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Nahverkehr Rhein-Neckar
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Eisdebahn, Heidelberger Straßenbahner

Streckenwanderung im „schwarzen Loch“ (Teil 3)

Startbeitrag von Heidelberger Straßenbahner am 12.05.2016 19:54

Vorwort:
Bei den – eigentlich immer schönen und informativen – Reiseberichten liest man ab und an in den Kommentaren, warum eigentlich nie (oder meinetwegen auch selten) Berichte „aus der Region“ eingestellt werden.

Nun will ich diesem Manko abhelfen und das Heidelberger Streckennetz ein wenig zeigen.
Erwartet aber bitte keine perfekten Aufnahmen (dies sei anderen vorbehalten), sondern meine Schnappschüsse zeigen Betriebssituationen, in denen eben Masten, Schilder und Passanten/Fahrgäste und sogar Fahrzeuge vor den Bahnen zu sehen sind!

Bericht:
Teil 2 meines Berichtes ist ja schon einige Monate her, zu meiner Schande muss ich gestehen! Aber irgendwas ist immer :rolleyes:, wie mein Lehrherr einst zu sagen pflegte:

Keine passenden Bilder – keine Zeit – keine Lust (nicht zutreffendes bitte streichen)!

Nun aber endlich zu Teil 3 und gleich im ersten Bild ein Bus:

Als Subunternehmer der rnv bedient der Rhein-Neckar-Bus die Linie 34 zwischen Heiligkreuzsteinach und Heidelberg Paffengrund. An dem nebligen Morgen im Dezember 2015, an dem ich das letzte Bild von Teil 2 aufgenommen habe, hat der Fahrer am Hauptbahnhof gerade seinen Fahrgastwechsel beendet und setzt seine Fahrt in den Heidelberger Stadtteil fort.



Für das nächste Bild langt eine 180 Grad Drehung: Seit 1993 fährt die OEG (für die jüngeren Linie 5) nicht mehr über die Gneisenaustraße in das Heidelberger Streckennetz ein, sondern über eine neugebaute Strecke (dafür Abbau des ehemaligen Güterbahnhofes) zum Hauptbahnhof.
Für die Planungen hatten hierfür schlappe 2 Heidel (= Jahresangabe für in Heidelberg zu bauendes; (1 Heidel entspricht etwa 5 Jahren – es können aber auch 10 sein)) gereicht.



Aber unsere Streckenwanderung soll ja der Linie 1 (21, seit geraumer Zeit, aber dies ist ja wie bei der Bezeichnung OEG, die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit noch ein paar Heidel im Sprachgebrauch zu finden sein wird) gelten.

Nach der Ausfahrt aus der Haltestelle Hauptbahnhof biegt die Strecke in die Karl Metz Straße ein, in der sie straßenbündig liegt. Ein MGT6D fährt in Richtung Hans-Thoma-Platz.



Die Linie 21 bietet die Fahrzeugvielfalt in Heidelberg: Auf ihr kommen sämtliche vorhandenen Straßenbahntypen zu Einsatz, vom der modernen Variobahn bis hin zum Gt8a, der in anderen Verkehrsbetrieben schon zum Museumswagen gehört.

Die Linie 21 ist auch diese, die die kürzeste Betriebszeit hat, nur Montag bis Freitag von ca. 7:00 Uhr bis kurz vor 19:00 Uhr.
Manch einer ist sogar der Meinung, man brauche sie gar nicht!

Meiner Meinung nach, ist sie sogar eine sehr effiziente Linie:
Bringt sie doch morgens die Pendler der OEG vom Hans-Thoma-Platz ins Neuenheimer Feld, fährt weniger besetzt zum HBF um dort die Ankommenden (wieder gut ausgelastet) zum Bismarckplatz zu fahren. Nach dem Wenden wieder gut besetzt zum HBF, dort Fahrgastwechsel voll weiter ins Neuenheimer Feld, ab hier jedoch deutlich leerer zurück zum Hans-Thoma-Platz.
Nachmittags verläuft der Fahrgaststrom in umgekehrter Richtung.

Nur – wenn die Linie 21 kurz hinter der Linie 24, die diesen Abschnitt ebenfalls bedient, fährt, ist sie wenig ausgelastet (die 24 dafür proppen voll).



An einem regnerischen Junitag hat ein M8CNF am Betriebshof sein Tagesgeschäft erledigt und rückt, nach dem Ausstieg der Fahrgäste in diesen ein.


