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Nahverkehr Rhein-Neckar
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17
Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 10 Monaten
Beteiligte Autoren:
pfaffengrunder, jo-ke, Lokleitung, Fabegdose, Sandhase, Regiotramfüralle, Tw237, Das Biergleis, Stef BRN, Eisdebahn, LosHawlos

VU in der Haltestelle Kunsthalle heute Vormittag (m2B)

Startbeitrag von LosHawlos am 19.08.2013 11:59

Hallo,

heute Vormittag hat es an der Haltestelle Kunsthalle kräftig gekracht, als ein Auto in der Haltestelle eingeschlagen ist.
Gegen 9:45 war dort ein Großaufgebot an Krankewägen, Feuerwehr und Polizei.
Laut Morgenweb-Ticker gab es 8 Verletzte.

Etwa eine Stunde später sah es so aus:


Hier die Einschlagstelle


In der Haltestelle stand 4157, den es wohl auch getroffen hat.


LosHawlos.

Antworten:

Re: SWR-Meldung hierzu

Mannheim: Steuerloser Van verletzt sechs Menschen

Ein steuerloses Auto hat am Vormittag sechs Menschen verletzt und den Straßenbahnverkehr für Stunden lahmgelegt.
Der Fahrer hatte einen Schlaganfall erlitten. Der 57-jährige war in seinem Ford Galaxy unterwegs, als er das Bewusstsein verlor.
Seine Frau sprang aus dem fahrenden Auto, und versuchte Passanten zu warnen, eine 29-jährige Fußgängerin verletzte sich
aber beim Sprung zur Seite. Der Wagen fuhr ungesteuert weiter diagonal über eine belebte Kreuzung in der Mannheimer
Innenstadt direkt auf eine Haltstelle zu. Dort zogen sich weitere drei Personen und ein Mitfahrer des Ford Verletzungen zu,
als der Wagen in die Straßenbahnhaltestelle und auf die Straßenbahn prallte. Ernsthafte Verletzungen gab es nicht,
die Höhe des Sachschadens beträgt 70.000 Euro.

von Sandhase - am 19.08.2013 15:08

Re: SWR-Meldung hierzu

Geil, statt mal den Schlüssel rumzudrehen und die Handbremse anzuziehen, springt man besser aus dem Auto und läßt es weiterfahren :mad:

von Fabegdose - am 19.08.2013 15:19

Re: SWR-Meldung hierzu

Man könnte jetzt "typisch Frau" sagen.

Aber man muss fragen:
- hat die Frau einen Führerschein (als Beispiel: meine Mutter hat keinen und ist automobiltechnisch eher wenig bewandert...)
und
- wie würde man selber in dieser Situation reagieren?

von Sandhase - am 19.08.2013 16:06

Re: SWR-Meldung hierzu

Zitat
Sandhase
Man könnte jetzt "typisch Frau" sagen.
Aber man muss fragen:
- hat die Frau einen Führerschein


-----> hoffentlich nicht, aber Zündschlüssel und Handbremse kennt jedes Kind.

Zitat
Sandhase
und
- wie würde man selber in dieser Situation reagieren?


-----> siehe mein erster Beitrag im Thread.

von Fabegdose - am 19.08.2013 18:44

Re: SWR-Meldung hierzu

...möchte nicht wissen welche der Entscheidungen "im Affekt" der besagte Mensch Bruchteile einer Sekunden, aber leider unumkehrbar, später bereits bereut hat...

Hoffe mir passiert sowas nie!

von Eisdebahn - am 19.08.2013 21:09
Metall und Glas, damit sind in der Region die Haltestellen gesichert. Und wieder einmal zeigt sich, dass durch die Splitter wohl eine sehr hohe Gefährdung der wartenden Fahrgäste gegeben ist. Ich lobe mir die Haltestellen in anderen Städten, die mit Betonbrüstung abgesichert werden. Am besten wäre es, noch eine Leitplanke in mindestens 1 Meter Abstand anzubringen.

Spontan fällt mir da ein: Waldhof Bahnhof, Henkel-Teroson-Straße, Friedrichstraße

Dort sind solche Unfälle auch schon passiert.

von pfaffengrunder - am 20.08.2013 04:54
Das Metall und Glas schützt wunderbar gegen das Wasser, welches von den durch eventuelle Pfützen vorbeifahrenden Autos hochspritzt. Deshalb heißt es ja auch "Spritzschutz".

