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Nahverkehr Rhein-Neckar
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Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 7 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 7 Monaten
Beteiligte Autoren:
Kirunavaara, Sprinter001, Tw237

DeuLaPa Tour 2013: firstclass – authentisch - bomböös eben, Teil 20: Besuch im Nürnberger DB-Museum (mB)

Startbeitrag von Tw237 am 01.12.2013 00:13

Nachdem wir tags zuvor spät in Mannheim angekommen waren und Kollege Hummelchen das Schicksal der Berufstätigkeit ereilte beschloss ich ins Nürnberger DB-Museum zu fahren.

Das ist sozusagen die Hauptstelle der 3 DB-Museen Nürnberg, Koblenz und Halle.





Beim Umsteigen in Frankfurt zeigt sich mir dieser ICE, der eindeutig die Nachteile weißer Lackierungen zeigt. Leider sahen in diesem Sommer viele ICE-Züge so aus.





111 224 sieht man den Schmutz nicht so an ;-)



Das DB-Museum ist fußläufig vom Bahnhof entfernt.





im ersten Teil bekommt man einen Überblick über die Eisenbahn allgemein. Hier zu sehen eine englische Lore zum Kohlentransport.






Auf einem Modul kann man einen Bahnhof der ersten deutschen Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth sehen.






Dieser Personenwagen soll der älteste in Deutschland sein. Er wurde nur nicht verschrottet, da angeblich der Kaiser damit gefahren sein soll.





Die Sitze sind im Innenraum gut gepolstert. Man könnte sich für Nachtfahrten ohne weiteres quer auf die Bank legen.
Die Möglichkeit ausdauernder Nachtfahrten dürfte auf der Strecke Nürnberg-Fürth aber begrenzt gewesen sein :-P






Ein besonderes Schmuckstück ist der Salonwagen von König Ludwig II (Amtsvorgänger von Horst Seehofer)







Die sprunghafte Entwicklung der DaLo






Mitte der 90er entstand dieses Teil als Mock-Up für den ICE 3.






Einer von zwei zu sehenden Adlern ist direkt in der Halle zu sehen. Leider sind die Fahrzeuge nicht ganz chronologisch aufgestellt.





Das mit den Bierfässern soll – so stand es im Text darüber – nur eine Marketingaktion einer Brauerei gewesen sein.
Damit scheint der Zusammenhang von Bier und Bahnen widerlegt zu sein :-P





Im ersten Stock ist eine sehr schöne und auch recht umfassende Doku-Ausstellung zum Thema Eisenbahn zu sehen.

Im Hintergrund trifft eine VT 95-Fratze auf seine Konkurrenz.




Auch das ein oder andere Semmelbahnmodell ist zu sehen.







Sehr interessant ist vom verkehrspolitischen Standpunkt aus betrachtet diese Karte: Sie stellt die Autobahn-Neubauten(blau) und die Eisenbahn-Neubauten(rot) in der Zeit zwischen 50er und 90er Jahren gegenüber.






Originalgetreu wurde dieses Zugsekretariat nachgebaut, wie man es noch aus dem V 200-Thriller Kressin stoppt den Nordexpress kennt.





Für das andere Deutschland hat man diese DDR-Ecke eingerichtet, wo Die Partei hat immer Recht in Dauerschleife lief.





Etwas off-Topic ist dieses Filmplakat. Der Film ist insbesondere für Eisenbahnfans sehr empfehlenswert. Der komplette Film ist übrigens bei DuRohr zu sehen: [www.youtube.com]




Danach besuchte ich das Außengelände, wo die Fahrzeuge teils in einer Halle und teils im Freien stehen.




Hier sehen wir ein Viertel des Ur-SVT. Leider hat man den ganzen Zu sträflicherweise vor nicht allzu langer Zeit verschrottet.







Blick in den Innenraum.





Nebenan steht E19 012. Statt einer Nummer auf der Front trägt sie ein HakenHolzkreuz. Ob die Lokleitung sie fotografiert hätte?






Besonders „dezent“ ist diese Vorrichtung angebracht, mit der man versucht sich den unschönen Kapiteln deutscher Geschichte zu entledigen.

Am Rande dieser Szenerie konnte ich ein Gespräch zwischen einem Vater und seinem 4-7 Jahre alten Sohn belauschen, der sich über das Holzkreuz wunderte, das über dem „Zeichen“ angebracht ist.
Der Vater antwortete ihm, dass das das Zeichen eines ganz bösen Mannes ist, der ganz ganz viele Menschen umgebracht hat. Deswegen sei es verboten.

Stellt sich nur noch die Frage, ab wann man böse genug ist, damit man sein eigenes Zeichen auf Loks bekommt….






614 005 muss im Freien stehen.







E03 001 sah auch schon mal besser aus…





Die 2. E10 wirkt dagegen noch recht frisch.



Zum Abschluss noch zwei rote Schmuckstücke aus der Halle:



05 001



Und Frau 80.



Fazit:

Der dokumentarische Teil der Ausstellung ist schön gemacht. Leider ist der Fahrzeugteil nicht so schön gestaltet. Die Fahrzeuge stehen ohne erkennbares Anordnungsschema eng hintereinander. Zudem ist die Ansammlung weniger repräsentativ bzw. vollständig. Da könnte man noch was ändern.

Vorbildlich finde ich da das Museum der SNCF in Mulhouse, das ich hier besuchte: [20066.foren.mysnip.de]



alla hopp

Antworten:

Ebenfalls empfehlenswert das Dänische Eisenbahnmuseum in Odense, etwas kleiner als Mulhouse aber in derselben Aufmachung ! Für Interessenten empfehlenswert sind Übernachtungen um Flensburg mit Tagestouren ( einfach zwei Std ) zum größten Eisenbahnmuseum Skandinaviens !

von Sprinter001 - am 01.12.2013 10:49
Zitat

Originalgetreu wurde dieses Zugsekretariat nachgebaut, wie man es noch aus dem V 200-Thriller Kressin stoppt den Nordexpress kennt.


Wie g**l, vielen vielen Dank für den Link! Diese Folge habe ich vor 14 Tagen (also eher vor etwa 20 Jahren) schonmal gesehen und fand sie da schon klasse, von der gekaperten V 200 über das ganze frühe 70er-Flair bis zum Lümmel-Zollfahnder, der so eine Art Vorgriff auf Schimanski in Kombination mit etwas mehr Charme darstellte.

Was mir damals nicht auffiel: In dem Film wird über längere Passagen Dänisch geredet (war die Darstellerin nicht auch Lina in den Filmen um Michel aus Lönneberga?), die Bahnhofsdurchsagen in Malmö auf Schwedisch - und das alles ohne Untertitel! Sowas würde das deutsche Fernsehen dem heutigen überforderten Zuschauer ja garnicht mehr zumuten. Und überhaupt, Malmö Centralstation hat sich seitdem natürlich kräftig verändert, die schönen Bahnsteigüberdachungen stehen aber noch. Dazu die RC-Loks in Orange, jede Menge alte Wagen...

Viele Grüße,
Martin

von Kirunavaara - am 02.12.2013 22:26
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