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Nahverkehr Rhein-Neckar
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Erster Beitrag:
vor 4 Monaten, 4 Wochen
Letzter Beitrag:
vor 4 Monaten, 4 Wochen
Beteiligte Autoren:
Tw237, Heinrich Fuchs, Fabrikant i.R.

[BG] Interrail II - Teil 7: Mit der Tram durch Sofia(mB)

Startbeitrag von Tw237 am 24.03.2017 12:35

Mahlzeit,


Inzwischen hatten wir Sofia, das Hauptziel unserer Reise erreicht, wo wir vier Nächte gebucht hatten. Nach einem ausgiebigen Frühstück im Hotel brachen wir zu unserer ersten Fototour in den Sofioter Stadtverkehr auf.




Ein Blick aus dem Hotelfenster


Heute bietet Sofia ein Nahverkehrsnetz, das aus Metro, Straßenbahnen, Obussen und Diesel bzw. Gasbussen besteht. Neben in eigener Werkstatt in den 80er/80ern gefertigten Wagen und neu beschafften Tatra-Wagen sind auf der Straßenbahn auch aus Bonn, Halle, Prag und Leipzig übernommene Fahrzeuge der Hersteller Düwag und Tatra anzutreffen. Erstere stehen inzwischen vor ihrer Ausmusterung.

Wie der geneigte Tramologe an der obigen Aufzählung erkennen mag, birgt das Straßenbahnnetz eine kleine Besonderheit: Neben dem ursprünglichen Hauptnetz in Schalspur verfügt man seit Ende der 80er Jahre auch über eine regelspurige Straßenbahn.

Erstere nutzt jedoch nicht die reguläre Meterspur, sondern eine Spurweite von 1009 mm.

Scheinbar, so zeigen einige Schwellen, war zeitweise geplant, Teile des Schmalspurnetzes noch umzuspuren.
Sollte die Straßenbahn nach ursprünglichen Plänen weitgehend unverändert bestehen bleiben, wollte man später das verbleibende Schmalspurnetz aufgeben.

Inzwischen ist die Metro stark gewachsen. Da man feststellte, dass Metro und Straßenbahn sich recht gut ergänzen, hält man derzeit an beiden Straßenbahnsystemen fest. So wurden nur wenige Straßenbahnstrecken stillgelegt.
Einige Strecken sind noch nahezu komplett vorhanden. Ob die ein oder andere nach Unterbrechung für den Metrobau (derzeit Linie 3) wiederkehrt konnte ich nicht in Erfahrung bringen.

Nun genug Gelaber, zu den Bildern:





Sofia übernahm Anfang der 90er den kompletten Bonner Altwagenpark. Hier ein GT6 nahe dem Hotel. Er trägt noch die alte orange Lackierung.






Leipziger Wagen nahe der zentralen Serdika, wo die Schmalspur gekreuzt wird.
Die aktuellen Hausfarben der Verkehrsbetriebe ins blau/gelb. Die Leipziger Wagen hat man daher lediglich insofern angepasst, dass das Blau durch ein helleres überlackiert wurde.







Schmalspuriger T6. Ihn hatte man 1990 neu beschafft.








Nachdem man mit den in eigener Werkstatt gefertigten Wagen für die Regelspur nur wenig erfolgreich war, beschaffte man nur zwei Jahre nach Eröffnung neue Tatra-Wagen. Diese sind erheblich breiter als ihre schmalspurigen Brüder.







Bonner Düwag an der Endstelle „Busbahnhof Ost“. Diesen sucht man hier jedoch vergebens.







Blick in den Innenraum des Bonners.








Gegenüber fuhr dieser O405 ab, von einem Busbahnhof kann hier jedoch keine Rede sein.



Folgt man aber dem Verlauf der Straßenbahn, die kurz hinter der Endhaltestelle abtaucht, wird man fündig.








Der Busbahnhof Ost ist vielmehr eine Bauruine, unter der die Straßenbahn in einer Schleife wendet.




Über eine Rampe erhält man Zugang zur eigentlichen Endhaltestelle:
















Blick ins Depot Der Regelspur mit Bonner, Leipziger und Prager Wagen.







Andere Blickrichtung. Die Bonner Vierachserzüge konnten wir schon nicht mehr im Einsatz erleben.





Als Arbeitswagen konnten wir noch einen der Eigenbauwagen der Regelspur-Erstausstattung antreffen.









Kurz vor der Depotstrecke zweigt die Linie 23 ab. Sie verläuft durch ein Gewerbe und Neubauviertel. Obwohl die Anlagen hier bereits sehr heruntergekommen wirken, soll das die jüngste Eröffnung sein.
Sie endet stumpf und ist daher noch bis auf Weiteres Heimat der ex-Bonner Zweirichter. Die Taktung ist mit 45 min jedoch relativ übersichtlich.






Skoda/Ganz Trolleybus parallel zur SL 22/23





Die Tatras gibt es in Solo- und Doppeltraktion. Im Hintergrund bereits das „K“, welches in Deutschland eine Anlaufstelle für Obdachlose symbolisiert.










Blick in eines des Schmalspurdepots mit Hallensern, Eigenbauten und einem der neuen Pesas.









Einer der Eigenbau-TW aus den 80ern, inzwischen modernisiert.



Damit beende ich den Bericht für heute und verweise auf die Fortsetzung in den kommenden Tagen.


Alla hopp

Antworten:

Hm, ein Großteil meiner beobdachten Familie kauft auch beim K ein.
Muß wohl ein Irrtum sein.

von Heinrich Fuchs, Fabrikant i.R. - am 24.03.2017 21:01
Zitat
Heinrich Fuchs, Fabrikant i.R.
Hm, ein Großteil meiner beobdachten Familie kauft auch beim K ein.
Muß wohl ein Irrtum sein.



Ach so, dann sind die das, ...

von Tw237 - am 24.03.2017 21:23
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