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Nahverkehr Rhein-Neckar
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vor 2 Jahren, 6 Monaten
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Tw237

DeuLaPa '15 (Teil 24): Modernes und historisches in Liege/Lüttich(mB)

Startbeitrag von Tw237 am 17.12.2015 23:53

Morsche,

am 24. DeuLaPa-Tag beschlossen der User OEG96 und ich einen Tagesauflug in unser schönes Nachbarland Belgien zu unternehmen.

Als grenznahe Stadt mit einem Verkehrsmuseum bot sich Lüttich (Liege) an.




Mit dem ICE bis Köln und mit dem RE weiter erreichten wir Aachen, wo wir Zeit für ein schnelles Bus-Bild hatten.

Auch ein Ticket zur Weiterfahrt brauchten wir noch. Wir hatten natürlich im Internet recherchiert und festgestellt, dass es ein „AixPressTicket“ genanntes Ticket gibt, das man bei der DB oder bei der ASEAG bekommt und hin und zurück für 14 Euro fahren kann.
Hier der Link: [download.avv.de]

Leider wusste niemand, dass dieses Ticketangebot jemals existiert hätte.
So konnten wir ein Euregioticket zu 18 Euro erstehen, mit dem wir in Liege auch noch den Busverkehr nutzen konnten.





Mit diesem TrieWa gelangten wir nach Welkenraedt, wo wir auf einen IC umgestiegen sind.





Nach ersten Orientierungsschwierigkeiten konnten wir mit dem Bus zum Museum fahren.


Dieses ist mit der Ringlinie 4 bis zur Haltestelle „Hotel de Police“ erreichbar.





Bis 1967 gab es in Lüttich eine Straßenbahn, bis 1971 fuhr der Obus.
Im ehemaligen Straßenbahndepot hat man inzwischen ein täglich geöffnetes Museum eingerichtet.





Die Fahrzeuge sind so positioniert, dass man sie gut fotografieren kann. Außerdem können die Fahrzeuge auch betreten werden, was mir die Bude sehr sympathisch macht.






Als Besucher bekommt man ein Audiogerät, das einem zahlreiche Infos zu den Fahrzeugen vermittelt.








Hier ein Zug der alten Lütticher Straßenbahn.






Blick in den Innenraum







Ein Lütticher Trolleybus der ersten Generation





Ein besonders interessantes Fahrzeug ist dieses hier. Ein dreiachsiger Zweirichtungs-Obus.






Auch die nationale Kleinbahngesellschaft SNCV war auf der Meterspur in Liege vertreten.






Dieses Fahrzeug stammt aus Aachen und hat sogar eine Rhein-Neckar-Vergangenheit. Nach der Stilllegung der Straßenbahn bei der ASEAG kam er auf Initiative des Öscher 1122-Piloten ins Viernheimer Museum und landete anschließend hier.






Nach erfolgreichem Besuch des Museums nahmen wir im Stadtzentrum einen kleinen Imbiss zu uns. Neben der Pita gab es auch was traditionell Belgisches.





Für Verkehrsfreunde hat Lüttich eine Menge zu bieten. Im Zentrum fahren die Busse im Sekundentakt. Für die Fahrgäste hat das jedoch einen durchaus begrenzten Wert, da sich die ganzen Busse oft gegenseitig behindern.
Der Pflegezustand der Fahrzeuge ist in der Regel eher mäßig und eine Klimatisierung ist nicht vorhanden.
Einzige Ausnahme, die wir sehen konnten war ein neuer Citaro LE. Und der war von DeLijn ;-)








Interessant ist auch die U-Bus-Trasse in Teilen des Stadtzentrums. Über einen Abschnitt nutzen die Busse ein sich verzweigendes Tunnelbauwerk mit drei Ausfahrten.
Ob diese mal ursprünglich für die nie vollendete Metro geplant waren, weiß ich leider nicht. Es soll jedenfalls Tunnelbauwerke für diesen Zweck geben. In einem stehen historische Fahrzeuge abgestellt.
Es hieß auch mal, dass diese Tunnel (welche genau?) in das jüngst abgebrochene(?) Straßenbahnprojekt eingebunden werden sollten.






Eine der Rampen.





Bei der TEC werden sogar noch hochflurige O405 eingesetzt. Ganz ohne Klappfenster und Klimatisierung ist die Mitfahrt jedoch ganz sicher nicht sehr angenehm.






Zum Abschluss des Besuches noch ein Blick durch die beeindruckende Bahnhofshalle.


Von Lüttich aus fuhren wir mit einem IC wieder zurück nach Welkenraedt. Leider hielt dieser länger wegen einer Person im Gleis, was uns einen verpassten Anschluss und einen kurzen „City-Check“ Welkenraedt bescherte.

Die eigentliche Tragik an dieser Geschichte war, dass wir in Aachen unseren ICE verpassten und dann mit einer Regionalbahn nach Düren fahren mussten und von dort aus weiter nach Köln. 15 Minuten nach unserer Ankunft wäre auch noch der Thalys gefahren, doch die RB wäre schon nach 5 gefahren. Ob wir diesen aufgrund der Anschluss-Situation hätten nuten können wussten wir nicht. Eine Aufsichtsperson, die uns da hätte aufklären können gab es nicht. Also kamen wir insgesamt 3 Stunden später in Mannheim an als geplant.


Also erstmal in die RB.




Der Blick in die erste Klasse ist ernüchternd. Man erwartet von Regionalzügen in NRW schon nicht viel, etwas was man in irgendeiner Form als „Pflegezustand“ bezeichnen könnte, schon gar nicht. Aber hier hat man den Vogel abgeschossen.

Nach tiefgreifender Recherche konnte ermittelt werden, dass die Kisten eigentlich überhaupt gar keine 1. Klasse hatten. Sie wurden irgendwann mal nach Münster ausgeliehen, wo diese jedoch gefordert war. Also richtete man dieses Abteil ein, wo zwei 4er der 2. Klasse als 1. Klasse auserkoren wurden. Außen gabs nen gelben Streifen, innen die oben zu sehende Beschilderung. Der Funktionsweise ist wie folgt: Wenn der Zug voll ist gehe ich zu einem Fahrgast der auf einem der besagten Plätze und sage ihm, dass ich 1. Klasse-Fahrgast bin und er bitte aufstehen solle. Da ich ihn wohl kaum dazu nötigen kann seinen Fahrschein vorzuzeigen, wird der mir auf jeden Fall sagen, dass er auch in der ersten Klasse hat, womit ich weiterhin stehe.
Also eine vollkommen Schwachsinnige Lösung…


Mit dieser Erkenntnis beende ich diesen Bericht für heute


Alla hopp

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