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Nahverkehr Rhein-Neckar
Beiträge im Thema:
8
Erster Beitrag:
vor 2 Monaten, 3 Wochen
Letzter Beitrag:
vor 2 Monaten, 2 Wochen
Beteiligte Autoren:
Tw237, Hohwiesen, jo-ke, Interessierter Laie, Lokleitung, Sandhase

[RO] Interrail II - Teil 19: Ein Tag in Arad(mB)

Startbeitrag von Tw237 am 22.05.2017 21:19

Mahlzeit,

ein neuer Tag in Arad. Zwar stand am Mittag bereits unsere Weiterreise nach Budapest an, doch den Morgen konnten wir noch ausgiebig nutzen.


Wir begaben uns ans Theater, um dort auf das einzig Wahre zu warten, auf VBLu!





Dort begegnete uns ein Aufmarsch von Schülern, die Fahnen schwenkten. Immer eine Gruppe die von einem EU-Land. Was die Aussage des Marsches war, war leider nicht bekannt.






Auch am Theater treffen zwei vollkommen rekonstruierte Streckenabschnitte aufeinander. Nur das Aufeinandertreffen selbst fällt etwas kantig aus. Hat ein bisschen was von Modulübergängen auf der Modellbahn.







Auf die Fernen dachten wir „Hallenser“. Offenbar handelt es sich hier jedoch um einen neu an Arad gelieferten T4Ro. Darüber war ich natürlich sehr erfreut, ging ich doch davon aus, dass diese einst 100 Wagen umfassende Serie schon lange das Zeitliche gesegnet hätte.






Der Imperio ist die erste Niederflurb ahn Arads. Nach Oradea ist Arad auch der erste Betrieb, der Niederflurwagen einsetzt.
Der Wagen wird vor Ort gebaut und nutzt einige Komponenten von Siemens.
Im Großen und Ganzen macht er einen recht ordentlichen Eindruck, der Innenraum ist für einen Meterspurwagen ungewohnt geräumig.
Durch Nutzung der Combino-Fahrwerke hat er allerdings keine durchgehenden Achsen.
Der Einsatz erfolgt derzeit ausschließlich auf Linie 3










Da war nun endlich unser erstes Objekt der Begierde.















Besonderes Glück hatten wir, den zweiten OEG-Bielefelder noch im Liniendienst anzutreffen.



Blick ins Depot:










Nachdem Bielefelder Nr. 4 schon lange Geschichte ist, ist dieser hier wohl erst seit kürzerem außer Betrieb.












Ex-Halle







Die Linie 15 endet als Zwischenlinie an einem Wendedreieck. Das Umsetzmanöver erfolgt in pausenloser Schnelligkeit.
Nachdem die Weiche gestellt war, setzte die Fahrerin den Wagen vom vorderen Führerstand aus zurück in den Gleisstumpf uns fuhr direkt weite an die Abfahrtsposition.









Mit diesem Wagen gelangten wir zurück in die Stadt, wo wir unsere letzten Lei in ortsübliche Schokolade und Wasser umsetzten.
An der Kasse musste das letzte Münzgeld zusammengekratzt werden. Durch die grünen 1 Leu-Scheine, die ich fälschlicherweise (grün=5 Euroschein) für 5er hielt, wurde das Geld doch noch knapp.





Anschließend holten wir unser Gepäck im Hotel ab und suchten den Bahnhof auf.
Dieser ist im Vergleich zu vor 4 Jahren kaum wiederzuerkennen.








Der Innenraum wirkt nun hell und freundlich, verfügt über Wlan.
Die alten Übergänge übers Gleis wurden durch eine Überführung ersetzt, mit Rolltreppen und Aufzügen.





Auch Gleise uns Bahnsteige wurden komplett erneuert. Der Bahnhof macht nun einen rundum guten Eindruck.









Nun bin ich natürlich kein Gleisbauexperte, aber für mich als Laien sahen die Bauarbeiten, die ich sonst so in Rumänien beobachten konnte eher nach Flickwerk aus. Da wurden neue Schienenprofile schief und krumm verschweißt, um sie anschließend auf ein total verworfenes Schwellenbett zu montieren usw…
Positiv überrascht war ich jedoch hier. Der Arader Bahnhof und die komplette Stecke bis zur ungarischen Grenze wurden quasi neu gebaut. Neuers Schotterbett, neues Gleis, neue Fahrleitungsanlage und ETCS.
Hier konnte der Zug auch tatsächlich 100 fahren. Wohl unser ersten mal „dreistellig“ seit mehreren Tagen.


