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Nahverkehr Rhein-Neckar
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16
Erster Beitrag:
vor 3 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 3 Jahren, 9 Monaten
Beteiligte Autoren:
Fabegdose, Führerbremsventil, bassemohluff, Linie 6 - Zentralfriedhof, E60, 218er, Tw 17, Joerg Diether, Rumpelweiche

Meldung: Mannheimer Bahnhof nach Unfall gesperrt

Startbeitrag von Linie 6 - Zentralfriedhof am 01.08.2014 21:36

Antworten:

Zwei Bilder dazu

Da es gerade mehr oder weniger auf dem Weg lag, sind wir nachdem sich die Lage wieder entspannt hatte, auch mal kurz in Mannheim vorbeigefahren und haben uns die Situation angeschaut.





Mögen alle wieder gesund werden und keiner einen bleibenden Schaden mit sich nehmen.

Gute Besserung!
Tw 17

von Tw 17 - am 02.08.2014 01:30

Re: Zwei Bilder

Das sieht schon ziemlich heftig aus -
und ich dachte noch "gut, dass ich nicht fliegen muss" - fahre morgen ab MA mit dem CityNightLine gen Norden - *grusel* :eek: :rolleyes:

von Linie 6 - Zentralfriedhof - am 02.08.2014 06:25

Re: Zwei Bilder dazu

Bei der T-Online gehen wieder die aberwitzigen Kommentare ein. Und Ferner: Die Güterzug-Lok wird da auch noch zur EC-Lok gemacht, weil ja ein privater Güterzug in die Flanke gefahren sein soll.

von Joerg Diether - am 02.08.2014 07:15

Re: Zwei Bilder dazu

Zitat
Joerg Diether
Die Güterzug-Lok wird da auch noch zur EC-Lok gemacht, weil ja ein privater Güterzug in die Flanke gefahren sein soll.


Ja, klar, die Lok auf den Bildern hat den EC geschoben und ist beim Aufprall über den Zug hinweg geflogen und neben den umgestürzten Wagen gelandet, klar... ;)

Irgendwo hab ich auch was von einer Diesellok gelesen...

von Führerbremsventil - am 02.08.2014 14:28

Viele Bilder dazu...

...finden sich hier:

[www.drehscheibe-online.de]

Hier kann man sich selbst einen Überblick verschaffen ohne das sinnbefreite Gefasel diverser Nachrichtenargenturen, bei denen die ÖBB-Ellok des Güterzugs zur Diesellok einer privaten Bahngesellschaft mutiert. Und der Unfallhergang wird auch auf den ersten Blick klarer.

von Führerbremsventil - am 02.08.2014 16:00

Re: ein paar Fakten

Es verschiedenen Pressemeldungen geht folgendes hervor:

Der EC 216 fuhr gegen 20:51 in das Gleis 2 des Mannheimer Hbf ein. Bei dem Zusammenstoß entgleisten angeblich 5 von 9 Wagen des EC, davon sind 2 umgekippt.

Zunächst wurde der komplette Gleisbereich des Mannheimer Hbf gesperrt,
dann nur noch die Gleise 1-4, um 22:56 (am 1.08.14) wurde Gleis 4 freigegeben.
Die Gleise 1 bis 3 bleiben bis auf weiteres gesperrt.

-

Am Abend des 01.08.14 gab es um 20.51 Uhr während der Einfahrt in den Mannheimer Hauptbahnhof eine Flankenfahrt zwischen dem von ÖBB 1116 074 geführten Güterzug Duisburg - Sopron der Firma ERS Railways mit dem Eurocity 216 Graz - Saarbrücken.
Der Notruf ging um 20.54 bei der Feuerwehrleitstell Mannheim ein.
An der Unfallstelle bot sich beim Eintreffen der Einsatzkräfte folgendes Bild: Der 2. und 3. Personenwagen des Eurocity lagen auf der Seite. Die Lok des Güterzugs war in Schräglage sowie ein Wagon mit zwei Containern umgekippt. Ein weiterer Wagon mit einem ätzend wirkenden Stoff blieb unbeschädigt.
Außer dem Taurus des Güterzuges entgleiste mindestens der erste Containerwagen, offenbar ein Gelenkwagen. Seine beiden Container verlor er, sie kippten auf die Seite. Der Steuerwagen des IC blieb fast unversehrt, aber die nächsten beiden Wagen kippten auf die Seite. Wagen 4 ist ebenfalls entgleist, blieb aber aufrecht.
Aus : [www.lok-report.de] .

