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Nahverkehr Rhein-Neckar
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Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 4 Monaten
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Frieder Schwarz, Tw237

DeuLaPa Tour 2013: firstclass – authentisch - bomböös eben, Teil 23: Mit alten Kisten bei Stern+Hafferl unterwegs zu den modernen Kisten in Linz .... und was Sharon Stone damit zu tun hat! (mB)

Startbeitrag von Tw237 am 18.12.2013 23:06

Bei all dem fröhlichen Jubel um die Heimkehr des 455 werde ich mal meinen DeuLaPa-Bericht fortsetzen





Beginnen wir mit dem etwas spärlich gehaltenen Frühstück. Wenigstens war es billig. Mehr wäre es aber auch nicht wert gewesen.






Unser erstes Ziel war Gmunden. Den ersten Teil dieses Weges verbrachten wir in diesem Firstclassabteil.





Das wäre das Businessclass-Abteil gewesen. Das konnten wir aber im dreiklassigen Österreich nicht nutzen.






Kurz nach Abfahrt des Zuges kam der Schaffner vorbei, und fragte uns, was wir lesen möchten. Auf die Frage, was man in Österreich so liest, drückte er uns alles in die Hand. Die Österreicher sind wohl ein sehr belesenes Volk







Nach einem Umstieg erreichten wir in diesem nur zweitklassigen Zug Gmunden.






Direkt vorm EG wartet schon die Elektrisch’ der Kleinstadt. Hier sehen wir TW 10, der Vestischen Straßenbahn, die einst im Ruhrgebiet ein ausgedehntes Überlandnetz betrieb, das bis 1982 komplett stillgelegt wurde. Dieser TW kam bereits 1976 nach Gmunden und ist schon rund 60 Jahre alt.






Die ersten Meter führen entlang der Bahnanlagen.






Im Bahnhof nebenan parkt ein E-Ta(h)lent mit klassischer Front.







Kurz hinter dem Bahnhof kommt das schnuckelige Depot






TW 10 am Depot







Ein bisschen kann man von hier den Traunsee sehen.








Hier passiert die Tram die Zentrale von Stern und Hafferl, das nicht nur Straßenbahn, sondern auch einige Lokalbahnen betreibt. Aufgrund des Hangs zum Ankauf sämtlicher unterschiedlichster Altfahrzeuge (wären die OEG-GT8 nix für die?) sagen Kenner „auf die“ auch liebevoll „Stern und Abfall“





runter in die Stadt. Für den Umlauf reicht übrigens ein Wagen ;-)





nach einer kurzen Gassendurchfahrt erreicht der TW das Ufer des Traunsees.






Endstation am Franz-Josef-Platz





Früher fuhr die Bahn mal weiter zum Rathaus. Das ist aber schon lange Geschichte. Dennoch ist die Fahrleitung dorthin augenscheinlich noch vorhanden.

In Zukunft sollen hier wieder Bahnen fahren, wenn die Straßenbahn mit der Traunseebahn verbunden und in einen modernen Betrieb verwandelt wird.
Was für den Fahrgast sehr begrüßenswert ist, lässt das ursprüngliche Flair der Bahn aber vergehen. ;-)





Nach gut 500 m Fußweg erreicht man den Seebahnhof. Auf der dortigen Lokalbahn ist mit diesem geliehenen Innsbrucker Wagen schon die moderne Zeit angebrochen.




Ein lachendes Gesicht – Die Scheinwerfer könnten größer sein, ansonsten aber ganz hübsch.






Blick in den Innenraum. Auffällig sind die ohne Not eingebauten Big-Mama-Sitze.







In Vorchdorf erfolgte der Umstieg auf die Normalspur.




Auch S+H hat Museumwagen, die als solche gemeint sind ;-)





Blick auf die Abstellanlage. Ganz hinten müsste ein TW der lange stillgelegten Straßenbahn Lausanne stehen.







