DeuLaPa '15 (Teil 16): Über Weimar und Gera nach Leipzig (mB)

Startbeitrag von Tw237 am 28.11.2015 15:37

Morsche,


Nachdem der Ausflug nach Gera am Vortag vereitelt wurde, konnten wir Gera heute auf dem Weg nach Leipzig besuchen.




Da die Abfahrt sehr früh, irgendwann einstellig erfolgte, gabs Frühstück im Zug.





Einen kurzen Zwischenstopp legten wir in Weimar ein, wo es zwar nur MAN-Busse aber den zweitlöblichsten Tatort nach Münster gibt.





Die Weiterfahrt nach Gera erfolgte mit dem Regioschüttel der Erfurter Industriebahn.






In Gera erwarben wir eine Tageskarte zwecks Netzbereisung und zur Unterstützung des notleidenden Geraer Verkehrsbetriebs, der derzeit in Insolvenz ist.

In einer etwas ernsteren Betrachtung ist natürlich zu bedauern, dass es ausgerechnet Gera getroffen hat, hatte der Verkehrsbetrieb scheinbar keine Schuld an diesem Schicksal. Oder andersherum gesagt: Profitablen ÖPNV gibt es in Zeiten Gesamtverkehrspolitischer Ziele und Daseinsfürsorge nicht. Und wenn eine Stadt keine Zuschüsse mehr zahlt, weil sie z.B. ihren kommunalen Energieversorger, der den Defizitausgleich erwirtschaften muss, an die Wand fährt, wäre so ziemlich jeder Nahverkehrsbetrieb in kürzester Zeit insolvent. Vollkommen ob es sich um München oder nur Mülheim an der Ruhr handelt.

Die Tragik ist dabei, dass es hier keinen Betrieb getroffen hat, der „eh am Ende“ ist, sondern einen der vorbildlichsten Betriebe Deutschlands. Schließlich handelt es sich um einen modernen Betrieb, dessen Straßenbahnnetz in den vergangenen 20 Jahren erheblich gewachsen ist. Auch der Wegeanteil von ca. 20 % mit dem ÖV ist für eine Stadt dieser Größe nicht schlecht.
Und mit einem Kostendeckungsgrad von über 80 % ist man überdurchschnittlich.









Per Bus gelangten wir von Zwötzen, Endstelle der Linie 1 zum Bahnhof Zwötzen, wo die 2 endet. Hier besteht für die Straßenbahnfahrgäste ein Fast-Anschluss zur Bahn.
Da es auch entsprechend „gut“ genutzt wird, wird die Linie 2 auch eingestellt.





Damit es die Fahrgäste etwa 100 m kürzer zur Bahn haben, gab man vor ca. 10 Jahren die Streckenführung durch die Bebauung auf.





Da der Betriebshof nahe liegt machten wir auch dorthin einen Abstecher, wo man uns dankenswerterweise Zutritt gewährte.





Mit einem nagelneu glänzenden Dach versehen wartet HSB 227 mit scheinbar zum Lüften geöffneten Türen auf bessere Zeiten.





Ein weiteres Standbein ist bzw. war die Restaurierung historischer Bahnen. Auch hier wurde sehr gute Arbeit geleistet, wie man beispielsweise an einem restaurierten Flensburger Wagen sehen kann.

Ein ganz besonderes Werk scheint hier mit der Restaurierung des Kopenhagener GT6 zu gelingen. Hoffen wir, dass dieses Projekt noch zu Ende gebracht wird.




Gleiches gilt für den Heidelberger TW 44, der auch der Dinge harrt, die da kommen.




Weiter gings in die Stadt:













Die Durchfahrbude – eine Art Geraer Markenzeichen für Strab-Fans.






Entlang der Strecke nach Bieblach Ost konnten wir noch einige Tatras sehen. Hier an der Berufsakademie, wo für die Strecke nach Langenfeld bereits eine Bauvorleistung besteht.

Die Strecke dürfte jetzt auf absehbare Zeit auch gestrichen sein.









Mit diesem Bus gelangten wir zur Endstelle der 1 Unterm Haus.






Wendeschlaufe





Nahe der Schlaufe liegt ein Busdepot mit einer Großzahl löblicher Kisten.







Mit einem weiteren Regioschüttel und dem SEV gelangten wir nach Leipzig-Plagwitz, wo wir auf die S-Bahn zu unserem Hotel besteigen konnten.





Nahe dem Depot Leutzsch(hier im Bild) trafen wir uns mit unserm Leipziger Kontaktmann an der Unterführung, die aus dem letzten Leipziger Tatort bekannt ist.





Das abschließende Essen fand beim Asiaten mit Strab-Blick in Schkeuditz statt. Ich war sehr zufrieden und die Portionen waren üppig groß.
Da geh ich wieder mal hin im September beim Straßenbahnfest!



Alla hopp!

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