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Nahverkehr Rhein-Neckar
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Erster Beitrag:
vor 2 Jahren, 7 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 2 Jahren, 7 Monaten
Beteiligte Autoren:
Tw237, Joerg Diether, Fabegdose

DeuLaPa '15 (Teil 21): Neu Gebautes in Basel und stillgelegtes in Frankfurt (mB)

Startbeitrag von Tw237 am 10.12.2015 20:41

Morsche,

an Tag 21 beschloss ich die Schweiz zu besuchen, genauer gesagt die grenzüberschreitende Linie 8, die von Basel aus die Grenze zu Deutschland überschreitet.





Mit dem ICE kam ich von Mannheim nach Basel Bad. Dort erfolgte der Umstieg auf diesen DoSto.





In Weil am Rhein verließ ich den Zug wieder.






Das Ortszentrum von Weil wird von dem Tram 8 (noch?) nicht erschlossen. Dennoch scheint es sehr gut nachgefragt zu sein. Einige besonders gewiefte Fahrgäste steigen in den ankommenden Wagen, um die Schleifenfahrt mitzumachen und einen Sitzplatz sicher zu haben.









Das Tram scheint die Anlieger zu begeistern. In den meisten deutschen Städten sind die Handeltreibenden die ersten, die gegen ÖV-Projekte Sturm laufen. In Weil benennen sie sogar Apotheken nach dem Tram.

Hier gibt es sicher auch Tickets. Die Basler Tageskarte zu knapp 10 Euro ist jedenfalls ein ziemlicher Apothekenpreis, den ich mir als GH gespart habe.





Eine Verkehrsführung, die ich so sonst noch nicht gesehen habe. In eine Richtung wird er Kreisverkehr gekreuzt, in die Gegenrichtung wird die Kreisfahrbahn genutzt. Sehr interessant.





Hier wird die Grenze überquert.







Jetzt befinde ich mich schon auf Schweizer Seite.
Was mir bei Fotografieren im Vergleich zu Dortmund am Vortag auffiel war, dass kein Fahrer einen Rollo runter gemacht hat, die meisten sogar freundlich gewunken haben.
Hier scheinen die Leute wohl noch Spaß an ihrer Arbeit zu haben und sich über das Interesse anderer daran zu freuen.





Die neueste Fahrzeuggeneration ist der Flexity Basel. Leider hat sich Basel mit einem Multigelenker für kein besonders gleisfreundliches Fahrzeug entschieden, doch rein optisch ist den Heinis von Bombardier mit dieser Kiste ein großer Wurf gelungen. Auch das neue Grün ist erheblich schöner als das eher unansehnliche Blassgrün auf den Combinos.
Aus Sicht der Betriebskosten (Netz+Kisten) würde ich mal die Hypothese aufstellen, dass die Beschaffung der Tangos günstiger gekommen wäre. Aus Fahrgastsicht ist der 100% niederflurige Flexity dem Tango mit seinen Hochflurbereichen vorn, hinten und in der Mitte überlegen, wobei mich diese jetzt weniger gestört hätten.






An der Strecke der Linie 8 befinden sich zwei Depots.
Wagen 474 scheint wohl ausgedient zu haben. Dieser Wagentyp gefällt mir im Gegensatz zu seinem Nachfolger eigentlich sehr. Leider wurde er durch den winzigen eckigen Scheinwerfer sehr entstellt.

Entstellte Wagen, weniger schöne Wagen und komisch blassgrüne Combinos. Für mich als tramologischen Schöngeist hat Basel damit trotz des Stadtbildes an Reiz verloren.
Mit einer Verbreitung der sehr ansehnlichen Flexity Basel könnte sich das in Zukunft ändern.





Entsprechend den Bahnen gestaltet man auch die Busse.







Auf der Linie 2 konnte ich sogar ein Düwag-Doppel antreffen.






Eigentlich wollte ich noch einen kurzen Abstecher zum Trolleybus nach Schaffhausen machen. Doch den Zug hatte ich gerade verpasst. Außerdem überfiel mich ein Hungergefühl.
Ich hatte nun die Möglichkeit mir eine „billige“ Kleinigkeit an einem abgeranzten Imbiss oder in einem Supermarkt zu kaufen oder….




…für das gleiche Geld eine Mahlzeit aus dem SpeiWa an den Platz bringen zu lassen. Wie das Bild zeigt habe ich mich spontan für letzteres entschieden.
Als zweites Ziel an diesem Tag suchte ich mir Frankfurt, wo ich mich mit dem gleichnamigen RNLF-User treffen konnte.




Eine Zwischenzeit nutzte ich zum Abwandern der Strecke von der Gwinnerstraße nach Bergen, die 1992 stillgelegt wurde.

Hier die Fotos:



Der erste Abschnitt von ca. 500 m verläuft auf einer weniger befahrenen Straße.





SEV-Bus





Dann schwenkt die Trasse in eine Schrebergartensiedlung.






Die Trasse verläuft dann auf ca. 90 % ihrer Länge unabhängig durchs Grüne, jedoch nicht sehr weit von der Bebauung entfernt.
Die Trasse ist heute ein Radweg und die Fahrleitungsmasten sind noch komplett vorhanden.





Ehemaliger Haltestellenbereich.







Endschleife in Bergen. Das Unterwerk und die Gleise (teilweise überteert) sind noch vorhanden.


Im Wesentlichen wird die Strecke von der Buslinie 43 bedient, die immerhin alle 7 Minuten(!) verkehrt und die U4 anbindet, wo der Verkehr gebrochen wird. Sie kann jedoch nicht direkt fahren, sondern muss Umwege in Kauf nehmen.
So gefühlt würde ich sagen, dass diese Stilllegung irgendwie Unsinn gewesen sein könnte. Aber das ist jetzt nur so ein Gefühl. Es erscheint eher so, dass die Stilllegung eher den technischen Grund hatte, dass man die Strecke nur schwer ins U-Bahn-Netz hätte integrieren können, da sie dafür wohl nicht die entsprechende Nachfrage bringt. Vielleicht musste man sich ja auch mit der Stilllegung und den daraus folgenden Zubringerbuslinien zur U-Bahn deren Förderwürdigkeit „erkaufen“. Nur mal so gemutmaßt….




Nach einem kurzen Abstecher nach Niederrad zum RNLF-Frankfurter machten wir eine Abendbesprechung in der Frankfurter Lounge, von wo auch ich meine Heimreise nach Mannheim antrat.


Alla hopp

Antworten:

Sehr schöne archäologische Bilder, aber eine Frage zu Basel:
Seit wann gibt es die Strab nach Weil a.R.?
Ich meine, schonmal an dem Grenzübergang gewesen zu sein, aber ohne Strab.

von Fabegdose - am 10.12.2015 21:12
Das Tram gibt es jetzt seit 1 oder 2 Jahren.

von Tw237 - am 11.12.2015 09:49
Frankfurt: Die Strecke nach Bergen mußte eingestellt werden, weil eine U-Bahn-Haltestelle mit aller Gewalt auf die Abzweigung gebaut werden mußte. Klingt komisch - ist aber so.

von Joerg Diether - am 12.12.2015 08:46
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