Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Nahverkehr Rhein-Neckar
Beiträge im Thema:
2
Erster Beitrag:
vor 7 Monaten, 1 Woche
Letzter Beitrag:
vor 7 Monaten, 1 Woche
Beteiligte Autoren:
Heinrich Fuchs, Fabrikant i.R., Tw237

[K] Altes und Neues in Köln(mB)

Startbeitrag von Tw237 am 13.03.2017 09:44

Morsche,

auch am vergangenen Wochenende fand wieder ein Ausflug statt, über den es nun zu berichten gilt.
Normalerweise macht man Wochenendausflüge zwar lieber samstags, doch diesmal musste es ein Sonntag sein: Denn das Museum Thielenbruch hatte mal geöffnet. Und das kommt nicht ganz so oft vor.

Und da die DB noch immer genügend 14,25 Euro-Tickets zur Verfügung hatte, stand dem Museumsbesuch in Köln nichts im Wege.

Da ich am Samstag noch lange an meinem Anderhalbrichter-Bericht hing, konnte ich leider keine Rabe-Bilder mehr zu Vergleichen raussuchen. Dafür gibt es einige Vergleiche zu den Fahrzeugen im Museum weiter unten. Diese entstanden dann 1964





Eigentlich wäre nun wieder Zeit für ein Speisewagenbild. Doch wenn man sich dann wieder erstmal bis Frankfurt mit Nichtspeisenden Speisewagenbelagerern rumärgern muss und dann dennoch getrennt sitzt, nimmt man sich lieber was bei Yourmas mit.

Doch das Speisen auf Gleisen im ICE 3 wird attraktiver: Mit dem Redesign erhalten sie wieder eine richtige Speisewagenausstattung.
Und relativ werden sie noch attraktiver als absolut: Denn die Sitze im Reisezugwagen, die der Fahrt im Speisewagen gegenüberstehen werden nach dem Redesign die unbequemen Bretter des ICE 4 sein.









In Köln angekommen wurden wir von einem Hobby-Kollegen am Bahnhof abgeholt und starteten erst einmal zu einer Fahrt mit dem neuen Elektrobus.







Ab Zollstock nutzten wir die 12, um am Ebertplatz umzusteigen.




Gut zu erkennen, dass hier die Bahnsteiganlage mal anders war.





Mit einem weiteren Umstieg gelangten wir dann nach Thielenbruch.





Hier einen Blick in die Museumshalle. Und auch wenn es nicht auf den ersten Blick so aussieht: Das Museum war sehr gut besucht. Ich glaube noch nie ein so gut besuchtes Straßenbahnmuseum ohne Fahrbetrieb gesehen zu haben.






Die „erste Elektrische“ mit offenen Plattformen entstand aus einem alten Bonner der gleichen Bauart.




Fratzenblick






Zwei Züge des Vorortbahnverkehrs. Der Rechte ist allerdings ein einteiliger TW.





Mit ähnlichen Doppel-Tw konnten wir zumindest noch vor drei Jahren in Österreich fahren. Ob sie noch fahren?






Eine etwas ältere Bauform des Vorortbahnzuges sehen wir hier.



Ihn konnte Werner Rabe auch noch im Betrieb erleben:














Hier zwei Fahrzeuge des Stadtverkehrs.

Auch sie konnte Werner Rabe vor 53 Jahren noch im Betrieb erleben:









Beim Aufbauwagen handelt es sich hier um eine Ausführung mit zwei Scheinwerfern. Vielleicht kennt ja jemand aus der Userschaft die Gründe.




Ein Fahrzeug für den Innenstadtbetrieb, das in den 30ern entstand.





Werner Rabe sah diese Fahrzeuge 1964 im Betrieb.






Ein anderes Fahrzeug, das für den Stadtbetrieb wohl mal sehr prägend war, ist dieses hier. Mit der einzelnen Düwag-Tür am ersten Einstieg wirkt es etwas gewöhnungsbedürftig.




