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Nahverkehr Rhein-Neckar
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Erster Beitrag:
vor 2 Jahren, 9 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 2 Jahren, 9 Monaten
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Linie 8 muss wieder her, Lokleitung, Heinrich Fuchs, Fabrikant i.R., bassemohluff, Führerbremsventil

RNV fährt "Geisterzug" von Schriesheim nach Heidelberg

Startbeitrag von Linie 8 muss wieder her am 13.05.2015 07:46

berichtete Stephan Heidenreich, bei der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH zuständig für die Angebots- und Betriebsplanung, im Dossenheimer Gemeinderat
Und siehe da, die "Geister-Bahn", die nach Fahrplan gar nicht existierte, wurde genutzt.

Antworten:

Zitat

Eine Fahrt nur bis zur Haltestelle "Dossenheim Nord" sei nicht möglich, eine Fahrt bis "Bahnhof Schriesheim" zwingend notwendig.


Und was sagen unsere Stellwerker dazu? Ich erinnere mich an planmäßig in Do-Nord wendende Züge... :rolleyes:

von Heinrich Fuchs, Fabrikant i.R. - am 13.05.2015 08:42
Zitat
Heinrich Fuchs, Fabrikant i.R.
Zitat

Eine Fahrt nur bis zur Haltestelle "Dossenheim Nord" sei nicht möglich, eine Fahrt bis "Bahnhof Schriesheim" zwingend notwendig.


Und was sagen unsere Stellwerker dazu? Ich erinnere mich an planmäßig in Do-Nord wendende Züge... :rolleyes:


Ich auch! Aber da haben sich sicher inzwischen die Vorschriften geändert. :cheers:

von Linie 8 muss wieder her - am 13.05.2015 08:46

Dossene Nord

Der Fahrdienstleiter sagt dazu, dass es natürlich technisch möglich ist, in Dossenheim Nord Züge signalisiert wenden zu lassen.
Aber sowas kann man nachts im Halbstundentakt machen, aber nicht während der Hauptverkehrszeit.

Der Fahrdienstleiter ist nämlich auch überzeugt davon, dass es zu chaotischen Zuständen führt, wenn man auf ein Streckengleis, das sich am Ende eines eingleisigen Abschnitts befindet und alle 10-Minuten in einer Richtung befahren wird, noch alle 20 Minuten Wendefahrten aus der Gegenrichtung draufpackt, die dann auch noch schön im Takt mit der anderen Linie zurückfahren sollen. Und immer schön mit freihalten des zulaufenden Blockabschnitts. Das würde sicher die Triebfahrzeugführer (und darunter die sowieso immer völlig hektischen ganz besonders) freuen, wenn dann in Dossenheim Nord eine wendende 24 steht, die ja bestenfalls die Wende in zwei bis drei Minuten vollzieht, aber für die Rückfahrt auf die kreuzende OEG aus Heidelberg warten muss. Und aus Richtung Schriesheim steht die nächste OEG aus Schriesheim und wartet 5 Minuten auf die Abfahrt der 24 nach HD. Und im nächsten Blockabschnitt in Schriesheim Süd ist die nächste 5 aus Schriesheim auch schon aufgelaufen.
Dann fahren 3 Züge im Blockabstand durch die eingleisige Ortsdurchfahrt Richtung HD, und in der Gegenrichtung warten die nächste 5 in Dossenheim Bf und die nächste 24 in Dossenheim Süd...
Mit etwas Geschick lässt sich dieser Stau sicher bis Handschuhsheim oder bis zur Zentgrafenstraße ausweiten.


Nichtsdestotrotz sind auch die Fahrten zum Wenden nach Schriesheim nicht problemlos, denn die eingleisige Ortsdurchfahrt in Dossenheim ist mit einem 10-Minuten-Takt eigentlich schon an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt. Aber dann steht der wendende Zug in einem seperaten Gleis und behindert beim Wenden nicht noch zusätzlich die Anderen.

von Lokleitung - am 13.05.2015 09:27
Nein, die Uhrzeiten.
Mach sowas mal im Berufsverkehr. Das ist was anderes als um 22:33 und 23:33.

von Führerbremsventil - am 13.05.2015 09:28

Re: Dossene Nord

Dann sind wir mal gespannt. Mir ist schon klar, daß tagsüber eine Wende in DoN nur unter
Zitat

"weitgehender Ausoptimierung"
*beprunz*
möglich wäre. Aber das wird dann sicherlich "operativ gelöst". :joke:

von Heinrich Fuchs, Fabrikant i.R. - am 13.05.2015 10:17

Re: Vermeintlicher RNV-"Geisterzug"

Der angebliche Geisterzug ist gar nicht so geheim, wie er dargestellt wird .

Er steht schon seit mehreren Jahren in der VRN-Fahrplan-Tabelle der RNV-Linie 5 (OEG) .

Siehe auch [20066.foren.mysnip.de] !
.

von bassemohluff - am 13.05.2015 13:05

Der Fluch der EBO...

