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Nahverkehr Rhein-Neckar
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17
Erster Beitrag:
vor 4 Jahren, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Jahren, 2 Monaten
Beteiligte Autoren:
Tw237, dreamcastle, Stef BRN, Fabegdose, Führerbremsventil, Das Biergleis, Rastatter Kundendienst, Lokleitung, Funkenkutscher, mor_

Plankstadt lehnt Straßenbahn ganz klar ab (mL)

Startbeitrag von Tw237 am 25.05.2014 21:34

Bei einer vergleichsweise hohen Wahlbeteiligung lehnt ein Großteil der Bevölkerung die Reaktivierung der Straßenbahn ab.

[www.rnz.de]


Schade. Zeigt aber mal wieder, dass direkte Demokratie nix ist. Denn kaum einer von denen wird sich wirklich intensiv und objektiv mit dem Thema auseinandergesetzt haben, wie man das von Politikern erwarten kann.

Würden die 17 %, die mit Ja gestimmt haben auch damit fahren, wäre das für so etwas wie Plankstadt ein bombenmäßiger Modal-Split-Anteil ;-)

Antworten:

Ihr wisst ja, die Plankstädter brauche kä Stroßeboh, sie hewwe gail!

Ich würde jetzt nicht sagen, dass direkte Demokratie Mist ist, aber ich hatte den Eindruck, dass auch die Plankstädter Politik nur von halbherzig dafür bis klar gegen das Projekt war. Ich denke, dass die Plankstädter Befürworter nicht energisch genug dafür gekämpft haben. Naja, vielleicht sind die Bürger in 30 Jahren schlauer, wenn das Autofahren dank verteuererter Energie, egal ob Strom, Gas, Waserstoff, Diesel oder Benzin, das Autofahren so teuer wird, dass die Busse in Plankstadt dann übervoll sind.

Ich würde von RNV Seite prüfen, ob es nicht sinnvoll wäre, eine Straßenbahnverbindung Heidelberg - Montpellierbrücke - Konversionsgebiet Hegenichhof (ex-PHV) - Oftersheim - Schwetzingen zu planen. Die hätte meiner Meinung nach ebenso Potential.

von dreamcastle - am 26.05.2014 18:15
Zitat
Zeigt aber mal wieder, dass direkte Demokratie nix ist


Wenn es anders rum gelaufen wäre, hättest Du bestimmt geschrieben, dass direkte Demokratie das Beste ist.
Bürgerentscheide sind immer das Beste, das man machen sollte. Ich bin für noch mehr Bürgerentscheide!
Nur das ist echte Demokratie!
Auch wenn dadurch das eine oder andere gute Projekt nicht umgesetzt wird.

von Funkenkutscher - am 26.05.2014 18:40
Zitat
Funkenkutscher
Zitat
Zeigt aber mal wieder, dass direkte Demokratie nix ist


Wenn es anders rum gelaufen wäre, hättest Du bestimmt geschrieben, dass direkte Demokratie das Beste ist.
Bürgerentscheide sind immer das Beste, das man machen sollte. Ich bin für noch mehr Bürgerentscheide!
Nur das ist echte Demokratie!
Auch wenn dadurch das eine oder andere gute Projekt nicht umgesetzt wird.


Dazu gehört, dass der Konsument weiß, was "gut für ihn" ist.
Weiß die breite Masse, was gut für sie ist? Für die Umwelt? Für die Zukunft?
Wenn ich mich in der Menschheit so umschaue, hege ich da berechtigte Zweifel...

von Führerbremsventil - am 26.05.2014 18:43
Es ist ja immer leicht gegen etwas zu sein (was immer es auch sei) und mal alles so zu lassen wie es ist. Dann muss man sich nicht umgewöhnen.

Für etwas zu sein, und Veränderungen in Kauf zu nehmen - die sich möglicherweise als Verbesserungen erweisen könnten - ist immer der viel schwerere Part.

Eine Gemeinde davon zu überzeugen, dass amn viel Geld für den Bau einer Verkehrsverbindung ausgeben soll, um dann, wenn sie gebaut ist, jährlich Zuschüsse für deren Betrieb zahlen muss, die bisher nicht anfallen, ist natürlich auch nicht leicht. Unter dieser Maßgabe kann ich das Abstimmungsverhalten, was sonst ja eher von Parkplatzsorgen geprägt ist, sogar verstehen. Insofern halte ich für solche Fälle die direkte Demokratie mur mäßig sinnvoll.

von Lokleitung - am 27.05.2014 06:51
Zitat

Eine Gemeinde davon zu überzeugen, dass amn viel Geld für den Bau einer Verkehrsverbindung ausgeben soll, um dann, wenn sie gebaut ist, jährlich Zuschüsse für deren Betrieb zahlen muss, die bisher nicht anfallen, ist natürlich auch nicht leicht. Unter dieser Maßgabe kann ich das Abstimmungsverhalten, was sonst ja eher von Parkplatzsorgen geprägt ist, sogar verstehen. Insofern halte ich für solche Fälle die direkte Demokratie mur mäßig sinnvoll.


