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Nahverkehr Rhein-Neckar
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Erster Beitrag:
vor 1 Monat, 1 Woche
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Heidelberger Straßenbahner

3 Tage unterwegs mit der HSB – Teil 1

Startbeitrag von Heidelberger Straßenbahner am 15.05.2017 17:00

Wie fängt man einen solchen Reisebericht wohl an, bei dem allein durch den Titel wohl einige (falsche) Hoffnungen geweckt wurden.

Entschieden habe ich mich für ein Bild des Streckennetzes der Harzer Schmalspur Bahn – somit dürfte eigentlich Jedem klar sein, „wohin die Reise führt“ (alte Redewendung)





Im Urlaub sollte jeder Arbeitnehmer auch in einen Solchen fahren. Nach einigem hin und her unter mit-Einbeziehung meiner Reisebegleitung (beim suchen nach einem geneigten Reiseziel fällt meist irgendwann der Satz; welche Eisenbahn fährt dort!), entschieden wir uns einige Tage in Harz zu verbringen.





Gut, am Urlaubsort fuhr keine Eisenbahn, wohl aber in der Nähe – und die bieten sich für eine Fahrt zum Brocken (höchste Erhebung des Harzes – 1142 m hoch) geradezu an, wenn man nicht laufen will. Das laufen ufert in diesen Gefilden auch meist in wandern aus.
In diesem Verb versteckt sich ein weiteres → andern. laut Meinung unseres Jüngsten tun dies eben ausschließlich die Andern. rotfl

In Nordhausen angekommen, erledigte mein Finanzministerin den Fahrscheinerwerb, derweil ich auf dem Bahnsteig des Bahnhof Nordhausen Nord verweilte. Dieser befindet sich zwar nur wenige Meter vom eigentlichen (DB) Bahnhof Nordhausen (ohne irgendeinen Zusatz) entfernt, aber eben offensichtlich im Norden von diesem (und nicht etwa von Nordhausen), deshalb wohl der Name – eigentlich ein Fall für Peter Lustig!





Die HSB hat offensichtlich ein komplexes Preisgefüge, je nachdem von/zu welchem Bahnhof der geneigte Reisende gebracht werden möchte, lediglich die Brockenstrecke macht da eine Ausnahme, da kostet die die Fahrkarte, egal an welchem Bahnhof die Fahrt beginnt/endet gleich viel – von wenig zu sprechen wäre hier die Untertreibung des Jahres!

Aber selbst Schuld, wir wollten es ja so – einige wenige Andere offensichtlich auch, uns so konnte sich jeder Reisewillige einen eigenen Waggon aussuchen!

Gut für uns – nicht so gut für das Unternehmen! Aber ich habe mir von einem IM sagen lassen, zur Hauptreisezeit sähe dies ganz anders aus.





Vor der Abfahrt musste noch kurz die Einfahrt des Gegenzuges abgewartet werden, auch wenn dies eine Straßenbahn ist, aber dazu später mehr.

Da ein Straßenbahnbild niemals alleine gezeigt werden solle, noch eben ein solches:





Einer der drei Combino – Duo ist in der Nähe des Bahnhofes Niedersachswerfen Ost in Richtung Ilfeld Neanderklinik unterwegs und bietet eine umsteigefreie Verbindung von der Stadt ins Land, so zumindest die Werbung bei der Einführung des Angebotes vor etlichen Jahren.

Aber heute soll(te) die HSB in meinem Bericht der Hauptpunkt sein, deshalb als nächstes ein Streckenbild, zwar nicht von der Strecke, aber vom Zug aus:





„Unser“ Zug beschleunigt aus dem Kreuzungsbahnhof Eisfelder Talmühle in Richtung Wernigerode. Im Bahnhof wurden die Beteiligten, während des gut 10 Minütigen Aufenthaltes versorgt, die Lok mit Wasser und Deren Bediener mit belegten Brötchen und Kaffee von der (übrigens sehr netten) Schaffnerin.

Rechts im Bild zu sehen ist das Verbindungsgleis zur Selketalbahn.

In Benneckenstein waren in einem Nebengleis einige Güterwagen abgestellt, von denen zumindest dem Gedeckte besondere Aufgaben zugedacht sind:




Der Feuerlöschwagen wird aber offensichtlich nicht häufig gebraucht, die beiden Besatzungsmitglieder schauten gelangweilt aus dem Fenster. Unbestätigten Berichten zufolge sollen sie dies auch schon längere Zeit tun:





Im Bahnhof Drei Annen Hohne doch etwas zur Geschichte: Beim Bau der Strecke zum Brocken erhielt das Forsthaus Hohne einen Haltepunkt (also mitten in der Wildnis sozusagen), zunächst bekam dieser den Namen Signalfichte.
Nachdem die besagte Fichte in einem Sturm fiel, erhielt die Bahnstation die Bezeichnung Drei Annen Hohne. War wohl gerade kein anderer Baum da, damit der ursprüngliche Name erhalten werden konnte?





Nach dem umsetzen der Lok, wurde wieder versorgt, wenn auch diesmal ohne Brötchen und Kaffee!

Diese Tätigkeiten, sowie die Dampflok Vor- und Nachbereitung sind Tätigkeiten, die vom geneigten Fotografen zwar gerne im Bild festgehalten werden – die Durchführung derselben man aber gerne den andern überlässt, wenn diese nicht gerade wandern sind (Erklärung siehe weiter oben).

In diesem Zusammenhang ein paar Worte an Die, die in einer Monopolregion gerne ein Dampflok auf Meterspurgleisen betreiben möchten: Die Vor- und Nacharbeiten dauern meist länger als die eigentliche Fahrt und sich eine überaus „Rußige“ Arbeit! Ein solche Lok lässt sich nun mal nicht kurz ein-oder ausschalten!

Übrigens zähle ich mich auch zur ersten Spezies!





Bei dem gut 25 Minuten dauernden Aufenthalt ließ sich gut das Umfeld erkunden, der dort abgestellt Rollwagen hatte es mir besonders angetan, wohl weil die Schmalspurbahnen in unserer Gegend eher mit Rollböcken als mit Rollwagen ausgestattet waren.

Nachdem der Zug aus Wernigerode auf Gleis 1, der vom Brocken auf Gleis 3 eingefahren waren, begann ein für den Leihen überaus kompliziertes Lok-tauscht-den-Zug-Programm – könnte auch sein, das dies nur eine (gut geplante) Schauvorführung für die vielen anwesenden Fotografen war.

Nach einem kurzen Schwätzchen und ein oder mehrere Umarmungen der Schaffnerinnen begaben sich die die Personale an ihren jeweiligen Zug, die letzten Einsteiger wurden abgewartet und wie auf ein geheimes Zeichen fuhr ein Jeder seines Weges – unserer sollte ja auf den Brocken gehen!


Und – wie macht man Leute neugierig? …..................................... Dies erzähle ich Euch im Teil 2 – in ein paar Tagen! :spos:


Natürlich nicht ohne ein passendes Abschlussbild: Zuerst dachte ich, es ist ein DFI, aber mein Foto zeigt einen Zielanzeiger, aber immerhin ein besonders schöner!






Salü Erhard

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