Lissabonbons- reloaded: Die Straßenbahn von Lissabon 1994 (Teil 4, Oldtimer für die Stadtrundfahrt und die Bergbahnen)

Startbeitrag von Heinrich Fuchs, Fabrikant i.R. am 14.12.2016 10:41

Und weiter geht's:
1994 konnte man einen Großteil der Stadt noch per Straßenbahnstadtrundfahrt erkunden.







Am "Praca do Comercio" standen die Wagen bereit. Es waren -natürlich- Zweiachser, mit offenen Plattformen.


Leider liegen hier heute keine Gleise mehr, also mußte ich ein wenig photoshoppen...






Ein längerer Zwischenhalt war an der Estrela, dort ergab sich dann eine Gelegenheit für Detailaufnahmen:








Heute sind diese Fahrzeuge nur noch für den Besucherverkehr innerhalb des Carris-Museums vorgesehen,
soweit ich weiß liegt dies an den nichtvorhandenen Schienenbremsen.

Ein paar Worte zur Stadtrundfahrt. Ich habe mehrere Touren gemacht, konnte nicht genug bekommen.
Lustig waren diverse amerikanische Touristen, die keinen blassen Dunst hatten was sie erwartet.
Einer hat mich gefragt: "How is it? Is it worth it?"
Ich hab dann nur grinsend zurückgefragt: "Do you remember your scariest Rollercoaster ride? It's more than that..."
Den entsetzten Blick werde ich nicht vergessen! :eek:rotfl

Die Stadtrundfahrt gibt es dann, in Teilen, im letzten Teil der Serie, in Bewegtbildern.

Nun zu den Bergbahnen:
Drei Strecken gibt es in Lissabon. Lavra und Gloria sind baugleich, Elevador da Bica weicht wagenbaulich deutlich ab.
[de.wikipedia.org]











Der "Ascensor da Lavra" war damals leider außer Betrieb, die ganze Straße war eine Baustelle.

Der dritte "Aufzug" ist der "Ascensor da Bica", meiner Meinung nach vom städtischen Umfeld her der
schönste der drei Aufzüge.





...so sieht das Eingangsportal heute aus.












Zum Glück waren damals die Grafittischmierer noch eine Randerscheinung.
Heute sind die Wagen großflächig versaut.

P.S.: Sind das eigentlich "Scherenrollenstromabnehmer"?

Einen Aufzug der anderen Art gibt es auch noch:
[de.wikipedia.org]

Obwohl es keine Schienenbahn im eigentlichen Sinne ist sollte dieser der Vollständigkeit halber doch noch erwähnt werden.



Im Obergeschoß des Aufzuges kann man hinter Plexiglas, leider aufgrund der Spiegelungen
völlig unfotografierbar, die uralte "Igor-Technik" in Gestalt von Zahnrädern, Schaltnocken,
Schützen und diversen Kipphebeln beim Abklappern der Steuerung beobachten.
Einem Grobtechniker wie mir geht da das Herz auf.
Katschunkatschunkklapperbrzztlwuiiii... :grins:

Im nächsten Teil sehen wir uns ein wenig in der Hauptwerkstatt um.
Bis denne.
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