Ich sehe solche Abstimmungen auch eher kritisch. Solche Entscheidungen wie z. B. jetzt der Straßenbahnbau sollten objektiv getroffen werden, und nicht subjektiv.

Ich wage mal zu behaupten dass das Ergebnis in anderen Gemeinden (bei Städten jetzt nicht unbedingt) ähnlich ausgefallen wäre. Wir leben in einer Zeit, wo fast jeder zwei, drei Autos zuhause stehen hat, gerade im ländlichen Raum. Mit dem Bus oder der Bahn fahren dort eher nur Schüler, Ältere, Mobilitätseingeschränkte, und ein paar überzeugte Bus-/Bahnfahrer (wo ich mich dazuzählen würde), (gut und vielleicht noch ein paar Pendler mit Jobticket oder ähnlichem). Der Rest düst mit seinem übermotorisierten Auto im Ort rum, zum Einkaufen, um die Kinder in die Schule zu bringen/abzuholen, zum Sport, zum Essen, ... Hierbei erwartet man freie Straßen, und Radfahrer, Fußgänger, 30er-Zonen, Parkverbote, und vor allem Busse und Bahnen werden als störend empfunden und möglichst sofort überholt bzw. missachtet. Alles was diesen Bürgern irgendwie Parkplätze oder freie Straßen wegnehmen könnte, wird kategorisch abgelehnt.
Schließlich sind die Bahnen und Busse ja auch extrem laut, ganz im Gegensatz zum eigenen Auto, das völlig geräuschlos durch die Straßen gleitet. Am besten soll die Fahrtstrecke von Bus und Bahn weit weg vom eigenen Haus führen, denn es könnte ja mal die Ausfahrt blockiert sein, und an Schlafen bzw. Leben in dem Lärm ist überhaupt nicht mehr zu denken. Und vor allem kann man sich so auch hervorragend rausreden, dass man ja Bahn oder Bus nutzen würde, wäre die Haltestelle nicht sooo weit weg.

Ich glaube damit ist alles gesagt, was ich von dem ganzen halte. Sorry wenn der Text vielleicht etwas Ironie bzw. Zynismus enthält ;-).

Gruß
Stefan
KBS 700

von Stef BRN - am 27.05.2014 08:16
Zitat
Führerbremsventil
Zitat
Funkenkutscher
Zitat
Zeigt aber mal wieder, dass direkte Demokratie nix ist


Wenn es anders rum gelaufen wäre, hättest Du bestimmt geschrieben, dass direkte Demokratie das Beste ist.
Bürgerentscheide sind immer das Beste, das man machen sollte. Ich bin für noch mehr Bürgerentscheide!
Nur das ist echte Demokratie!
Auch wenn dadurch das eine oder andere gute Projekt nicht umgesetzt wird.


Dazu gehört, dass der Konsument weiß, was "gut für ihn" ist.
Weiß die breite Masse, was gut für sie ist? Für die Umwelt? Für die Zukunft?
Wenn ich mich in der Menschheit so umschaue, hege ich da berechtigte Zweifel...



Hätte es jetzt nicht besser formulieren können :-)

Ich meine direkte Demokratie ist in sehr wenigen Fällen wirklich sinnvoll, beispielsweise wenn es um einen neuen Pflasterbelag in der Fußgängerzone geht. Da kann jeder über Gefallen oder Nichtgefallen entscheiden.

Bei wesentlich komplexeren Themen, wie beispielsweise der Bau einer Straßenbahn, ist das nicht sinnvoll. Denn wohl kaum einer der Heinis wird sich ernsthaft mit den Zahlreichen Gutachten auseinandergesetzt haben, um sich wirklich ein Urteil bilden zu können und ermächtigt wird für künftige Gernerationen mitentscheiden zu können.

von Tw237 - am 27.05.2014 08:25
Zitat
FK
Bürgerentscheide sind immer das Beste, das man machen sollte. Ich bin für noch mehr Bürgerentscheide!
Nur das ist echte Demokratie!


Ja, sieht man ja in der Schweiz was dabei rauskommt, wo der eher doofe Bodensatz der Landbevölkerung mit seinem Votum das ganze Land in Misskredit bringen kann und ihm damit am Ende noch wirtschaftlich schadet.

