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Nahverkehr Rhein-Neckar
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Erster Beitrag:
vor 2 Jahren, 1 Monat
Letzter Beitrag:
vor 2 Jahren, 1 Monat
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Tw237, Lokleitung, Fabegdose, Sandhase

Mein Jahresrückblick... vor 10 Jahren (mB+1Scan)

Startbeitrag von Tw237 am 17.01.2016 00:07

Mahlzeit,

so langsam ist ja mal wieder die Zeit der Jahresrückblicke gekommen. Doch hier mal ein Rückblick der etwas anderen Art: Der Jahresrückblick vor 10 Jahren.
Als jemand, der sich viel mit der pränatalen Vergangenheit befasst, erscheint mir der eigene Erinnerungsspielraum als weniger spektakulär. Im Gegensatz zu meinen „dunklen Erinnerungen“, beispielsweise an die Straßenbahn in Pirmasens oder die OEG zum Wasserwerk, die gut „14 Tage“ her sind, mag das so sein. Doch im Detail betrachtet hat sich ja doch was verändert.
Für mich als jüngeren User war das die Zeit, in der ich angefangen habe Bilder zu machen. Dem entsprechend ist auch die Qualität.


Du da fangen wir doch gleich mal mit dem Schlimmsten an:



Das Jahr 2005 begann für mich mit einer Silvester-Sonderfahrt, die durch FTM und IGN organisiert wurde. Parallel dazu fand noch eine Fahrt mit RHB 1015/1055 vom „Team Ezambo“ (damals noch IGN) statt.
Das Besondere an dieser Aufnahme ist, dass man – mit viel Phantasie – erkennen kann, dass der Halbzug an der Endstelle Schönau zu sehen ist. Ich erinnere mich, dass es Probleme mit dem Bügel gab und an einer Stelle gefürchtet wurde, er könne neben der Fahrleitung hochgleiten. Es war die erste Fahrt des Halbzuges dort hin. Ob es seit dem noch welche gegeben hat, weiß ich nicht.





Mit von der Partie waren auf dieser Fahrt die zwei RNLF-User mit ca. 100 Nicknamen. 99 dieser 100 Nicknamen versuchen gerade dem User Zafira unter Belustigung der Zuschauer eine Silvesterrakete rektal zu verabreichen.





Im Jahr 2005 ging auch die Strecke zur SAP-Arena in Betrieb. Zu Beginn des Jahres sah es dort noch so aus.





Auch für das Erscheinungsbild der Mannheimer Straßenbahn markierte das Jahr 2005 einen Wendepunkt. Lange Zeit nutzte man keine Ganzreklamen. Lediglich der bis 2003 eingesetzte Typ Mannheim 454 trug eine für „Blume 2002“. Für die Niederflurbahnen war Ganzreklame tabu.
2005 erhielten erstmals zwei GT6N Ganzreklame für LIDL. Später wurden die Schürzen noch blau. Heute gibt es wieder mehr Ganzreklamen. Durch Auslassen der Front meist mit eher fatalem Erscheinungsbild für Betreiber und Werbekunden.





Hier ein frühjährlicher Blick auf die Linie 10/11 in Ludwigshafen. Der Betrieb mit GT6 war zu dieser Zeit noch normal. Für die Linie 11 war 2005 das letzte Jahr. Sie wurde am Ende des Jahres 2005 eingestellt. Aber dazu später mehr…




Nachdem die bereits früher abgestellten Typ Mannheim ein Jahrzuvor auf dem Luzenberg verschrottet wurden, kamen die am 15.6.2003 ausgemusterten Wagen erst in den Btf. Luitpoldhafen und später hinter die OEG-Halle Edingen. Dort warteten sie auf den Abtransport nach Finnland. Wagen 455 kehrte zwischenzeitlich wieder zurück nach Mannheim.




2005 machte ich auch meinen ersten Besuch in Augsburg:



Leider war es ein komplett verregneter Tag.




Es war ein Samstag und der bunte Ausgsburger Wagenpark zeigte sich deshalb weniger durchmischt. Einziger Hochflurwagen an diesem Tag war der GT8 809.





Erfreulicherweise bekam ich auch eine Führung durch den Betriebshof, wo ich einen Teil der umfangreichen Sammlung historischer Bahnen bewundern konnte. Unter anderem Wagen 14, der schon damals über 100 war.





2005 war auch ein wichtiges Jahr für die Tiernahrungsindustrie: Es kam das neue „Happy Geo“ auf den Markt. Einige BRNP-Mitglieder wissen sicher noch genau über die Markteinführung bescheid!







