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Nahverkehr Rhein-Neckar
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Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr, 1 Monat
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Fabegdose, Tw237

[DA][F] Kostenlos nach Darmstadt und Frankfurt - Eine Fototour per Rad(mB)

Startbeitrag von Tw237 am 24.06.2016 11:06

Mahlzeit,

gestern habe ich mit meinem neuen Fahrrad die erste größere Rundfahrt unternommen, von der ich nun hier berichten werde.
Die Idee dazu kam mir, als User Joerg Diether mir beim Dampfbahn-Event in Feudenheim erzählte, dass er einst in zwei Stunden von Darmstadt am Mannheimer Paradeplatz war (Mit dem Zug braucht man i.d.R. 1 1/4 h) ist mir erstmal aufgefallen wie nah das eigentlich ist. Bis Zwingenberg ist sogar VRN und somit mein Semesterticket. Von dort aus sind es nur wenige Minuten zur Endstelle der HEAG in Alsbach und nur 49 Km nach Frankfurt. Entlang den Bahnlinen der HEAG, der Main-Neckar-Bahn und den Linien der VGF. Fahrzeit etwa 2,5 Stunden.




Meine Fahrt begann ich im Mannheimer Hbf. per Quitschie nach Friedrichsfeld. Die 3 min verspätete Abfahrt ließ den Anschluss schon unsicher erscheinen, was mir meine App auch direkt mitteilte.





Doch der Umstieg klappte problemlos und ich konnte noch eine gute halbe Stunde die Fahrt im N-Wagen bis Zwingenberg genießen.





Nach wenigen Minuten erreichte ich bereits die HEAG-Endstelle in Alsbach, die 9121 nur wenige Sekunden nach seiner Ankunft verlassen hat. Wendezeiten scheinen in Darmstadt nicht sehr üppig zu sein. Von hier aus gelangt man in sehr angenehmer Fahrt der Bahn entlang – fast durchgängig auf Radwegen – ins Darmstädter Zentrum. Die Nutzerfreundlichkeit dieser Wege erinnerte mich dennoch bisweilen an meine Mannheimer Heimat. Hier und da hat man dem Radfahrer durch Sperranlagen gefährlich-bösartige Fallen gestellt.




In Seeheim 9115





0776 – In Darmstadt zeigen die ersten beiden Stellen der Nummer das Baujahr – repräsentiert die neueste Wagenserie der HEAG






9120 Mit Niederflurhänger. Je näher man dem Darmstädter Zentrum kommt, desto mehr wird das Radfahrvergnügen durch die Ampelschaltungen etwas geschmälert. Alle 200-400 m gibt es einen signalgeregelten Knotenpunkt. Die Straßenbahn scheint da recht gut durchzukommen. Als Radfahrer fühlt man sich jedoch fast schon nach Heidelberg versetzt. Okay, der Vergleich ist etwas krass aber es geht in diese Richtung. Je näher man dem Zentrum kommt, fällt auch auf, dass Radfahrer den Signalanlagen lediglich noch einen „Empfehlungscharakter“ einräumen. Läuft…




In Arheilgen, dem nördlichsten Endpunkt des Netzes hatte ich etwa ein Drittel der Strecke bewältigt. Von dort aus ging es der Bahn entlang bis kurz vor Frankfurt. Leider war betriebsmäßig so wenig los, dass mir an den passenden Stellen nichts entgegen kam. Warten konnte ich auch nicht groß, da ich rechtzeitig zum Mittagstisch beim Inder an der U-Hst. Fritz-Tarnow-Str. in Frankfurt sein musste.
Dazu hatte ich mich noch etwas verfahren, da der Landkreis Offenbach in seinem Bereich die Radwegweiser durch solche ersetzte, auf der schwer leserlich irrelevante Ziele angegeben sind. Trotz des dicht besiedelten Rhein-Main-Bereiches konnte auch Google mich nur unzureichend orten.