Zitat
Lokleitung
Dann fahren 3 Züge im Blockabstand durch die eingleisige Ortsdurchfahrt Richtung HD, und in der Gegenrichtung warten die nächste 5 in Dossenheim Bf und die nächste 24 in Dossenheim Süd...

Nach BOStrab wäre das kein Problem, in Leimen gehört es fast zum Alltagsgeschäft, dass einer stark verspäteten 23 aus Richtung Heidelberg noch eine "pünktliche" im 1 - 2 - 3 Minuten-Abstand in den "besetzten Blockabschnitt" zwischen Zementwerk und Kurpfalzzentrum hinterhergeschickt wird. Die vorausfahrende wendet dann schon an der Ausweiche Kurpfalzzentrum statt am Friedhof und der Fahrplan stimmt (fast) wieder.
Zwei Züge im "gleichen Block" war sogar planmäßig als um die Mittagszeit noch "Nachwagen" fuhren. Ich weiß nicht, ob das immer noch praktiziert wird.

von Linie 8 muss wieder her - am 14.05.2015 14:04

Ich würde eher sagen...

...der Fluch einer verpassten Chance. Hätte man Dossenheimerseits beim zweigleisigen Ausbau 1997/98 nicht auf den völlig überflüssigen breiten Fußweg bestanden, anstatt ein zweites Streckengleis zu bauen, dann gäbe es das eingleisige Nadelöhr nicht mehr.

Aber es stimmt natürlich, unter der BoStrab ist das Nachfahren so lange kein Problem, wie die entsprechende Sicherungstechnik dafür ausgelegt ist. Sowas wie früher zwischen Rohrbach und Leimen - eingleisige Strecke völlig ohne Zugsicherung, mit Sicherung durch das Folgezugzeichen - würde auch unter BoStrab heutzutage nicht mehr zugelassen. Zwischen Leimen Friedhof und Kurpfalzzentrum ist das ja noch so, und hat eben noch Bestandsschutz.

Dennoch wäre das eingleisige Dossenheim auch unter BoStrab nicht unproblematisch, und zwei dicht hintereinander fahrende Züge in der einen Richtung wären auch da durchaus in der Lage, einem oder zwei Gegenzügen massive Verspätung mitzugeben. Der nicht ausreichende Durchrutschweg vom Halteplatz in die eingleisige Strecke wird durch niedrige Fahrgeschwindigkeiten ausgeglichen.

Eine rein überschlägige Rechnung: Wenn man für die Durchfahrt durch die eingleisige Strecke 2 Minuten ansetzt, dann ist bei einem 10-Minuten-Takt in beiden Richtungen die Strecke innerhalb eines 10-Minuten-Zeitraums 4 Minuten lang belegt. Kommt nun eine zweite Linie dazu, und man schafft es, deren Kreuzung mit sich selbst von Dossenheim fern zu halten, dann setzt man nur eine Richtung an, und innerhalb des 10-Minuten-Zeitraums wird die Strecke 6 Minuten belegt sein. Kreuzt die zweite Linie aber dummerweise gerade dort mit sich selbst, dann ist die Strecke in einem 10-Miuten-Zeitraum acht Minuten lang belegt, in den nächsten zehn Minuten nur vier Minuten und dann wieder acht usw.

Innerhalb dieser Strecke liegen auch noch zwei Einmündungen in die B3, für die man schon zur flüssigeren Abwicklung auf Sicherungstechnik nach BoStrab zurückgegriffen hat. Gäbe es dort richtige Bahnübergänge mit den entsprechend notwendigen Vorlaufzeiten, dann würde das die Durchlässigkeit noch weiter einschränken. So sind es nur die Mindestgrünzeiten an den Kreuzungen, die bei dichtem Zugverkehr Rückwirkungen auf den Fahrplan haben können.

Auf dem Papier mag man das ja hinkriegen. Aber man braucht nicht lange nachzurechnen: wenn irgendwo ein Zug ein bisschen außer Takt ist, dann schafft er es, Gegenzüge massiv auszubremsen, egal ob BoStrab oder ESBO.
Und wir sprechen hier von Zügen, die aus dem Heidelberger Inividualverkehr kommen...

Und letztlich wäre es natürlich auch unter ESBO-Bedingungen möglich gewesen, die Blockteilung vor und nach der Eingleisigkeit beim Bau eines neuen Stellwerks zu verdichten, um einen dichteren Takt zu ermöglichen. Und sie ist ja auch heute schon deutlich dichter als bei den beiden anderen Stellwerken, die ich zuvor noch im aktiven Dienst miterlebt habe.
Aber solche Anforderungen sollten natürlich vorher bekannt sein und entsprechend beauftragt werden. Dabei riskiert man natürlich immer auch, dass - wenn dieser dichtere Takt nicht beauftragt wird - man viel Geld zum Fenster rauswirft.

von Lokleitung - am 14.05.2015 19:22
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