Wovor soll man denn den geneigten Passanten noch alles "schützen". Überall wird "geschützt". Mit mehr Ampeln, mehr Zebrastreifen, mehr aufgemalten Fahrradwegen, mehr Warnwesten und ähnlichem Quatsch. Das gabs früher in nur sehr geringer Menge, und es hat auch funktioniert. Weil genau in dem Maß, wie sich die vorgenannten Sachen vermehren, die Anzahl der Leute abnimmt, die sich daran halten. Welcher Fußgänger oder Radfahrer wartet noch an einer roten Ampel? Welcher Radfahrer respektiert Fußgängerzonen, oder welcher Autofahrer hält brav am Zebrastreifen oder Stoppschild an?
Es ist in allen Fällen eine Minderheit.

Und im Assifernsehen kriegen die Leute dann noch beigebracht, dass man über Verstöße dieser Art mit den Ordnungskräften "verhandeln" und in übelster Art "diskutieren" kann.

Der angebliche "Schutz" geht dann aber nur so weit, wie das Geld der jeweils zuständigen Kommunen/Länder/des Bundes* reicht. Anstatt ordentliche Fahrrdstreifen anzulegen, die baulich von der Straße zumindest durch einen Randstein getrennt sind, malt man neue Fahrradwege einfach auf die Fahrbahn auf. Das ist billig und schnell gemacht. Und kann vom geneigten Autofahrer als Parkplatz genutzt werden, es ahndet ja eh niemand. Und abgetrennte Fahrradwege würden von einem Großteil der Radfahrer, die es eilig haben, eh nicht genutzt, weil sie lieber auf der Straße fahren, man könnte ja 20 Sekunden langsamer sein. Blinder Aktionismus. Aber man hat ja was getan.

Das gilt in ähnlicher Form überall: Beispielsweise gibt es ausführliche Studien und Erkenntnise darüber, wie Leitplanken aus Metall bei einem Unfall relativ guten Schutz bieten, weil sie Bewegungsenergie eines in die Leitplanke fahrenden Autos verringern, indem sie sich verformen. Neurdings werden auf den Autobahnen aber Abtrennungen aus Beton wieder modern. Nicht etwa, weil sie besser wären. Denn ein Auto, das in eine Betonleitplanke reinfährt, wird mit fast derselben Energie von der Leitplanke in den fließenden Verkehr zurückgeworfen wie die Kugel in einem Flipperautomaten, und es gefährdet damit noch viel mehr Verkehrsteilnehmer. Nein, der Beton ist einfach billiger, hält angeblich länger und verursacht kaum Wartungskosten.

Es ist schon richtig, dass man Unfälle aufarbeitet und sich Gedanken darüber macht, wie man so etwas in Zukunft (möglicherweise) verhindern oder die örtliche Situation verbessern kann. Aber diesem Unfall lag ein gesundheitlicher Notfall zu Grunde. Was willst Du da verbessern? Okay, eine Sifa sollte man schon längst in jedem Auto installiert haben.

Mir haben die Beton-Wartehäuschen in der DDR auch gut gefallen. Sie waren relativ vandalismusresistent, aber auch immer ein nettes Rückzugsgebeit für Penner und wurden gerne mal als Klo genutzt, denn man konnte sie ja schlecht einsehen. Und in diesem speziellen Fall hätten sich wahrscheinlich nur dafür gesorgt, dass für den unfreiwilligen Unfallverursacher die Folgen viel schlimmer geworden wären. Mit der derzeitigen "Stadtmöbilierung" hat man meines Erachtes für die Verkehrsbetriebe einen guten Kompromiss zwischen guter Haltestellenausstattung und den dafür aufzuwendenden Kosten gefunden.

Man bewahre und vor noch mehr hässlichem Beton in den Städten.



(* = nicht zutreffendes strechen)

von Lokleitung - am 20.08.2013 08:19
Hallo Ralph,

danke für diesen sehr schönen Betrag!
Sehe ich genauso.

von jo-ke - am 20.08.2013 11:28
Zitat

Der angebliche "Schutz" geht dann aber nur so weit, wie das Geld der jeweils zuständigen Kommunen/Länder/des Bundes* reicht. Anstatt ordentliche Fahrrdstreifen anzulegen, die baulich von der Straße zumindest durch einen Randstein getrennt sind, malt man neue Fahrradwege einfach auf die Fahrbahn auf. Das ist billig und schnell gemacht. Und kann vom geneigten Autofahrer als Parkplatz genutzt werden, es ahndet ja eh niemand.