Werner Rabe erlebte diese Wagen noch mit der Originaltür an der Front.







Inzwischen haben wir noch etwas Zeit für ein Gruppenfoto gefunden. Natürlich nur echt mit schwarzem Balken.

Ein weiterer Kollege aus Nürnberg, der zufällig in der Nähe war, ist später noch dazugestoßen.
Unsere beiden weiteren Köln-Führer haben wir erst nach dem Foto kennengelernt ;-)






Ein für Köln typisches Fahrzeug, das ich in den letzten Zügen seines Betriebes auch noch erlebte ist der GT8.

Laut dem Museumsführer wurde dieser Wagen auch noch als Sechsachser geliefert.





Werner Rabe fotografierte diese Fahrzeuge noch im Betrieb als Sechsachser.





Vor den Toren sonnte sich einer der frühen B-Wagen.






Im Innenraum fanden sich noch einige Modelle im Maßstab 1:22,5, die Theodor Pfeiffer baute. Ihn konnte ich vor einigen Jahren sogar mal auf der Sinsheimer Messe kennenlernen.
Er war auch bestens bekannt mit meinem Modellbau-Lehrmeister Klaus Töppe.





Ein Fahrzeug, das wir nicht sahen ist dieses hier. Gut, passt thematisch wohl auch nicht ganz ins Straßenbahnmuseum. Ob es überhaupt hinfahren könnte?

Werner Rabe fotografierte diese schönen Wagen der KBE 1964.
Aus dem Stadtverkehr habe ich vor einiger Zeit erfahren, dass ein solches Fahrzeug wieder betriebsfähig aufgebaut werden soll. Das wäre auf jeden Fall ein Grund für einen erneuten Besuch :-)






Noch im Museum lernten wir im Gespräch über die in der Region zahlreich abgestellten Anderthalbdecker zwei Kölner Verkehrsfreunde kennen, die anboten uns einige Highlights zu zeigen, wobei sich einer der beiden sehr sicher war, dass Chorweiler nicht dazu zählen soll :-)






Blick in einen der neueren B-Wagen. Sie haben die so ziemlich ungemütlichsten Sitze von allen Hartschalenwagen.





Wir wollten dann auch noch Hochbahn fahren. Aufgrund des eher mageren Takts sind wir aber nicht ausgestiegen um ein Bild zu machen.
Teil des Sightseeings waren auch diese Bewohner einer der angrenzenden Tunnelstationen.





Ein erstes Highlight der Stadtführung war dieser Standard-I-Bus







Weniger hochleuchtend ist dieser Van-Hool-Wagen.








Und hier nun das Highlight: Einer der Anderthalbdecker. Leider in wüstem Zustand.









Nächste Anlaufstelle war die noch sehr ursprüngliche U-Strab-Station Apellhofplatz.





Schön war dieser Automat, der einem beim Kauf eines Tickets keine 5 Euro abverlangt, sondern sie ausspuckt. Sowas hatte ich auch noch nie erlebt.
Aber es half kein Ausprobieren geschickter Tastenkombinationen: Es ergoss sich kein weiterer Finanzsegen über uns.






Mit dieser Bahn setzten wir unsere Fahrt fort. Auch sie hat zwar nur Hartschalensitze, ist aber bequemer als die B-Wagen von vorhin.







Am Heumarkt verließen wir die Bahn wieder. Da kam dann auch die Fahrerin zu uns und beschwerte sich über die Fotos. Was den ein oder anderen Jüngeren noch in Schrecken versetzt, geht inzwischen zum einen Ohr rein und zum anderen raus. Dass der Fahrer mit der Bahn als Hauptmotiv nur Beiwerk ist und somit kein Recht am eigenen Bild beanspruchen kann, scheint bei den betreffenden auch nicht anzukommen.

Insgesamt scheinen in dieser Beziehung die Uhren bei den KVB anders zu ticken….


