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Informationen zum Thema:
Forum:
Nahverkehr Rhein-Neckar
Beiträge im Thema:
5
Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 6 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 6 Monaten
Beteiligte Autoren:
jo-ke, Lokleitung, Tw237, Zwergsignal

Gestern (06.10.2013) gegen 17:15 Uhr in Bingerbrück ...

Startbeitrag von Zwergsignal am 07.10.2013 15:40

... war mal wieder die Frage: 113, 235 oder doch "was rotes"?

Die Antwort lies dann nicht mehr lange auf sich warten - und lautete: 103 235-8:




Kurz vorher kam aber auch "was rotes" - die 155 125-8:



Übrigens: Die BR 155 läuft bei der DB auch unter dem Begriff "überzählige Schienenfahrzeuge" und wird dem interessierten Kunden zum Kauf angeboten. Wer also immer schon mal eine "echte" Lok haben wollte, kann sich ja diesbezüglich mit der DB in Verbindung setzen. ;)

Freundliche Grüße!
Zwergsignal

Antworten:

Zitat
DB
Zur Zeit werden an verschiedenen Standorten Lokomotiven der BR 155 zum Kauf angeboten.


Da kann was nicht stimmen! Denn es gibt nur noch eine 155, nämlich die letzte 155: [federspeicher.freefronthost.com]
Zwar kann die letzte 155 gleichzeitig an mehrere Leute an mehreren Standorten abgegeben werden, doch ist der Plural "LokomotivEN" falsch.


Die 103 habe ich die dieser Tage auch gesehen, bei mir war es die 103113 in Frankenthal:




Was Rotes habe ich auch gesehen:




Und was Blaues:







Anschließend begaben wir uns Richtung LU. Auf der Brücke über die Bahn sahen wir diesen Bus





Um endgültig auf Ludwigshafener Boden zu kommen, mussten wir diesenm reißenden Strom überqueren





... um in diesen Bus zu steigen





Nach einem Zwischenstopp beim Werst reisten wir mit dem Subheini nach Ruchheim,




...wo wir in die RHB zum Babbelowend stiegen

von Tw237 - am 07.10.2013 17:14
Muesste die 103 235 nicht besser einen Scherenstromabnehmer haben?

von jo-ke - am 08.10.2013 10:11

Mein Lieblingsthema: Stromabnehmer

Gerade die 103 235 eigentlich nicht.
Auf der 103 113 wäre (von der Betriebsnummer her) ein Schenstromabnehmer eigentlich angebrachter, aber nur dann, wenn sie nicht den roten Rahmen hätte. Rote Rahmen und Schere passen zeitlich nicht zusammen.

Die ersten Serien der 103 wurden noch mit Scherenstromabnehmern geliefert. Für die Schnellfahrten montierte man auf die DBS 54 eine "Wanisch-Wippe" mit ziemlich weitem Abstand der beiden Schleifleisten voneinander und baute noch verschiedentliche Dämpfer in die Ober- und Unterschere ein. Diese Stromabnehmer bewährten sich aber überhaupt nicht und führten zu zahlreichen Fahrleitungsschäden. So wurden schon früh Versuche mit den in den 1960er Jahren von den Franzosen neu erfundenen Einholmstromabnehmern unternommen.

Nach erfolgreichen Test mit den Einholmbügeln der Bauart SBS 65 beschloss man, die 103er mit diesen Bügeln auszurüsten. AAAAngeblich wären alle langen 103er (also ab 103 216) schon ab Werk mit Einholmstromabnehmern gekommen. Das zweifle ich aber an, denn es gibt Bilder (aber nur sehr wenige), wo auch solche Loks mit Scheren herumfahren.

Die kurzen 103er wurden damals in einer Tauschaktion mit der Baureihe 111 umgerüstet.
Die neu zu liefernden 111er waren alle mit Einholmbügeln bestellt worden und wurden dann schon teilweise bei der Ablieferung auf Schere umgebaut, um ihre Einholmbügel den 103ern zu spenden.

Genau lässt sich das heute nicht mehr nachvollziehen. Es gibt Belege dafür, dass die DB aufgearbeitete Scherenstromabnehmer an die Hersteller geliefert hat, die wiederum die eigentlich für die 111er vorgesehenen Einholmstromabneher ohne Aufbau auf eine 111 an die DB für die 103er abgegeben haben. Es gibt aber auch Bilder von 111ern, die eine kurze Zeit mit Einholm im Einsatz waren und dann offenbar nach wenigen Einsatzwochen/monaten in den Werken der DB einem Umbau unterzogen wurden.

Getauscht wurden damals im Wesentlichen die 111 001 bis 070 (mit einigen Lücken) und schätzungsweise ca 30 Loks der S-Bahn-111er zwischen 111 111 und 111 188. Nicht betroffen waren die letzte Serie 111er zwischen 111 189 und 227. Die wurden mit dem Stromabnehmertyp SBS 81 (Einholm) geliefert, der den Druckluftantrieb nicht auf dem Dach der Lok, sondern im Rahmen des Bügels eingebaut hat.

Es gab in der Übergangszeit, zwischen 1974 und 1981, sowohl 111er als auch 103er, die kurze Zeit gemischt mit beiden Stromabnehmerbauarten (Schere DBS 54 und Einholm SBS 65) bestückt waren.

Bliebe noch zu erwähnen, dass die 111er 160 km/h schnell fahren dürfen - egal welchen Bügel sie tragen. In Doppeltraktion aber nur dann, wenn sowohl die vordere als auch die hintere Lok mit Einholmstromabnehmern ausgerüstet sind. Aber das kommt heutzutage, wo man diese Schnellzuglok zum Nahverkehrsesel degradiert hat, ja eh kaum noch vor.



Edit:
Und ich vergaß - 103er mit abgebauten Frontschürzen, wie es beide nun mal (leider) sind, vertragen sich epochegerecht eigentlich auch nur mit den Einholmbügeln.

von Lokleitung - am 08.10.2013 15:44

Re: Mein Lieblingsthema: Stromabnehmer

Vielen Dank für die umfassende info. Kann mich noch gut an den 111-103er Bügeltausch erinnern. Leider war dieser schon abgeschlossen als ich zu fotografieren begonnen habe

von jo-ke - am 08.10.2013 18:27
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