Stell dir mal vor die ganzen Kevins und Schantalles dürften hier über die Todesstrafe oder den EU-Austritt abstimmen :-P

von Tw237 - am 27.05.2014 08:37
Zitat

Hätte es jetzt nicht besser formulieren können

Ich meine direkte Demokratie ist in sehr wenigen Fällen wirklich sinnvoll, beispielsweise wenn es um einen neuen Pflasterbelag in der Fußgängerzone geht. Da kann jeder über Gefallen oder Nichtgefallen entscheiden.

Bei wesentlich komplexeren Themen, wie beispielsweise der Bau einer Straßenbahn, ist das nicht sinnvoll. Denn wohl kaum einer der Heinis wird sich ernsthaft mit den Zahlreichen Gutachten auseinandergesetzt haben, um sich wirklich ein Urteil bilden zu können und ermächtigt wird für künftige Gernerationen mitentscheiden zu können.


Sehe ich genauso! Gerade in unserer heutigen Ego-Gesellschaft zählen hier Umwelt, Gemeinwohl sowie künftige Generation bei der breiten Masse überhaupt nichts.. leider..
(es wird zwar von allen als wichtig betrachtet, aber wenn es dann konkret um irgendwas geht, ist das ja was ganz anderes, und man selbst ist dann natürlich von allem ausgenommen)


Gruß
Stefan
KBS 700

von Stef BRN - am 27.05.2014 08:56
Zitat
Stef BRN
Ich glaube damit ist alles gesagt, was ich von dem ganzen halte. Sorry wenn der Text vielleicht etwas Ironie bzw. Zynismus enthält ;-).


Mir hat der Text gefallen .. ;-)

von Führerbremsventil - am 27.05.2014 09:00
Kevin und den anderen Grenzdebilen sollte man vielleicht mal generell das Wahlrecht entziehen.
Dann gäbe es auch weniger Probleme mit politisch fragwürdigen Parteien.

Ansonsten stimme ich überein, wo das Fachwissen fehlt, kann logischerweise kein sinnvolles Abstimmungsergebnis zustande kommen.

von Fabegdose - am 27.05.2014 12:50
und wer soll entscheiden wer was mitbestimmen darf ?

- Diese Art von Diskussion bringt doch nichts. :(

Der Bürgerentscheid der Gail-Liebhabergemeinde hat jetzt 3 Jahre Bestand- genug um die Aussicht auf alle Fördertöpfe
zu trüben.

Es hilft nur diesen Beschluss aus Plankstadt konsequent zu akzeptieren und mittelfristig eine Linie um Plankstadt herum ( Eppelheim - HPV*/Hegenichhof- Oftersheim - Schwetzingen) zu planen und zu bauen.
Dann können die Plänkschter froh ihre Gail´satteln und ´gen Bahnhof oder Eppele reiten.

Eppelheim stört sich heute schon an den Einpendlern, die mit dem Auto nach Eppelheim fahren und dort parken
Kurzfristig und schnell würde ich ganz Eppelheim zur Einwohnerparkzone machen ;)



* oder wie das Ding dann heissen mag

von mor_ - am 27.05.2014 15:58
Zum Thema direkte Demokratie kann man kurz festhalten: Wenn man mit einem Bürgerentscheid ein Projekt verhindern will (z.B. HD Stadthallenerweiterung, Verkauf von GGH Wohungen auf dem Emmertsgrund) hat man gute Karten, dass so etwas durchkommt. Will man mit einem Bürgerentscheid ein Projekt durchsetzen sieht das eher schlecht aus.

Wie schon einer meiner Vorschreiber richtig sagte: Es ist leichter gegen etwas zu sein als dafür!

von dreamcastle - am 27.05.2014 20:57
Darf ich jetzt eigentlich auch dagegen sein, daß Plankstädter Autos durch meinen Pfaffengrund fahren?
Die produzieren nur Lärm und Abgase und überfahren dauernd Kinder. Mir bringt das gar nichts.

Wenn die wenigstens so ehrlich wären, nur ihre Gäule zu reiten...!

von Rastatter Kundendienst - am 28.05.2014 00:12
Irgendwie gibt es ja noch eine alte DB-Trasse um Plankstadt drumrum. Gäbe es da vielleicht noch eine Nutzungsmöglichkeit, evtl. unter paralleler Anlage eines Reitwegs?

von Das Biergleis - am 28.05.2014 21:59
Der Reitweg sollte zentral durch den Ort verlaufen.

von Fabegdose - am 29.05.2014 15:40
Lustige Idee!

von dreamcastle - am 29.05.2014 19:40
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