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Nahverkehr Rhein-Neckar
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Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 6 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 6 Monaten
Beteiligte Autoren:
Heidelberger Straßenbahner, Tw 17, Tw237, Lokleitung

In der alten (Fürst)Bischhofsstadt

Startbeitrag von Heidelberger Straßenbahner am 17.10.2013 21:05



ja, ja – ich weiß! Wenn Ihr das erste Bild seht maulen einige schon los:“ Die Stadt mit den häßlichen Kisten!“ Zugegebener Maßen sind wirken die Bahnen nicht gerade elegant, aber die andere Alternative wäre ein Einkaufsbummel (shoppen) durch die Fußgängerzone gewesen und …..................... wollt Ihr hiervon vielleicht Bilder sehen?


Na also – geht doch!




Von der Innenstadt aus diesem Grund nur ein Bild (→ shoppen!), es zeigt den GT-N 251 in Höhe des Rathauses auf der Linie 5 in Richtung Rottenbauer.

Mit einer Tageskarte für eine Person (4,75€) läst sich an einem Tag das 19,7 Kilometer lange Liniennetz zu erkunden, es bleibt auch genug Zeit für ein Paar Bilder und ein Mittagessen/Kaffee.
Die meisten Streckenäste werden von zwei Linien bedient. Nach meiner Ankunft (und einem tränenreichen Abschied mit bedauern, dass ich beim shoppen nicht dabei sein kann :up: ), fuhr ich vom Hauptbahnhof zuerst nach Grombühl (ohne Bilder). Wenn meine Beobachtungen stimmen, wechseln dort an der Endstelle (einer großen Häuserblockumfahrung) die Bahnen die Linien (aus 1 wird also 5, bzw umgekehrt).

Als nächstes bereiste ich die Strecke nach Sanderau. Diese zweigt an der Haltestelle Sanderring vor der Verbindung nach Rottenbauer ab und liegt, bis auf wenige Meter komplett im Straßenpflaster.

Und hier war mit „das Glücke hold!“ Als ich von der Endschleife zur Haltestelle Frechenbachstraße hochlief, rückte gerade GTW-D8 246 aus dem Depot Sanderau auf die Linie 1 aus.



Auf allen Linien wird den ganzen Tag ein 15 Minuten Takt angeboten, durch die Bedienung der Streckenäste mit zwei Linien entsteht dadurch (rechnerisch) ein 7,5 Minutentakt. Die verbliebene sechs GTW-D8 fahren nur morgend's und mittag's zu den Stoßzeiten auf den Linien 1,2 und 4 (solange fahren offenbar die Schnellbahnen 504 und 505).

Auf den Steilstreckenabschnitt (91 Promille) zum Heuchelhof sind die GTW-D8 wegen geringer Antriebs- und Bremsleistung, sowie dem Fehlen des Zugbeeinflussungssystems nicht zugelassen.



Nun zu der Verbindung nach Heidingsfeld: Auf der Linie 3 zum Heuchelhof ist in der Mergentheimer Straße der GT-E 201 im Bild „festgehalten“, er erreicht gleich die Haltestelle Jüdenbühlweg.

Die Linie 3 endete lange Jahre am Ostbahnhof in Heidingsfeld. 1989 ging die Strecke zum Heuchelhof in Betrieb. Hierzu wurden die 14 Triebwagen vom Typ GT-E beschafft. 1997 erreichten die Schienen den Stadtteil Rottenbauer. Die Fahrgastzahlen auf der Linie 5 stieg ständig (ist doch gut), deswegen wurde die Linie 3 2002 zur neuen Endstelle Heuchelhof verlängert, der eingleisige Abschnitt durch Heidingsfeld wurde eingestellt.
Da die Schleuderbetonmasten marode sind, soll dieser (nicht befahrene) Abschnitt noch 2013 stillgelegt werden.



und nun ein extra Bild für den Tw 17 (wenn auch kein gutes): GT-E 209 fährt aus der Reuterstraße kommend an der St. Paul Kirche vorbei in Richtung Heuchelhof. Vor lauter lauter (es sind immer spontane Bilder aufgenommen – ohne große Vorplanung) habe ich erst beim Durchsehen zuhause bemerkt, dass auf meinem Bild vor der Bahn ein Signalmast steht, sonst hätte ich eben nach 7,5 Minuten (rein rechnerisch) einen zweiten Versuch unternommen.





Zwischen den Haltestellen Brombergweg und Max-Mengeringhauser Straße befindet sich der GT-E 205 wieder auf der Rückfahrt „in die Stadt“.

Fehlt nur noch die Strecke nach Zellerau. Nach einer Mittag/Kaffeepause begegnet mit einer der 20 1996 angeschafften, komplett niederflurigen GT-N. An der Haltestelle Ulmer Hof fährt der Tw 259 als Linie 4 nach Sanderau.

Erwähnen möchte ich in diesem Zusamenhang, dass die Fahreigenschaften der GT-N nicht so schlecht sind, wie (ähnliche) Fahrzeuge in einer Monopolregion. Auch habe ich während meines Besuches keine beschädigte Bahn gesehen oder ein ausgefallenes Zielschild bzw. dergleichen. Auch waren die Bahnen sauber und es lag (nur in einer gesehen) Abfall im Wageninnern!

- Beispielhaft





Ein GT-E fährt über die Friedensbrücke nach Zellerau, dass seit 1927 mit der Straßenbahn erreichbar ist. Die Verbindung liegt bis auf ein kurzes Stück zwischen den Haltestellen Wörthstraße und Hartmannstraße auf eingenem Gleiskörper.