Auf der Seite der KVB heißt es hier für die Straßenbahnfans recht wohlwollend:


[www.kvb-koeln.de]

Zitat
KVB
Bei kommerzieller - also gewerblicher - Nutzung braucht man in allen Gebäuden und Fahrzeugen sowie auf dem Gelände der Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB) einen „Nutzungsvertrag". Zu den Gebäuden zählen alle U-Bahn-Haltestellen mit ihren Bahnsteig- und Mittelebenen; zu den Fahrzeugen zählen Stadtbahnen, Omnibusse und Nutzfahrzeuge. Das Gelände der KVB umfasst alle Betriebsstätten (wie z.B. den Betriebshof in Köln-Braunsfeld) und die oberirdischen Haltestellen.

Für Foto- und Filmaufnahmen im „kleineren Stil" wie z.B. Digital- oder Handykamerafotos einer Haltestelle für private Zwecke wird keine Erlaubnis von uns benötigt.




Weiter heißt es aber …


Zitat
KVB
Bitte beachten Sie beim Fotografieren bzw. Filmen, dass jede fotografierte/gefilmte Privatperson ein Recht am eigenen Bild hat. Daher dürfen diese nicht ohne Einverständniserklärung dieser Person veröffentlicht werden. Bitte beachten Sie dies bei Ihren Aufnahmen, insbesondere wenn KVB-Mitarbeiter und KVB-Kunden auf den Foto- bzw. Videoaufnahmen zu sehen sind.



Aber es ist ja die Sache: Ich fotografiere die Bahn und nicht ihren Fahrer. Ich kann ja auch bei einem Foto des Doms nicht jeden um Erlaubnis fragen, der davorsteht.
Ob dieser Passus also so standhalten könnte?



Jedenfalls war die Fahrerin da noch immer freundlicher als einer ihrer Kollegen, der am Mittag seine Bahn auf freier, oberirdischer Strecke stoppte. Er trötete erst kurz mit seiner Mofa-Hupe, die ich erst gar nicht der Bahn zuordnete. Er rief mich nach Stoppen des Zuges zu sich.

Er:„Hey, junger Mann, kommen Sie mal her“

Und wir wollen ja mal keine Vorurteile pflegen, aber meine Oma warnte mich stets seit frühester Kindheit davor, auf solche Anfragen einzugehen.

Also antwortete ich ihm kurz, knapp und bündig: „Nein“.

Er entgegnete daraufhin: „Ich werde jetzt die Polizei über Sie informieren“.

Ich wünschte ihm dabei noch viel Spaß und setzte meinen Weg fort.




Doch setzen wir unseren Rundgang mal fort:




Ungewohnt erscheint die zum Ende hin verschlossene Station.





Und hier stehen wir mitten in einer Bauvorleistung. Im Falle der Tieferlegung der Ost-West-Achse, würde hier die Bahnsteige entstehen. Die Bahnen fahren dann durch die verschlossene Öffnung zwischen den beiden Treppenabgängen.




Etwas an Charleroi erinnerte die Station Markstraße, die am Ende einer Tunnelrampe auf ihre Inbetriebnahme wartet.






Am Barbarossaplatz






Blick in den Tunnel an der Station Poststraße. Gut zu erkennen das niveaugleiche Gleisdreieck, das für die U-Straßenbahnanlagen typisch ist.


Am Bahnhof hatten wir noch etwas Zeit für ein paar Fotos, bevor unser Zug ging:






Ein Highlight war der Museums-B-Wagen, den wir hier nochmal sichten konnten.



Mit diesem Bild beende ich den Bericht auch ;-)


Alla hopp!

Antworten:

Kurzer Griff ins Regal:
Tw 1982= ex Tw 91(ab 1957: 1982), 2x Aufbauwagen mit 1 Fst, 1949 Westwaggon/AEG a: 1980

von Heinrich Fuchs, Fabrikant i.R. - am 13.03.2017 11:44
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.