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Informationen zum Thema:
Forum:
Nahverkehr Rhein-Neckar
Beiträge im Thema:
7
Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Lokleitung, ahellman, Vetter 16SH, Heinrich Fuchs, Fabrikant i.R., Zwergsignal

Richtung Norden, und dann mal hier und mal dort (Teil 2, 25 Bilder)

Startbeitrag von Lokleitung am 16.10.2013 22:46

Link zu >>> Teil 1

Antworten:

waren das 1997 noch Zeiten ...

Zitat
Lokleitung

Wir verlassen nun die Halle Koskela und kommen zum Ende dieses Teils. Für die drei hier gezeigten Wagen ist das Ende auch bereits gekommen - die ehemaligen Mannheimer 161 (MVG 517 / 419), 165 (MVG 507 / 366) und 163 ( MVG 523 / 434) stehen, teilweise schon Einzelteilen beraubt, teilweise mit Graffitischäden, auf den Freigleisen abgestellt. Trotz der aufwändigen Aufarbeitung - immerhin hat man allen noch die Servosteuerung und das neue Fahrerpult spendiert - war ihnen maximal zwei bis zweieinhalb Jahre Linienverkehr in Finnland vergönnt.


... als der Mannheimer RNV-Teil noch MVV Verkehr AG und die SV-Versicherung noch ÖVA (Wagen 523) hieß und die Ludwigshafener Ludwigstraße noch reine Fußgängerzone war ...

Freundliche Grüße!
Zwergsignal


von Zwergsignal - am 17.10.2013 08:36
Zitat

Diese Bahn ist kein Original. Sie ist der Nachbau eines Vierachsers aus dem Jahr 1917 - aus zwei mehr oder weniger schrottreifen Fahrzeugen wurden einige wenige Teile entnommen, der Rest wurde im Jahr 2007 neu aufgebaut und offenbar recht "freizügig interpretiert". Mein Begleiter war wenig begeistert von diesem "Fake":


Das war dann wohl derselbe, der mir diese Geschichte erzählte als ich die "Vorführfahrten" in Edingen machte. Damals begann das "Bastelprojekt" wohl gerade. Den unhandlichen Namen des Herrn hab ich vergessen, ich weiß nur noch daß es ein "Insinööri" war. :D Als Dankeschön gab es dann einige Wochen später ein dickes Buch über die HKL.

von Heinrich Fuchs, Fabrikant i.R. - am 17.10.2013 09:55
Na, das scheint wirklich eine hervorragende Werkstatt zu sein, in der man auch aufwendige Arbeiten selbst macht. Ich bin gespannt wie lange der Umbau der 10 Wagen mit Niederflurmittelteil dauert. Ähnlich lange wie der Umbau der 8 Heiderlberger Wagen? :joke:

von Vetter 16SH - am 17.10.2013 13:34
Die Wagen sind seit 2012 in der Umbauphase. Man macht aber nicht alles selbst; zunächst wird bei VIS in Halberstadt der Wagenkasten einer Grundüberholung unterzogen und auch die von VIS neu gebauten Mittelteile werden dort eingefügt. (Dort dürfte sich derzeit übrigens auch der Wagen 5620 der RNV zur Aufarbeitung befinden).
Den weiteren Ausbau macht man dann aber offenbar in Finnland.

Der Umbau dauert pro Fahrzeug etwa ein Jahr. Wie in den Bildern gezeigt, wird da aber viel mehr gemacht als bei den Heidelberger M8C, die ja zum Beispiel nicht neu verkabelt wurden. Von den zehn anvisierten Wagen Nr. 32, 37, 38, 49, 50, 60 - 63 und 68 sind zurzeit die Wagen 32, 37, 38 und 63 fertiggestellt, der Rest ist noch im Umbau. Der erste Wagen wurde zu Weihnachten 2011 als Sechsachser außer Betrieb genommen und ist seit Februar 2013 als Achtachser wieder im Einsatz. Die beiden letzten Wagen wurden erst im März und Mai 2013 außer Betrieb genommen und befinden sich noch in Deutschland.

Man hat ja genügend Erfahrung mit den Wagen vom Typ II gesammelt, die auf ähnliche Weise umgebaut wurden. Nach ausführlichen Testfahrten mit dem ex-VBL 150 im Bezug auf Motorleistung und Steigungsverhältnisse für Achtachser hat man im Jahr 2006 den Wagen 80 als ersten umgebaut. Nach der wieder-Inbetriebnahme im Januar 2007 wurde auch dieser "Prototyp-Umbau" ausgiebig getestet und verfeinert: erst im September 2008 begann mit Wagen 85 der Serienumbau der restlichen 41 Wagen vom Typ II. Wegen der guten Erfahrungen mit den Umbauten und den weniger guten mit den Variobahnen wurden diesen Umbauten noch die zehn Typ I "nachgeschoben", um den Grundauslauf auch an Werktagen (außerhalb der Spitzenzeiten) niederflurig besetzen zu können.

von Lokleitung - am 17.10.2013 14:20
Zitat
Lokleitung
Diese Bahn ist kein Original. Sie ist der Nachbau eines Vierachsers aus dem Jahr 1917 - aus zwei mehr oder weniger schrottreifen Fahrzeugen wurden einige wenige Teile entnommen, der Rest wurde im Jahr 2007 neu aufgebaut und offenbar recht "freizügig interpretiert". Mein Begleiter war wenig begeistert von diesem "Fake":
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BS 1 is not fake. It is a replica. The ex municipality of Kulosaari turned 100 years old in 2007. In Kulosaari they wanted a tram thet looks like a tram, that once run to the island.
The money came from Kulosaari Homestead Fund Foundation (big money) and Kone Foundation (Kone: lifts, escalators worldwide; big, big money).
Yes, some parts were taken from the original cars (BS1 and 2) like underframe and some wooden parts. But mostly it is a "new tram". Bogies, motors and controller are from about 1955. But especially bogies are camouflaged to see as original, and so on. Original hardwoods were used when possible. Nowadays some hardwood just can't be purchased.
Perhaps some persons here in Helsinki think, that it is a fake. But more commonly known is, that it is a replica (and no more).

von ahellman - am 18.10.2013 09:49
Thanks for the detailled description ;-)

von Lokleitung - am 18.10.2013 11:01
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