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Nahverkehr Rhein-Neckar
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3
Erster Beitrag:
vor 2 Jahren, 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 2 Jahren, 5 Monaten
Beteiligte Autoren:
Lokleitung, Heinrich Fuchs, Fabrikant i.R., Tw237

DeuLaPa '15 (Teil 29): Im Flööört nach Prora (mB)

Startbeitrag von Tw237 am 07.01.2016 22:38

Mahlzeit,

An Tag 29 standen eigentlich zwei Kurzbesuche in Schwerin und Rostock mit Weiterreise nach Berlin auf dem Programm.
Doch alles kam anders. Als User OEG96 feststellte, dass er seinen Geldbeutel im Hotel vergessen hatte, trat er die Rückfahrt an, während ich im IC sitzen blieb. Da das Wetter sich auch nicht gerade von seiner besten Seite zeigte, überlegte ich mir ein Alternativprogramm.
Dem Reiseplan des IC nach Stralsund konnte ich entnehmen, dass Anschluss nach Prora besteht, wo es ein Technikmuseum geben sollte.

Nun war nur noch ungeklärt, wo das Museum genau ist, wie man vom Bahnhof dort hin kommt und wie ob es geöffnet hat.
Eigentlich recht einfache Dinge, die man heutzutage mit einem Smartphone einfach in Erfahrung bringen kann. Jedoch nicht in Mecklenburg-Vorpommern. Auf der gesamten Strecke zwischen Schwerin und Rostock konnte ich keine Seite komplett laden. Auch Anrufe bei Menschen, die bereits dort gewesen sein sollten scheiterten am mangelnden Empfang im O2-Netz.

Brot für die Welt und mobiles Netz für MeckPom!

Am Bahnhof Rostock verließ ich den Zug vorerst, konnte dann aber doch noch einiges während der drei Minuten Aufenthalt in Erfahrung bringen und „reboardete“.





In Stralsund verließ ich den von 101 079 bespannten Zug.





Nebenan wartete einer der attraktiven GTW 2/6 der UBB auf Abfahrt. Die UBB ist mir auch bei diesem DeuLaPa wieder entgangen. Vielleicht nächstes Jahr…






Die Umsteigezeit nutzte ich um einige Fotos des innerstädtischen SEV zu machen.
Vor dem Bahnhof konnte ich einen relativ regen Busverkehr beobachten, den ich Stralsund gar nicht zugetraut hätte.






Weiter gings mit dem Flööört der DB, dem das Verkehrsrot gut zu Gesicht steht.





Blick in den Innenraum.





Eingang bildet dieser Gotha-Großraumwagen, in dem auch die Kasse untergebracht ist. Dankenswerterweise konnte ich hier auch mein Gepäck lassen. Der Eintrittspreis von 10 Euro ist leider nicht gerade wenig.





Der Ausstellungsbereich gliedert sich in eine Haupt- und zwei Nebenhallen. In einer der Nebenhallen befindet sich diese Köf-Ansammlung.






Eines der straßenbahnmäßigen Highlights dürfte wohl dieser Plauener MAN-TW sein.






Ein weiteres interessantes Ausstellungsstück ist dieser TW aus Woltersdorf.







Das wohl größte Ausstellungsstück ist diese SU-DaLo.





Blick in die Haupthalle.




03 002, die aber in Wirklichkeit irgendeine andere DaLo ist, der man diese Verkleidung und die andere Nummer nur verpasst hat, weil an der Originallok schon zu viele Teile verloren hatte.





Auch diese Ösi- E18, die man in den Zustand des dritten Reiches „zurückversetzte“ ist nicht wirklich original. Sowohl die neue Front als auch die Beschriftung in Arial passen nicht wirklich.
Die V200 dahinter mit Beschriftung in Arial und einem DB-Keks in Times New Roman wirkt etwas entstellt.






In der rechten Halle steht auch noch ein halber Stadtbahner.






An einigen Exponaten, nicht an allen, finden sich Erläuterungstafeln. Diese zeigen meist merkwürdige Formulierungen und zahlreiche Fehler.
Hier hat offenbar ein Deutsch-Lehrer die Ausstellung besucht.





Eines der wohl interessantesten Exponate ist die M-Bahn aus Berlin.


