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Nahverkehr Rhein-Neckar
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vor 1 Jahr, 7 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr, 7 Monaten
Beteiligte Autoren:
Führerbremsventil, Heinrich Fuchs, Fabrikant i.R., Tw237, bassemohluff

MA: Umbau Planken

Startbeitrag von bassemohluff am 08.04.2016 14:00

Die Stadt Mannheim hat Einzelheiten zum bevorstehenden Umbau
der Fußgängerzone Planken veröffentlicht


In der Beschlussvorlage ( Nr. V157/2016 ) „Umbau Planken – Mannheim Innenstadt" [buergerinfo.mannheim.de]
heißt es dazu :


3 Umbaumaßnahme der Rhein–Neckar–Verkehr GmbH

Im Zuge der Gesamtmaßnahme erfolgt durch die rnv GmbH auch der barrierefreie Ausbau der
Haltestellen Paradeplatz, Strohmarkt und Wasserturm sowie die Erneuerung der Gleisanlage und
der Fahrleitung.

3.1 Gleiserneuerung und Fahrleitung

Die Gleise zwischen Paradeplatz und Wasserturm (inkl. der Gleise über den Kaiserring) werden
durchgehend, d. h. auch außerhalb der Haltestellenbereiche, erneuert. Die Trasse der geplanten
Gleise befindet sich lage- und höhenmäßig ebenso wie der heutige Bestand nahezu mittig in
durchgängig befestigtem Verkehrsraum zwischen den Gebäudezeilen. Der Gleisachsabstand be-
trägt in der Regel 2,86 m und wird in den Haltestellenbereichen auf ca. 3,98 m aufgeweitet, um für
den Lieferverkehr und insbesondere Rettungsfahrzeuge eine Fahrgassenbreite von 6,50 m zwi-
schen den 30 cm hohen Bahnsteigen zu ermöglichen, so dass im Einsatzfall eines Rettungsfahr-
zeugs (z. B. Feuerwehr) eine ausreichende Durchfahrbreite (ca. 3,80 m) auch im Begegnungsfall
LKW/LKW vorhanden ist.

Im Zuge der städtebaulichen Neugestaltung der „Planken“ muss auch die Fahrleitungsanlage er-
neuert werden. Die derzeit fest abgefangene Einfachfahrleitung wird dann als gewichtsnachge-
spannte Einfachfahrleitung mit einem erhöhten Querschnitt des Fahrdrahtes aufgebaut. Die Auf-
hängung erfolgt an den neuen kombinierten Fahrleitungs- und Beleuchtungsmasten. Weiterfüh-
rende Informationen zu den Haltestellen, der Gleiserneuerung und der Fahrleitung können der
Vorlage V623/2015 entnommen werden.

3.2 Barrierefreier Ausbau

An den drei betroffenen Haltestellen werden Außenbahnsteige mit einer Länge von jeweils 60 m
und einer Breite von 3,00 m errichtet. Im Regelfall werden die ersten 40 m des Bahnsteiges als
erhöhter Bereich mit einer Höhe von 30 cm über Schienenoberkante hergestellt. Die Zugängigkeit
dieses Bereiches erfolgt stufenlos über Anrampungen an den Stirnseiten und entsprechende Ober-
flächenmodellierung an den Bahnsteighinterseiten. Alle Bahnsteige werden bedarfsorientiert mit
entsprechendem Haltestellenmobiliar ausgestattet und erhalten ein Blindenleitsystem. Für die aus-
reichende Ausleuchtung der Bahnsteige sorgt das mit der Stadt Mannheim abgestimmte Beleuch-
tungskonzept. Die rnv prüft, ob sog. Blinkschienen oder Leuchtstreifen neben den Schienen einge-
baut werden können und welche Bedingungen dabei zu beachten sind.

Im Zuge des barrierefreien Ausbaus der Haltestellen und der städtebaulichen Neugestaltung der
„Planken“ muss auch die Fahrleitungsanlage angepaßt und erneuert werden. Die derzeit fest ab-
gefangene Einfachfahrleitung wird dann als gewichtsnachgespannte Einfachfahrleitung aufgebaut.
Die Aufhängung erfolgt an den neuen kombinierten Fahrleitungs- und Beleuchtungsmasten.
Die weitere Nutzung der bestehenden Wandanker ist technisch nicht möglich, da sich die An-
schlaghöhen ändern und die eingeleiteten Kräfte erhöhen.

3.3 Sitzreserve

Im Rahmen der Maßnahme „Umbau Planken“ wird die bestehende Überdachung der Haltestelle
„Paradeplatz“ zusammen mit dem aktuellen Standort der „Personal-Sitzreserve“ zurückgebaut. Die
Sitzreserve ist für einen Ersatzfahrer, der für eine fehlende Ablösung einspringt und der innerhalb
kürzester Zeit das betreffende Fahrzeug erreichen muss, um Verzögerungen im Betrieb zu ver-
meiden. Als neuer Standort für die Sitzreserve ist eine Fläche südlich vor E1 bestimmt. Die Erneu-
erung des Gleispflasters am Gleisknoten am Paradeplatz zwischen P1 und E1 wird am Ende der
Baumaßnahme, ggf. auch nach Ende der Bauarbeiten und vrsl. unter Betrieb erfolgen.