Ebenfalls sehr beliebt als (Kurzzeit-)Parkplatz in Mannheim sind die Haltestellen, regelmäßig zugeparkt sind z.B. die Pestalozzischule (Fahrtrichtung Neuostheim/Neuhermsheim) vor den Supermärkten, und auch fast immer die Krappmühlstraße (auch eher in Fahrtrichtung stadtauswärts). Das scheint die Ordnungshüter auch nicht wirklich zu stören, wahrscheinlich ist man sich da wieder nicht einig darüber, wer zuständig ist oder so ähnlich.
Überhaupt scheint das mittlerweile geduldet (das Wort trifft es nicht ganz, man hat eher das Gefühl die Stadt resigniert) zu werden, dass überall geparkt wird, wo man das Auto irgendwie hinbringt, und man vielleicht nochmal ein paar Meter zur Haustüre bzw. zum Supermarkt spart - ohne jegliche Rücksicht auf Fußgänger, Radfahrer, Rollstuhlfahrer, Kinderwägen, usw. Ganz schlimm ist es beispielsweise vor dem Häuserblock bei der Haltestelle Planetarium, wo eh alles so eng ist.

Gruß
Stefan
KBS 700

von Stef BRN - am 20.08.2013 13:07
Man hat aber auch in den letzten Jahrzehnten wirklich alles getan, um Parkplätze zu vernichten, obwohl die KFZ Dichte zugenommen hat.

Da wundert es mich nicht, wenn Autofahrer Alternativen suchen.

von jo-ke - am 20.08.2013 15:23
Zitat
Stef BRN
Das scheint die Ordnungshüter auch nicht wirklich zu stören, wahrscheinlich ist man sich da wieder nicht einig darüber, wer zuständig ist oder so ähnlich.
Überhaupt scheint das mittlerweile geduldet (das Wort trifft es nicht ganz, man hat eher das Gefühl die Stadt resigniert) zu werden, dass überall geparkt wird, wo man das Auto irgendwie hinbringt, ...


Der Kommunale Ordnungsdienst ist seit einigen Jahren leider chronisch unterbesetzt.

von pfaffengrunder - am 20.08.2013 17:17
Zitat
Lokleitung
Das Metall und Glas schützt wunderbar gegen das Wasser, welches von den durch eventuelle Pfützen vorbeifahrenden Autos hochspritzt. Deshalb heißt es ja auch "Spritzschutz".


Dann sollte man das Glas vielleicht auch durchgängig bis zum Pflaster der Haltestelle machen und nicht bei 5-10 cm über Boden aufhören.

von pfaffengrunder - am 20.08.2013 17:19
Zitat

Der Kommunale Ordnungsdienst ist seit einigen Jahren leider chronisch unterbesetzt.


So ist es, und damit, die Autofahrer zu schikanieren, wenn sie ein paar Kilometer schneller fahren, lässt sich ja wesentlich mehr verdienen, als mit der Überwachung des ruhenden Verkehrs. Also setzt man die wenigen Mitarbeiter lieber für Radarfallen ein.

von Das Biergleis - am 20.08.2013 23:02
Die Fahrradstreifen werden nicht aus Kostengründen gemacht, sondern weil die Radfahrer in Innenstädten deutlich sicherer auf der Straße unterwegs sind als auf einem abgetrennten Radweg. Im übrigen wäre es schön, wenn man auf dem Radweg nur 20 Sekunden langsamer wäre. Es sind leider meist mehrere Minuten. Als Beispiel mal habe ich die Barrieren von Käfertal Süd zum Hauptbahnhof gegenüber Auto/RNV aufgeführt:
- Ampel Exerzierplatz: muss immer gedrückt werden, da rechtsabbiegender Autoverkehr ansonsten immer grün hat
- Engstelle Kaserne, besonders nervig bei Gegenverkehr von anderen Radfahrern sowie bei Fußgängern
- Haltestelle Exerzierplatz: Die Ampelphasen für die Radfahrer sind noch kürzer als die der Autofahrer!
- Einmündung Hochuferstraße/Carl-Benz-Straße: mehrfache Kreuzungen, die nicht miteinander abgestimmt sind (bzw. nur auf die heiligen Busse, Straßenbahnen und Individualverkehr)
- deutlich schlechtere Ampelzeiten am Uniklinikum durch Bevorzugung der Rechtsabbieger
- am Abzweig Collinistraße ebenfalls kürzeste Grünzeiten für Radfahrer, damit ein paar Autos rechts in die Collinistraße fast immer freie Fahrt haben

Von der Gegenrichtung will ich gar nicht reden, hier werden zwischen Grenadierstraße und Exerzierplatz die Radfahrer zum Schieben, auf die Gegenseite (inkl. oben genannter Engstelle) oder in die Nachbarstraßen gezwungen... Ich habe eh den Eindruck, man will das Fahrradfahren möglichst schwer machen, damit die rnv möglichst viele Fahrgäste bekommt.