Auch das ging zu Ende: Die GT8N liefen zwar noch eine Weile, doch von der Schleife an der Alten Feuerwache galt es Abschied zu nehmen. Die Haltestelle wurde wieder in ihre alte Position zurückverlegt und statt einer neuen Schleife mit Busabfahrtsstelle favorisierte die Stadt Mannheime eine kurpfälzische Interpretation des „Platz des himmlischen Friedens“. Dieser wird heute von der Subventionsgastronomie geziert, bei der dem Architekten eine Kombination eines Umspannwerkes mit einer KZ-Baracke gelang.





Über die Pfingstferien stand ein Wanderurlaub in Österreich an. Dieser fand im Stubaital statt. Einige Orte weiter von der Ferienbude entfernt lag Fulpmes, von wo aus man mit der Stubaitalbahn nach Innsbruck durchfahren kann.




Nahe dem Betriebshof in Innsbruck konnte ich diesen Lohner-Wagen sehen.






Auch ex-Bielefelder konnte man noch antreffen.






Dieser Anblick ist inzwischen leider historisch: Der O-Bus wurde inzwischen leider eingestellt.




Lohner-Wagen in der Schleife Amras.

Irgendwie kommt mir der Gedanke, dass ich mal wieder nach Innsbruck fahren sollte…





Zurück daheim fand auch schon bald das „Ebertparkfest“ statt, an dem der die Bahnfreunde die „Semmelbahn“ aufbauten. Hier der User „Zafira“ als „Lehrfahrer“ für die Jugend.





Auch für die Bahnfreunde war 2005 ein ganz besonderes Jahr: Nach längerer Abwesenheit kehrte der RHB-TW 1122 von der Restaurierung in Blankenburg zurück. Bis zur Inbetriebnahme sollten jedoch noch drei Jahre vergehen.
Der damalige BRNP-Präsident, noch heute als PdH(Präsident der Herzen) bekannt, schrieb mir dafür sogar eine Entschuldigung, mit der ich der Schule fern bleiben konnte.






Dieses Gruppenfoto wäre heute so nicht mehr möglich….








User Fabegdose probierte sich hier als Fahrer des ET12 1022, der inzwischen auch Geschichte ist.





Im Juli fand die Inbetriebnahme der neuen –alten- Haltestelle an der Alten Feuerwache statt. Ein Wochenende lang wurden Neckarstadt, Schönau und Sandhofen im SEV bedient. Freitags konnte ich auf dem Weg zum Babbelowend noch dieses letzte Bild von der alten Linienführung machen. Die Rückfahrt unternahm ich bereits im SEV.



Die Woche darauf wurde schon die neue Haltestelle bedient.





Mit dem Umbau wurde auch der Anschluss der NBS durch die Schafweide geschaffen. Am anderen Streckenende wurde auch schon am Neubau der Haltestelle „Klinikum“ gearbeitet.





Es sollte zwar noch ein Jahr bis zur Inbetriebnahme dauern, doch der heutigen VBLu-Museums-GTN 211 war der erste Wagen auf der Schafweide. Etwa 100 m weit war die Strecke bereits gebaut. Diesen Stummel nutzte man im Sommer 2005 zum Abstellen des Schadwagens.









Ebenfalls im Sommer 2005 wurde die Neubaustrecke zur SAP-Arena in Betrieb genommen. Doch darüber habe ich ja neulich schon berichtet: [20066.foren.mysnip.de]





Nachdem die RNV bereits im Oktober 2004 an den Start ging, tauchten 2005 die ersten Wagen im neuen „Look“ auf, die eher an Arbeitswagen erinnerten.






Ein Großteil der Wagen hatte noch das alte Lackschema. Die GT8 sind inzwischen außer Betrieb, die 12 auch. Die Umlackierungen sind auch nach zehn Jahren noch nicht abgeschlossen.






2005 fand auch irgendein Fahrradrennen in LU statt. Dafür waren Teile der Stadt abgesperrt. Hier konnte die neue RNV erstmals Flexibilität beweisen und schaffte zwei Heidelberger Varios nach LU, die auf jeweils einem Gleis zwischen BASF und Hbf. durch den C-Tunnel pendelten.






Die Linie 3 wurde über Friesenheim umgeleitet. Da es an der Sternstraße jedoch nur einen Gleisbogen gibt, musste zwischen Sternstraße und der „Kurve“ auf dem linken Gleis gefahren werden.




In Sommerferien entstanden drei neue Werbewagen. Und zwar für die SAP-Arena. Dabei waren 635 und 640 weiß, 643 blau. Die beiden Wagen wurden an diesem Tag von den Usern „Zwergsignal“ und „Einholmstromabnehmer“ gefahren.







