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Nahverkehr Rhein-Neckar
Beiträge im Thema:
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Erster Beitrag:
vor 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Monaten
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bassemohluff, Fabegdose, Führerbremsventil

OEG-Unfall 1964 in Seckenheim

Startbeitrag von bassemohluff am 21.09.2016 08:00

Unfall des OEG-Halbzuges 34/33 in Mannheim-Seckenheim am 31.07.1964

Der Unfall ereignete sich am 31. Juli 1964 um 13:59 Uhr in Mannheim-Seckenheim zwischen den Haltestellen Pforzheimer Straße und Deutscher Hof. Betroffen war der OEG-Zug P 1348 von Mannheim nach Heidelberg, der an diesem Tag von dem Ganzzug 34/33+55/56 gebildet wurde. Damals hielten die OEG-Züge nach Heidelberg noch nicht an der Haltestelle Pforzheimer Straße *, so dass der Zug mit der Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h den mit Warnschildern gesicherten Gleisübergang befuhr, wo ihn der US-Truck seitlich rammte. [* : an den Haltestellen Mühlfeld (heute Duale Hochschule), Pforzheimer Straße und Deutscher Hof hielten (bis 1972) nur die Neckarhäuser Züge bzw ihre Nachfolger (seit 1969)]



Der US-Truck mit seinem 23-jährigen US-Army-Fahrer war zunächst auf der Bundesstraße 37 parallel zu dem OEG-Zug gefahren und bog dann in den Gleisübergang ab (etwa dort, wo heute der Gleiswechsel ist), um Kies aus einem Baggerloch unter der Autobahnbrücke der A 6 zu holen. Der Fahrer übersah dabei den OEG-Zug (oder er wollte noch schnell die Gleise vor dem Zug überqueren) und fuhr mit der Motorhaube seines Militär-Lkw seitlich in den ersten Wagen des OEG-Zuges (Wagen 34), wodurch dieser aus den Schienen sprang und sein vorderes Drehgestell sich in den Schotter zwischen den beiden Gleisen bohrte.


Wie man sieht, ist der OEG-Zug nicht umgekippt, wie manchmal behauptet wurde.

Der Lkw wurde zunächst zur Seite geworfen, seine Ladefläche prallte anschließend in den hinteren Teil des ersten Wagens. Der neuerliche Aufprall ließ den Lkw umkippen und gegen den zweiten Wagen des Zuges (Wagen 33) prallen. Dort blieb er schließlich mit den Rädern gegen den Wagen gelehnt liegen.



Während der Fahrer des schweren US-Miltär-Lkws bei dem Unfall ums Leben kam, wurde in dem stabilen OEG-Zug wohl niemand verletzt.



Die OEG-Strecke war bis in die späten Abendstunden des 31. Juli 1964 in beiden Richtungen gesperrt.

Der Halbzug 34/33 wurde repariert und war ab dem 9. Juli 1965 wieder im Einsatz.
Der stark beschädigte Wagen 34 hatte nun einen neuen geschweißten Wagenkasten, den man an den fehlenden Nieten erkennen konnte.

Bilder vom kaputten OEG-Halbzug 34/33 - nach Edingen geschleppt und dort abgestellt - gibt es auch hier:
[www.drehscheibe-online.de]
.

Antworten:

Zitat
bassemohluff

Wie man sieht, ist der OEG-Zug nicht umgekippt, wie manchmal behauptet wurde.

.


Die Umkipperei wird in der Erinnerung wohl verwechselt mit dem Unfall bei Vogelstang vom 30.07.1969, bei dem der Hz 51/52 den Kürzeren zog und seitlich zum Erliegen kam, sozusagen.

von Führerbremsventil - am 21.09.2016 17:35
Das konnte man in diesem Beitrag gut sehen : [20066.foren.mysnip.de]

Leider sind die Fotos darin verschunden worden !
(Muss sie bei Gelegenheit 'mal erneuern)
.

von bassemohluff - am 21.09.2016 19:03
An den Beitrag kann ich mich gar nicht mehr erinnern, danke für neue Bilder!

von Fabegdose - am 21.09.2016 19:58
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