Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Nahverkehr Rhein-Neckar
Beiträge im Thema:
1
Erster Beitrag:
vor 7 Monaten, 3 Wochen
Beteiligte Autoren:
Tw237

[BG] Interrail II - Teil 11: Der letzte Tag in Sofia(mB)

Startbeitrag von Tw237 am 04.04.2017 09:03

Mahlzeit,


An unserem dritten Tag, den wir in Sofia zur Verfügung hatten sollte neben Straßenbahn und Metro auch ausgiebig Obus gefahren werden.




Doch bevor es dazu kam, sind wir noch etwas mit der Regelspurbahn gefahren, hier ein Tatra an der Stadtseitigen Endstelle






Ein Bonner Gt6. Diese Fahrzeuge stehen als nächstes zur Ausmusterung an. Im Gegensatz zum sonstigen Fuhrpark sind diese Wagen sehr verschlissen.
Möglicherweise war bei Abgabe vertraglich geregelt worden, dass die Fahrzeuge in einem Zustand erhalten werden müssen, der es jederzeit erlauben würde, die Wagen wieder in Bonn einzusetzen.
Liefert sich doch Bonn mit Brandenburg ein Kopf-an-Kopf-Rennen um Platz 1 der siffigsten Straßenbahnbetriebe Deutschlands….


So,… genug Bleedgebabbel, hier einige Eindrücke dieses sonnigen Tages:











Schleife Bf. Zuckerfabrik






Rangierbetrieb am gleichnamigen Bf.










O305G, vermutlich ex-Wuppertal






Den einen oder anderen Ikarus mit alter Fratze kann man noch antreffen.







Einige der Achtachser haben niederflurige Mittelteile






Pesa Swing. Leider ein Multigelenker und für bahnsteiggleichen Einstieg nicht geeignet, aber wie von Pesa gewohnt sehr gut klimatisiert.











Bei den Obussen setzt man auf Solaris Trollino im gefälligeren älteren Design.
Die Fahrzeuge laufen äußerst gut.











Wir wollten es dann doch noch wagen mit der nur alle 45 min verkehrenden Linie 23 zu fahren.
Sie endet in einem tristen Neubaugebiet, wo umgesetzt wird. Es ist jedoch erkennbar, dass die Strecke weitergeführt werden soll(te).







Da wir beide das Bedürfnis nach einer Ecke hatten, in die man mal eine Stange Wasser stellen kann und es auch kein Fehler wäre nach so vielen angepackten Haltestangen mal die Hände zu waschen, suchten wir den nahegelegenen Flughafen auf, wo dieses Bild entstand.
Beim Fotografieren ist jedoch Eile geboten, denn die Putzfrau setzt das Fotoverbot strikt um.






Einer der ersten 12. Die Zeit bis zur nächsten Metro kann man mit freiem Wlan damit überbrücken die Daheimgebliebenen mit den gewonnenen Eindrücken in der Whatsapp-Gruppe zu beglücken.





Nahe dem Bahnhof befindet sich das alte Depot. Hiervon einige Bilder:














Im Norden der Stadt befindet sich ein Paradies für Busfreunde:




Auf mehreren Linien kommen (ex Berliner) O305 zum Einsatz.







Blick in den Innenraum. Der Fahrer lobte seinen Bus, der bereits knapp 3 Mio Km runter hätte in den höchsten Tönen.










Da meine Oma nicht in der Whatsapp-Gruppe ist, werden die Grüße hier noch postalisch ausgerichtet. Hierfür haben die Straßenbahnen (außer Pesa und Gebrauchtmaterial) außen Briefkästen angebracht.


Das war es dann ach schon so ziemlich mit unserem Aufenthalt in Sofia.
Abschließend muss ich sagen, dass mir die Stadt nicht nur sehr gefallen hat, sondern ich auch mehr als positiv überrascht war.
„Vertreter“ Bulgariens(Menschen und KfZ) in deutschen Elendsvierteln und nicht zuletzt die zur Einreise zur Verfügung stehende Zuggarnitur zeichneten ein Bild, das ich so nicht bestätigen kann.
Die Reinhaltung des öffentlichen Raumes funktioniert erheblich besser als in Deutschland. Die öffentlichen Verkehrsmittel machen meist einen guten und gepflegten Eindruck. Richtig üble Gleiszustände sind selten und von einigen Außenstrecken abgesehen ist auch nahezu alles verschweißt.


Die Metro ist in einem Zustand, dem in Deutschland nicht einmal die Münchner entsprechen kann.
Das Preisnivau ist auch erheblich niedriger als bei uns. Die Dreitageskarte für knapp 5 Euro ist eigentlich nicht zu toppen.
Was den Wert des ÖPNV jedoch etwas schmälert sind die schlechten Umsteigebeziehungen zwischen den Verkehrsmitteln als auch innerhalb eines Verkehrsmittels. Zum Umstieg muss man oft mehrere Hundert Meter laufen.
Die Straßenbahn kommt im wesentlichen gut voran durch abmarkierte Trassen oder eigene Gleiskörper, verliert an Signalanlagen jedoch ganz erheblich Zeit, was die Reisegeschwindigkeit weit unter die eines Radfahrers senkt, der auf die „Kirschgrün-Regelung“ zurückgreifen kann.
Dem versuchte man wohl mit dem Auslassen von Haltestellen zu begegnen, was die Attraktivität nicht erhöht, da von zahlreichen POI(z.B. Metro, Fußgängerzone, EKZ) erhebliche Fußwege nötig sind.

Für den Straßenbahnfreund ist auch nach Ausmusterung der Düwags noch ein bunter Wagenpark zu sehen. Und auch wenn dem nicht mehr so ist, bleibt immer noch ein Betrieb mit zwei Spurweiten und mehreren Verkehrsträgern.





Zum Abschluss des Tages noch das Essensbild, das in der Fußgängerzone aufgenommen ist.



Alla hopp

Antworten:

Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.