Die P-Tour / PilsenPragPolen - Teil 4 (m41B)

Startbeitrag von Tw 17 am 03.01.2015 15:35

Hallo,

kommen wir zum nächsten Teil unserer Reise durch Städte und Länder mit dem Anfangsbuchstaben P. Wir haben im letzten Teil an einem heißen Junitag die Linie 22 auf der Prager Kleinseite, der Malá Strana, bereist und erklimmten schließlich den Hradčany entlang des Chotkovy sady.


Ein T3SU Päärchen hat wie wir den Aufstieg erfolgreich geschafft und biegt nun am Chotkovy sady Richtung Královský letohrádek ab.


Die Strecke steigt nun nochmal kurz an bevor sie die Haltestelle Královský letohrádek erreicht. Auf diesem Abschnitt treffen wir auf ein silbernes Päärchen aus einem T3R.PLF und einem T3R.P.


Die Busfreunde sollen ja hier auch nicht zu kurz kommen. Ein O307 (Herkunft leider auch bei phototrans.eu unbekannt) dreht nun als Sightseening-Bus mit offenem Dach seine Runden durch die schöne Moldaustadt. Gleich erreichen die Touristen den Hintereingang der Prager Burg.


Auch wir haben den Hintereingang der Prager Burg erreicht und genießen den Schatten, welchen uns die Festungsmauer spendet. Zeit auch wieder etwas zu trinken, denn geschwitzt haben wir hier hoch nun genug. Aber es gibt nur eine kleine Pause, denn dieser wolkenlose Himmel lässt es weiterhin zu, dass fast jedes Bild ein Treffer wird und so auch dieses vom T3SU-Päärchen 7095 und 7085, welches gerade die Haltestelle Prazsky hrad verlassen hat und sich weiter nach Bila Hora aufmacht.


Das Licht hatte sich mittlerweile schön gedreht und sollte somit nun gut an der Häuserdurchfahrt am Malostranse namesti passen. Daher gingen wir nun die wenigen Schritte zur Haltestelle Pražský hrad zurück und warteten auf einen bergabwärts fahrenden Zug. In der Zwischenzeit kam aber noch ein T3SU-Päärchen aus der Gegenrichtung, welches wir natürlich noch mitnahmen.


Die Fahrt führt hinab und es könnte schon länger her gewesen sein, als wir alle glauben.


Angekommen am Malostranské náměstí blicken wir direkt auf die Häuserdurchfahrt zurück und das Urteil ist sehr gut, aber noch ausbaufähig :).


Das sieht doch schon viel besser aus. Viele kennen sicher die Fotostelle am östlichen Ende der Karlsbrücke, wo es ebenfalls eine Häuserdurchfahrt gibt. Allerdings finde ich diese durch das eingleisige noch beeindruckender.


Jetzt probierte ich natürlich noch direkt das Foto mit mehr Umgebung.


Einerseits hat es mich schon gefreut, hier weit und breit kein Skodafahrzeug gesehen zu haben, aber es hätte mich schon interessiert wieviel Millimeter da rechts und links noch bleiben. Alternativ muss halt dieser KT8 zeigen, dass Personen wirklich den Weg meiden sollten, wobei es extra für Hardcorefans ein Notfallschlupfloch gibt.


Mit der Straßenbahn, natürlich mit einem T3, ging es dann zurück zum Národní divadlo, wo wir unseren Spaziergang begonnen hatten. Dort ergab sich aus der Bahn herausgesprungen direkt nochmal eine nette Gelegenheit als der Bewässerungswagen nicht nur die Fahrgäste in der Haltestelle nass machte, sondern auch einen Regenbogen in der Front des T3SU des Gegenzuges zauberte.


Auf der Most legií stand nun das Licht für Züge Richtung Bila Hora gut, also mussten wir einfach nochmal einen Zug der Linie 22 mit dem Národní divadlo (rechter Bildrand, auch Nationaltheater genannt) bei der Überfahrt über die Moldau fotografieren.


Direkt hinter uns kam dann ein hübsches Cabrio und wie ich mich kenne wollte ich das Bild eigentlich gar nicht so haben. Aber irgendwie gefällt mir immer, was der Zufall mir für Bilder schenkt. Ein passendes Päärchen in meinen Augen.


Wir blicken nochmal auf die Moldau und sehen im Gegensatz zum Morgen immer mehr Boote auf ihr fahren. Das ist auch etwas was ich noch machen muss, natürlich aber nur wenn das Licht für T3-Päärchen mit der Prager Burg gut passt :). Ich hab da auch schon ein Idee, wann man das machen könnte...


Ich wollte unbedingt noch zum Tunnel. Da ich ein geniales Bild mit einem T3 gesehen hatte. Allerdings hatte das Licht schon weit gedreht und es war schwer ein Bild ohne Schatten zu bekommen. Daher warteten wir nur diesen Skoda 14T ab, der ja mittlerweile historisch ist, und verließen das Motiv wieder. Aber es schreit nach Wiederholungsbedarf. Ich hoffe in einem Monat ist es schon so weit :).


