Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Nahverkehr Rhein-Neckar
Beiträge im Thema:
19
Erster Beitrag:
vor 1 Jahr, 5 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr, 5 Monaten
Beteiligte Autoren:
Tw237, Führerbremsventil, GT8NF, Eisdebahn, Fabegdose, Heinrich Fuchs, Fabrikant i.R., Frieder Schwarz, bmstrab, Bernhard W

? Suche Informationen zu Doppel-Tw 401/402

Startbeitrag von GT8NF am 22.06.2016 15:04

Ich habe am Wochenende mal genauer in die Fahrzeugstatistik des Schienenbetriebes der MVG,VBL u. RHB von 1983 geschaut und gesehen, dass es offenbar schon vor dem 2.WK zumindest einen Gelenkwagen gegeben hat.

Ich weiss nur, dass dieser 1932 aus den Zweiachsern 133 und 138 zusammengebaut wurde und Fahrersitze(!) bekommen hat. Desweiteren weiss ich, dass dieser 21 Meter lang war und dass er am 16.04.1943 zerstört wurde.

Weiss vielleicht jemand mehr und kann mir helfen? Vielleicht auch mit Bildern? ;-)

Vielen Dank im vorraus

GT8NF

Antworten:

Ich weiß dazu, dass die beiden "Spenderwagen" von der Waggonfabrik Rastatt gebaut und am 18. und 21.07.1907 in Betrieb genommen wurden.
Mangels zu damaliger Zeit ausreichend funktionsfähiger Zugsteuerung sollen die Wagen im Doppelpack recht ungleichmäßig gefahren sein, haben sich also gegenseitig geschoben oder gezogen. Aber einen Versuch war es wert.

Es ist überliefert, dass das Fahrwerk vom 402 (138) noch für den 1956 neu gebauten Aufbauwagen 275 II (Wagenkastenform vom Verbandstyp II) Verwendung fand.

Fotos hab ich nicht, war leider sehr vor meiner Zeit, und aus anderer Leute Sammlung hab ich leider auch nix.

von Führerbremsventil - am 22.06.2016 17:27
Danke für die schnelle Antwort.

von GT8NF - am 22.06.2016 18:08
Im großen Buch von IHM auf Seite 257 ist eine Zeichnung mit Maßen abgebildet.

von bmstrab - am 22.06.2016 19:03
Was ist das "große Buch von IHM"?

von Bernhard W - am 22.06.2016 19:25
Das "große Buch" ist die Betriebsgeschichte. Die ist allerdings nicht von IHM, sondern vom großen schwarzen Vogel. ER (Kater Karlo) und war über Jahre hinweg Betrieber einer Birkenheider Shoppingmall. IHM haben wir zahlreiche seltene Aufnahmen aus den 50ern zu verdanken.

von Tw237 - am 22.06.2016 19:42
Freundschaft,

ich habe das DICKE BUCH vom GROßEN SCHWARZEN VOGEL aber von IHM mit Handschlag in MEKKA ausgehändigt bekommen. Das war vor vierzehn Tagen, als ER noch ein Büro in Mekka und ein Gardinenstudio in Verne betrieb. Das war auch die Zeit als ER dem Untergang der Shoppingmall bei der Birkenheider Jahrhundertflut nachtrauerte. Manches Bild konnte ER noch aus den Fluten retten. Seine weltweite Fahrberechtigung und der Geheimagentenausweis gingen leider unter.

von Frieder Schwarz - am 22.06.2016 20:08
Zitat
Führerbremsventil

Es ist überliefert, dass das Fahrwerk vom 402 (138) noch für den 1956 neu gebauten Aufbauwagen 275 II (Wagenkastenform vom Verbandstyp II) Verwendung fand.


Ich bezweifle aber, dass das noch das Originale war.

von Tw237 - am 22.06.2016 20:11
Ein Bild von einem Wagen aus der Serie der Spenderwagen gabs mal bei DSO: [www.drehscheibe-online.de]

Vom 401/02 hab ich vielleicht auch noch was. Müsste schauen-

von Tw237 - am 22.06.2016 20:12
Zitat
Tw237
Zitat
Führerbremsventil

Es ist überliefert, dass das Fahrwerk vom 402 (138) noch für den 1956 neu gebauten Aufbauwagen 275 II (Wagenkastenform vom Verbandstyp II) Verwendung fand.