-

Die DB selbst meldet (Stand: 02.08.14 um16 Uhr) :
Einschränkungen im Nah- und Fernverkehr nach Unfall in Mannheim Hbf
Nach der Entgleisung des EC 216 im Mannheimer Hauptbahnhof am gestrigen Abend hat sich die Verkehrslage entspannt. Es sind aber noch nicht alle Gleise wieder verfügbar. Betroffen sind davon noch die folgenden Verbindungen.
Nahverkehr:
> Die Züge der S1, S2, S3, S4 verkehren seit heute morgen wieder zwischen Heidelberg und Ludwigshafen. Wegen der eingeschränkten Gleiskapazität im Mannheimer Hauptbahnhof werden die Züge der S1, S2, S3, S4 auf der Strecke zwischen Heidelberg und Mannheim in Schifferstadt bzw. Ludwigshafen zusammengekoppelt. Sie fahren daher nicht im gewohnten Takt.
Bei folgenden Verbindungen wird Mannheim Hbf weiterhin nicht angefahren:
> Die Verbindungen der Linie RE 1 (Heilbronn–Mannheim) wenden vorzeitig in Heidelberg.
> Die Züge der RB 44 (Worms–Friedrichsfeld) enden vorzeitig in Ludwigshafen Hbf tief und wenden dort.
Fernverkehr:
> Die ICE-Verbindungen werden ab Hockenheim über Schwetzingen nach Mannheim Hbf umgeleitet. Daher ist mit Verspätungen von ca. 5-10 min. zu rechnen.
> Die IC-Verbindungen der Linie 30 (Hamburg–Köln–Stuttgart) verkehren von Mainz über Darmstadt nach Heidelberg und umgekehrt. Mannheim Hbf wird nicht angefahren.

Aus : [www.deutschebahn.com] .

-

Unter [www.ice-treff.de] gibt es zahlreiche Meldungen !
Viele Beiträge aus [www.drehscheibe-online.de] sind inzwischen verschwunden (worden) !
.

von bassemohluff - am 02.08.2014 16:36

Re: ein paar Fakten

DSO und örtliche Presse sind der Wahnsinn ...
Und gerade eben TV gesehen ... noch größerer Wahnsinn :mad:

von Fabegdose - am 02.08.2014 18:10
Ich fahre um 21:04 Uhr mit dem Nachtzug an die Nordsee, um der 218, dem Hindenburgdamm und der krossen Krabbe zu huldigen. Der Zug scheint aktuell keine Umleitung fahren zu müssen ...
Seid artig solange ich weg bin und macht eure Handybilder außerhalb des Gleisbereichs!

von Fabegdose - am 03.08.2014 15:43

Ich hoffe du huldigst auf der Hinfahrt aural den Ärzten ...

... und du hast einen Weiknorze, ein Dubbeglas, eine Schaufel, ein Modell der Kathedrale und Semmelgleise dabei und huldigst jede Nacht am Strand dem Feuerberg :tatü:
:nee::nee: Strand und endlos dieses komische Element, das keine Balken hat, ... :nee:
... und zu spät ... ich habe den ganzen Tag, im Gleisbereich gestanden, ...
... in der Straße des ollen Willem, zwitschgen denen des komischen Bismarcks und des bayerischen Lui, ...
... aber die Waggeldaggel und Bombardier-V´s haben Angst vor mir ... die sind alle woanderst langgefahren :nixweiss::confused:

von Rumpelweiche - am 03.08.2014 16:53

Re: Ich hoffe du huldigst auf der Hinfahrt aural den Ärzten ...

Klar huldige ich den Ärzten und habe zahlreiche Flaschen bezahlbaren Weines dabei, um sie bei Sonnenuntergang am Hindenburgdamm zu trinken :spos:

von Fabegdose - am 03.08.2014 17:43
Dann sei Du bitte auch artig und bring uns schöne Foto´s vom Hindenburgdamm und der heiligen 218er mit:up:

von 218er - am 04.08.2014 14:07

Re: Meldung: Mannheimer Bahnhof nach Unfall gesperrt, weitere Bilder

Samstag 7:00 Uhr





Montag 12:00 Uhr







von E60 - am 04.08.2014 17:54

Re: Ursachen-Vermutung

.
Der SWR berichtete in seiner Landesschau [www.swr.de] folgendes :

Zugunglück in Mannheim - Ermittlungen gegen Lokführer des Güterzugs

Die Staatsanwaltschaft Mannheim hat am Mittwoch die Berichte bestätigt, wonach der Lokführer des Güterzuges verantwortlich am Zugunglück vom vergangenen Freitag sein könnte.

