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Nahverkehr Rhein-Neckar
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Erster Beitrag:
vor 4 Monaten
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vor 4 Monaten
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Tw237, Lokleitung

[SRB] Weiterreise von Belgrad nach Sofia - Erstmal bis Nis(mB)

Startbeitrag von Tw237 am 18.03.2017 16:46

Mahlzeit,

Am Morgen von Tag 4 stand die Weiterfahrt nach Sofia auf dem Programm. An sich keine besonders weite Strecke, dennoch hatten eine gut 10-stündige Bahnreise vor uns. Lt. DB-Auskunft sollte der Zug sogar einen Speisewagen führen, worauf wir uns natürlich eh nicht verlassen haben.




Auch vor dem Belgrader Bahnhof erinnert eine alte DaLo an vergangene Zeiten.








Der Regionalverkehr wird hier teilweise mit modernen Flööörts gefahren. Der Fernverkehr sollte leider keinen solch hohen Stellenwert inne haben.









Beim Betreten unseres Abfahrtsbahnsteiges sahen wir erst zwei russische Wagen und freuten uns über das moderne Material. Leider stellte sich heraus, dass das nur zwei mitgeführte Schlafwagen waren, und die 10-sündige Fahrt nach Sofia für uns in einem durch DB-Modernisierungsmaßnahmen verunstalteten und übelst versifften bmh-Wagen stattfinden würde.








Auf die nächsten 10 Stunden in diesem 90er-Jahre-Alptraum.
Da kein Großraum reservierbar war, mussten wir Abteil buchen. Das läuft hier demnach als „Abteilwagen“.

Ein Gutes hatte die ganze Sache ja, denn man konnte bei offenem Fenster die Rübe raushängen und einige Bilder machen.

Die meiste Zeit hatten wir das komplette Wagenteil fast für uns alleine. Dennoch habe ich gleich nach dem Boarden am Fenster die „Rentnersicherung“ eingelegt: Um vehementen Forderungen das Fenster wegen Zugluft zu schließen zuvorzukommen, habe ich es geöffnet und mittels Vierkantschlüssel fixiert. Diese Vorgehensweise hat sich schon in Deutschland bestens bewährt.


Nun einige Eindrücke der Fahrt, beginnend mit der Ausfahrt in Belgrad:












































An jedem Bahnhof fertigt der Bahnhofsvorsteher den Zug ab.









In den Balkanländern scheint das Eisenbahnwesen – zumindest im Personenfernverkehr – so ziemlich am Ende zu sein. Der Motorisierungsgrad hat fast schon westliches Niveau erreicht, Busse fahren öfter, schneller und billiger und die Investitionen ins Autobahnnetz sind allgegenwärtig zu sehen.
Von den angeblich geplanten Neubaustrecken, die für eine attraktive und konkurrenzfähige Bahn wichtig wären ist nichts zu sehen.
Ein Lichtblick ist da, dass man wohl mit russischer Unterstützung zumindest ins Bestandsnetz investiert, wie die Gleisbaumaschinen an vielen Bahnhöfen zeigen.



















Soweit für heute. Den schöneren Teil der Strecke von Nis nach Dimitrovgrad beschreibe ich dann im nächsten Teil….



Alla hopp

Antworten:

Schääne Bilder, aber...

Zitat
237
...eine 10-sündige Fahrt...

Sososo...


Zitat
237
...in einem durch DB-Modernisierungsmaßnahmen verunstalteten und übelst versifften bmh-Wagen...


So furchtbar verändert ist der doch gar nicht. Das sind die originalen Halberstadter Sitzmöbel, nur mit neuen Kopstützen und Armlehnen und neuem (naja, heutzutage sicher nicht mehr wirklich neuem) Bezug. Die Gepäckablagen hat man damals auch umdesignet, aber beispielsweise die Beleuchtungskö(r)per sind auch noch okinal. Das Schlimmste war damals, dass man bei der Rekonstruktion - wie bei den Silberlingen - jedes zweite Übersetzfenster durch ein feststehendes ersetzt hat.

von Lokleitung - am 18.03.2017 21:02
Also ich finde gerade das 90er-Jahre-Design mit seinen Farben furchtbar. Egal wo. Und gerade beim Pflegezustand hier wie dort halte ich die Kunstlederbänke für sinnvoller als die muffigen Stoffbezüge.

von Tw237 - am 19.03.2017 12:29
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