Nach ca. 1,5 Stunden verließ ich das Museum wieder.
Ich habe das Museum nun einmal besucht, ein zweites Mal werde ich dort für 10 Euro Eintritt nicht mehr erscheinen.
Es gibt zwar einige interessante Exponate, doch sind diese eher lieblos aneinandergereiht. Mit Informationen dazu wird man nicht gerade überschüttet. Die Infotafeln wirken eher unprofessionell.
Verglichen mit anderen Museen, die ich während dieses DeuLaPas besuchte bekommt man woanders für weniger mehr.
Was mir jedoch am Meisten missfällt ist die Tatsache, dass man die Fahrzeuge nicht betreten darf. In Liege beispielsweise ist dies kein Problem.
Auch im Technikmuseum Kassel nicht. Dieses ist noch am ehesten damit vergleichbar. Es gibt zwar etwas weniger Exponate, dafür sind die vorhandenen besser präsentiert.

Um es zusammenzufassen: Für 10 Euro nicht zu empfehlen. Etwa 3-4 Euro hielte ich für angemessen.






Auf Anregen der Lokleitung hin machte ich noch einen schnellen Spaziergang zur KdF-Bude.





Mit dem selben Flööört ging es zurück nach Rostock, wo ich wieder auf den User OEG 96 traf.






In Rostock reichte die Umsteigezeit noch für einige Straßenbahnfotos. Hier eine der neuen Bahnen. Im Original hat sie mir erheblich besser gefallen als auf den Fotos. Nur bedauerlich, dass man sich in HRO für eine Gleisfräse entschieden hat.





Da die Zeit zum Essen knapp war und die bis zum ICE zu lang entschied ich mich für 4,20 Euro für „Tofu mit verschiedenes Gemüse“ vom China-Mann im Bahnhof.

Diese konnte ich im RE nach Schwerin zu mir nehmen. Von dort gelangten wir mit einem Flööört der ODEG nach Ludwigslust, wo wir den ICE nach Berlin Südkreuz besteigen konnten.






Vom Südkreuz fuhren wir zur Hermannstraße, wo wir zu unserer Neuköllner Absteige gelangten. Dort bezogen wir diese geräumige Bude, die für jeden ausreichend Platz bot.

Damit beende ich diesen Bericht für heute!

Alla hopp..

Antworten:

Die 1018 ist ja schrecklich verunstaltet! Wie, wenn man einen "New Beetle" zum KdF-Wagen mit allen passenden Beschriftungen etc. umspritzen würde... :rolleyes: (Sollte mich nicht wundern, wenn es sowas gäbe...)
Naja, in Neubraunland hat man für sowas halt ein rechtes Händchen.

von Heinrich Fuchs, Fabrikant i.R. - am 08.01.2016 07:52
Im Rahmen eines Rügen-Urlaubs war ich im Jahr 1998 dort. Schon damals machte das Museum einen etwas lieblosen Eindruck. Besonders störte mich, dass man bei den meisten der farblich aufgefrischten Exponate sich nicht einmal die Mühe gemacht hatte, eine Beschriftung draufzumalen oder -kleben.

Für die geringe Höhe der Hallen können die Museumsbetreiber ja nichts, dennoch lassen sie die Fahrzeuge recht "eingezwängt" erscheinen.
Wie hoch der Eintrittspreis damals war weiß ich heute nicht mehr, aber er war wohl deutlich niedriger als heute. Recht passend fand ich damals die Idee, an mehreren Straßenkreuzungen ein paar Kö II aufzustellen, die als Wegweiser zum Museum dienten.

Damals stand der Plauener 48 noch im Freien, das ließ nichts Gutes hoffen. Und tatsächlich sind ja einige der nach Prora verbrachten "Exponate" mittlerweile wieder dem Rohstoffkreislauf zugeführt worden. Immerhin ist er erhalten geblieben, und im Rahmen meiner derzeitigen Scan-Aktivitäten habe ich mal meine zahlreichen Dias der Straßenbahn Plauen (exakt 4 Stück!) gleich durch den Scanner gezogen und kann deshalb hier ein Vergleichsbild vom 3. August 1998 zeigen:



von Lokleitung - am 08.01.2016 12:41
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