Die Endschleife führt um ein Baumarktzentrum, in diese (die Schleife, nicht in den Baumarkt) biegt gerade GT-N 254 ein. Die Gleisreste der (früheren) Weiterführung nach Oberzell wurden im Herbst 2006 entfernt.



An der Endhaltestelle Mainaustraße beginnt GT-E 208 seine Fahrt als Linie 2 zum Hauptbahnhof. Zu erwähnen bleibt nur noch, dass die Bahnen an dieser Endstelle nicht die Linie wechseln.
Ich bin mir zwar nicht 100% sicher, aber ich meine, auch am Hauptbahnhof und in Sanderau wechseln die Bahnen die Linien.

Nun wieder eine Schilderung (fast) ohne Essensbilder. Ja fast, aber meine Frau war der Meinung, dass ich Euch diese Bild zum Abschluß nicht vorenthalten darf:





Salü Erhard

Antworten:

Zitat
Heidelberger Straßenbahner
Erwähnen möchte ich in diesem Zusamenhang, dass die Fahreigenschaften der GT-N nicht so schlecht sind, wie (ähnliche) Fahrzeuge in einer Monopolregion.


Na, da weiß ich nicht welche du meinst.
Die Mannheimer GT6N laufen da doch noch um ein vielfaches besser. Das Kurvenfahrverhalten ist bei beiden Kisten gleich übel, aber ein luftgefederter Mannheimer poltert ganz sicher nicht so wie der Würzburger 100%-NiFlu-Schuhkarton.

Insgesamt bin ich bei WÜ zu zu der Erkenntnis gekommen, dass alle Fahrzeugtypen (also zumindest die beiden neusten) recht übel sind. Große Fenster mit nur kleinen Luken, dafür keine Klima. Das Innenraumdesign stellt das Äußere noch in den Schatten und selbst die Drehgestellwagen verderben einem die Fahrfreude durch üble Sitze und unnützen Einrichtungen, wie einem Klackton, den man im gesamten Fahrzeug hört, wenn der TF den Blinker setzt.

von Tw237 - am 17.10.2013 22:10
Zitat
Tw 237
Das Kurvenfahrverhalten ist bei beiden Kisten gleich übel, aber ein luftgefederter Mannheimer poltert ganz sicher nicht so wie der Würzburger 100%-NiFlu-Schuhkarton.


Dann mutmaße ich mal: Liegt es an den Fahrern? :rolleyes:. Auf jeden Fall haben sich die GT-N in den Kurfen (und danach) nicht so aufgeschaukelt wie die GT6N in Mannheim!

Könnte auch sein, dass das Gleis besser ist, zum Heuchelhof hoch haben sie die Schienen ja schon mehere Male ausgewechselt, dann mit Klammern gegen verschieben gesichert und zum Schluß die Geschwindigkeit (bergauf) von 70km/h auf 50 km/h reduziert, was auch sicherlich nicht grundlos durchgeführt wurde.



Mit den GTW-D8 bin ich nicht mitgefahren, die habe ich immer nur gesehen. Zum Beispiel den GTW-D8 245 am Karmelieterkloster in der Sanderstraße Richtung Grombühl.


Salü Erhard

von Heidelberger Straßenbahner - am 18.10.2013 07:07
Also mir gefallen die GT-E (äußerlich) ziemlich gut, die Fahreigenschaften sind auch okay. Das Innenraumdesign ist nichts berüuhmtes, und mit Klima wären die Wagen auch besser (immerhin hat man für die Fahrer eine nachgerüstet ;-))
Was Würzburg fehlt ist eine "Standardfarbgebung". Ich bin zwar ein Liebhaber von (schönen) Ganzreklamen, aber so ganz ohne eigenes Design ist auch doof.

Danke für das schöne Weißwursttortenbild!

von Lokleitung - am 18.10.2013 10:58
Würzburg hat doch im Gegensatz zu Plauen eine Lackierung?

Ein paar Bilder aus alten Berichten


Neue Lackierung in Plauen :D


Würzburger Lackierung auf Bussen


Neuer Niederflur


Qualitätsbus


Aufm Düwag

Den Würzburger Hängebauch hab ich glaub ich auch noch irgendwo im Lack.

Noch ein paar Links zu meinen Würzburgberichten
Wo Brezeln schon Brezen heißen...
2 Länder, 6 Landkreise, eine Bahn...
Unterwegs - Teil 2 - Würzburg


@Heidelberger Straßenbahner: Danke für das Kirchenbild ;)

von Tw 17 - am 18.10.2013 18:35
Zitat
Lokleitung
Also mir gefallen die GT-E (äußerlich) ziemlich gut, die Fahreigenschaften sind auch okay.


Ja, die Fahreigenschaften sind angenehm, es ist ja schließlich ein Drehgestellwagen. Und wäre der Wagen nicht bis über die Drehgestelle verkleidet, würde er auch nicht so schmal und hoch wirken.
Die Federspeichebremse legt (und löst) sich ähnlich der der V6, dies ergibt ein sehr weiches Bremsverhalten.


Zitat
Lokleitung
Was Würzburg fehlt ist eine "Standardfarbgebung".


Na die "alte" Standartfarbgebung von Würzbung gefällt mir außerordentlich (also die, die der Tw 17 auf seinen Bildern gezeigt hat). Einen GT-E habe ich in dieser Lakierung allerdings noch nicht gesehen.

Die "Neue" Farbgebung scheint weißer Streifen auf weißem Grund zu sein. rotfl


Salü Erhard

von Heidelberger Straßenbahner - am 18.10.2013 20:05
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