Wie weiter oben in meinem Bericht schon erwähnt, kann man in Heidelberg mit einer gewöhnlichen Fahrkarte Fahrzeuge benutzten, die anderswo nur im Museumsbetrieb verkehren.

Der Gt8 (3)204 biegt in seiner eigenwilligen Bemalung (nicht zu verwechseln mit Lackierung) von der Ernst Walz Brücke kommend in die Haltestelle Betriebshof ein.



Nach dieser Kurve fährt die Variobahn 3283 auf Linie 24 nach Handschuhsheim Nord. Hier ein Nur-Bahn-Bild zu fotografieren ist eigentlich nur Sonntagvormittag möglich. Aber dies ist (von mir) ja nicht gewollt, und zumindest die Dame auf dem Fahrrad bereichert das Ganze - meiner Meinung nach – ungemein.



Am nördlichen Brückenkopf der Ernst Walz Brücke von der dortigen Grünanlage aufgenommen fährt eine rnv6 der ersten Lieferserie ebenfalls auf Linie 24 nach Handschuhsheim:



An der Haltestelle Jahnstraße wechselt der straßenbündige Gleiskörper in einen besonderen. Abgetrennt vom IV fährt die auf dem vorigen Foto schon zu sehende rnv6 wieder in Richtung Rohrbach Süd.



Nun zwei „Vergleichsbilder“, wobei Vergleich nicht ganz zutreffend ist, da sie zu unterschiedlichen Uhrzeiten (jaaaaaaaaaaa und Tagen) entstanden sind:

Zuerst der Blick aus dem Fahrerstand eines M8C während des Fahrgastwechsel an der Haltestelle Bunsengymnasium Richtung Hauptbahnhof:



Und nun dass Vergleichsbild während des Schienenersatzverkehrs auf Grund von Gleisbaumaßnahmen in der Ferienzeit (Mann – und Frau – beachte die Verspätungszeit links im Bild):



Und bevor nun Besserwisser Kritiker eine Tead (nennt man dies so?) in Drehscheibe Online schreiben: Die Fahrzeuge standen, während beide Bilder aufgenommen wurden, niemand kam deswegen zu spät oder verpasste seinen Anschluss → beim Busbild übrigens 7 Minuten, ohne einen Meter zu fahren.

Nun möge jeder für sich entscheiden, ob das Neuenheimer Feld eine Straßenbahn benötigt oder nicht, ich glaube die Fahrgäste im Bus wäre 100% dafür, aber die entscheiden ja nicht!

Aber das ist eine andere Geschichte und die soll ein anderes Mal erzählt werden, wie schon Frederic zu Pickelty ständig sagte (kennt die eigentlich noch jemand?)

Der eigene Gleiskörper ist in der Berliner Straße durchgängig. Nachdem 1988 nach vielen Heideln der Diskussion die Strecke vom Bunsengymnasium bis zur Haltestelle Blumenthalstraße West (heute Technologiepark) - immerhin 300 Meter - erweitert wurde konnte 1995 der „Lückenschluss“ bis zum Hans-Thoma-Platz (OEG-Bahnhof Handschuhsheim) eröffnet werde → nach nur einem guten Vierteljahrhundert.

Auf einer weiteren Besonderheit der Neckarstadt, ich nenne es mal das Heidelberger Unkrautgleis (Fachleute sprechen hier von Wildblumenwiese :--D), fährt hier der farbenfrohe 3204 in die Haltestelle Heiligenbergschule Richtung Hans-Thoma-Platz ein.



Zum Schluss noch (die Haltestelle Hans-Thoma-Platz war ja schon in meinem Teil 1 zu sehen) ein Bild speziell für Dirk – für die anderen natürlich auch:



Der M8CNF 3251 hat seine Fahrt vor kurzem begonnen und strebt mit der Kirche von Handschuhsheim im Hintergrund in Richtung Bismarckplatz. Kurz zuvor hat er einen der Unfallschwerpunkte in Heidelberg die Kreuzung Berliner/Zeppelinstraße gefahrlos passiert.

Bis zum nächsten mal, früher oder später (wohl eher später O-))


Salü Erhard


P.S.: Der erwähnte Dirk hat auch eine Schönes Bild einer Heidelberger Gt6a Traktion (nein, kein Verband), vielleicht zeigt er es im Anschluss.

Antworten:

Danke!

von Eisdebahn - am 15.05.2016 16:57
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