeschleunigung kontinuierlich erfolgen kann. Die Linearmotoren teilen sich dabei auf in je eine größere Beschleunigungs- und Bremsstrecke an den Endstationen sowie mehrere "Beschleuniger" auf der Strecke. Gebremst werden soll auch in Notfällen über die externen Linearmotoren, zusätzlich haben die Kapseln ein "mechanisches Bremssystem" fest verbaut.

Bei niedriger Geschwindigkeit (also quasi Rangieren, oder alles unter 160 km/h) wird übrigens nicht mit Luftkissen und Beschleuniger gefahren. Dafür haben die Kapseln dann ausfahrbare Räder. Und Elektromotoren an Bord.

von A-dot - am 13.08.2013 18:31

Re: Gabs doch schonmal...

Waaahnsinn! Wo man doch weiß, dass man bei Geschwindigkeiten schneller als Pferdegalopp Schwindsucht bekommt. Behaupteten zumindest Mediziner um 1830. :-P

von dreamcastle - am 13.08.2013 23:41

Re: Gabs doch schonmal...

Selbst vom Anblick eines GtN im Stillstand bekommt man Hirnsausen und harten Stuhl. :eek:

von Heinrich Fuchs, Fabrikant i.R. - am 14.08.2013 06:08

Re: Gabs doch schonmal...

Ja das Problem kenn ich und wenn man Pech hat, wird man vom Anblick auch blind.

von dreamcastle - am 14.08.2013 21:55
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