Kurz darauf folgte der Familienurlaub in Russland mit einer Woche St. Petersburg. Dabei nutzten wir das Hotel Sowjetskaja, dessen sehr Umfangreiches Frühstücksbuffet für mich bis heute unübertroffen ist. Leider habe ich es nicht fotografiert.






Von oben hatte man einen guten Blick auf die Straßenbahn, die damals eher auf dem absteigenden Ast war. Ich fürchte daran hat sich bis heute wenig geändert. 2005 war das Netz bereits stark geschrumpft, war aber dennoch das größte der Welt. Heute ist das Melbourne.





Ein neuerer Vierachser im Großstadtverkehr






Ein Gelenkwagen LWS97 nahe dem Moskauer Bahnhof. Hier fährt heute m.W. keine Strab mehr. Die Trasse wurde dem MIV geopfert.






In der Stadt gab es alle möglichen Varianten interessanter „Oberbau-Zustände“.





Zweit Arbeitswagen. Einer war mal KTM, der andere ein LM68





Nahe der zentralen Prachtstraße sah der Oberbau schon etwas besser aus.





Ikarus und LM68. Wenn ich aktuelle Pläne richtig interpretiere, wäre auch dieses Foto nicht zu wiederholen.





In dieser idyllischen Schleife warten ein neuerer Vierachser und ein LM68. Seit diesem Besuch habe ich schon die Idee mal einen LM68 – der Standardtyp für St. Petersburg – als Modell in 1:22,5 zu bauen. Während ich damals noch den Gedanken hegte dafür die Spur „IIr“ (russische Breitspur) zu erfinden als Gegenstück zur LGB-Spur (IIm=Meterspur) würde ich heute mit einem großen Wagenpark in II den Kompromiss eingehen und den Wagen ebenfalls auf II laufen zu lassen, da der Unterschied nur sehr gering ist. Einen Einsatz auf IIm könnte ich mir aber weniger vorstellen.
Gescheitert ist das Vorhaben bisher an geeigneten Plänen.

Noch vor dem Abflug sah ich im Hotelfernsehen, dass es jetzt in der Heimat eine Band gibt, die sich Tokyo Hotel nennt und durch den Monsun muss. Sowas kann schon von einer Rückkehr abschrecken. Doch mein Visum für das Land, in dem solche Leute –zurecht- im Gulag landen würden lief ab….




Wieder in der Heimat konnte ich diesen fatalerweise neu lackierten GT8N auf Linie 2 antreffen. Die Trassierung sollte in diesem Bereich des Luisenrings bald umgestaltet werden. Die Bauabsperrungen künden bereits davon.




Wenig später sah es schon so aus.







Während des WuMa-Verkehrs kontne ich in Oggersheim den einizigen Citaro on VBLu-Lack sehen. Er trug zwar den Schriftzug „Verkehrsbetriebe Ludwigshafen“, gehörte aber dem Subheini Merl.
Schade, dass er so nicht mehr rum fährt. Stand ihm gut zu Gesicht.









Ebenfalls im September fand eine Sonderfahrt der IGN mit einem Karlsruher Zweisystemer statt. Mit der „Rizzi-Bahn“ holte uns der User 218er in Mannheim ab.

Von der Einfahrt in Karlsruhe konnte ich folgendes Video machen:






Der Wagen war voll ausgestattet.




Nach der Heimkehr in Mannheim




2005 war für Ludwigshafen das wohl schwärzeste Straßenbahnjahr: Der Gemeinderat beschloss zur Senkung des Defizits die Linie 11 und den Spätverkehr einzustellen. An diese Tage kauften wir uns in der Schule zufälligerweise die Bildzeitung, aus der ich diesen Artikel bis heute aufgehoben habe.



Wir der Mannheimer Morgen ein Jahr später berichtete, konnte man das Defizit zwar nicht senken, dafür aber die Fahrgastzahlen.
Dieser massive Fehler wurde seither nicht wieder behoben.





2005 nahmen die BRNP an einem Bahnhofsfest in Landau teil, das im Rahmen des Plandampfes stattfand. Ich erinnere mich noch gut an diese Veranstaltung. Es war das erste Wochenende im Oktober, der noch schön warm war. User Frieder Schwarz und ich übernachteten im Vereinsheim in E-Town und suchten am nächsten Morgen die Lokleitungsbude in Maxdorf auf. Doch dieser Tag war sehr regnerisch und kalt. Dankenswerterweise gab mir der heilige St. Lokleitung nicht nur seinen halben, sondern seinen ganzen Mantel. So konnte ich das Foto machen, wie die beiden anderen den Stand herrichteten.

