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Nahverkehr Rhein-Neckar
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Erster Beitrag:
vor 1 Jahr, 3 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 1 Jahr, 3 Monaten
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Lokleitung, Tw237, Linie 8 muss wieder her

Tagesausflug nach Metz...

Startbeitrag von Lokleitung am 29.07.2016 21:06

Am vergangenen Mittwoch (27.07.2016) musste ich dringend mal wieder nach Frankreich.
War mir doch der Sirup ausgegangen und ich deshalb kaum mehr in der Lage, mir schmackhaften Eistee selbst zuzubereiten.

Also frei genommen, und dann die Frage - Wohin?

Die drei Burgen (Wissembourg, Lauterbourg und Strasbourg) hatte ich schon so oft besucht, und in Sarreguemines war ich auch erst im April gewesen.
Also eher mal Richtung Metz, auch, wenn das dann vielleicht ein wenig mehr kosten würde.

Ich fuhr los in Maxdorf um 6:43 Uhr mit der RHB nach Bad Dürkheim:



Dort blieb genug Zeit, ums sich im Bahnhof mit Frühstücksbrötchen und einem Kaffee einzudecken. Nach Neustadt brachte mich eine Doppeleineheit 622er:



Noch eine Wackelkiste: ICE Triebzug 1164 "Rödental" auf der Fahrt von Saarbrücken nach Dresden bei der Einfahrt nach Neustadt (Weinstraße):



Ich jedoch besorgte mir noch eine Fahrkarte für den französischen Streckenteil und stieg dann nicht in einen ICE-T, sondern in einen ICE-KM, der mich bis nach Saarbrücken bringen sollte.
In Homburg werkelte die Besatzung des ORT 708 315:



In Saarbrücken verließ ich meinen ICE, der über Trier nach Koblenz weiterfuhr...



...und stieg um in eine Doppelgarnitur französischer Dildos, X 73918 und der DB-gestylte X 73914:



Ich unterbrach meine Fahrt im Bahnhof von Saint-Avold. Oder - nach deutschen Maßstäben richtiger - im Haltepunkt Saint-Avold, denn Nebengleise gibt es hier zwar noch sehr zahlreich, sie sind aber nicht mehr an die Streckengleise angeschlossen. (Keine Ahnung, ob die Franzosen überhaupt so bürokratische Unterschiede zwischen Bahnhof und Haltepunkt machen). Mit dem nächsten Zug wollte ich weiterfahren. Kurz nach meiner Ankunft rauschte dieser Kesselwagenzug mit den BB 60007 und BB 60148 durch den Bahnhof:



Aus der anderen Richtung kam der vierteilige Z 27823/24 als TER nach Forbach. Die Fahrleitungsausleger der aufgelassenen Gleise geben ein interessantes Bild ab:



Völlig überrascht wurde ich von dem Güterzug mit 185 034 und 032. Ich hatte ihn zwar in Forbach an der Seite stehen sehen, aber solche Züge kommen ja immer dann, wenn man gerade nicht mit ihnen rechnet und mal kurz im Rucksack nach der Wasserflasche sucht. Und sie schleichen sich auch noch extrem leise an...



Mittlerweile hatte ich mich auf die Brücke begeben, die die Ostausfahrt des Bahnhofs überbrückt. X 73918 und X 73914 kamen aus Metz zurück:



Und auch dieser Velaro hat sich fast lautlos angeschlichen. Ich habe ihn aber trotzdem noch erwischt:



Der Bahnhof Saint Avold befindet sich relativ weit außerhalb des gleichnamigen Ortes, die Verbindung wird per Bus hergestellt, unter anderem mit Mercedes-Citaren:



ECR 186 161 bringt einen Ganzzug aus Schiebewandwagen in Richtung Deutschland:



Der "nächste Zug" ist in Frankreich ja ein extrem dehnbarer Begriff.
Nach zwei Stunden Aufenthalt kam der Z 27823/24 aus Forbach zurück, mit dem ich und ein paar andere Fahrgäste dann nach Metz weiterfuhren:



In Metz galt es zunächst einmal, ein Mittagsmahl einzunehmen. Unweit des Bahnhofs fand ich ein kleines Restaurant, welches ein interessantes Menü anbot. Ich bestellte mir das Menü, das neben einer halben Sardellenpizza aus Pommes Frites und grünem Salat als Beilagen bestand...