Auf dem Weg nach Lambach mussten wir unseren Doppeltriebwagen der von der KFBE übernommen wurde verlassen, um mit dem SEV weiterzukommen.




Dabei zeigte sich uns auch ein ehemaliger TW der Extertalbahn.







Von Lambach aus fuhren wir nach Linz. Dort wirbt man für die Linz-App, über die die Bürger der Stadt mitteilen können, wo was nicht so ist, wie es sein sollte.
Aus MA übertragen könnte das sein: Vollgekotzter Bahnhofsplatz, Abfallhalte auf der Breiten Straße,… usw…
In MA bräuchte man aber sicher schon eine Hundertschaft, um die Meldungen erstmal entgegenzunehmen, ohne dass diese bearbeitet würden.







Hauptplatz in Linz, der auf das Stadtfest vorbereitet wird.



Insgesamt hat Linz eine sehr schöne Innenstadt:
























Diese Wagen haben übrigens einen Designpreis gewonnen. Optisch finde ich sie auch gar nicht schlecht.





Kunstvoll gestaltete Rampe am Bahnhof. In den vergangenen Jahren ist es in Österreich üblich geworden Bahnhöfe über kurvenreiche Tunnels ohne Zugang zu den Verteilerebenen der Bahnhöfe zu errichten.






Sehr löblich: Die Linz AG bietet in all ihren Zügen freies W-Lan an.






Cityrunner an der Endstelle Doblerholz, wo sich auch ein Depot befindet. Die Linzer Außenstrecken sind im Verglich zur überdurchschnittlich schönen Innenstadt weniger sehenswert.






U-Haltestelle am Bahnhof






Unser nächster Weg führt uns zum Mühlkreisbahnhof.




Hier ist auch eine Straßenbahnendstelle






Ebenso beginnt hier die Pöstlingbergbahn, die bis vor wenigen Jahren noch auf Meterspur und Trolleystange verkehrte.
Inzwischen hat sie die Linzübliche 900 mm-Spur.







Blick in die Wagenhalle







In einem Seitenbau steht noch ein originaler Meterspurwagen.





Blick in einen der Retro-Straßenbahwagen. Ein sehr schönes Design. Würde mir auch in „echt“ modernen Wagen gefallen.






Danach begaben wir uns zu Strecke zur Uni:









Neben der Straßenbahn verfügt Linz noch über einen von zwei Österreichischen Trolleybusbetriebe:














In der Innenstadt fanden wir noch eine Futterbude, wo man sich mit indischem und chinesischem Essen reichhaltig voll stopfen konnte. :-P





Bis unser Zug kam machten wir noch einen kleinen Schaufensterbummel durch die Fußgängerzone.
Unser Interesse weckte doch dieses Bereitbare Kissen, für das Sharon Stone hier wirbt.
Ob sich das Justin-Biber –Produkt daneben an die dafür vorgesehene Zielgruppe der 11-15-Jährigen Mädchen richtet, wage ich mal zu bezweifeln :-P






Ich schließe hiermit mit dem Zugbild unseres Großraumabteils ab.



alla hopp!

Antworten:

Freundschaft,

ja das stimmt, die Stern und Abfall Kiste stammt vom Lausanner Überlandnetz.
Früher war ich mal auf den Spuren der kleinen Wuppertaler Elok wandeln und fand die Lausanner Kisten noch im Umbau vor. Das ist aber auch schon wieder vierzehn Tage her.

Die beste Stern und Abfall Erfindung ist der auflackierte Zielfilm an der Kölner Kiste. Die sollte andere Betriebe übernehmen, um Kosten zu sparen. Man könnte die Kisten dann nur liniengebunden einsetzen, würde aber Wartungskosten sparen.

Die Vierachskiste beim SEV Umstiegspunkt sollte ein Rastatter sein, wenn mich nicht alles täuscht. Aber bei uns hat man das alles mehr rund.

Schöner Bericht aus dem Reich der KuK Monarchie.

von Frieder Schwarz - am 19.12.2013 07:14
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