In der selben Bildserie haben wir eine interessante Eisenbahnfotostelle gefunden, die wir natürlich direkt mal probieren mussten. Aber dies war leider auch zu spät. Die Bilder dort wurden morgens von der anderen Seite gemacht, damit konnte man Züge in Fahrtrichtung von der anderen Seite mit einer Kirche im Hintergrund umsetzen. Dieses Motiv schreit ebenso wie der Tunnel nach Nachholbedarf vom Licht her. Wir haben ja bereits festgestellt, dass es in Kombination morgens gut passt.


An der Brücke bzw. der Haltestelle Vyton treffen die Linien 3, 17 auf die Linie 7. Die Linie 3 und 17 kommen aus dem Süden von der Endstelle Levskeho, während die Linie 7 ganz aus dem Osten an unserem Hotel vorbei von der Endstelle Černokostelecká dazustößt.


Wie man im Hintergrund erkennen kann, ziert unser Gleis eine Sh2-Tafel. Der Begriff in Tschechien ist mir leider nicht geläufig. Wäre vielleicht statt der langweiligen Signale im Harz in der Drehscheibe mal etwas interessanteres. Die Hoffnung, dass nun Züge außerplanmäßig auf dem Gegengleis fahren und somit schön im Licht, wird leider von einem Gleiswechsel vor der Brücke zerstört. Nunja, die ČD-Baureihe 854 macht auch sehr spitz fotografiert eine gute Figur.


Die Strecke (Prag hlavní nádraží - Smichov) war zwar gut frequentiert und wir wussten dank der Interrail Fahrplanapp auch so halbwegs Bescheid, aber auf der Brücke strahlte die Sonne so extrem, dass man nach 5 Minuten schon locker ein Sonnenstich bekommen könnte. Also versteckten wir uns immer unter der Brücke und rannten dann schnell wieder hinauf :).


Noch ein grauer CityElefant, die mir in Prag immer wieder gut gefallen. Ich weiß noch, wo ich sie damals am Bahnhof Masarykovo nádrazí zum ersten Mal gesehen hab (Auf den Spuren von Franz Kafka... Teil 1). Zum Bahnhof Masarykovo nádrazí muss ich unbedingt auch nochmal, genauso wie ich mal nach Smichov bei blauer Stunde muss :).


Ganz nett finde ich auch immer die T6A5. Sie werden u.a. im Wechsel mit T3R.P auf der Linie 7 eingesetzt. Hier steht gerade der T6A5 8680 parallel zur Eisenbahn und biegt gleich zur Haltestelle Vyton ein.


Fotos haben wir nun an dieser Stelle genug, also Zeit die Stelle wieder zu verlassen. Natürlich haben wir wie immer Glück und statt einer Skoda-Mühle kommt für uns ein T3-Päärchen unter der Zelezniční most angefahren.


Mittlerweile ist war es wieder fast 19 Uhr, also verlor die Tageskarte, welche wir bei der Ankunft gelöst hatten, so langsam ihre Gültigkeit. Also wird dies unsere letzte Fahrt sein. Zum Bahnhof schaffen wir es nicht mehr. Aber wir hatten schon vorgesorgt und Fahrscheine gekauft, dass wir sogar eine Minute überlappt haben ;)


Wir fahren auch nur eine Haltestelle zum Palackeho namesti, wo nochmal das Licht gut steht und ich die anderen unter dem Vorwand hier auf die Metro umzusteigen noch zu ein paar Fotos animieren kann. Und wir werden auch direkt mit einem schönen T6A5 belohnt.


Zur Dokumentation auch nochmal ein Staubsauger, der unter der Bezeichnung Skoda 15T auf der Linie 17 unterwegs ist.


Das letzte Straßenbahnbild aus Prag ziert nochmal ein T6A5, bevor wir in den Untergrund abtauchen.


Wir erreichen den Hauptbahnhof und haben noch massig Zeit. In der Hitze haben wir aus Ermangelung vor Hunger noch nichts wirklich gegessen. Im Hauptbahnhof ist die Auswahl allerdings sehr bescheiden, weshalb wir auf Fastfood zurückgreifen müssen. Der Preis ist für tschechische Verhältnisse natürlich überteuert.


Wir haben die Koffer geholt und es ist noch bisschen Zeit zum Zug. Eigentlich wollten wir auf die Bahnsteige gehen und noch bisschen die blaue Stunde genießen, aber als wir an den Toilletten vorbeikommen, sehen wir das gute Angebot für 3€ dort zu duschen. Da wir im Nachtzug nun keine Dusche haben werden und der Preis nicht wie in Deutschland überteuert ist, probieren wir das Angebot aus. Die Dusche ist sauber und ein Handtuch ist auch dabei. Das ist genau das, was wir neben dem Essen, nun nach einem heißen durchgeschwitzten Tag gebrauchen konnten.


SRR hatte mal wieder ewig gebraucht, womit die Zeit zum Fotografieren fast aufgebraucht war. Ich wollte trotzdem noch einen Cityelefant bei Nacht fotografieren und lies es mir nicht nehmen.