Noch einmal fanden beiderseits der Grenze längere Aufenthalte für Kontrollen statt, was die einstündige Verspätung nicht verringern konnte.





In Budapest angekommen, besorgten wir uns eine 24-Stunden-Karte(Hier ist man noch kundenfreundlich!) und suchten unser Hotel auf, das „Soho Boutique Hotel“.


Schon bei der Buchung wurden wir aufgrund des Ausbuchungsgrades auf einen Kompromiss hingewiesen, aber die Bude war der Abschuss.





Wer bitte würde denn wissentlich ein Zweibettzimmer buchen mit einer Glaswand zwischen Zimmer und Dusche? – Der Mittelteil mit Milchglas, damit die Illusion erhalten bleibt.
Ich hätte nicht gedacht in einem so ordentlichen Land wie Ungarn solch kranke Dinge anzutreffen.
Diese Bude nicht wieder….







Ich machte am Abend noch eine kleine Rundfahrt mit der Metro, wobei dieser Schnappschuss entstand.

Damit beende ich auch diesen Bericht für heute und verweise auf den nächsten Teil


Alla hopp

Antworten:

[RO] Interrail II - Teil 19: Ein Tag in Arad(mB)

Hallo Tw 237

Wann sind die Bilder von Interrail II - Teil 18 und Teil 19 entstanden ?????

Ist bekannt welcher Tw der ex OEG im Betriebshof verunfallt steht, welche Tw der ex OEG sind den nich in Betrieb.
Von welchem Betriebshof sind den die Bilder in Teil 19.
Der Tw 130 ist doch auch von VBLu ???.


Viele Grüße aus der Pfalz

Rainer.

von Hohwiesen - am 22.05.2017 22:59
Die beiden in Betrieb sind der 303 (steht drauf) und der 304 (ohne große Wagennummer, nur mit dem in Rumänien üblichen Blechkennzeichen). So wie damals bei der OEG sind das auch in Arad die letzten betriebsfähigen.
Der geschrottete im Betriebshof ist der 301, den 302 gibts seit einigen Jahren nicht mehr.

Und natürlich, der 130 ist auch einer von Vaubelu.

von Lokleitung - am 23.05.2017 11:32
@ Lokleitung
Vielen Dank für die Antwort.

Ist bekannt wann 302 dahin gegangen ist.

Grüße aus der Pfalz

von Hohwiesen - am 23.05.2017 12:22
Zitat
Tw237
Wer bitte würde denn wissentlich ein Zweibettzimmer buchen mit einer Glaswand zwischen Zimmer und Dusche? – Der Mittelteil mit Milchglas, damit die Illusion erhalten bleibt.
Ich hätte nicht gedacht in einem so ordentlichen Land wie Ungarn solch kranke Dinge anzutreffen.
Diese Bude nicht wieder….


Ja und?

Ich hatte in Dräsdn mal ein Zimmer mit einem Fenster vom Zimmer ins Bad - mit direktem Blick auf den Lokus.
Man konnte das Fenster allerdings - wie in den ICE3-Köpfen - in Milchglas verwandeln.

von Sandhase - am 23.05.2017 17:42
Die Bilder entstanden alle im September

von Tw237 - am 24.05.2017 15:18
Zitat
Tw237
Wer bitte würde denn wissentlich ein Zweibettzimmer buchen mit einer Glaswand zwischen Zimmer und Dusche? – Der Mittelteil mit Milchglas, damit die Illusion erhalten bleibt.
Ich hätte nicht gedacht in einem so ordentlichen Land wie Ungarn solch kranke Dinge anzutreffen.
Diese Bude nicht wieder….

Danke für den Bericht. Diese Unsitte mit der Glaswand kann man in inzwischen vielen neuen oder frisch renovierten Hotels finden, nicht nur in Ungarn. Für Paare mag das ja ok sein, aber sonst? :nee:

von Interessierter Laie - am 24.05.2017 20:27
dann nochmal ein Abschiedsfoto von 301 und 302:


von jo-ke - am 31.05.2017 08:55
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