Nach Mittagstisch beim Inder und wetterbedingtem Bekleidungswechsel suchte ich mit meinem Frankfurter Kollegen den U5-Pendel in Eckenheim auf.












Der O-Wagen war ein Zufallstreffer an der Konstabler Wache.





Nahe der Hst. Rom/Dömer lässt sich momentan diese interessante Baustellensituation beobachten.






Der Mittagshitze entflohen wir in der DB-Lounge, wo wir einige Ideen für Sommertouren durchsprachen. Es war glaube ich das erste Mal, dass ich eine Lounge in einer fremden Stadt aufsuchte, ohne mit dem Zug dorthin gekommen zu sein.
Gegen 19 Uhr wechselten wir den Standort hin zur U5-Baustelle, die hier von 214 passiert wird.





Kurz nach 20 Uhr trat ich meine Rückfahrt an, wobei ich TW 270 noch beim Überqueren des Mains beobachten konnte.





Über Stresemannallee und Möhrfelder Landstraße gelangte ich wieder aus Frankfurt heraus. Dabei befuhr ich auch die Trasse der seit zwei Jahren still liegenden Wäldchestaglinie.





Auf der Main-Neckar-Bahn war am Abend ordentlich Betrieb. Nur gab es eigentlich keine direkt am Wegesrand liegende Möglichkeiten, das auf den Chip zu bannen. Ein Glückstreffer war da Frau 90, die gerade einen Zug aus dem Betonschwellenwerk in Langen rangierte.





Als ich am Abend die Endstelle Arheilgen Nord wieder erreichte, zeichnete sich schon ab, dass ich den Zug um 22:50 ab Zwingenberg eventuell ganz knapp verpassen könnte. Aus Angst eine Stunde in Zwingenberg zwischen Lärmschutzwällen und durchfahrenden Güterzügen auf meinen Zug warten zu müssen beschloss ich etwas Zweit in Darmstadt zu vertrödeln.




Am Luisenplatz konnte ich noch den Anschluss miterleben, bevor ich wieder der Bergstraßen-Strecke Richtung Zwingenberg fuhr. Über weite Teile der Strecke konnte ich das Rad einfach Rollen lassen. Durch Eberstadt hindurch sicher 2 Km am Stück. Was auffiel war, dass gegen 23 Uhr die Bahnen aus Süden Richtung Stadtzentrum sehr gut besetzt waren. Das verwundert, denn normalerweise geht die Lastrichtung am Abend eher von der Stadt in die Vororte.


Da in Friedrichsfeld dann nichts mehr nach Mannheim fährt, stand auf dem Plan mit 7 min Übergang die OEG nach Mannheim zu nehmen. Die vierminütige Verspätung meines Zuges schien dies wieder zu vereiteln. Nun war, trotz optimaler Lage der OEG und DB zueinander (Brücke über Bahnsteige) der Bahnhof Weinheim nie ein Schmelztiegel der Nutzerfreundlichkeit, was sich durch eine gesperrte Unterführung noch verstärkte. Durch den Unwillen eine optimale Umsteigeanlage zu bauen wird sich das wohl auch künftig nicht ändern. Durch Baumaßnahmen war die OEG dann aber glücklicherweise auch etwas zu spät, womit ich meinen Anschluss bekam. Die Freude darüber konnte noch nicht einmal der Kieskutscher von Straßenbahnfahrer trüben. Mit 20 Fahrgästen war die Bahn für ca. 0:30 auch recht gut ausgelastet.

Abschließend muss ich sagen, dass sich selten so viel Bahn-Spaß für so wenig Geld hatte. Insbesondere einen ausgiebigen Darmstadt-Besuch werde per Rad auf jeden Fall noch unternehmen.


Alla hopp!

Antworten:

Auf dem Rückweg hören Eisenbahnfreunde dann sowas: *klick*

von Fabegdose - am 24.06.2016 16:01
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