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Informationen zum Thema:
Forum:
Nahverkehr Rhein-Neckar
Beiträge im Thema:
5
Erster Beitrag:
vor 2 Jahren, 7 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 2 Jahren, 7 Monaten
Beteiligte Autoren:
Sandhase, Harald S, 218er

Max Maulwurf bei der Arbeit: Bahnhof Lorsch

Startbeitrag von Sandhase am 04.11.2015 13:47

Verspätungen gehören zum Kerngeschäft der Bahn, hat mal ein Kabarettist gesagt.
Und man hat so den Eindruck, dass dies stimmen könnte.

Ende Juli sollten im Bensheimer Bahnhof vier Weichen getauscht werden.
Die Bauarbeiten wurde aber kurzfristig abgesagt, seitem oxidieren vier Weichenbausätze neben dem alten Stellwerk vor sich hin.

Lange genug ist schon bekannt, dass ab Dezember neues Wagenmaterial auf der Nibelungenbahn fährt.
Daher sollte der Bahnhof Lorsch während der Sommerferien zwei neue Bahnsteige erhalten, dazu sollten
auch die sieben verbliebenen für das immer noch mechanisch betriebene Stellwerk (Bauart Jüdel von 1923)
benötigten Drahtzugspannwerke verlegt werden. An deren Standort soll der künftige Außenbahnsteig von Gleis 2 entstehen.
Warum wird hier eigenlich nicht gleich auf ESTW umgebaut? Wäre sowieso fällig und würde nur einmal Geld kosten.

Aber die Genehmigung des EBA für die Bahnsteige lag noch nicht vor.
Ob die Bahn den Antrag zu spät gestellt hat, oder ob das EBA länger gebraucht hat, lassen wir mal dahingestellt.

Jedenfalls standen Mitte Oktober plötzlich zwei Bautrupps der Bahn am Lorscher Bahnhof.
Der von DB Netz sollte das Gleis 1 erneuern, der von DB Station und Service sollte die Bahnsteige erneuern.
Der eine wußte nichts von den Baumassnahmen des anderen und so blieb erst mal alles so wie es war.
Nur das Baumaterial war mittlerweile da.

Anstatt also in der letzten Oktoberwoche das Gleis 1 zu erneuern (wozu auch wie angekündigt Züge ausgefallen sind), wurde erstmal der vorhandene
Mittelbahnsteig so ertüchtigt, dass er für beide Gleise benutzbar wurde. ebenso wurde ein provisorischer Zugang zum Mittelbahnsteig gebaut.
Der Mittelbahnsteig soll nach Ende der Baumaßnahmen bestehen bleiben, allerdings soll ein Zaun die Überquerung unmöglich machen.

Bild 1: Provisorisch erhöhter Mittelbahnsteig. Warum man die zehn Meter Weg bis zum Bahnübergang nicht gebaut hat, versteht keiner. Vermutlich, weil es sinnvoll gewesen wäre - so sind es mal knapp 200 Meter Umweg.


Bild 2: Fundamentblöcke am Bahnsteig 1. Die Kabel sind die Erdungen der alten Schleuderbetonlaternen.


Bild 3: Riesenlego...


Bild 4: Fahrplan muss sein. Der Radständer wurde von der Stadt gebaut. Die Stufen zeigen das künftige Niveau an (SOK +55). Eine von den Fahrradboxen ist von mir gemietet.


Bild 5: Um Kräfte für den kommenden Kraxel-Einstieg in den 628 zu schonen, wurde auch eine Rampe über die Stufen errichtet.


Bild 6: Zugang zum Mittelbahnsteig


Bild 7: Hier wartet RB 28167 auf den Gegenzug RB 28168. Links der abgebrochene Hausbahnsteig, rechts der Mittelbahnsteig.


Bild 8: Diese Spannwerke werden "demnächst" verlegt, da dort der neue Außenbahnsteig 2 entstehen soll.


Bild 9: Vor dem Stellwerk kann wegen der Drahtzüge nicht mit Fertigfundamentteilen gearbeitet werden.


Die Gesamtbaumaßnahme soll bis März 2016 abgeschlossen sein.

Antworten:

Kommen dann auch vernünftige Signale hin? kT

kT

von Harald S - am 14.11.2015 23:11

Re: Kommen dann auch vernünftige Signale hin? kT

Die stehen da doch schon seit Jahrzehnten:rp:

von 218er - am 15.11.2015 09:29

Re: Kommen dann auch vernünftige Signale hin? kT

Hab ich doch schon geschrieben:

Der Drahtzug bleibt und wird sogar noch für teuer Geld umgebaut.

von Sandhase - am 19.11.2015 18:07

Ein Eternit-Kabel in den Jurassic Parc wär billiger

Jurassic Parc = Galluswarte

von Harald S - am 19.11.2015 21:26
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