Neben uns war ein Stand eines professionellen Eisenbahnnippeshändlers, der unaufhörlich „Bücher, Ansichichtskarten, Sonderstempel, LANDAU“ brabbel-brüllte und sich dabei wie user „zafira“ anhörte, wenn er voll berauscht „rädi rädi rädi, wädi wädi wädi, fohlepuhle letzgo“ in den Telefonhörer brüllte.

… kein Witz…. Er macht das heute noch….Wenn er nicht gerade Bus fährt(Als Fahrer!!!)… also zafira…


Bei dieser Veranstaltung war auch dieser hübsche TrieWa ausgestellt, den der Speyrer Obermayer schnell als „Intimo“ identifizierte.




Zum Plandampf gehört natürlich auch die DaLo. Hier im noch nicht umgebauten Bahnhof Winden.





Im Oktober fand eine sehr günstige Sonderfahrt der „Verkehrsfreunde Mannheim“ statt, die durch IHN organisiert wurde und von hochwohllöblichem VBLu-Personal gefahren wurde. Es war die letzte Sonderfahrt, die der Viernheimer Bahnhofsbewirtschafter vor seinem viel zu frühen Tod veranstaltete. Als Schüler zahlte ich nur drei Euro, Erwachsene das Doppelte. Es war eine sehr schöne Fahrt mit VBLu 124:





Hier in Neuostheim







Neckarau West







Am Ebertpark, wo wenig später der Linienverkehr eingestellt wurde.






Hier war TW 124 nochmal der Star für die Fans.






An der alten Hatestelle Kurpfalzbrücke im Kreisel.






Umsetzen am Luzenberg






Umsetzen an der Baustelle für die NBS durch die Schafweide.







Wenden in der Neckarstadt. An disem Wochenende war noch irgendein Stadtfest, weshalb mehr Umläufe auf der 2 waren. Daher wurden Wagen auch in die Innenschleife gestellt.









Mit einem Rheinland-Pfalz-Ticket, welches ich auf dem Maimarkt gewonnen hatte, besuchte ich erstmal das Saarland. Dabei konnte ich in Neunkirchen den GT4 der vor 14 Tagen eingestellten Straßenbahn antreffen.




Ebenfalls auf dem Maimarkt hatte ich ein Schönes-Wochenende-Ticket gewonnen. Dieses nutzte ich zu einem vorweihnachtlichen Ausflug nach Nürnberg. Dort war gerade die Duisburger Variobahn zu Gast. Es war nicht nur das erste und einzige Mal, dass ich dieses Ding im Einsatz sah, sondern auch meine erste und letzte Fahrt damit. Bei Duisburg-Besuchen konnte man sie stets nur vom Zug aus unter der Brücke im Betriebshof sehen.


Damit beende ich diesen Jahresrückblick der etwas anderen Art


Alla hopp und schönen Tag noch!

Antworten:

Wie man auf dem Bild mit der Silvesterrakete im Hintergrund erkennt, diente es wohl auch nach Jahren gewissen Kreisen in Köln als Inspiration ...

von Fabegdose - am 17.01.2016 14:54
Ich frage mich ja manchmal, ob Du über das nachdenkst, was Du hier so von Dir gibst.

Du vergleichst das Platzhaus auf dem alten Messplatz mit einer KZ-Baracke.
Hast Du auf deinen Reisen denn schon mal ein KZ besichtigt? Sicher nicht, denn dann würdest Du solch unpassenden Sprüche lassen.

Rechtmäßige Gulag-Haft.
Sowas gibt es nicht. Gulag-Haft und Recht widersprechen sich ad definitionem.

von Sandhase - am 17.01.2016 17:02
Ich frage mich ja manchmal, ob Du über das nachdenkst, was Du hier so von Dir gibst.


Na endlich,....
Ich dachte schon, es regt sich gar keiner auf :-)




Du vergleichst das Platzhaus auf dem alten Messplatz mit einer KZ-Baracke

Ja. Weil es sehr zutreffend ist für das, was den Einwohnern der Neckarstadt mit diesem widerwärtigen und hässlichen Kasten vor die Nase gesetzt wurde.



Hast Du auf deinen Reisen denn schon mal ein KZ besichtigt?


Gegenfrage: Hast du schon mal das Platzhaus gesehen?:-)




Sicher nicht, denn dann würdest Du solch unpassenden Sprüche lassen.

