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Nahverkehr Rhein-Neckar
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10
Erster Beitrag:
vor 2 Jahren, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 2 Jahren, 3 Monaten
Beteiligte Autoren:
Tw237, Stefan Klein, Harald S, Sandhase, Fabegdose

DeuLaPa '15 (Teil 8): Ein Besuch in Dessau und Halberstadt (mB)

Startbeitrag von Tw237 am 14.11.2015 23:14

Morsche,

an Tag 8 machten wir unsere erste Tour von Berlin aus.




Bei einem Frühstück in der Lounge erfolgte die Lagebesprechung.





Mit einem ICE gelangten wir nach Bitterfeld, wo sich dieser Talent 2 zum Fotografieren zeigte.





Wir stiegen in diesen äußerst komfortablen DoSto um.






In Dessau war die Straßenbahn während unseres kurzen Aufenthalts der Schwerpunkt unserer Aufmerksamkeit.





Den Gasbus nahmen wir aber auch noch mit.





Straßenbahn vorm Bahnhof




Die Dessauer Straßenbahn hat einen kleinen Fuhrpark recht ansehnlicher kleiner Fahrzeuge. Der Betrieb macht auf jeden Fall einen sympathischen Eindruck.

Was mir in Dessau ähnlich wie in Frankfurt/Oder ein bisschen fehlt ist eine Innenstadt. Die ganze Stadt hat eher Vorort-Atmosphäre. Ein geschäftiges Zentrum mit einer Art Fußgängerzone scheint in der ganzen Stadt nicht zu existieren. Stattdessen gibt es eine überschaubare Shoppingmall.





Direkt davor begegnete uns dieser Spielmobil-Standard1-MAN




Weitestgehend entlang der Strab. 2 gings nach Alten:














In Alten, nahe dem Dessau Airport, konnte auf eine RB Richtung Klöthen umgestiegen werden.





Dort wiederum konnten wir auf einen IC nach Magdeburg umsteigen.





In der zweiten Klasse sah es da doch ganz anders aus….





…was dann natürlich auch von oberster Stelle begutachtet werden konnte.
Wie wir wenige Tage später aus der BILD im Zug erfuhren war er zu diesem Zeitpunkt noch nicht verheiratet.
Wäre vielleicht die Chance für eine einsame Mitropa-Schaffnerin gewesen. Doch dieser Zug führte keinen Speisewagen….






Zweites Ziel auf unserer Reise war Halberstadt, ein Betrieb, der ja eher auf dem absteigenden Ast ist.










Sogar einen GT4 konnten wir an diesem Tag antreffen.





Rückgrad des Betriebes sind fünf Leoliner.
















Halberstadt selbst ist durch Kriegsereinisse, Verfall und mangelnder Wertschätzung alter Bausubstanz heute keine besonders schöne Stadt. Geprägt von Blocks, teilweise verfallender Platten und einer unharmonischen Struktur einer weitgehend toten Innenstadt.
Große Ausnahme ist der Bereich um die Vogtei, wo sich das Stadtbild von seiner schönsten Seite zeigt.



Wenn man das eigentliche Stadtzentrum gesehen hat, kann man ein derart schönes Ensemble nur schwer dieser Stadt zuordnen.




Abschließen möchte ich diesen Bericht mit einem Blick in das „Schaufenster Sachsen Anhalt“.



Alla hopp

Antworten:

Spielmobil-Standard1-MAN
der einmal eine VBLu-Kiste war. Dessau bekam im Rahmen der Städtepartnerschaft Anfang der 90er einiges weitergereicht, das müssten alles Kisten zwischen 527 und 550 gewesen sein, die mit der Lieferung der letzten SL 202 abgängig waren. Wieviele es genau waren, und auf welche Vaubelu-Nummer das Spülmobil einst hörte weiß ich aber nicht.

von Stefan Klein - am 14.11.2015 23:39

DB-Lounge

Zitat
Tw237
Morsche,

an Tag 8 machten wir unsere erste Tour von Berlin aus.