...oder, wie die Speisekarte sagte, aus "Halb Pizza Wahl + gebratene + Grüner Salat"



Als "Wahl der Nachtisch" gab es Creme verbrannt



Nun war es an der Zeit, meine Sirupvorräte zu ergänzen. Ein Mini-Carrefour in der Stadt hatte leider nur ein sehr kleine Auswahl - das hätte es in Deutschland auch gegeben. Und so musste ich zu einem etwas außerhalb gelegenen Hypermarché reisen. Dazu benutzte ich das "Mettis"-System. Als ich vor einigen Jahren zum letzten Mal in Metz gewesen bin, befand es sich noch im Bau. Mittlerweile scheinen die als Straßenbahn verkleideten Riesenbusse, die mit einem Diesel-Hybridantrieb ausgerüstet sind, zuverlässig die Hauptlast des Stadtverkehrs zu tragen:



Man hat in Metz viel Eigentrasse für "Mettis" eingerichtet, aber aus Gründen des Stadtbildes oft mit Kopfsteinpflaster. Und so bleibt zu sagen, wenn das Ding auch schnittig aussieht, vom Fahrkomfort bleibt es eben ein Bus. In diesem Bild erkennt man rechts auf der Fahrbahn eine rote Linie. Diese Linie gibt es an allen Haltestellen, damit der Busfahrer das lange Geschoß richtig am Bussteig positionieren kann. Dennoch beträgt die Spaltbreite zwischen Bussteig und Fahrzeugboden gut 15 bis 20 Zentimeter.



Ich fuhr raus nach Woippy, um mich beim dortigen Auerhahn mit Sirup, Flüssigseife und Salami zu bevorraten. Für die Rückfahrt kam wieder ein pinker Mettis (übrigens, trotz der sehr ähnlichen Farbe und des ähnlichen Namens, nicht zu verwechseln mit >>> Mettigel

Antworten:

Bleibt die Frage,

warum es von Saarbrücken nach Metz 13.55 € kostet, von Metz nach Saarbrücken dagegen 16.10 €?

von Linie 8 muss wieder her - am 30.07.2016 12:26

Re: Bleibt die Frage,

Weil die französische Fahrkarte aus mehr Papier besteht rotfl

Nee, ersthaft ist es wohl so, dass erstens die beteiligten Bahnen sowieso unterschiedliche Preise ansetzen und der Bahncard-Rabatt auf unterschiedliche Streckenabschnitte gewährt wird (m.W. bei der SNCF-Fahrkarte nur auf den deutschen Streckenteil).

Die billigste Variante wäre der Metrolor-Tarif gewesen, der gegenüber dem normalen TER-Tarif der Franzosen je nach Streckenlänge um etwa die Hälfte billiger sein kann. Aber für Fahrten außerhalb von Lothringen (Saarbrücken) gibts den Metrolor-Tarif nicht.
Eine Variante wäre gewesen, mit Metrolor Tarif von Metz nach Sarreguemines zu fahren (9 Euro), und dann mit der Saarbahn weiter nach Saarbrücken (da hätte das Rheinland-Pfalz-Ticket schon wieder gegolten).

Außerdem gibts noch einen speziellen Saarland-Lorraine-Tarif. Dan kann man auch für Hin- und Rückfahrt kaufen, und es gibt auch noch Bahncard-Rabatt darauf. Leider gibt es ihn nur an Verkaufsstellen und Automaten im Saarland, und da war meine Umsteigezeit vom ICE-KM zum Franzosenzug einfach zu kurz

von Lokleitung - am 30.07.2016 17:03

Re: Bleibt die Frage,

Zum SLT habe ich hier folgendes gefunden: [www.mobiregio.net]

Zitat
Des Internet do
Saar-Lothringen-Ticket

Das Saar-Lothringen-Ticket richtet sich an Einzelreisende in der 2. Klasse in Zügen des Regionalverkehrs (RE, RB, Metrolor). Es gilt zwischen allen Bahnhöfen der DB im Saarland und einigen Bahnhöfen der SNCF in Lothringen. Eine Fahrt von Saarbrücken nach Metz kostet nur 9,60 €. Einzelfahrscheine, sowie Wochen- und Monatskarten erhalten Sie an den Ticketautomaten oder in den Verkaufsstellen von DB und SNCF.



Aber wie sehr man das Internet auch durchforstet, kann ich sonst keine wirkliche Tarifsystematik erkennen. Nicht mal welches die "einigen" Bahnhöfe in Lothringen sind, ist ergründbar.
Unter der Woche gibt es vergleichsweise attraktive Verbindungen nach Nancy. Allerdings wären mir ca. 30 Euro einfach dafür echt zu teuer.

von Tw237 - am 03.08.2016 12:34
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