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Nahverkehr Rhein-Neckar
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Vetter 16SH, Führerbremsventil, Heinrich Fuchs, Fabrikant i.R., Der Regenleisten 0 305, Frieder Schwarz, BRN-Mos, bassemohluff, Tw237

Neuer HSB-Betriebshof

Startbeitrag von bassemohluff am 28.09.2016 11:00

Die RNV will den Heidelberger Betriebshof an den Großen Ochsenkopf verlegen
- dort wo ehemals der OEG-Güterbahnhof war


Der in die Jahre gekommene Betriebshof für die Straßenbahnen der Rhein-Neckar-Verkehr (RNV) muss umziehen. Denn für eine zweistufige Sanierung des heutigen Standortes an der Bergheimer Straße - wie sie 2014 geplant war - gibt es keine Zuschüsse vom Land. Deshalb wollen ihn Stadtverwaltung und RNV auf das Gelände des Großen Ochsenkopfs verlagern. Wo sich bis 1982 der Güterbahnhof der Oberrheinischen Eisenbahngesellschaft (OEG) befand, sollen künftig 41 Fahrzeuge abgestellt werden können. In den Bezirksbeiräten Bergheim und Wieblingen wird am Donnerstag, 29. September, die Machbarkeitsstudie der RNV erstmals vorgestellt. Gleichzeitig soll ein Grundsatzbeschluss für die Verlagerung an den großen Ochsenkopf getroffen werden.

Um auf dem 24.000 Quadratmeter großen Grundstück, das zwischen den Haltestellen "Gneisenaustraße" im Osten und "Berufsschule" im Westen, den Gleisanlagen der Deutschen Bahn im Süden und dem Schwarzen Weg im Norden liegt, überhaupt bauen zu können, muss die 1993 eingeweihte Neubaustrecke der OEG zwischen Hauptbahnhof und Haltestelle "Berufsschule" näher an die Bahn-Gleise verlegt werden. "Das Gelände muss zudem auf das Niveau der OEG-Gleisanlage abgesenkt werden", berichtet der Technische Geschäftsführer der RNV. So kann die Grünfläche nördlich des Schwarzen Weges erhalten bleiben. Auch die Haltestelle "Gneisenaustraße" muss nach Osten verlegt werden.

Ist das geschehen, soll in einem ersten Abschnitt bis 2019 eine Abstellhalle gebaut werden. Die Bahnen kommen dann über die OEG-Gleise auf das Gelände, umrunden zunächst das Gebäude und fahren dann im Westen in die Halle ein. So stehen sie zum Ausrücken gleich wieder in Fahrtrichtung. Damit würde der Mehraufwand, den die RNV im Moment am alten Standort durch die Gebäudestruktur hat, entfallen. Dort müssen Bahnen ständig rangiert werden, um sie von der Abstellanlage beispielsweise zur Werkstatt zu bringen. Zudem sind die Gegebenheiten dort nicht auf die modernen Variobahnen ausgelegt. "Uns war immer eine Nähe zu unserem Netzschwerpunkt wichtig, um Leerkilometer zu vermeiden. In einem zweiten Bauabschnitt sollen ab 2019 eine Werkstatt und eine Wasch- und Besandungsanlage angebaut werden. Bis es soweit ist, wird die alte Werkstatt in der Bergheimer Straße offen gehalten.

Für den ersten Bauabschnitt, dessen Kosten auf 28,3 Millionen Euro geschätzt werden, wurden 10 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Der zweite Bauabschnitt mit Werkstatt sowie Wasch- und Besandungsanlage ist mit 18 Millionen Euro kalkuliert. Hier will das Land sieben Millionen Euro als Zuschuss geben. Der zweite Bauabschnitt steht aber unter dem Vorbehalt, dass das Förderprogramm über 2019 hinaus weitergeführt wird. Insgesamt wird das Projekt - inklusive Trassen- und Haltestellenverlagerung - auf 51 Millionen Euro geschätzt.

Quelle : [www.rnz.de]

Und schon melden sich die Gegner :

Heidelberger Aktionsbündnis formiert sich gegen den geplanten Betriebshof

Gegen die geplante Verlegung des Betriebshofes der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (RNV) von der Bergheimer Straße an den Großen Ochsenkopf regt sich Widerstand. Die Bürgerinitiative Bergheim, der Nabu, der BUND und der Arbeitskreis Nachverdichtung im Bürgernetz Heidelberg haben sich dafür in einem Aktionsbündnis zusammengeschlossen. Sie lehnen jegliche Bebauung des Großen Ochsenkopfs ab.

Das Aktionsbündnis ist generell gegen die "Vernichtung" weiterer Grünflächen im westlichen Bergheim. Vor allem der Große Ochsenkopf sei als Fläche wichtig für die Stadtökologie, für das Stadtklima und habe eine große Bedeutung für das soziale Leben im westlichen Bergheim, heißt es in einer Mitteilung. Über die Fläche, die das Aktionsbündnis als "grüne Luftschneise" bezeichnet, werde der Wind aus dem Neckartal in die angrenzenden Gebiete bis in den Pfaffengrund getragen und versorge sie so mit Frischluft. Der geplante Baukörper stünde diesem im Weg und würde das Bioklima negativ beeinflussen. "Das Stadtklimagutachten 2015 empfiehlt deshalb, diese Fläche nicht zu bebauen", heißt es vom Bündnis.