Ein Sprecher sagte dem SWR, dass man gegen den Lokführer wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittle. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft stammt der Lokführer aus Deutschland und war im Auftrag eines niederländischen Bahnunternehmens unterwegs. Er soll bei der Einfahrt in den Mannheimer Hauptbahnhof ein rotes Signal überfahren haben. Auch die Bundespolizei geht von menschlichem Versagen aus, wie sie der Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch bestätigte.

Carsten Jens vom Hessischen Rundfunk hatte am Dienstag im Interview mit dem SWR berichtet, dass der Zug daraufhin zwangsgebremst worden und zum Stehen gekommen sei. Nach dem, was man bisher wisse, habe der Lokomotivführer den Zug trotzdem wieder beschleunigt und sei langsam weitergefahren, so Jens weiter. Dann sei er in das andere Gleis gekommen und dem Eurocity in die Seite gefahren.

Technisch sei es möglich, dass ein zwangsgebremster Zug weiterfahren kann, allerdings brauche man normalerweise die Erlaubnis des Stellwerks oder der Betriebszentrale. Die habe nicht vorgelegen, so Jens.

Ein Sprecher des Eisenbahn-Bundesamtes (EBA) sagte am Dienstag auf dpa-Nachfrage, man könne diese Informationen weder bestätigen noch dementieren: "Wir haben noch keine gesicherten Erkenntnisse über die Unfallursache." Auch Sprecher von Bahn und Bundespolizei erklärten, sie wüssten nichts von diesen Informationen.

Das Video '"Ein rotes Signal missachtet"' zur Sendung (12,85 MB | 02:49 min | 5.8. | 21.45 Uhr | SWR | mp4) unter:
[mp4-download.swr.de]
.
.

von bassemohluff - am 06.08.2014 10:54

Re: Ursachen-Vermutung

Zitat
bassemohluff
.
Carsten Jens vom Hessischen Rundfunk hatte am Dienstag im Interview mit dem SWR berichtet, .


Aha, der Reporter ist Eisenbahnfachmann?

Zitat
bassemohluff
Ein Sprecher des Eisenbahn-Bundesamtes (EBA) sagte am Dienstag auf dpa-Nachfrage, man könne diese Informationen weder bestätigen noch dementieren: "Wir haben noch keine gesicherten Erkenntnisse über die Unfallursache." Auch Sprecher von Bahn und Bundespolizei erklärten, sie wüssten nichts von diesen Informationen.
.


So so...
...genauso offen und unabhängig wie in der SWR-Sendung letzten Samstag, bei der unterm Strich der Eindruck vermittelt wurde, wie unsicher das Bahnfahren doch sei...

Wer sich den Mist nicht herunterladen möchte, hier sind die Links zum Südwestfernsehen:
[swrmediathek.de]
[swrmediathek.de]

von Führerbremsventil - am 06.08.2014 11:20

Re: jetzt amtlich !

Nun scheint der (vermutlich) Schuldige wohl (vorläufig) festzustehen !

SWR-Kurpfalzradio meldet [www.swr.de] :

Zugunglück in Mannheim - Ermittlungen gegen Lokführer des Güterzugs

Der Güterzug, der in Mannheim mit einem Eurocity zusammengestoßen ist, hat vor dem Crash ein rotes Signal überfahren. Die Staatsanwaltschaft ermittelt deshalb gegen den Lokführer.

Das Eisenbahn-Bundesamt bestätigte dem SWR, dass der Lokführer trotz eines roten Signals weitergefahren sei. Das hätten die Daten der elektronischen Fahrzeugregistrierung des Güterzugs ergeben. "Sie zeigen, dass der Zug zunächst an einem Halt zeigenden Signal nicht zum Stehen gekommen ist und daraufhin zwangsgebremst worden ist. Der Zug hat für kurze Zeit gestanden, sich dann aber wieder in Bewegung gesetzt", heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte dem SWR, dass man gegen den Lokführer wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittle. ... Nach Angaben der Staatsanwaltschaft stammt der Lokführer aus Deutschland und war im Auftrag eines niederländischen Bahnunternehmens unterwegs.