Das war eine wertungsfreie Aussage, an der es auch für Menschen mit anderem ästhetischem Empfinden nichts auszusetzen gibt. An dem Vergleichspunkt mit dem Umspannwerk hattest du ja auch nichts auszusetzen.



Rechtmäßige Gulag-Haft.
Sowas gibt es nicht. Gulag-Haft und Recht widersprechen sich ad definitionem.


Du weißt schon, dass wir hier über Tokyo-Hotel reden? *kopfschüttel*

von Tw237 - am 17.01.2016 17:15
Die Gesangscombo hieß (heißt?) Tokio Hotel, aber ich hab von ihren Darbietungen (glücklicherweise?) nie was mitbekommen. Was mich aber am meisten gewundert hat ist, dass sie bei ihrem Konzert in Mannheim nicht im Tokio-Hotel, sondern im Steigenberger übernachtet haben. Und während die einen Kindlein drinnen übernachteten, warteten draußen andere, überwiegend weibliche Kindlein auf ihre Idole.

von Lokleitung - am 17.01.2016 17:30

Mein Jahresrückblick... vor 10 Jahren (mB+1Scan)

Scheinbar war hier wieder ein "Schlechter Demokrat" am Werk, der eigene Meinungen weniger duldet.
Bei DSO haben bisher 1130 Leute diesen Beitrag angeklickt und auch der Moderator "Lokleitung" hatte den Beitrag im ersten Gang wohl gelesen und beantwortet. Und niemand hatte etwas auszusetzen. So verstehe ich das aktuelle Problem nicht. Ich hoffe natürlich, dass es sich beim Löschen um ein Versehen anstatt böswilliger Zensur handelt ;-)

und nun viel Spaß:

Mahlzeit,

so langsam ist ja mal wieder die Zeit der Jahresrückblicke gekommen. Doch hier mal ein Rückblick der etwas anderen Art: Der Jahresrückblick vor 10 Jahren.
Als jemand, der sich viel mit der pränatalen Vergangenheit befasst, erscheint mir der eigene Erinnerungsspielraum als weniger spektakulär. Im Gegensatz zu meinen „dunklen Erinnerungen“, beispielsweise an die Straßenbahn in Pirmasens oder die OEG zum Wasserwerk, die gut „14 Tage“ her sind, mag das so sein. Doch im Detail betrachtet hat sich ja doch was verändert.
Für mich als jüngeren User war das die Zeit, in der ich angefangen habe Bilder zu machen. Dem entsprechend ist auch die Qualität.


Du da fangen wir doch gleich mal mit dem Schlimmsten an:



Das Jahr 2005 begann für mich mit einer Silvester-Sonderfahrt, die durch FTM und IGN organisiert wurde. Parallel dazu fand noch eine Fahrt mit RHB 1015/1055 vom „Team Ezambo“ (damals noch IGN) statt.
Das Besondere an dieser Aufnahme ist, dass man – mit viel Phantasie – erkennen kann, dass der Halbzug an der Endstelle Schönau zu sehen ist. Ich erinnere mich, dass es Probleme mit dem Bügel gab und an einer Stelle gefürchtet wurde, er könne neben der Fahrleitung hochgleiten. Es war die erste Fahrt des Halbzuges dort hin. Ob es seit dem noch welche gegeben hat, weiß ich nicht.





Mit von der Partie waren auf dieser Fahrt die zwei RNLF-User mit ca. 100 Nicknamen. 99 dieser 100 Nicknamen versuchen gerade dem User Zafira unter Belustigung der Zuschauer eine Silvesterrakete rektal zu verabreichen.





Im Jahr 2005 ging auch die Strecke zur SAP-Arena in Betrieb. Zu Beginn des Jahres sah es dort noch so aus.





Auch für das Erscheinungsbild der Mannheimer Straßenbahn markierte das Jahr 2005 einen Wendepunkt. Lange Zeit nutzte man keine Ganzreklamen. Lediglich der bis 2003 eingesetzte Typ Mannheim 454 trug eine für „Blume 2002“. Für die Niederflurbahnen war Ganzreklame tabu.
2005 erhielten erstmals zwei GT6N Ganzreklame für LIDL. Später wurden die Schürzen noch blau. Heute gibt es wieder mehr Ganzreklamen. Durch Auslassen der Front meist mit eher fatalem Erscheinungsbild für Betreiber und Werbekunden.





