Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Nahverkehr Rhein-Neckar
Beiträge im Thema:
3
Erster Beitrag:
vor 2 Jahren, 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 2 Jahren, 4 Monaten
Beteiligte Autoren:
Lokleitung, Funkenkutscher

Tag der Verkehrsgeschichte in Frankfurt

Startbeitrag von Lokleitung am 07.07.2015 22:38

Am 14. Juni wurde in Frankfurt (und Umgebung) zum wiederholten Male der Tag der Verkehrsgeschichte veranstaltet.

Eine kleine Delegation aus dem Rhein-Neckar-Dreieck ließ es sich nicht nehmen, in die Mainmetropole zu reisen und dem Geschehen beizuwohnen.

Für mich begann die Reise im gastronomisch völlig unterversorgten Bahnhof Ludwigshafen-Oggersheim mit Quietschtriebwagen. Ich werde mich nie an diese Kisten gewöhnen:



in Mannheim stiegen die User Tw237 und Traugott W. zu, die mir freundlicherweise einen Kaffee mitbrachten. In Mannheim-Friedrichsfeld durften wir dann glücklicherweise in n-Wagen umsteigen. Unser vierter Mitstreiter stieg unterwegs ein, während uns der fünfte Kollege schon in Frankfurt erwarten sollte, denn wegen größerer Bequemlichkeit war er früher aufgestanden und mit DB Fernverkehr gefahren. Nur war dieser leider verspätet, sodass wir in Frankfurt auf ihn warten mussten :sneg:


Eigentlich kein Teil des Tags der Verkehrsgeschichte war der Zubringerzug zum Tag der offenen Tür im DB-Museum Koblenz, bestehend aus zwei Bm235 und einem Am, stilecht bespannt mit der grünen 140 128 vorn und der türkis/beigen 140 423 am Schluss. Und wenn er schon mal da steht, dann kommt er auch aufs Bild:



Als Zubringer zu den Veranstaltungsorten verkehrten mehrere historische Linien. Nun finde ich ja nen P-Wagen eigentlich noch nicht wirklich "historisch", aber in dieser Farbgebung ist er im subaruvistaodoleinerlei der Frankfurter VGF schon ein Hingucker:



Ein schönes Fahrzeug, das seiner Zeit weit voraus ist - denn wie uns dieses Schild erläutert, wird es erst im Dezember 2015 in den Anlieferungszustand zurückversetzt:



Er brachte uns ins Schwanheimer Verkehrsmuseum. Naturgemäß kann ich hier nur eine kleine Auswahl zeigen. Die Wagen waren relativ gut fotografierbar ausgestellt, und die Jugend zeigte sich interessiert:



Irene S. dürfte mittlerweile im Ruhestand sein...



Auch Mister Ed war da, mit einer Pferdebahn im Schlepp:



An solch einem Tag kann man die seltsamsten Leute kennenlernen.
So motzte doch tatsächlich einer über die misslungene Veranstaltung, und dass die Fahrzeuge nicht behindertengerecht seien, und dass kein richtiger Bahnsteig vorhanden wäre und überhaupt sei alles miserabel organisiert, und man kann hier nicht fotografieren, überall die Leute...
Nun ja, die Strecke nach Schwanheim führt über weite Strecken durch den Wald, wo es sicher schöne Stellen mit wenig Passanten gibt, aber man muss ja alles auf dem Tablett serviert bekommen.
Unserer Meinung wurde hier für den Preis von 12 Euro für das Tagesticket eine tolle Veranstaltung auf die Beine gestellt. Das haben wir dann auch so gesagt, er hätte es ja besser machen können.
Der Motzer ging von dannen, und so war dies die Gelegenheit, die beiden eingesetzten Pt nebeneinander (und mit wenig Leuten im Bild) aufzunehmen:



Zwischenzeitlich kam ein leichtes Hungergefühl auf, das es umgehend zu bekämpfen galt. Die hier feilgebotene Wetterauer Bratwurst sah nicht nur lecker aus, sondern war es auch. Die beiden beigegebenen, verschiedenen Stücke Brot waren ebenfalls top frisch und ausgesprochen lecker:



Im anderen Schuppen des Museums wurde uns dann noch ein ganz besonderes Stück gezeigt, nämlich einer der einst zwei Prototypen aller Frankfurter U-Bahn-Wagen, der Typ U1. Leider war er etwas eingeklemmt, was das fotografieren deutlich erschwerte:



Man gab uns die Gelegenheit, das Innere zu besichtigen, verbunden mit Erläuterungen zum Fahrzeug:



Draußen war gerade der Museums O-Düwag angekommen:



Wer sich danach richtet kommt niemals hinein:



Mit diesem O405 Hochbodenbus fuhren wir weiter zum Frankfurter Feldbahnmuseum:



Auch hier gab es Bratwurst und geschpritzder Ebbelwoi. Und das führte dazu, mal zu testen, welches Museum denn nun die bessere Bratwurst im Angebot hat:



Mit dem Feldbahndampfzug unternahmen wir eine kleine Rundfahrt, beim Umsetzen war das Fotografieren möglich:



Unsere Zuglok:



Nur noch ganz kurz konnte mit alten Frankfurter Originalen gefachsimpelt werden, dann stand schon die Weiterfahrt an. Mit dem Linienbus schlugen wir uns zum Eisernen Steg durch, wo ausnahmsweise mal kein Dampfzug, sondern ein vierteiliger Schienenbus (ohne Nummer vornedrauf) eingesetzt war. Der Lokführer hatte eine Vorliebe für das quäkende und selbst im städtischen Trubel extrem laute Makrofon, sodass der Zug lange vor seiner Ankunft zu hören war:



Ausstieg am Gebäude der griechischen Nationalbank:



Von hier war es nur ein kurzer Weg zum Bahnhof Frankfurt Ost. Und weil eine 143 heutzutage ja auch schon fast historisch ist, zeige ich sie hier auch mal:



Mit Umstieg in Frankfurt Süd fuhren wir nach Hanau, wo das Eisenbahnmuseum ebenfalls seine Pforten geöffnet hatte. Dieser Büssing shuttlete uns zum Museum:



Frau Sechzich ist hässlich aber Frau Hundert wird bewundert:



Die 038 772 war auch mal wieder zu sehen:



Hier wurde nun die letzte Bratwurst des Tages getestet:



Die Ergebnisse im Einzelnen, erreichbar waren insgesamt 50 Punkte:


Das VGF-Museum hat zu Recht gewonnen!


Doch kommen wir zurück nach Hanau - diese Köf II stand mit Bauzuggedöns herum:



Wie die Köf, hat es diese Kleine auch nicht geschafft, groß zu werden:



Die Kriegslok sollte uns zurück nach Frankfurt Süd bringen, dafür war ein geringer Zuschlag erforderlich:



DAS ist kultiviertes Eisenbahnreisen, im Bm234, mit Polstersitzen, die man für die Nacht ausziehen kann...
...schön war die Zeit:



Damit eröffnete sich für uns die Gelegenheit, auch die ziemlich blöd abgestellte, aber ausgesprochen hübsch aussehende 290 088 zu fotografieren, ohne das Sperrgebiet zu betreten:



Bei der Ankunft in Frankfurt Süd begrüßte uns dann noch BuBa, das Maskottchen des Rhein-Main-Verkehrsverbundes. Und da in manchen Foren schwarze Balken über dem Gesicht offenbar recht unbeliebt sind, habe ich hier auf eine Anwendung verzichtet:



Nun zog es uns zurück zum eisernen Steg, wo wir uns nach dem langen Tag erst einmal stärkten - zum Beispiel mit Schnitzel mit Frankfurter Griieee Soooß:



Der Tag endete (fast), wie er angefangen hatte. Mit einem von 111 104 geschobenen Doppelstockzug fuhren wir über die Main-Neckar-Bahn zurück und unsere Mitfahrer verabschiedeten sich nach und nach. Zum Schluss wieder Quietschie in der blauen Stunde in Mannheim-Friedrichsfeld:



Alles in Allem ein toller Tag, ein super-Programm und bestes Wetter.
Danke an alle Beteiligten.

Antworten:

4 Essensbilder? Du bist ganz schön verfres....:joke::cheers:

Danke für den Bericht und die Bilder.

von Funkenkutscher - am 08.07.2015 15:14
Das geschah ausschließlich in Dienste der Wissenschaft.

von Lokleitung - am 08.07.2015 18:29
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.