3.5 Befestigung der Fahrleitung - Wandanker

Die Fahrleitung in den Planken muss nicht nur erneuert, sondern wegen der veränderten Gleisla-
gen auch umgebaut werden. Dafür wären auch neue Wandankerstandorte festzulegen. Die An-
bringung von Wandankern schränkt die architektonische Gestaltungsmöglichkeit der Gebäudefas-
saden ein. So sind zum Beispiel Wandanker durch vorgehängte Glasfassaden nur mit sehr hohem
Mehraufwand realisierbar. Für neue Wandanker ist die Zustimmung der Gebäudeeigentümer not-
wendig.

Der Verzicht auf die Querverspannung zwischen Wandankern und Fahrleitung verbessert die Zu-
gänglichkeit der Gebäude für die Feuerwehr. Die Instandhaltungskosten für Fahrleitungsanlagen
sind bei einer Aufhängung an Wandankern höher als bei einer Mastaufhängung. Auch die Herstel-
lungskosten für eine Fahrleitung an Wandankern unter den besonderen städtebaulichen Bedin-
gungen der Planken sind höher als für eine Fahrleitung an Masten. Da in der Fußgängerzone so-
wieso neue Beleuchtungsmasten gestellt werden, hat man sich daher entschlossen, für die Be-
leuchtung und die Fahrleitung gemeinsame Masten zu stellen.

Später heißt es noch :
Eventuell müssen im Zuge der Gleiserneuerung Gleiskreuzungen tiefer gelegt werden.


5 Durchführung der Baumaßnahme

Die Umbauarbeiten der vorhandenen Verkehrsflächen erfolgen in abschnittsweisen aufeinander
folgenden Bauphasen. Die Eingangsbereiche der unterschiedlichen Anlieger müssen jederzeit -
zumindest provisorisch - erschlossen sein. Die Andienung der Feuerwehr und der Lieferverkehr
der Einzelhändler sind während der gesamten Bauzeit zu gewährleisten.

Weiterhin ist zu berücksichtigen, dass die Gleiskörper durch den Straßenbahnverkehr
temporär für ca. 8 Monate außer Betrieb genommen werden.
In dieser Zeit werden die Fahrleitungsmasten sowie die komplette
Gleisanlage ausgetauscht. Im Vorfeld und parallel zu den Realisierungstätigkeiten der Oberflächen
sowie der Gleisbereiche werden Neu- und Umverlegungen von Ver- und Entsorgungsleitungen
durchgeführt.

5.2 Maßnahmen der rnv

Die Realisierung der Maßnahme der rnv ist ab dem 1. Quartal 2017 vorgesehen. Für den Zeitraum
der Erneuerung der Gleise wird der Stadtbahnbetrieb in den Planken eingestellt. Es erfolgt eine
abschnittsweise Realisierung in voraussichtlich, fünf aufeinander folgenden Abschnitten.

Für die Gleiserneuerung selbst und damit für die Gleissperrung wird derzeit von einer Bauzeit von ca. 8
Monaten ausgegangen. Die Baumaßnahme der rnv GmbH sowie der Stadt Mannheim werden
hinsichtlich des Bauablaufes eng miteinander abgestimmt. Die Belange der Anlieger werden weit
möglichst berücksichtigt. Für den Bau der Gleisanlage und der Haltestellen wird von einer Ge-
samtbauzeit von ca. 10 Monaten ausgegangen. Dieser Baubeginn ist unter dem Vorbehalt der
förderrechtlichen und bauplanungsrechtlichen Genehmigung zu sehen.

.

Antworten:

Schade, dass wieder eine stadtbildverträgliche Fahrleitung geopfert wird für eine Anlage, die sicher nicht so filigran wird, wie sie auf den Designstudien scheint.

Wie läuft das eigentlich bei der längeren Umleitung ab?
Wird die 4 kundenfreundlich geführt oder über Ring und Hbf?
Braucht man insgesamt mehr Fahrzeuge (z.B. für die 2?) und wo würden diese dann akquiriert?

von Tw237 - am 08.04.2016 20:31
Das wird alles operativ aufgrund einer Regelung entsprechend festgelegt. :cool:

von Heinrich Fuchs, Fabrikant i.R. - am 09.04.2016 05:13
Zitat
Heinrich Fuchs, Fabrikant i.R.
Das wird alles operativ aufgrund einer Regelung entsprechend festgelegt. :cool:


operativ sicher nicht, sondern vorher geplant.

von Führerbremsventil - am 09.04.2016 12:47
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