Wie wir hatte der Wagen wohl den Tag über in der Sonne verbracht. Die stickige Luft stand im ganzen Wagen. Ich hatte zwar Angst beim Schlafen irgendwann ein Mast abzubekommen, war aber trotzdem heilfroh für die Nacht das Übersetzfenster gebucht zu haben. Und so bezogen wir unser Fenster und legten den Kopf gemütlich darauf. Es war schon ein bisschen besser...


Natürlich war das Quatsch. Wir hatten natürlich ein Schlafwagenabteil gebucht, aber mit Übersetzfenster :). Leider war es im Abteil auch sehr heiß, weshalb wir erstmal das Fenster und die Tür öffneten um einen leichten Durchzug zu erhalten. Noch stand der Zug allerdings.


Die Leute, die meisten wegen der Hitze nur noch in leichter Bekleidung, schauten mich etwas verduzt an, als ich das Stativ für Innenraumfotos aufbaute, aber für die Innenraumfotos war es einfach zu dunkel im Wagen. Für die Koffer ist im norwegischen Schlafwagen mehr Platz, dort schlafen allerdings auch nur zwei Leute und es ist wesentlich teurer, aber Platz ist dennoch genug.


Für jeden gibt es ein Wasser, ein Crossiant (also kein Frühstück für mich :( ) und ein "Toilettenset" mit Handtuch und Seife. Eine Steckdose ist auch vorhanden, leider ist sie allerdings an die Klappe gebunden und wir haben es leider nicht geschafft sie zu überbrücken, somit war es nicht möglich elektrische Geräte über die Nacht zu laden :(.


Ich war mir sehr unsicher bei der Ticketbuchung bei der CD, ob wir wirklich ein Abteil für uns bekommen, aber man konnte sogar die Betten einzeln auswählen, also war die Sorge unbegründet. Zusammen mit vagonweb.cz kann man sich somit im Vorraus ein sehr gutes Bild seiner Reise zuvor machen. Gebucht habe ich ein First Minute Europe bzw. es wurde mir von der CD vorgeschlagen. Dies ist das Europaspezial der CD für Jugendliche (unter 26) und ist sehr günstig, wie man sehen kann, denn wir reisen nun für 44€ pro Person im Schlafwagen von Prag nach Warschau. Die Fahrkarte wird übrigens zusammen mit den Pässen vom Schlafwagenbetreuer/-in eingesammelt und dann wieder ausgeteilt.


So langsam setzte sich der Zug dann in Bewegung und es war nach diesem heißen Tag sehr sehr angenehm den kühlen Fahrtwind zu spüren. Auch später in den Betten hatte ich mit dem Bett in der Mitte direkt am Fenster die beste Wahl getroffen.


Am Fenster sollte nun auch etwas genossen werden, also hatten wir vorgesorgt. Leider sind meine Tschechischkenntnisse gar nicht gut und ich hatte mir statt einer Milch einen Pudding oder so gekauft und hatte etwas Probleme, die ganze Packung leer zu trinken :)


Um 2 Uhr wachte ich dann auf. Wir hatten Bohumín erreicht, eigentlich wollte ich hier sowieso aufstehen und mal rausschauen bzw. Fotos machen, weil wir hier 40 Minuten planmäßig standen, aber ich konnte mich nicht davon überzeugen den Wecker zu stellen. Jedenfalls wachte ich trotzdem auf und machte halt mal die Kamera bereit und versuchte ohne Stativ aus dem Bett ein paar Bilder zu machen.


Wir wurden durch den Bahnhof hin und her gefahren. Unser Zug bzw. unsere Kurswagen wurden nun vom EN445, der nach Košice weiterfährt getrennt und dem R406 aus Budapest und Wien zugestellt.


Nun wurden die Bilder nicht so gut, also motivierte ich mich doch noch schnell das Stativ aufzubauen und konnte diese Rangierlok der Baureihe 714 noch ganz nett aufnehmen bevor es wieder weiter durch den Bahnhof ging. Das Stativ klapperte leider, was die Schlafwagenbetreuerin auf mich aufmerksam machte und mir anordnete ich soll doch wieder schlafen, also zurück ins Abteil.


Aus unserem Fenster konnte ich noch zwei Rangierloks der Baureihe 111 in unterschiedlichen Farbgebungen sichten.


Ein weiterer Nachtzug wartet auf seine Weiterfahrt. Er wäre sicher gut am Bahnsteig als Foto gekommen und ich hatte mir auch schon fast überlegt auszustiegen, aber dann setzten wir uns auch schon wieder in Bewegung. Gut, dass ich es nicht gemacht hätte, sonst wäre ich nachts um 2 Uhr in Bohumín gestanden :D.

Wie es weitergeht, lest ihr dann im nächsten Teil.

Grüße
Tw 17

Antworten:

Zitat
17
Viele kennen sicher die Fotostelle am östlichen Ende der Karlsbrücke, wo es ebenfalls eine Häuserdurchfahrt gibt



Die da? (Bild vom 26.03.2013)


von Lokleitung - am 03.01.2015 16:55
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