Zitat
Lokleitung
Anstatt ordentliche Fahrrdstreifen anzulegen, die baulich von der Straße zumindest durch einen Randstein getrennt sind, malt man neue Fahrradwege einfach auf die Fahrbahn auf. Das ist billig und schnell gemacht. Und kann vom geneigten Autofahrer als Parkplatz genutzt werden, es ahndet ja eh niemand. Und abgetrennte Fahrradwege würden von einem Großteil der Radfahrer, die es eilig haben, eh nicht genutzt, weil sie lieber auf der Straße fahren, man könnte ja 20 Sekunden langsamer sein. Blinder Aktionismus. Aber man hat ja was getan.


von Regiotramfüralle - am 05.09.2013 23:37
Zitat

sondern weil die Radfahrer in Innenstädten deutlich sicherer auf der Straße unterwegs sind als auf einem abgetrennten Radweg

Ach?
Wenn's so wäre, könnte man ja auch die Fußgängerwege gleich noch auf die Straße malen. Würde die Sicherheit erhöhen (haha) und gleichzeitig noch mehr Parkraum schaffen, als nur die Radwege aufzumalen.

Zitat

Die Ampelphasen für die Radfahrer sind noch kürzer als die der Autofahrer!

Na logisch. Die Radfahrer brauchen ja auch länger, um eine Kreuzung zu queren. Um auf die gleichen Deckungszeiten zu kommen, muss der Radfahrer zwangsläufig eine kürzere Grünphase als der Kraftverkehr haben. Oder - bei nicht vorhandener Radfahrerampel - die Kfz-Phase genauso kurz sein wie die, die für den Radfahrer nötig ist.
Vgl. auch die RiLSA.

Zitat

...oder in die Nachbarstraßen gezwungen...

Warum auch nicht. Dort ist bedeutend weniger Verkehr, der Radfahrer ist also sicherer unterwegs. Irgendwelche Deppen haben jetzt ja auch auf der Bismarckstraße die Einrichtung eines (aufgemalten) Radfahrstreifens angeregt, und dafür soll dann eine Fahrspur wegfallen. Dabei gibts dort längst wunderschöne parallele Fahrtmöglichkeiten, mit Schlosspark und mit Fahrradstraßen. Ich bin sicher kein Verfechter der grenzenlosen Autogerechten Stadt, und ich werde niemals einem Lobbyclub wie dem ADAC beitreten. Aber dafür hält sich mein Verständnis in Grenzen. Und deshalb würde ich auch nicht dem ADFC beitreten.

von Lokleitung - am 09.09.2013 20:38
Ich weiß ja jetzt nicht, was ihr alles für Radwegetypen kennt.

Entweder sie sind auf den Gehweg gepinselt oder auf die Straße. Ich persönlich habe dann immer noch die auf die Straße gepinselten lieber, da sie die gleichen Grünphasen (mit meist unkomplizierteren Wegeführungen) des MIV nutzen, während die auf die Gehwege gepinselten oftmals von Fußgängern bevölkert werden, die einander oder zugestellten Gehwegen ausweichen müssen. Das finde ich für Radfahrer und Passanten wesentlich gefährlicher als den Autoverkehr. Denn die meisten Autofahrer des fließenden Verkehrs berücksichtigen die Radwege, während das bei den Fußgängern weniger der Fall ist.

Daher finde ich beispielsweise die Lösung auf dem Friedrichsring ganz ok.

Die Probleme die ich als Radfahrer am ehesten habe, sind der ruhende Verkehr, der die Fahrradstreifen (ungeachtet, ob er jetzt auf die Straße oder den Gehweg gepinselt ist) zuparkt und andere Radfahrer, die einem bei getrennten Richtungsradwegen auf der linken Seite entgegenkommen (in 90 % der Fälle Frauen).

Letzteres ist vor allem in der Tattersallstraße und der Berliner Straße häufig der Fall, die ich auf dem Weg zum Bahnhof nutze, um nicht unbedingt über den Kaiserring zu müssen. Dennoch gibt es hin und wieder mal Fälle, wo man über den Kaisserring oder durch die Bismarckstraße muss. Und aus der reinen Radfahrersicht würde ich einen Radweg schon begrüßen.

Das eigentlich bescheurtste, was ich an Radweg kenne, ist der am Wasserturm, wo es eine kombinierte Spur für Radfahrer und Busse gibt. Es kommt zwar eher selten einer, wenn aber einer kommt, ist es für Busfahrer/Fahrgäste und Radfahrer gleichermaßen unangenehm.

von Tw237 - am 10.09.2013 10:18
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