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Nahverkehr Rhein-Neckar
Beiträge im Thema:
2
Erster Beitrag:
vor 6 Monaten, 1 Woche
Letzter Beitrag:
vor 6 Monaten, 1 Woche
Beteiligte Autoren:
Sandhase, Tw237

Mit Locomore auf den Spuren von Werner Rabe(mB)

Startbeitrag von Tw237 am 12.02.2017 16:18

Morsche,

seit einigen Monaten gibt es jetzt inzwischen schon den privaten Fernzug „Locomore“, der einmal täglich von Stuttgart nach Berlin verkehrt und das auch noch unschlagbar günstig.

Für nur 13 Euro konnten wir Tickets auf dem Abschnitt Heidelberg-Hannover für unseren gestrigen Samstagsausflug ergattern.





Eigentlich sind einstellige Uhrzeiten ja gar nicht meins. Aber um das neue Angebot einmal zu testen verließ ich mein Bett zu nachtschlafender Zeit, um den Heidelberger Hauptbahnhof aufzusuchen.






Mit den Kollegen Hummelchen und OEG 96 an einen Vierer gebucht, verbrachten wir hier die Zeit.
Es handelt sich hierbei um einen Ex-DB-Schnellzugwagen, ScheZuWa, wie es auf Speyrer Dialekt heißt. Er wurde jedoch mit einer Klimaanlage ausgestattet, die jedoch die Luft anders als bei den IC-Wagen nicht an den Fenstern hereinbläst.




Nun brachen wir auf zu einem kleinen Rundgang. Da der Zug gut angenommen war, konnte ich leider nicht sehr freizügig Sitze und Abteile fotografieren. Man mag es mir bitte nachsehen ;-)




Toilette (PiBu) modern und sauber. Doch das änderte sich während der Fahrt noch.






Multifunktionsbereich





Rollstuhlgerechtes WC





Kinderspielbereich. Groß und geräumig. Durch die Nichtabgeschlossenheit jedoch auch mitten im Durchgang.





Das ist ein Abteil der „Business-Klasse“. In räumlicher Abmessung und Ausstattung unterscheidet es sich nicht von den regulären Abteilen. Es werden jedoch maximal drei Leute in ein Abteil gebucht.






Um der Nachfrage Herr zu werden, hängen vorn noch zwei geliehene ex-IR-Wagen. Das ist Bahnfahren zum Abgewöhnen. Der unangenehme PVC-Boden und die Gummiarmlehnen haben meine Begeisterung für diese Wagen schon immer noch stärker in Grenzen gehalten, als das 80er-Jahre-Design.






Entsprechend gediegener ist das reguläre Locomore-Material. Hier ein Blick in den Großraum-Bereich.





Blick auf unseren Vierer. Viel Beinfreiheit gibt es nicht. Die User OEG 96 (ca.170 cm) und Hummelchen(ca. 180 cm)müssen die Füße nach hinten Einziehen. Dennoch ist der Sitzkomfort ok.






Die Abteile bieten Themenbereiche wie StartUps, Stricken&Häkeln, Literatur, Brettspiele, Kartenspiele und natürlich auch Eisenbahn.

In dem Eisenbahnabteil schwiegen sich jedoch nur drei Leute an. Nennenswerte Interaktion war nur bei „Stricken und Häkeln“ festzustellen.


Pünktlich erreichten wir Hannover, wobei die als Ankunftszeiten immer die Abfahrtszeiten angegeben werden und umgekehrt. So hat schafft man sich gegenüber der Kundenerwartung einen Puffer.




In Hannover wird Kopf gemacht und die Lok setzt um. Die 15-minütige Pause nutzten wir um einige Bilder des Zuges zu machen.




Einer der ex-IR-Wagen ist grau in grau lackiert.





Der andere in NS-Farben.





Und zum Schluss noch ein Blick auf unsere Lok, Fitzgerald


Locomore stellt an sich selbst den Anspruch, es besser zu machen als die Bahn. Zumindest die Zugreihung war auch hier umgekehrt und das versprochene, unbegrenzte Wlan funktionierte überhaupt nicht.
Von diesen Kleinigkeiten abgesehen, war es aber ein wunderbares Eisenbahnerlebnis, weshalb ich auf dieses Angebot gerne wieder zurückgreifen würde.
Der Zug war pünktlich, Sauber und modern eingerichtet. Es gab Steckdosen und eine Klimaanlage. Für die Freunde der Übersetzfenster gibt es auch unklimatisierte Wagen.

Das Publikum war angenehm auf unserer Fahrt und wir kamen mit einigen lustigen Leuten ins Gespräch. So wie man sich das bei einem „jungen, hippen“ Produkt wie dem Locomore vorstellt.

Was den Sitz und Reisekomfort angeht, ist man der „DB der Zukunft“ um Welten vorraus. Das Komfortmaximum eines deutschen Fernreisezuges wurde m.E. mit den modernisierten ICE 1 erreicht. Seitdem wird es zurückgenommen.
Zwar ist die Beinfreiheit beim Locomore nicht üppig, doch versucht man den Komfortstatus der alten Schnellzugwagen nochmal etwas upzugraden, ohne das erreichte Komfortniveau zu reduzieren.

Der DB gelingt das nicht. Erreichte und bereits unterbotene Komfortniveaus werden bei IC2 und ICE4 nochmals unterboten und mit nur marginalen Verbesserungen nicht wirklich aufgewogen.

Den ICE 4 hatte ich hier ausgiebig beschrieben: [www.facebook.com]

Auch wenn der ICE 1 unerreicht bleibt, mit einem Produkt wie dem ICE 4 bereitet die Bahn der Konkurrenz mit Altmaterial einen erheblichen Wettbewerbsvorteil.

Mogen die Kunden das auch erkennen!



Den Anschließenden Hannover-Bericht gibt es als Teil 2 dann im Straßenbahnforum: [www.drehscheibe-online.de]


Alla hopp

Antworten:

In Hannover ist Baustelle, daher gab es auch Änderungen wie Lokwechsel und umgekehrte Wagenreihung.

Siehe DSO

von Sandhase - am 12.02.2017 17:24
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