Bei einem Frühstück in der Lounge erfolgte die Lagebesprechung.


In der Berliner Lounge war ich dieses Jahr auch - glatte Fehlkonstruktion.

Zum Frühstück mag es ja noch gehen, aber Sonntag mittag ist das Ding proppenvoll.
Und bei ca. 150 (?) Plätzen ist ein Männerklo mit 2 Sitz- und 2 Stehplätzen etwas unterdimensioniert.

Lounge München: OK (bissi klein)
Lounge Frankfurt: OK
Lounge Köln: OK, aber der Geräuschpegel der unteren Etage (Reisecenter) stört etwas

von Sandhase - am 15.11.2015 07:58

Re: DB-Lounge

Von den 1.-Klasse-Lounges finde ich Klön eigentlich recht gut. In München ist der Service recht lahm.

Die Toilettensituation in B ist in der Tat ungenügend. Ein Platzproblem hatte ich da nie.

Frankfurt wirkt mit dem vielen Packband auf dem Boden und den komischen Stellwänden sehr provisorisch. Der Service ist total daneben. Überall wird man bedient, nur in F muss man sich sein Zeug holen. Dafür habense dann noch ein Schälchen da stehen, das sie wohl mit ihrem eigenen Geld gefüllt haben, um die Kundschaft zu Trinkgeld zu bewegen.
Dafür hat Frankfurt einen schönen Ausblick.

Einen guten Service hat auch Hamburg. Die sist aber auch relativ klein. Platzprobleme hatte ich aber auch noch nie.

von Tw237 - am 15.11.2015 08:20
Das ist ja geil. Da fährt einem VBLu über den Weg und man merkt es nicht.

Na wenn das mal kein Kandidat für eine Rückholung ist. Schließlich ist mir kein Verein bekannt, der einen Standard-1-Stadtbus aus der Rhein-Neckar-Region erhält.

von Tw237 - am 15.11.2015 09:30
Schließlich ist mir kein Verein bekannt, der einen Standard-1-Stadtbus aus der Rhein-Neckar-Region erhält
Der MVG-101 ist zweifelsohne ein Standard-I-Stülb mit original Mannheimer Vorgeschichte. Und der IGN O 305 ist zwar nicht original Mannheim bzw Heidelberg, mit dem Erhalt ebendieses Fahrzeuges wird aber der langjährige Einsatz mehrerer hundert Fahrzeuge dieser Gattung in der Region gewürdigt.

Es ergab sich vor wenigen Monaten eine potentielle Übernahme eines Ludwigshafener MAN SL202, also ein Fahrzeug aus der oben erwähnten Serie, die die SL200 mit Stülb-Front ablöste, aus Mangel an Platz und Zeit wurde das verworfen. Zurückholen und hinstellen ist das eine. Tatsächlich erhalten das andere. Und davon (also geholt und hingestellt) ist momentan mehr als genug vorhanden. Durchaus ein interessanter Querschnitt (O317K, O305, O307, O307 als Ersatzteilspender, O405G). Aber es steht halt mal nur so da rum.

von Stefan Klein - am 15.11.2015 13:32
Ist der 550 nicht Anfang der Neunziger Jahre von der RHB für den Stadtlinienverkehr DÜW bzw. den Rest der Überlandlinien übernommen worden?
Das war damals der einzige Automatikwagen dort.
1994 war dann bekanntlich Schluß ...

von Fabegdose - am 15.11.2015 20:49

... finde ich Klön eigentlich recht gut.

Schreibfehler?
Muss doch sicher Plön heißen?

von Harald S - am 15.11.2015 21:00
Deshalb schrieb ich ja "Stadtbus". Der Stülb ist ja genau genommen ein Überlandbus, auch wenn er in Mannheim natürlich im Stadtverkehr lief.
Auch wenn er "nur" einer Splittergattung angehört, bin ich sehr froh darüber, dass er noch erhalten ist.