Hier ein frühjährlicher Blick auf die Linie 10/11 in Ludwigshafen. Der Betrieb mit GT6 war zu dieser Zeit noch normal. Für die Linie 11 war 2005 das letzte Jahr. Sie wurde am Ende des Jahres 2005 eingestellt. Aber dazu später mehr…




Nachdem die bereits früher abgestellten Typ Mannheim ein Jahrzuvor auf dem Luzenberg verschrottet wurden, kamen die am 15.6.2003 ausgemusterten Wagen erst in den Btf. Luitpoldhafen und später hinter die OEG-Halle Edingen. Dort warteten sie auf den Abtransport nach Finnland. Wagen 455 kehrte zwischenzeitlich wieder zurück nach Mannheim.




2005 machte ich auch meinen ersten Besuch in Augsburg:



Leider war es ein komplett verregneter Tag.




Es war ein Samstag und der bunte Ausgsburger Wagenpark zeigte sich deshalb weniger durchmischt. Einziger Hochflurwagen an diesem Tag war der GT8 809.





Erfreulicherweise bekam ich auch eine Führung durch den Betriebshof, wo ich einen Teil der umfangreichen Sammlung historischer Bahnen bewundern konnte. Unter anderem Wagen 14, der schon damals über 100 war.





2005 war auch ein wichtiges Jahr für die Tiernahrungsindustrie: Es kam das neue „Happy Geo“ auf den Markt. Einige BRNP-Mitglieder wissen sicher noch genau über die Markteinführung bescheid!







Auch das ging zu Ende: Die GT8N liefen zwar noch eine Weile, doch von der Schleife an der Alten Feuerwache galt es Abschied zu nehmen. Die Haltestelle wurde wieder in ihre alte Position zurückverlegt und statt einer neuen Schleife mit Busabfahrtsstelle favorisierte die Stadt Mannheime eine kurpfälzische Interpretation des „Platz des himmlischen Friedens“. Dieser wird heute von der Subventionsgastronomie geziert, bei der dem Architekten eine Kombination eines Umspannwerkes mit einer KZ-Baracke gelang.





Über die Pfingstferien stand ein Wanderurlaub in Österreich an. Dieser fand im Stubaital statt. Einige Orte weiter von der Ferienbude entfernt lag Fulpmes, von wo aus man mit der Stubaitalbahn nach Innsbruck durchfahren kann.




Nahe dem Betriebshof in Innsbruck konnte ich diesen Lohner-Wagen sehen.






Auch ex-Bielefelder konnte man noch antreffen.






Dieser Anblick ist inzwischen leider historisch: Der O-Bus wurde inzwischen leider eingestellt.




Lohner-Wagen in der Schleife Amras.

Irgendwie kommt mir der Gedanke, dass ich mal wieder nach Innsbruck fahren sollte…





Zurück daheim fand auch schon bald das „Ebertparkfest“ statt, an dem der die Bahnfreunde die „Semmelbahn“ aufbauten. Hier der User „Zafira“ als „Lehrfahrer“ für die Jugend.





Auch für die Bahnfreunde war 2005 ein ganz besonderes Jahr: Nach längerer Abwesenheit kehrte der RHB-TW 1122 von der Restaurierung in Blankenburg zurück. Bis zur Inbetriebnahme sollten jedoch noch drei Jahre vergehen.
Der damalige BRNP-Präsident, noch heute als PdH(Präsident der Herzen) bekannt, schrieb mir dafür sogar eine Entschuldigung, mit der ich der Schule fern bleiben konnte.






Dieses Gruppenfoto wäre heute so nicht mehr möglich….








User Fabegdose probierte sich hier als Fahrer des ET12 1022, der inzwischen auch Geschichte ist.





Im Juli fand die Inbetriebnahme der neuen –alten- Haltestelle an der Alten Feuerwache statt. Ein Wochenende lang wurden Neckarstadt, Schönau und Sandhofen im SEV bedient. Freitags konnte ich auf dem Weg zum Babbelowend noch dieses letzte Bild von der alten Linienführung machen. Die Rückfahrt unternahm ich bereits im SEV.



Die Woche darauf wurde schon die neue Haltestelle bedient.





Mit dem Umbau wurde auch der Anschluss der NBS durch die Schafweide geschaffen. Am anderen Streckenende wurde auch schon am Neubau der Haltestelle „Klinikum“ gearbeitet.





Es sollte zwar noch ein Jahr bis zur Inbetriebnahme dauern, doch der heutigen VBLu-Museums-GTN 211 war der erste Wagen auf der Schafweide. Etwa 100 m weit war die Strecke bereits gebaut. Diesen Stummel nutzte man im Sommer 2005 zum Abstellen des Schadwagens.









