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Nahverkehr Rhein-Neckar
Beiträge im Thema:
6
Erster Beitrag:
vor 5 Monaten, 3 Wochen
Letzter Beitrag:
vor 5 Monaten, 3 Wochen
Beteiligte Autoren:
Tw237, GT8NF, Lokleitung, Führerbremsventil

[MA] 1971 - als Mannheims Straßenbahn unter die Erde ging (mB)

Startbeitrag von Tw237 am 23.02.2017 12:10

Mahlzeit,

nachdem ich hier [www.drehscheibe-online.de] bereits ausgiebig die Straßenbahn auf/unter dem Mannheimer Luisenring im Wandel der Zeit ausgiebig thematisiert hatte, möchte ich dies heute ergänzen um die Broschüre, die die MVG seinerzeit zur Eröffnung des Dalbergtunnels herausgab:





















































In der Etatrede 1976 ging der ab 1971 amtierende Oberbürgermeister Ratzel in Bezug auf die im Zuge der B-Linie geplanten Tunnel auch noch einmal – vernichtend – auf den Dalbergtunnel ein:



Damit zeigt Ratzel auch ein Stück weit seine Grundhaltung zum Tunnelbau an sich, den er im Wesentlichen ja ablehnte. Ihm und dem damaligen Straßenbahndirektor Otto Dietrich haben wir es maßgeblich zu verdanken, dass Mannheim heute ein intaktes und attraktives Straßenbahnnetz hat, das nicht durch Tunnelanlagen mit beschränktem Nutzen teuer, unflexibel und unattraktiv wurde.
Geschickt haben Ratzel und Dietrich immer wieder gegen die Tunnelfreunde im Gemeinderat, den Stadtbaurat Borelly und die Gutachter agiert.

Wie man das auf der anderen Rheinseite sah, hatte ich vor einer Weile ja hier mal angeschnitten: [www.drehscheibe-online.de]



Alla hopp

Antworten:

Vielen Dank für dieses Interessante Zeitdokument.
Und es ist ja auch nicht so, dass der Tunnel im Planbetrieb wirklich gebraucht wird. Ist nur im Umleitungsfall eine brauchbare Alternative.

von GT8NF - am 23.02.2017 13:42
Zur Erschließung des Stadtviertels ist die Strecke auch heute wichtig. Nur im Tunnel müsste sie nicht unbedingt verlaufen.

von Tw237 - am 23.02.2017 14:50
Ich bezog mich vorrangig auf den Tunnel, denn der ist eher Fahrgastfeindlich als dass er die Leute auf die Bahn holt. Die Bahnen sind auf dem Abschnitt nur zur HVZ wirklich voll. Gehe davon aus, dass die 2 auf dem Ring wesentlich besser angenommen würde, wenn sie Oberirdisch verlaufen würde.
Und ja, es muss (zumindest am Wochenende) auch Nachts entsprechendes Fahrgastpotenzial geben, denn sonst würde es keine Fahrten mit der Linie 3 geben.

von GT8NF - am 23.02.2017 15:48
Zitat
GT8NF
Vielen Dank für dieses Interessante Zeitdokument.
Und es ist ja auch nicht so, dass der Tunnel im Planbetrieb wirklich gebraucht wird. Ist nur im Umleitungsfall eine brauchbare Alternative.


Ohne Tunnel und entsprechende Sicherheitseinrichtungen (Blockabstände) wäre die Strecke im Umleitungsfall noch wesentlich brauchbarer...

von Führerbremsventil - am 23.02.2017 18:35
Es ist aber natürlich auch so, dass speziell der Tunnel einige Umleitungsfälle erst möglich gemacht hat. Wenn man speziell an Chaostage wie den Marathon denkt, so war es doch dem Tunnel geschuldet, dass während der Veranstaltung der Bahnbetrieb nicht vollständig zum Erliegen gekommen ist.

Wobei ich nicht behaupte, dass dies unbedingt am Tunnel liegt; es wäre sicher auch mit irgend einer anderen Art der kreuzungsfreien Ausfädelung der Straßen möglich.

Der Tunnel ist nicht einladend fürs Publikum, aber betrieblich ist er manchmal ganz praktisch. Und barrierefrei sind die Haltestellen Rheinstraße (unten) und Dalbergstraße auch nicht.
Aber es ist schon okay, dass die Tunnelmania in Mannheim keine größere Verbreitung gefunden hat.

von Lokleitung - am 23.02.2017 20:46
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