Vom Lokführer selbst liegt noch keine Aussage zum Geschehen vor. Der 60-Jährige stand nach dem Unglück am Freitagabend unter Schock. Er war laut Bundespolizei kurz nach dem Unfall nur kurz befragt worden. Zur Rekonstruktion des Geschehens sollen die Auswertung der Funkgespräche zwischen Triebfahrzeugführer und Fahrdienstleiter beitragen sowie Befragungen Beteiligter.

Die Eisenbahn-Unfalluntersuchungsstelle des Bundes "fokussiert ihre Untersuchungen zur Zeit weiterhin auf die betrieblichen Abläufe", erklärte das Eisenbahn-Bundesamt. Daneben würden aber auch die Leit- und Sicherungstechnik sowie die Infrastruktur geprüft.

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Noch deutlicher formuliert es die Staatsanwaltschaft
[staatsanwaltschaft-mannheim.de] :

GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG - Staatsanwaltschaft Mannheim und Bundespolizei (06.08.2014)

Mannheim. Fünf Tage nach dem Zusammenstoß eines Eurocitys (EC) mit einem Güterzug in Mannheim geben die Staatsanwaltschaft Mannheim und die Bundespolizei Folgendes bekannt:

Der EC 216 mit Fahrtrichtung Hauptbahnhof Graz zum Hauptbahnhof Saarbrücken sollte planmäßig um 20:48 Uhr im Mannheimer Hauptbahnhof ankommen. Die Einfahrt für den EC 216 wurde vom zuständigen Fahrdienstleiter der Deutschen Bahn AG im Bahnhof Mannheim für das Gleis 2 freigegeben.
Gleichzeitig wurde das Gleis 1 für die aus Richtung Heidelberg kommende S 2 freigegeben.

Der Güterzug 40635 erreichte zu diesem Zeitpunkt den Einfahrtsbereich des Hauptbahnhofes Mannheim. Planmäßig sollte dieser auf Gleis 3 einfahren. Da die Zufahrt zu Gleis 3 noch nicht freigeben war, erhielt der Triebfahrzeugführer per Signal die Information, dass ein Halt zu erwarten sei. Daraufhin reduzierte er die Geschwindigkeit des Güterzuges. Jedoch kam dieser nicht rechtzeitig zum Stehen, so dass durch die elektronische Fahrtüberwachung der Zug automatisch gebremst wurde. Die Bremsung wurde nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen nun durch den Lokführer wieder aufgehoben und der Güterzug setzte so seine Fahrt fort. Dabei fuhr er an zwei weiteren "Halt" zeigenden Lichtsignalen vorbei.

Dies führte dazu, dass der Güterzug mit der Lok direkt in die rechte Flanke des auf dem linken Nachbargleis fahrenden EC 216 fuhr. Durch die Kollision wurden der zweite und dritte Reisezugwagen des EC 216 umgeworfen.
Die Lok des Güterzuges sowie die beiden folgenden Güterwagen entgleisten. Dabei fielen von dem ersten Containertragwagen zwei Metallcontainer herunter und stürzten in das benachbarte Gleis. Hieraus resultierend schalteten sämtliche Signale dieses Gleises auf "Halt".
So musste die herannahende S-Bahn S2 anhalten und ein Kollidieren mit den Hindernissen in den betreffenden Gleisen wurde verhindert. Durch den Unfall wurden 35 Personen verletzt. 17 Menschen kamen ins Krankenhaus, konnten inzwischen aber weitestgehend wieder entlassen werden.

Der um 13:30 Uhr in Duisburg-Ruhrort-Hafen abgefahrene Güterzug führte 7 beladene Güterwaggons. Bei dem Lokführer handelte es sich um einen 60jährigen Triebfahrzeugführer einer Personal-Agentur, der in Mannheim planmäßig abgelöst werden sollte. Der Zug wäre dann nach Ludwigshafen gefahren, um dort weitere Wagen aufzunehmen und anschließend zum Zielbahnhof in Ungarn zu fahren.

Gegen den Triebfahrzeugführer wird nun wegen Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung sowie Gefährdung des Bahnverkehrs ermittelt.
Warum der Triebfahrzeugführer die automatisch eingeleitete Bremsung aufgehoben hat und weitere "Halt"-Signale überfuhr, muss in den laufenden Ermittlungen geklärt werden.
.

von bassemohluff - am 06.08.2014 15:57
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