Ebenfalls im Sommer 2005 wurde die Neubaustrecke zur SAP-Arena in Betrieb genommen. Doch darüber habe ich ja neulich schon berichtet: [20066.foren.mysnip.de]





Nachdem die RNV bereits im Oktober 2004 an den Start ging, tauchten 2005 die ersten Wagen im neuen „Look“ auf, die eher an Arbeitswagen erinnerten.






Ein Großteil der Wagen hatte noch das alte Lackschema. Die GT8 sind inzwischen außer Betrieb, die 12 auch. Die Umlackierungen sind auch nach zehn Jahren noch nicht abgeschlossen.






2005 fand auch irgendein Fahrradrennen in LU statt. Dafür waren Teile der Stadt abgesperrt. Hier konnte die neue RNV erstmals Flexibilität beweisen und schaffte zwei Heidelberger Varios nach LU, die auf jeweils einem Gleis zwischen BASF und Hbf. durch den C-Tunnel pendelten.






Die Linie 3 wurde über Friesenheim umgeleitet. Da es an der Sternstraße jedoch nur einen Gleisbogen gibt, musste zwischen Sternstraße und der „Kurve“ auf dem linken Gleis gefahren werden.




In Sommerferien entstanden drei neue Werbewagen. Und zwar für die SAP-Arena. Dabei waren 635 und 640 weiß, 643 blau. Die beiden Wagen wurden an diesem Tag von den Usern „Zwergsignal“ und „Einholmstromabnehmer“ gefahren.







Kurz darauf folgte der Familienurlaub in Russland mit einer Woche St. Petersburg. Dabei nutzten wir das Hotel Sowjetskaja, dessen sehr Umfangreiches Frühstücksbuffet für mich bis heute unübertroffen ist. Leider habe ich es nicht fotografiert.






Von oben hatte man einen guten Blick auf die Straßenbahn, die damals eher auf dem absteigenden Ast war. Ich fürchte daran hat sich bis heute wenig geändert. 2005 war das Netz bereits stark geschrumpft, war aber dennoch das größte der Welt. Heute ist das Melbourne.





Ein neuerer Vierachser im Großstadtverkehr






Ein Gelenkwagen LWS97 nahe dem Moskauer Bahnhof. Hier fährt heute m.W. keine Strab mehr. Die Trasse wurde dem MIV geopfert.






In der Stadt gab es alle möglichen Varianten interessanter „Oberbau-Zustände“.





Zweit Arbeitswagen. Einer war mal KTM, der andere ein LM68





Nahe der zentralen Prachtstraße sah der Oberbau schon etwas besser aus.





Ikarus und LM68. Wenn ich aktuelle Pläne richtig interpretiere, wäre auch dieses Foto nicht zu wiederholen.





In dieser idyllischen Schleife warten ein neuerer Vierachser und ein LM68. Seit diesem Besuch habe ich schon die Idee mal einen LM68 – der Standardtyp für St. Petersburg – als Modell in 1:22,5 zu bauen. Während ich damals noch den Gedanken hegte dafür die Spur „IIr“ (russische Breitspur) zu erfinden als Gegenstück zur LGB-Spur (IIm=Meterspur) würde ich heute mit einem großen Wagenpark in II den Kompromiss eingehen und den Wagen ebenfalls auf II laufen zu lassen, da der Unterschied nur sehr gering ist. Einen Einsatz auf IIm könnte ich mir aber weniger vorstellen.
Gescheitert ist das Vorhaben bisher an geeigneten Plänen.

Noch vor dem Abflug sah ich im Hotelfernsehen, dass es jetzt in der Heimat eine Band gibt, die sich Tokyo Hotel nennt und durch den Monsun muss. Sowas kann schon von einer Rückkehr abschrecken. Doch mein Visum für das Land, in dem solche Leute –zurecht- im Gulag landen würden lief ab….




Wieder in der Heimat konnte ich diesen fatalerweise neu lackierten GT8N auf Linie 2 antreffen. Die Trassierung sollte in diesem Bereich des Luisenrings bald umgestaltet werden. Die Bauabsperrungen künden bereits davon.




Wenig später sah es schon so aus.







Während des WuMa-Verkehrs kontne ich in Oggersheim den einizigen Citaro on VBLu-Lack sehen. Er trug zwar den Schriftzug „Verkehrsbetriebe Ludwigshafen“, gehörte aber dem Subheini Merl.
Schade, dass er so nicht mehr rum fährt. Stand ihm gut zu Gesicht.









Ebenfalls im September fand eine Sonderfahrt der IGN mit einem Karlsruher Zweisystemer statt. Mit der „Rizzi-Bahn“ holte uns der User 218er in Mannheim ab.