Die Sache mit dem 305er sehe ich zwischenzeitlich etwas anders. Auf meine damalige Frage eines Unwissenden, warum es kein "echter" Heidelberger wurde, wurde von den Leuten mit "technischem Sachverstand" der Zustand gelobt und begründet, dass er mit Heidelbergern quasi baugleich ist.
Aber nach und nach stellte sich für mich heraus, dass er in sehr vielen - optischen und technischen - Details von den Heidelberger Wagen abweicht.
Und Baustelle scheinbahr ungeahnten ausmaßes ist er dennoch.
Und auch wenn er wieder läuft, wird er leider nur ein schlechter Kompromis sein. Zumindest meiner Meinung nach.

Das mit dem SL 202 ist eben dumm gelaufen. Für mich persönlich ist es schade, dass hier etwas regionales zugunsten fermder Wagen nicht gerettet werden konnte.

von Tw237 - am 15.11.2015 21:15
dass hier etwas regionales zugunsten fermder Wagen nicht gerettet werden konnte.
Der O317K ist regional, aber tatsächlich die wohl größte Baustelle.
Der O307 ist regional, ebenso der Ersatzteilspender (ex SWEG)
Der O405G ist regional.
Der UHW ist regional.
Somit ist nur der 305 nicht wirklich regional, zum Zeitpunkt der Beschaffung (er ist das erste Straßenfahrzeug der IGN) hingegen gab es nicht so arg viel Auswahl. Die Aussage, dass Regionales zugunsten fremder Wagen nicht gerettet werden konnte ist also ziemlicher Blödsinn.

Der SL 202 schied aus, weil die wenigen Leute, die überhaupt irgendwas mit den Bussen zu tun haben, mit dem vorhandenen eigentlich schon mehr als genug ausgelastet sind, unter anderem auch, weil die Gruppe so klein ist, dass neben Job und Privatleben jetzt schon nicht ausreichend Zeit aufgebracht werden kann. Hätten sich in den letzten Jahren so schätzungsweise drei bis acht Leute mit Zeit, Arbeitskraft, und Sachverstand der Gruppe angeschlossen, hätte es womöglich anders aussehen können. Ein Lottogewinner, oder Personen die sich aus anderweitigigen Gründen überaus spendabel zeigen könnten, würden auch gerne in der Gruppe aufgenommen. Das war aber bisher alles nicht der Fall.

Der O305 ist eine Zeitlang fahrfähig gewesen, die eine oder andere Sonderfahrt fand statt, er stand aber auch geraume Zeit im Heidelberger Betriebshof im Freien. Ein Fahrzeug, das schon über 3 Jahrzehnte auf dem Buckel hat, hat immer irgendwas, eine Freiabstellung macht es da nicht besser. Und derzeit steht der IGN-305 einträchtig neben einem über 7 Jahre jüngeren Bruder, der im Grunde im gleichen Zustand ist, trotz deutlich geringerer Laufleistung. Wenn man nun bedenkt, dass aktuelle Straßenbahnen, die abermals 8-10 Jahre jünger sind, genauso beschissen drunter aussehen, lässt sich daraus durchaus herleiten, dass die damalige Entscheidung zum Kauf und Erhalt des jetzigen IGN-305 dennoch gut und richtig war. Und mir persönlich sind solche Kompromisse wie beim IGN-305 lieber, als die nächste potentielle Leiche herbeizuholen, nur weil sie "original regional" ist. Wie gut und wie schlecht die Kompromisse sind, werden rund 98% der Leute, die dann wieder in ein solches einsatzbereites Fahrzeug einsteigen, nichtmal bemerken. Weil es ja auch tatsächlich ziemlich egal ist.

von Stefan Klein - am 16.11.2015 02:23
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