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Nahverkehr Rhein-Neckar
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Erster Beitrag:
vor 4 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 4 Monaten
Beteiligte Autoren:
Heidelberger Straßenbahner, Heinrich Fuchs, Fabrikant i.R.

3 Tage unterwegs mit der HSB – Teil 2

Startbeitrag von Heidelberger Straßenbahner am 19.05.2017 15:14

Im Teil 2 sind wir nun auf der eigentlichen Brockenstrecke angelangt. Schön, dass diese wieder befahren werden kann!

Zur Erklärung: Nach dem 2. Weltkrieg wurde Deutschland, weil sich die „Sieger“ eben auch nicht einigen konnten, wie es mit dem „Besiegten“ weitergehen soll, zweigeteilt. Günstigerweise lag der Brocken nur 2 km von der Grenze des Klassenfeindes (je nachdem, ob man von West nach Ost oder von Ost nach West blickte) entfernt, und so bot es sich geradezu an, auf dessen Gipfel eine Abhörstation einzurichten, von den Russen – wäre die Grenze etwas weiter östlich verlaufen, hätte die Anlage wahrscheinlich der Ami betrieben.

Auf jeden Fall wurde der Gipfel für Otto (Normalbürger) gesperrt, die regulären Personenzüge endeten in Schierke, und bis hier durfte auch nur mit einem speziellen Passierschein gefahren werden.

Aber dies ist ja Geschichte – wenn dies keine wäre, könnte ich eine solche, wie diese auch gar nicht erzählen.





Aber zum Glück rauchen die Lokomotiven auf dieser Strecke wieder, obwohl es lt. Anschrift eigentlich untersagt ist.

In einer Art Spirale nähert sich der Zug langsam dem Gipfel, wenn er auch – auf dem nächsten Bild – noch schlecht zu sehen ist, → er befindet sich hinter den (Dampf)Wolken!




Beeindruckend ist es auf jeden Fall, wenn sich ein Zug dem Bahnhof Brocken nähert. Sicherlich ist es noch beeindruckender zu erleben, wenn ein Zug in der Steigung an einem vorbeifährt.








Da die Temperatur auf dem Gipfel jedoch bei – 2 Grad lag und ein eisiger Wind wehte, verzichteten wir talwärts zu wandern und begnügten uns mit der „obligatorischen“ kleinen Gipfelrunde.

Auf dieser, etwa 25 Minuten dauernden Tour entstand das Bild des talwärts fahrenden Zuges, der uns ca. 20 Minuten vorher auf den Gipfel gebracht hatte.








Ost und West – im Hp Elend stehen sie friedlich vereint nebeneinander. Doch offensichtlich traut man der Sache noch nicht so ganz; die „Füße“ sehen so aus, als seinen beide nur vorläufig dort abgestellt, und man traut dem Ganzen noch nicht so.
Es könnte durchaus auch sein, das bis jetzt noch keine Zeit war, den Briefkasten ordentlich am Bahnhofsgebäude (oder Haltepunktgebäude → gibt es das?) zu befestigen.

Einige Zeit später - wieder mit Versorgungshalt in Eisfelder Talmühle (→ siehe Teil 1) – bemerkte ich beim Halt im Bahnhof Ilfeld auf den Nachbargleisen zwei Combino Duo.
Natürlich war mir das eine Aufnahme „wert“, ich dachte mir aber weiter nichts dabei, dass beide mit 10 Ilfeld Neanderklinik beschildert waren, bemerkte ich erst beim durchsehen meiner Bilder.





Bei der Ankunft in Nordhausen Nord war der Zug ähnlich leer wie zu Beginn unserer Reise. Meine Frau murmelte etwas von Postkarten und ließ mich (einfach) stehen.

Da das Bw doch etwas entfernt liegt und auch bei unserer Vorbeifahrt ziemlich „tot“ wirkte, beschloss ich, mich etwas auf dem Bahnhofsvorplatz umzusehen.
Ich lief gerade neben den HSB – Bahnhofsgebäude vorbei, als es hinter mit hupte (ja, ich weiß, es heißt pfeifen – aber es hörte sich eben wie eine Hupe an). Beim umdrehen sah ich einen Combino-Verband an mir vorbeifahren. Dass dies möglich ist; hatte ich bisher weder gehört noch gelesen.





Also, ein schnelles Bild, zu Hause entdeckte ich, dass auf meiner Aufnahme 100% der Duo-Combino Flotte der Verkehrsbetriebe Nordhausen zu sehen sind.





Ohne jede Hektik (bewundernswert) wurden die beiden Bahnen entkuppelt und die Schürzen, die im ersten Zug lagen, montiert. Danach wurde der erste – ja gut, der zweite natürlich auch – aufgebügelt und ein Werkstattmitarbeiter fuhr das Fahrzeug ins Depot.
Der zweite setzte seine Fahrt zum Südharz-Klinikum fort, während der dritte abbügelte und unter Dieselgebrumm Richtung Ilfeld davonfuhr.

Bemerkenswert fand ich nur, dass, obwohl der erste (defekte) Zug von dem zweiten geschoben wurde, in diesem (also dem hinteren) trotzdem Fahrgäste mitgenommen wurden – undenkbar in einem Betrieb einer Monopolregion!




Da meine Frau immer noch nicht aus der Harzgalerie (= Einkaufscenter) aufgetaucht war, konnte ich mich fotografisch noch etwas umsehen.
Einer der sechs Einrichter (neben 3 Zweirichtungsfahrzeugen und den 3 Combino-Duo) fährt gerade über die Zorge (ein Bach) und biegt aus der Bahnhofsstraße ab, um nach einer Blockumfahrung über die Landgrabenstraße seine Endstelle auf dem Bahnhofsvorplatz zu erreichen.

Als Abschlussbild des heutigen Tages zeige ich ein Bild des Fahrerarbeitsplatzes.

Wie groß die Chance bei den damaligen Planungen bei der Fahrzeugbeschaffung für Heidelberg für den Siemens - Combino standen, kann ich leider nicht sagen, da war ich wohl zu wenig involviert.
Erinnern kann ich mich daran, dass ein Darmstädter Fahrzeug (St 13???) für ein paar Tage in Heidelberg weilte. Mit diesem wurden auch nächtliche Probefahrten unternommen. Und eben ein Combino in einem ekelhaften gewöhnungsbedürftigen rot. Soweit ich weiß, stand er jedoch nur zur Besichtigung in der Wagenhalle, gefahren ist er nicht.

Der Fahrer berichtete mir auch, dass sie offensichtlich Probleme mit den Dieselmotoren haben. Diese sollen ersetzt werden, aber es wäre nicht einfach, Passende für die Bahnen zu bekommen.





Persönlich bin ich froh, dass dann die Wahl zu Gunsten der MGT6D anstatt des Combino gefallen ist.

Leider konnte ich mich nicht weiter mit den Verkehrsbetrieben in Nordhausen beschäftigen, den in Nordhausen war allgemeiner Geschäftsschluss angesagt, obwohl es erst 18:00 Uhr war.
Aber vielleicht ist es in einer Kleinstadt so?



Salü Erhard

Antworten:

Vor 14 Tagen...

...bzw. 27 Jahren sah es da so aus:


von Heinrich Fuchs, Fabrikant i.R. - am 19.05.2017 18:33

Re: Vor 14 Tagen...

Vielen Dank für das Vergleichsbild.

Salü Erhard

von Heidelberger Straßenbahner - am 21.05.2017 12:01
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