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Nahverkehr Rhein-Neckar
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2
Erster Beitrag:
vor 3 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 3 Jahren, 4 Monaten
Beteiligte Autoren:
Lokleitung, Tw237

DeuLaPa'14 - Teil 18: Bahnen in Zwickau und drumherum (mB)

Startbeitrag von Tw237 am 14.02.2015 21:14

Mahlzeit,

am 18. Tag stand eine Reise nach Zwickau auf dem Programm.




Der Hbf. in Zwickau. Er ist von innen wie außen noch sehr ursprünglich gehalten.
Links noch der Rest eines alten Umsetzgleises(?)






Wie in vielen Bahnhöfen gibt es auch hier die typische Märklin-Anlage. Das Besondere an dieser ist jedoch die Bahnunterführung anstatt des üblichen Bahnübergangs.
Dafür nimmt man auch eine heftige Steigung in Kauf.









Kurz später kam auch schon ein KT4D, der uns in die Stadt brachte.






Zwickau ist ein sehr gepflegter Betrieb. Das Taktschema ist gelinde gesagt „merkfürdig“. Es gibt eine Nord-Süd und eine Ost-West-Relation und einen kurzen Stummel zum Bahnhof. Insgesamt gibt es vier Linien. Diese verkehren im 12 bzw 24 (!!!!)- Minuten-„Takt“. Die meisten Endstellen werden von zwei Linien angefahren, die abwechselnd(!) gestärkt bzw. geschwächt werden.
WER DENKT SICH SOWAS AUS?
Dabei erscheint Zwickau (94.000 Einwohner) von der Stadtstruktur her eigentlich straßenbahngerecht. Nicht umsonst ist das Netz nach der Wende kräftig gewachsen.

In der jüngsten Zeit soll es Pläne gegeben haben (noch aktuell?) mit einer Unterführung am Bahnhof aus fünf Ästen des Netzes vier zu machen.
Das wäre wohl ideal. Man könnte aus einem unattraktiven (ungetakteten) Netz ein übersichtliches und nutzerfreundliches Netz mit einem 10er Takt machen und dabei vielleicht im Betrieb noch etwas sparen.






Das ist die Haltestelle Gudrunstraße. Kurios: Es gibt sie nur stadtauswärts. In die Gegenrichtung muss der Fahrgast ca. 500(!) m weiter laufen.




Neben den KT4D hat man noch 12 AEG-Niederflurer:











Wie oben angesprochen werden die Linien unter Tag abwechselnd zueinander gestärkt und geschwächt. Dabei wechseln die Wagen jedoch nicht die Linie, sondern sie rücken ein. Dafür rückt dann ein anderer Wagen aus. Und der Hof steht voller Wagen. Ungefähr wie auf der Modellbahn. Damit immer mal bissl Abwechslung in den Auslauf kommt.
Man kann das Geld auch anders verschwenden…






Nachdem die Stadt wohl noch in den 80ern/90ern schwer unter der „Stadterneuerung“ gelitten hat gibt es neben den (überlebenden) schön sanierten Altbauten der Innenstadt auch immer noch ein paar dunkle Ecken.





Haltestelle Neumarkt, der Kreuzungspunkt der Straßenbahnlinien.






Die Straßenbahn nach Eckersbach war gerade im SEV betrieben. Dafür kam dieser Gas-Citaro zum Einsatz.






Die Partei scheint gegen eine Erhöhung des erhöhten Beförderungsentgeltes zu sein.






Am Hauptmarkt verkehrt die Straßenbahn erst seit ca. 15 Jahren.





Kt4D in die Gegenrichtung






Eine Zwickauer Besonderheit ist die Vogtlandbahn, die über ein Dreischienengleis bis in die Innenstadt fährt. Leider scheint diese Verbindung nicht besonders gut angenommen zu werden. Ein Grund dafür ist möglicherweise der lange Aufenthalt am Hbf, der dann so manchen zur Strab umsteigen lässt.






Endstation am Zentrum






KT4D am Ende der Bahnhofstr.





Wir liefen den kurzen Abschnitt ab, an dem der Lückenschluss erfolgen würde. Dabei fanden wir diese historische Tankstelle.






Heraus kamen wir an der Kopernikusstr.






Endhaltestelle am Klinikum






Als heftiger Regen einsetzte, beschlossen wir zum Bahnhof zu fahren. Denn die vom Zentrum aus verkehrenden Triebwagen fahren bis Klingenthal. Da bot sich ein Ausflug beim südlichsten Gothawagen Deutschlands an.




Klingenthal selbst macht einen ziemlich toten Eindruck. Der Bahnhof hat kein EG und ist eigentlich nur noch ein Haltepunkt. Die restlichen Bahnanlagen hat das Grün geschluckt.
Früher fuhr von Klingenthal aus auch eine Überlandstraßenbahn, die von der Reichsbahn betrieben wurde.
Heute fährt der O407 als SEV.






Nahe dem Bahnhof steht ein Zug als Denkmal, m.W. sogar ein originaler. Er kam nach der Stilllegung nach Plauen und von dort auch wieder zurück.

Im Freien abgestellt, ist er wohl leider dem Verfall preisgegeben.






Mit diesem VT gelangten wir auf einer malerischen Strecke zurück nach Zwickau.
Ich habe aber selten so gefroren. Es war dort im August kälter als gefühlt kälter als hier in Mannheim im Februar.




Blick in den Innenraum. Für kurze Fahrten (wie in Düren) voll ok. Für längere Fahrten wäre ein Fahrzeug, das etwas weniger „Straßenbahn-like“ ist vielleicht besser.





In Zwickau angekommen suchten wir am Hauptmarkt einen Mexikaner auf. Leider habe ich versäumt ein Futterfoto zu machen. Ich bitte mir das nachzusehen. Daher schließe ich diesem Bericht mit diesem Foto eines Gas-Citaro ab.


Alla hopp!

Antworten:

Zitat
237
Wie in vielen Bahnhöfen gibt es auch hier die typische Märklin-Anlage...

...deren typischstes Merkmal ist, dass es Trix-Express-Anlagen sind :bl:

von Lokleitung - am 16.02.2015 08:48
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