Von der Einfahrt in Karlsruhe konnte ich folgendes Video machen:






Der Wagen war voll ausgestattet.




Nach der Heimkehr in Mannheim




2005 war für Ludwigshafen das wohl schwärzeste Straßenbahnjahr: Der Gemeinderat beschloss zur Senkung des Defizits die Linie 11 und den Spätverkehr einzustellen. An diese Tage kauften wir uns in der Schule zufälligerweise die Bildzeitung, aus der ich diesen Artikel bis heute aufgehoben habe.



Wir der Mannheimer Morgen ein Jahr später berichtete, konnte man das Defizit zwar nicht senken, dafür aber die Fahrgastzahlen.
Dieser massive Fehler wurde seither nicht wieder behoben.





2005 nahmen die BRNP an einem Bahnhofsfest in Landau teil, das im Rahmen des Plandampfes stattfand. Ich erinnere mich noch gut an diese Veranstaltung. Es war das erste Wochenende im Oktober, der noch schön warm war. User Frieder Schwarz und ich übernachteten im Vereinsheim in E-Town und suchten am nächsten Morgen die Lokleitungsbude in Maxdorf auf. Doch dieser Tag war sehr regnerisch und kalt. Dankenswerterweise gab mir der heilige St. Lokleitung nicht nur seinen halben, sondern seinen ganzen Mantel. So konnte ich das Foto machen, wie die beiden anderen den Stand herrichteten.

Neben uns war ein Stand eines professionellen Eisenbahnnippeshändlers, der unaufhörlich „Bücher, Ansichichtskarten, Sonderstempel, LANDAU“ brabbel-brüllte und sich dabei wie user „zafira“ anhörte, wenn er voll berauscht „rädi rädi rädi, wädi wädi wädi, fohlepuhle letzgo“ in den Telefonhörer brüllte.

… kein Witz…. Er macht das heute noch….Wenn er nicht gerade Bus fährt(Als Fahrer!!!)… also zafira…


Bei dieser Veranstaltung war auch dieser hübsche TrieWa ausgestellt, den der Speyrer Obermayer schnell als „Intimo“ identifizierte.




Zum Plandampf gehört natürlich auch die DaLo. Hier im noch nicht umgebauten Bahnhof Winden.





Im Oktober fand eine sehr günstige Sonderfahrt der „Verkehrsfreunde Mannheim“ statt, die durch IHN organisiert wurde und von hochwohllöblichem VBLu-Personal gefahren wurde. Es war die letzte Sonderfahrt, die der Viernheimer Bahnhofsbewirtschafter vor seinem viel zu frühen Tod veranstaltete. Als Schüler zahlte ich nur drei Euro, Erwachsene das Doppelte. Es war eine sehr schöne Fahrt mit VBLu 124:





Hier in Neuostheim







Neckarau West







Am Ebertpark, wo wenig später der Linienverkehr eingestellt wurde.






Hier war TW 124 nochmal der Star für die Fans.






An der alten Hatestelle Kurpfalzbrücke im Kreisel.






Umsetzen am Luzenberg






Umsetzen an der Baustelle für die NBS durch die Schafweide.







Wenden in der Neckarstadt. An disem Wochenende war noch irgendein Stadtfest, weshalb mehr Umläufe auf der 2 waren. Daher wurden Wagen auch in die Innenschleife gestellt.









Mit einem Rheinland-Pfalz-Ticket, welches ich auf dem Maimarkt gewonnen hatte, besuchte ich erstmal das Saarland. Dabei konnte ich in Neunkirchen den GT4 der vor 14 Tagen eingestellten Straßenbahn antreffen.




Ebenfalls auf dem Maimarkt hatte ich ein Schönes-Wochenende-Ticket gewonnen. Dieses nutzte ich zu einem vorweihnachtlichen Ausflug nach Nürnberg. Dort war gerade die Duisburger Variobahn zu Gast. Es war nicht nur das erste und einzige Mal, dass ich dieses Ding im Einsatz sah, sondern auch meine erste und letzte Fahrt damit. Bei Duisburg-Besuchen konnte man sie stets nur vom Zug aus unter der Brücke im Betriebshof sehen.


Damit beende ich diesen Jahresrückblick der etwas anderen Art


Alla hopp und schönen Tag noch!

von Tw237 - am 17.01.2016 21:59

okay... alles gut...

... scheinbar doch nur ein Versehen. Nach einer Löschung ist der alte Beitrag wieder da.

Ich nehme die ganze Aufregung wieder zurück....


Wahrscheinlich war die Löschung doch nur ein Versehen :spos:

von Tw237 - am 17.01.2016 22:04
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