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Nahverkehr Rhein-Neckar
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Erster Beitrag:
vor 11 Monaten, 1 Woche
Letzter Beitrag:
vor 11 Monaten, 1 Woche
Beteiligte Autoren:
Heinrich Fuchs, Fabrikant i.R., Tw237

[PT] Interrail 2016, Teil 9: Zweiachsiges Straßenbahnvergnügen Lissabon (mB)

Startbeitrag von Tw237 am 09.12.2016 13:39

Mahlzeit,

wie in Teil 8 bereits berichtet, hatte ich nun die portugiesische Hauptstadt Lissabon erstmals erreicht, deren Straßenbahnbetrieb mich schon lange faszinierte.

Nachdem das Gepäck im Hotel abgeliefert war, stürzte ich mich ins Straßenbahnvergnügen.


Damit der Leser meine Rundgänge besser nachvollziehen kann, bietet es sich natürlich an, eine Netzkarte zu zeichnen.

Erfreulicherweise hat die deutsche Wikipedia eine erstklassige Seite zur Lissabonner Straßenbahn.

So entnehme ich voller Ehrfurcht vorm Ersteller einfach mal diese Karten:




Hier das in etwa aktuelle Liniennetz:



Bei meinem Besuch (März) war die Strecke nach Ajuda außer Betrieb. Die 18E fuhr stattdessen nach Belem.
18E und 25E endeten Stadtseitig nicht an der Rua de Alfandega, sondern an der Praca do Comercio. Letzteres war sichtbar durch Bauarbeiten bedingt.


Freilich ist dieses Straßenbahnnetz nur noch das Überbleibsel eines einst großen Netzes:




Hier das heutige Netz im Kontext der größten Ausdehnung. Zwar erfolgten auch Stilllegungen im Zuge der ab 1959 eröffneten Metro, doch der größte Kahlschlag fand in den 90er Jahren statt, als gut die Hälfte des 1991 bestehenden Netzes platt gemacht wurde.


Heute dient die Straßenbahn natürlich auch noch regulären Verkehrsbedürfnissen, doch ist der touristische Wert des Restnetzes immens.

Im Laufe meines Besuches würde ich noch feststellen, dass rein von der Nachfrage her auch eine „richtige“ Straßenbahn kein Fehler wäre. Auf nicht touristischen Relationen ist eine Straßenbahn mit dem Fassungsvermögen eines Citaro K natürlich schwer zu rechtfertigen.
In der Altstadt Alfama mit ihren engen und steilen Gassen sind die alten Zweiachser wohl die einzige Möglichkeit, die nebenbei einen großen touristischen Wert hat.




Von meinem Hotel nahe der Metrostation Arroios lief ich zur Straßenbahn nach Anjos, wo ich die erstbeste Straßenbahn bestieg um das flair der alten Zweiachser zu „erfahren“.

Erstes Ziel war Campo Ourique, von wo ich Richtung Estrela lief:












Stillgelegte Gleise: Da der Großteil der Stilllegungen erst vor wenigen Jahren erfolgte sind nutzlos gewordene Straßenbahnstrecken im Lissabonner Stadtbild omnipräsent.










Die Fahrzeuge sind übrigens so im Wesentlichen aus den 20er Jahren und wurden über die Jahre hinweg etwas umgebaut. Die heute noch eingesetzten Wagen wurden in den 90ern modernisiert mit neuen Fahrgestellen von Kiepe. Während seit Jahrzehnten schon im Einrichtungsbetrieb gefahren wird, erhielten die „Remodulados“ genannten Fahrzeuge links wieder Türen, die jedoch nicht geöffnet werden.



Ab hier ging es dann ab Estrela weiter Richtung Stadtzentrum. Ich lasse diese Bilder der 28E jetzt einfach mal so kommentarlos wirken:



































Im der Stadt gibt es mehrere Standseilbahnen, die im Straßenraum verkehren. Da sie dort auch über Nacht abgestellt werden müssen, sind sie durch herumstreunenden Abschaum leider stark in Mitleidenschaft gezogen.













Kurz bevor ich wieder die Baixa erreichte machte ich dieses Foto, mit dem ich den Bericht für heute abschließe


alla hopp!

Antworten:

Sehr schön. In meinem Lissabonbeitrag werden sich dann unbemalte Straßen- und Bergbahnen zeigen.
Wenige Halbtriebwagen, jedoch viele vollwertige Fahrzeuge.
Demnächst in diesem Theater.

von Heinrich Fuchs, Fabrikant i.R. - am 09.12.2016 19:46
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