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Nahverkehr Rhein-Neckar
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vor 7 Monaten, 3 Wochen
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Tw237

[BI] Vergangenheit und Gegenwart der Straßenbahn in Bielefeld (mB)

Startbeitrag von Tw237 am 26.02.2017 11:32

Mahlzeit,


Da vor die DB vor einigen Wochen zahlreiche günstige Tickets ausgab, beschlossen wir einige Reisen zu Buchen. Eine davon war die gestrige von Mannheim nach Bielefeld für 14,25 Euro.

Während dieser Stadterkundung machten wir auch einige Vergleichsaufnahmen zu den Bildern, die Werner Rabe 1960 und 64 anfertigte.

So reise eine vierköpfige Delegation aus der Kurpfalz ins ostwestfälische Bielefeld.





Da bei den letzten Beiträgen zahlreiche Traugott-Wembske-Kenner bemängelt hatten, dass es keine Essensbilder gar, möchte ich gleich mit diesem Foto aus dem Speisewagen beginnen.




Die Freude über die rasante Fahrt auf der SFS-KRM weilte nur kurz, bis wir auf der Höhe Neuwieds abrupt zum Stehen kamen. Erst wurde durchgesagt, dass es eine Störung gebe, jedoch „Strom und so“ noch da sei.

Noch wärend wir rätselten, was „und so“ sein könnte, wurde das RNLF*-Backoffice über die Whatsapp-Gruppe aktiv und recherchierte, dass der Zug einen Verdacht auf Schleifleistenbruch und einen defekten Federspeicher habe.


*Rhein-Neckar-Laber-Fraktion





Mit 40 Minuten Verspätung erreichten wir dann Köln, wo wir jedoch statt des IC einen ICE bekamen und nur unwesentlich später in Bielefeld eintrafen.





So bot sich uns der Bahnhofsvorplatz bei unserer Ankunft




Und so erlebte das Werner Rabe in den 60ern.





Während die Straßenbahn damals noch direkt vorm Bahnhof hielt, ist nun zur Eingang der Tunnelstation ein kleiner Fußweg nötig.




Und so sah es an dieser Strelle 1960 aus.


Über einen Modellstraßenbahnkollegen, der für MoBiel arbeitet, lernten wir einen weiteren Kontakt kennen, der uns eine sehr interessante Führung ermöglichte.




Bei unserem Eintreffen im Betriebshof Sieker war die Partybahn „Sparrenexpress“ startklar.





Blick ins reich bestückte Innere der Partybahn





Sogar zwei getrennte Toiletten dieser Bauart sind vorhanden.




Bei unserer Netzbereisung konnten wir ihn nochmal bei Altenhagen auf freier Strecke auf den Chip bannen.


Aber nun zurück zur Betriebshofführung:



Hier sehen wir die Waschanlage, die für jeden Wagentyp ein eigenes Programm hat.




Ein Blick in die Buswerkstatt





Auch in die Leitstelle durften wir einen Blick werfen, wo der Betrieb von MoBiel und der Westfalenbahn überwacht wird. Im Hintergrund sehen wir die Leinwand mit dem Gleisbild des Innenstadt-Tunnels.




Anschließend durften wir eine Runde mit dem aus Innsbruck zurückgekehrten GT8 814 eine kleine Runde über den Hof drehen.



Blick in den Innenraum



Blick auf den Führerstand






Nebenan sehen wir die älteste und die jüngste Generation des aktuellen Betriebs.




Blick in die geräumige Fahrerkabine des Vamos






Der M-Wagen ist dagegen insbesondere für größere Leute (wie hier 195 cm) eher etwas problematisch.




Eine Bielefelder Besonderheit sind die vierachsigen Beiwagen, die zwischen zwei M8D eingereiht werden.





Der aktuelle Schleifwagen von MoBiel. Man beachte die Anordnung der Laufgestelle unter dem Mittelteil.




M8C in Originallackierung


Nach dieser sehr eindrucksvollen Führung begaben wir uns mit der Stadtbahn wieder in die Stadt:




Ankunft am Jahnplatz.





So bietet sich der Jahnplatz heute.



Und so sah er mit Straßenbahn auf eigenem Bahnkörper aus, die bei der großen Umgestaltung 1957 einen Ring ums Stadtzentrum erhielt.










Blick Richtung Rathaus heute





Und damals










Heute befindet sich hier eine Bushaltestelle




1960 bog hier noch die Straßenbahn Richtung Rathaus ab. Leider ist auch das schöne Bankhaus im Hintergrund verschwunden.






Wo wir gerade am Jahnplatz waren, holten wir uns noch einen kleinen Nachtisch.
Interessanterweise heißen die Berliner – wie sich das gehört - in Bielefeld auch Berliner und nicht Krapfen oder Pfannkuchen.
Kein Wunder also, dass die Bielefelder Düwags, die 1982 zu uns kamen voll Rhein-Neckar-kompatibel waren.