Ich bezweifle aber, dass das noch das Originale war.


Kannst Du bezweifeln wie du willst. Steht so in der Wagenparkstatistik vom GROSSEN SCHWARZEN VOGEL.
Ich weiß es nicht, ich war nicht dabei. Du?

von Führerbremsventil - am 23.06.2016 05:19
Zitat
Führerbremsventil
Ich weiß dazu, dass die beiden "Spenderwagen" von der Waggonfabrik Rastatt gebaut und am 18. und 21.07.1907 in Betrieb genommen wurden.
Mangels zu damaliger Zeit ausreichend funktionsfähiger Zugsteuerung sollen die Wagen im Doppelpack recht ungleichmäßig gefahren sein, haben sich also gegenseitig geschoben oder gezogen. Aber einen Versuch war es wert.

Es ist überliefert, dass das Fahrwerk vom 402 (138) noch für den 1956 neu gebauten Aufbauwagen 275 II (Wagenkastenform vom Verbandstyp II) Verwendung fand.

Fotos hab ich nicht, war leider sehr vor meiner Zeit, und aus anderer Leute Sammlung hab ich leider auch nix.


Was mich dabei rein technisch ja wundert: Zu diesem Zeitpunkt waren Vielfachsteuerungen doch schon ausgereift, und wenn man zwei Wagen rein elektrisch kuppelt und von einem Fahrschalter (à la Halbzug/Ganzzug) aus steuert dürfte es doch garnicht ruckeln. Im dicken Buch steht zwar nichts konkretes über die Art der elektrischen Steuerung drin, aber zwischen den Zeilen lese ich eine Art Vielfachsteuerung vom führenden Wagen heraus. Aber vielleicht hat man damals ja schon etwas eigenes erbrütet, was es so noch nie irgendwo anders gab und deshalb per definitionem perfekt ist. :joke:

von Heinrich Fuchs, Fabrikant i.R. - am 23.06.2016 05:35
Zitat
Heinrich Fuchs, Fabrikant i.R.
Zitat
Führerbremsventil
Ich weiß dazu, dass die beiden "Spenderwagen" von der Waggonfabrik Rastatt gebaut und am 18. und 21.07.1907 in Betrieb genommen wurden.
Mangels zu damaliger Zeit ausreichend funktionsfähiger Zugsteuerung sollen die Wagen im Doppelpack recht ungleichmäßig gefahren sein, haben sich also gegenseitig geschoben oder gezogen. Aber einen Versuch war es wert.

Es ist überliefert, dass das Fahrwerk vom 402 (138) noch für den 1956 neu gebauten Aufbauwagen 275 II (Wagenkastenform vom Verbandstyp II) Verwendung fand.

Fotos hab ich nicht, war leider sehr vor meiner Zeit, und aus anderer Leute Sammlung hab ich leider auch nix.


Was mich dabei rein technisch ja wundert: Zu diesem Zeitpunkt waren Vielfachsteuerungen doch schon ausgereift, und wenn man zwei Wagen rein elektrisch kuppelt und von einem Fahrschalter (à la Halbzug/Ganzzug) aus steuert dürfte es doch garnicht ruckeln. Im dicken Buch steht zwar nichts konkretes über die Art der elektrischen Steuerung drin, aber zwischen den Zeilen lese ich eine Art Vielfachsteuerung vom führenden Wagen heraus. Aber vielleicht hat man damals ja schon etwas eigenes erbrütet, was es so noch nie irgendwo anders gab und deshalb per definitionem perfekt ist. :joke:


So könnte es gewesen sein.

