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Nahverkehr Rhein-Neckar
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2
Erster Beitrag:
vor 2 Jahren, 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 2 Jahren, 5 Monaten
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Lokleitung, Tw237

DeuLaPa '15 (Teil 28): Mit Bus und Bahn in Hamburg unterwegs(mB)

Startbeitrag von Tw237 am 29.12.2015 16:56

Mrosche,

an Tag 28 stand eine Reise nach Hamburg auf dem Programm, wo man ab 2020 nur noch emissionsfreie Busse beschaffen möchte und daher seit einigen Jahren einige moderne Bustypen erprobt. In den letzten Jahren wurde die HHA dafür schon hoch gelobt, die innovativen Fahrzeuge traf man bei einzelnen Besuchen bisher jedoch eher selten an. Nun hat man die „Innovationslinie 109“ eingerichtet, wo man gezielt die neuen Fahrzeuge nutzen und vergleichen kann.
Ansonsten ist Hamburg auch wegen seiner anderen Busse, der U-Bahn aber natürlich auch wegen seiner (leider vergangenen) Straßenbahngeschichte eine Reise wert.





Nach Ankunft in Hamburg konnte die Stadt gleich überzeugen, da es das Schließfach am Bahnhof bereits für 2 Euro gab, anstatt der üblichen 3.
Die Tageskarte gab es für 6 Euro, was vergleichsweise günstig ist. Dafür hätte sie auch nicht vor 9 Uhr gegolten, was jedoch auch im Normalfall weniger tragisch ist, da „vor 9“ eh nicht meine Uhrzeit ist.

Bei Verlassen des Bahnhofes konnte ich diesen Hybrid-Gelenkwagen von Volvo sichten. Nicht emissionsfrei, dafür aber innovativ. Ein bisschen zumindest.






Der nächste Wagen war zwar auch ein Neufahrzeug, jedoch ein reiner Diesel-Citaro.





An der Wendeanlage am ZOB existieren diese Ladestellen, an denen die Hybridbusse einen Akku aufladen können. In Aktion konnte ich sie leider nicht erleben. Dabei würde sich ein Pantograph auf den Bus absenken.






An der Einfahrt zu einem an die Wendeanlage angrenzenden Grundstück lassen sich im Pflaster noch die Spuren der Gleisanlage der Straßenbahn erkennen.





Mit der U-Bahn fuhr ich Richtung Ohlstedt. Beim Umsteigen konnte ich noch diesen C1 sehen.





Ankunft in Ohlstedt.






Blick in den Innenraum. Das Muster des Polsters ist abartig, keine Frage. Die neueren Fahrzeuge haben bereits ein schöneres rotes Polster. Gut zu erkennen ist die Verbreiterung des Wagenkastens zur Mitte hin, denn als „historische“ U-Bahn ist die Hamburger eine Kleinprofilbahn, die zu einer Zeit entstand, in der man noch nicht mit einer solch großen Kapazität plante. An der Bahnsteigkante müssen die Wagen eine Breite von 2,4 m haben. U-Bahnen aus der jüngeren Zeit (Nürnberg, München) setzen 2,9 m breite Wagen ein.





Nahe dem U-Bahnhof Ohlstedt beginnt der Kleinbahn-Wanderweg auf der Trasse der ehemaligen Walddörferbahn, die die einzige Hamburger Straßenbahn war, welche mit Scherenstromabnehmern verkehrte.





Entlang der Strecke wird mittels Gedenktafeln immer wieder an die Bahn erinnert. Überbleibsel aus der Betriebszeit der Bahn gibt kaum. Ein Umstand, auf den die Tafeln auch hinweisen sind die abweichenden Pflasterungen im Bereich der früheren Kreuzungen mit der Straße.





In Wohldorf steht noch das EG der ehemaligen Kleinbahn, welches eine Ausstellung beherbergt.





Vor dem Museum steht lediglich durch eine Plane geschützt noch ein Wagen der Bahn.





Blick in den Innenraum durch die Frontscheibe.







Mit diesem DT3E machte ich mich auf den Weg Richtung Stadt.





Blick in den Innenraum des Wagens. Im Vergleich zum DT4 erkennt man gut die geraden Wände. Der Sitzteiler 2+1 lässt dennoch einen breiteren Gang. Zum Sitzen sind diese dick gepolsterten Sitze die komfortabelsten in der Hamburger U-Bahn.







Mit zweimaligem Umsteigen gelangte ich zum U.Bf. Alsterdorf, wo ich nochmals die 109 besuchen wollte um sie einmal komplett abzufahren.
Ich hoffte auf einen „innovativen Bus“, doch auch dieser Diesel-Citaro 2 bot mir ein sehr angenehmes Fahrvergnügen.

Einer der wartenden Fahrgäste erklärte mir, dass die neuen Busse noch ziemlich Schwierigkeiten machen.

Am Rathausmarkt stieg ein Fahrgast zu, der den Busfahrer fragte: „Na, mit was fahren Sie? Strom, Gas, Brennstoffzelle, Hybrid?“, worauf der Busfahrer antwortete „heute morgen hatte ich noch einen Brennstoffzellenbus, der ging kaputt; jetzt fahr ich mit Diesel“.




Blick in den Innenraum. Die wenigen Sitzplätze erlauben eine große Menge stehender Fahrgäste und somit eine größere Kapazität. Die Polsterung der Sitze ist erheblich besser als in den jüngeren U-Bahnen.







Im Gegenverkehr konnte ich immerhin noch einen Brennstoffzellenbus sehen.

Auch mein diesjähriger Eindruck vom HHA-Busbetrieb war, dass das Ziel ab 2020 nur noch emissionsfreie Busse zu beschaffen äußerst gewagt ist, da das einzige, was einigermaßen zu funktionieren scheint die Hybridbusse sind.






Zum Abschluss machten wir noch einen Abstecher in die Lounge. Die Hamburger Firstclasslounge ist in ihrer Platzzahl zwar recht limitiert, der Service ist aber mit einer der besten. Die Nüsse gab es unaufgefordert dazu.


Anschließend brachten wir unser Gepäck ins Hotel und machten noch eine kleine Radtour mit Call-a-Bike.

Damit beende ich diesen Bericht für heute und verweise auf Teil 29


Alla hopp

Antworten:

Zitat
237
...Die Nüsse gab es unaufgefordert dazu...


Vielleicht hätte es ein Nusskuchen werden sollen :-)

von Lokleitung - am 30.12.2015 18:53
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