Apropos Berliner…
Die nächsten Vergleichsfotos sollten am Berliner Platz gemacht werden. Doch konnte Google Maps den nirgends finden. Eine Google-Suche „Berliner Platz Bielefeld“ brachte uns dann die Gewissheit, dass der Berliner Platz inzwischen Willy-Brandt-Platz heißt.





Diese Bude am Willy-Brandt-Platz steht allerdings noch immer am Berliner Platz.


Nun eine Reihe von Vergleichsbildern, die an diesem Platz entstanden:










































































































Anschließend machten wir uns auf nach Altenhagen, um die jüngste Erweiterung des Bielefelder Stadtbahnnetzes noch einmal ausgiebig zu dokumentieren, bevor hier in einigen Jahren alles zugebaut oder zugewachsen ist:













Nebenbei fanden wir noch dieses Stück für die Freunde merkwürdiger Omnibusbauformen.








Apropos Bus…
An der Baumheide kann man noch auf den Standard-I-Bus umsteigen.







Ansonsten macht die Haltestelle Baumheide auch einen sehr „idyllischen“ Eindruck vergangenen 70er-Jahre-Schicks und passt mit ihren Graffitis nicht so ganz zum ansonsten sehr gepflegten Stadtbahnbetrieb.






Man beachte, dass die M-Wagen dieselben Innenanzeigen haben wie die Mannheimer GT6N, in die man „angeblich“ gar keine Umlaute einpflegen kann.

Scheinbar geht das wohl doch…







Mit der 3 fuhren wir nach Babenhausen Süd, um das Wendedreieck an der Voltmannstraße zu besichtigen.




Vor „14 Tagen“ war es da wohl noch ;-)









Hier befand sich das Wendegleis





Damals war noch weniger Grün anzutreffen. Ansonsten hat sich nur wenig verändert.






Heute fährt man zweigleisig in Mittellage.









1964 noch eingleisig in Seitenlage.





Die Haltestelleninsel schein noch richtig alt zu sein. Von der Anlageform her war das wohl mal eine Umfahrungsendstelle, bei der mit Einbau des Wendehammers nichts am Bahnsteig verändert wurde.










Und so stand man damals an der Abfahrtstelle.




Einige Jahre zuvor noch mit dem Großraumwagen.




Mit der 3 fuhren wir durch bis Stieghorst, wo wir diesen Citaro ablichten konnten.









Nachdem das ÖPNV-Programm abgeschlossen war, setzten wir das Abendessen ab. Hierfür wählten wir Vapiano am Eingang zur Altstadt.





Denn von hier aus hat man einen wunderbaren Straßenbahnblick.
Straßenbahnblick scheint bei Vapiano zum Betriebskonzept zu gehören, denn den gibt es auch unter anderem in Darmstadt, Frankfurt, Mannheim und Braunschweig.






#

Was man beim Anblick des Jahnplatzes nicht für möglich hält ist, dass Bielefeld noch eine beschauliche Altstadt hat. Diese haben wir anschließend noch erkundet.








Kernpunkt eines jeden „Citychecks“ ist das Testen von Stadtmobiliar, wie diesen Bänken, deren Lehnen man in „Fahrtrichtung“ umlegen kann, wie einst im Schienenbus.








Die Wartezeit auf den Zug reichte noch für einen kurzen Abstecher zur Stadtbahn.




Bei unserem Besuch hatte uns MoBiel noch reich mit Werbeartikeln beschenkt, die wir auf der Fahrt nach Köln aufteilten.










Blick in unseren ICE 544 bei Ankunft in Köln


Nach einem kurzen Rundgang und einem Besuch der Bahnhofsbuchhandlung war unser Zug schon angeschlagen. Wenn man möglichst lange im Westen bleiben will, ist der ICE 619 die einzige Wahl, obwohl er sehr unangenehm ist. Denn er ist der 2020 unter den ICEs und mit einer Vielzahl von Menschen gefüllt, die man nicht neben sich haben möchte ;-)
Er fährt zwar auch über Frankfurt, Mannheim und Heidelberg. Verständlicherweise wird der wenige Platz auf den Anzeigen dafür verwendet die wahren Metropolen zu nennen, die für die Vielzahl der Nutzer relevant sind: Wiesloch-Walldorf und Pforzheim.





Noch vor Abfahrt unseres Zuges konnte ich noch diesen Talent fotografieren. Ein weiteres Foto wurde mir jedoch von einer Aufseherin untersagt, da man in Deutschland keine Bahnanlagen fotografieren darf. Noch schlimmer als Bahnanlagen sind Menschen mit Uniform.

War mir bis dahin nicht bekannt, aber da fuhr auch schon der 619 ein.








Neben lustigen Ratespielen und Spielen mit dem Fratzenverzeichnis und Tinder hatten wir auch noch die Möglichkeit neue Reiseideen durchzusprechen. Hierzu konnte ich mir in den letzten geöffneten Minuten der Bahnhofsbuchhandlung in Köln zwei neue Schwandl-Bücher erwerben.



So viel für heute…


Alla hopp!






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