Btw: die OEG-DÜWAGs waren 30 Jahre später und fast zeitlebens auch nicht in der Lage, vorne wie hinten gleich zu fahren...

von Führerbremsventil - am 23.06.2016 08:24
Zitat
Frieder Schwarz
Freundschaft,

ich habe das DICKE BUCH vom GROßEN SCHWARZEN VOGEL aber von IHM mit Handschlag in MEKKA ausgehändigt bekommen. Das war vor vierzehn Tagen, als ER noch ein Büro in Mekka und ein Gardinenstudio in Verne betrieb. Das war auch die Zeit als ER dem Untergang der Shoppingmall bei der Birkenheider Jahrhundertflut nachtrauerte. Manches Bild konnte ER noch aus den Fluten retten. Seine weltweite Fahrberechtigung und der Geheimagentenausweis gingen leider unter.


rotfl

von Eisdebahn - am 23.06.2016 09:28
Zitat
Führerbremsventil
Zitat
Tw237
Zitat
Führerbremsventil

Es ist überliefert, dass das Fahrwerk vom 402 (138) noch für den 1956 neu gebauten Aufbauwagen 275 II (Wagenkastenform vom Verbandstyp II) Verwendung fand.


Ich bezweifle aber, dass das noch das Originale war.


Kannst Du bezweifeln wie du willst. Steht so in der Wagenparkstatistik vom GROSSEN SCHWARZEN VOGEL.
Ich weiß es nicht, ich war nicht dabei. Du?


Viele Kisten haben in den 20ern neue Gestelle bekommen. Auch der 237 hatte zum Schluss keines mehr von 1913, sondern eines von 1927.
Und es wäre wundersam, wenn man gerade die Gestelle der "Problem-Rastatter" nicht getauscht hätte.
Wenn man sich Bilder ansieht, bestätigt sich dieser Eindruck auch. Denn bereits der Zwillingswagen hatte andere Gestelle als die Rastatter bei Lieferung.

von Tw237 - am 24.06.2016 08:26

Bilder und so (mB)

Viel hab ich wirklich nicht von der Kiste.
Nur eine Zeichnung und ein paar schlechte Scans von Fotokopien. Aber das sagt uns zumindest, dass irgendwo auch die Originale dazu existieren müssen. Im Zweifel im ehm. MVG-Archiv:

















von Tw237 - am 24.06.2016 08:42

Wow - krass! Danke!(k.T)

nix

von Eisdebahn - am 24.06.2016 09:14
Zitat
Tw237
Zitat
Führerbremsventil
Zitat
Tw237
Zitat
Führerbremsventil

Es ist überliefert, dass das Fahrwerk vom 402 (138) noch für den 1956 neu gebauten Aufbauwagen 275 II (Wagenkastenform vom Verbandstyp II) Verwendung fand.


Ich bezweifle aber, dass das noch das Originale war.


Kannst Du bezweifeln wie du willst. Steht so in der Wagenparkstatistik vom GROSSEN SCHWARZEN VOGEL.
Ich weiß es nicht, ich war nicht dabei. Du?


Viele Kisten haben in den 20ern neue Gestelle bekommen. Auch der 237 hatte zum Schluss keines mehr von 1913, sondern eines von 1927.
Und es wäre wundersam, wenn man gerade die Gestelle der "Problem-Rastatter" nicht getauscht hätte.
Wenn man sich Bilder ansieht, bestätigt sich dieser Eindruck auch. Denn bereits der Zwillingswagen hatte andere Gestelle als die Rastatter bei Lieferung.


Na dann isses ja gut. Ich hab nur das schriftlich, das ich schriftlich hab. Ich war nicht persönlich dabei.
Und ich habe nirgendwo behauptet, das die Gestelle vom Verbands-275 ex 402 die von 1913 sind. Der Verfasser der Wagenparkstatistik übrigens auch nicht. Vielleicht sind sie ja von 1927.

Nochwas. Mich wundert es auch, dass Gestelle von einem 1943 abgerauchten Wagen erst 1956 unter einen neuen Wagenkasten gesetzt wurden. Aber wer bin ich dass ich das anzweifle?

von Führerbremsventil - am 24.06.2016 09:35

Vielen dank für die schönen Bilder (k.T.)

Leer

von GT8NF - am 24.06.2016 13:46
Es sind wohl eine ganze Reihe von Fahrgestellen von KV-Wagen bis in die Fünfziger aufgehoben worden.
Die Unterlagen aus diesen Zeiten sind naturgemäß nicht ganz vollständig.
Von den RHB-Wagen dürften 3 Fahrgestelle weiterverwendet worden sein.

von Fabegdose - am 24.06.2016 15:48
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.