[L] 105 Jahre Straßenbahn nach Schkeuditz - Eventbericht - Teil 2 (mB)

Startbeitrag von Tw237 am 24.03.2016 23:08

Morsche,

als Ausstellerprogramm an Tag 2 fand eine Fahr mit dem gläsernen Leipziger statt.





Hier an der Messeschleife südlich der Innenstadt.






Anschließend fand ein Besuch im Straßenbahnmuseum in Möckern statt, wo zahlreiche originalgetreu restaurierte Fahrzeuge bewundert werden können wie dieser T4D.
Wenn man diese Fahrzeuge mit anderen „historischen“ vergleicht, wird klar, dass die Leipziger diese Bezeichnung in der Tat verdient haben, wenn man mal von der Tatsache absieht, dass man auf die meisten Wagen mit Stange einen Lyra-Bügel draufgenagelt hat. Da würde mir eine Lösung, wie man sie beim Münchener A-Wagen hat besser gefallen. Aber da scheiden sich auch die Geister…






Im Rahmen der Veranstaltung bekamen wir auch Zugang zur Werkstatt. Für jemanden, der wie ich aus einer Region kommt, wo das wenige, was überlebte oftmals präventiv verschrottet wird (MA 237, MA 312, MA 382, MA 235, MA 298, MA 1307, OEG 20), weil „das eh niemand mehr aufarbeitet“, sehr faszinierend. So stellt man in Leipzig solche Fahrzeuge in der Hoffnung auf bessere Zeiten unter. Und irgendwann tut sich dann auch mal was…
Erfreulicherweise hat man dort auch eine eigene Werkstatt, wo die Fahrzeuge niemandem im Wege stehen.






Ein besonders schönes Beispiel ist diese schon Jahre währende Baustelle des Mitteleinstiegswagens. Wie uns erläutert wurde, wird das Fahrzeug, welches ich 2011 noch als reine Gerippe sah, nicht nur komplett neu aufgebaut, sondern auch bis ins letzte Detail in den Originalzustand versetzt. Dies geht sogar soweit, dass man sich einzelne Teile, wie beispielsweise das Scheinwerferglas inkl. Form neu herstellen ließ, anstatt „irgendwas“ zu verbauen.
Unterstützend dazu kommt natürlich auch, dass die Aufsichtsbehörden in Sachsen dem historischen Sektor erheblich mehr Freiheiten einräumen.







Ost trifft West – Papa Schlumpf und Karl Marx achten darauf, dass der Werkstattbetrieb ordentlich vonstatten geht.






Glück nicht auf dem Schrott zu landen hatte auch dieser O-Bus. Seit meinem letztn Besuch 2011 hat sich zwar nichts wesentlich geändert, aber ich bin mir sicher, dass er in einigen Jahren oder gar Jahrzehnten sicher ein sehr schönes wie unverzichtbares Exponat Leipziger Verkehrsgeschichte sein wird. Dann wird man froh sein, dass man ihn so lange aufgehoben hat.






Tag 3: Zurück zur Modellbahn. Hier dreht gerade ein Staßfurter LOWA-Wagen seine Runden.





Hier einige Fahrzeuge, die ich aus meinen Semmelbahn-Beständen zur Ausstellung mitgebracht habe.






Mein Autorail trifft auf einen Osnabrücker Vierachser, den ein Bielefelder Kollege mitgebracht hat.







Aus Krefeld stammt das Vorbild dieses Sattel-Gelenkwagens.








Aus meiner eigenen Werkstatt stammt dieser Rastatter Zug der OEG.






Eine Doppeltraktion aus zwei Erfurter KT4D, die ein Berliner Modellbauer mit Wurzeln in Thüringen mit auf die Ausstellung brachte.






Nochmal der Rastatter, diesmal ohne Beiwagen.





Die Leipziger Sektion der Spur G-Szene baute dieses Modell des Schkeuditzer Straßenbahnhofes. Hier mit Leipziger Fahrzeugen. Nur die Spurweite passt nicht ;-)







Für meinen GT6 Typ Mannheim 455 (der aus Helsinki zurückgekehrte) war es nach LTT im Januar schon die zweite Ausstellung.







Für den SEV setzte User TW 17 einen Omnibus ein.






Nach Ende der Ausstellung und Abbau begaben wir und auf die KarLi in Leipzig, wo günstig gespeist werden kann. Unsere Wahl fiel auf einen Mexikaner.






Nach dem Abendessen machten wir noch einen Abstecher zum Leipziger Hauptbahnhof, wo die beiden anderen noch Fotos machen wollten, vor allem von den hier eingesetzten Knödelpressen. Von mir gibt es dazu aber nur diese drei eher dokumentarischen Schnappschüsse.







Hier der Zug nach Erfurt, der mit einem Taurus bespannt ist.






Als der Lokführer uns bemerkte, lud er uns auf den Führerstand ein, wo ich noch dieses Foto machen konnte.



Soweit für heute…

Alla hopp…

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