Das Aktionsbündnis wünsche sich zwar einen bezahlbaren öffentlichen Nahverkehr und habe nichts gegen einen modernen Betriebshof, doch "dafür dürfen nicht zentral gelegene grüne Freiflächen bebaut werden". Insgesamt neun Standorte wurden im Vorfeld von der Stadt und der RNV geprüft: "Die vorliegende ablehnende Bewertung alternativer Standorte überzeugt uns nicht", heißt es weiter. Das Bündnis bezweifelt auch, dass das Land den Ausbau des Betriebshofes am bisherigen Standort nicht fördern will, weil dort ein "abschnittsweises" Bauen nicht möglich sei.

Quelle : [www.rnz.de]
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Antworten:

Ich persönlich finde das der Betriebshof auf dem Stadwerke Gelände im Pfaffengrung besser aufgehoben wäre. Dieses Gelände ist Luftlinie auch nur ca. einen Kilometer vom Ochsenkopfgelände entfernt. Da kann man nicht wirklich von Mehrkilometer für die Bahnen reden. Dorthin hätte man schon vor Jahren ziehen sollen. Vielleicht wurde die Chance verpasst, wie auch die Chance auf Fördermittel für den bestehenden BTH?

von Vetter 16SH - am 28.09.2016 11:20
Zitat
Vetter 16SH
Ich persönlich finde das der Betriebshof auf dem Stadwerke Gelände im Pfaffengrung besser aufgehoben wäre. Dieses Gelände ist Luftlinie auch nur ca. einen Kilometer vom Ochsenkopfgelände entfernt. Da kann man nicht wirklich von Mehrkilometer für die Bahnen reden. Dorthin hätte man schon vor Jahren ziehen sollen. Vielleicht wurde die Chance verpasst, wie auch die Chance auf Fördermittel für den bestehenden BTH?


Gute Idee. Und wenn dann eine Störung auf der Strecke ist, dann...
...hmmm...

von Führerbremsventil - am 28.09.2016 12:09
Zitat
FBV
Gute Idee. Und wenn dann eine Störung auf der Strecke ist, dann...
...hmmm...


Und wenn eine Störung auf der OEG Strecke ist?
Oder soll etwa die Blücherstraße wieder reaktiviert werden?

von Vetter 16SH - am 28.09.2016 13:02
Zitat
Vetter 16SH
Zitat
FBV
Gute Idee. Und wenn dann eine Störung auf der Strecke ist, dann...
...hmmm...


Und wenn eine Störung auf der OEG Strecke ist?
Oder soll etwa die Blücherstraße wieder reaktiviert werden?


Das wäre die Überlegung dazu, die Gleise liegen ja noch.
Die OEG-Strecke packt das sowieso nicht, da gibt's nämlich eine Zugsicherungsanlage. Und ich könnte mir vorstellen, dass ein Ausbremsen der Planzüge durch aus- und einrückende Straßenbahnen eher nicht so gerne gesehen werden würde.

von Führerbremsventil - am 28.09.2016 19:35
Vieleicht sind paar Schiene noch übrig von dem Bahn Stadt,da kann man von Stadtwerke aus noch den kleine schienen weg
einbauen.

von BRN-Mos - am 28.09.2016 19:39
Interessanter Plan.

Und für die Busse bleibt der alte Standort bestehen?

von Tw237 - am 28.09.2016 21:30
Freundschaft,

für die Busse wird es dann eine neue Busbude geben...?

von Frieder Schwarz - am 29.09.2016 05:35
In einem vergangenen Zeitungsartikel las ich mal, das für Busse eine Abstell- und Betankungsanlage in Rohrbach-Süd vorgesehen ist. Reparaturen werden dann nur noch in Mannheim gemacht.
Ob das so Sinnvoll ist?

von Vetter 16SH - am 29.09.2016 08:32
Zitat
Vetter 16SH
In einem vergangenen Zeitungsartikel las ich mal, das für Busse eine Abstell- und Betankungsanlage in Rohrbach-Süd vorgesehen ist. Reparaturen werden dann nur noch in Mannheim gemacht.
Ob das so Sinnvoll ist?


Wenn das aufgrund einer Regelung so festgelegt wurde, dann ist die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer Maßnahme obsolet. :--D

von Heinrich Fuchs, Fabrikant i.R. - am 29.09.2016 10:50
Von allen bisherigen Ideen die absolut schlechteste. Mann trennt Bahn und Bus, damit verbunden werden einige Mitarbeiter mehr benötigt die erstens die Betriebsabläufe koordinieren und auch die ausgebildeten Kombi bzw. Kowa Fahrer haben dann zwei Standorte. Nicht zu reden von den Reservediensten, die durch die Lösung beides Fahren zu können sehr stark reduziert wurden, nun wieder erhöht werden müssten. Momentan ist es auch sehr einfach möglich Omnibusse auszutauschen, bzw. sehr schnell im Netz für Ersatzverkehre vor Ort zu sein. Von Rohrbach Süd aus ist das sehr schwierig. Dann Reparaturen in Mannheim ausführen, mehr als schlecht. Momentan sind jetzt schon durch Reparatur und Wartungsarbeiten sämtliche Stellplätze in der KOM Werkstatt Mannheim belegt. Wie soll das mit 36 Omnibussen mehr gehen?

Noch dazu kommt das die Stellfläche für die Stadtbahnen nicht mehr werden, im Gegenteil ist eher noch enger........

von Der Regenleisten 0 305 - am 29.09.2016 20:26
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