Interrail II - Teil 22: Abschluss und Rückblick(mB)

Startbeitrag von Tw237 am 05.06.2017 21:40

Mahlzeit!



Nun geht es auf zum letzten Berichtsteil.

Da das Treffen mit dem bereits im letzten Teil erwähnten Pankower Kontaktmann erst am Mittag anstand, machte ich noch eine kleine Rundfahrt durch Berlin:








Ring in Halensee




Mein Plan war eigentlich die Gleisreste am ehemaligen Straßenbahnbetriebshof Halensee zu besichtigen. Angekommen stellte ich fest, dass es da einen Betriebshof gab, der sogar mal zur Straßenbahn gehörte, aber ich eigentlich Heiligensee meinte. Tja, halt irgendwas mit H und See…





Auch ein Doppeldecker bleibt mal liegen. Scheinbar hat die BVG auch eigene Schleppfahrzeuge.
In Mannheim gabs das auch mal. Seit man aber keine Citos und Gasbusse mehr hat, benötigt man die nicht mehr ;-)





An der Konstanzer Straße bestieg ich die U-Bahn












Der AIII, meine Lieblingsbaureihe unter den aktuellen. Steht auch schon lange auf meiner Semmelbahn-Wunschliste.








Ostkreuz





Einen ehemaligen Straßenbahnbetriebshof mit Gleisresten konnte ich noch auffinden.














Nach dem Abholen des Gepäcks machte ich noch einige Fotos und begab mich dann zum Hauptbahnhof







Mein Plan sah vor den 877 zu nehmen, der jedoch massive Mängel aufwies. Neben einer Verspätung von 20 Minuten(eigentlich egal) war auch MAL WIEDER der Speisewagen nicht vollumfänglich verfügbar.

Da ich etwas früher da, wäre ich mich flexibel auf die Bahn zugegangen und hätte den 1093 genommen.
Das verneinte man. Also dann noch schnell Plasteschalenfutter kaufen und in der Lounge etwas vorfuttern.
Manchmal wäre es so einfach, kundenfreundlich zu sein….



Immerhin hatte ich über weite Teile ein Abteil für mich alleine. Mein eigentlicher Fensterplatz im Großraum war weder Fenster noch Fahrtrichtung…



Bis Frankfurt hatte der Zug sogar seine Verspätung herausfahren können. Pünktlich am Flughafen raus, waren wir bis Mannheim wieder 15 drüber – Riedbahn eben!





Zum Schluss noch einen Blick auf die Urlaubsmitbringsel





Hier ein Blick auf die genutzten Fahrkarten




Und hier noch ein Blick auf die Restbestände an Fremdwährungen. Insgesamt benötigten wir sechs verschiedene Währungen für eine Fahrt. Da lernt man den Euro erst so richtig zu schätzen!



Abschließend muss ich sagen, dass es wieder eine sehr interessante Reise war, auf der wir viele Orte kennenlernten, die jedenfalls wieder einen Besuch wert sind.
Für die Eisenbahninfrastruktur, die sich in den Balkanländern teilweise in erschreckend schlechtem Zustand befindet wünsche ich mir künftig gute Besserung und dass man mal den ein oder anderen Dinar/Lew/Leu vom ausgiebigen Straßenbau für die Schiene abzweigen kann.
Wäre schade, wenn man diese schönen Landschaften künftig gar nicht mehr per Bahn bereisen könnte.


Hier nochmal einen Rückblick über alle erschienenen Teile:

Bahnfahrt bis Zagreb: [www.drehscheibe-online.de]

Zagreb: [www.drehscheibe-online.de]

Bahnfahrt nach Belgrad: [www.drehscheibe-online.de]


Belgrad: [www.drehscheibe-online.de]

Weiterfahrt nach Nis: [www.drehscheibe-online.de]


Bahnfahrt nach Sofia: [www.drehscheibe-online.de]

Sofia 1: [www.drehscheibe-online.de]

Sofia 2: [www.drehscheibe-online.de]

Sofia 3: [www.drehscheibe-online.de]

Sofia 4: [www.drehscheibe-online.de]

Sofia 5: [www.drehscheibe-online.de]

Sofia 6: [www.drehscheibe-online.de]

Bahnfahrt nach Bukarest: [www.drehscheibe-online.de]

Bukarest 1: [www.drehscheibe-online.de]

Bukarest 2: [www.drehscheibe-online.de]

Craiova: [www.drehscheibe-online.de]

Bahnfahrt nach Timisoara: [www.drehscheibe-online.de]

Timisoara: [www.drehscheibe-online.de]

Arad 1: [www.drehscheibe-online.de]

Arad 2: [www.drehscheibe-online.de]

Budapest: [www.drehscheibe-online.de]

Berlin & Innotrans: [www.drehscheibe-online.de]




Damit ist diese 17-Tägige Reise am Ende angelangt.


Alla hopp!

Antworten:

Warst Du auch in Molwanien?

Zitat

Wie schon erwähnt, liegt Molwanien in Osteuropa oder auf dem Balkan. Es ist ein äußerst reizvolles Reiseland mit vielen interessanten Sehenswürdigkeiten. So wird zum Beispiel ein Besuch des Eisenbahnmuseums Lutenblag empfohlen. Hier können Besucher jeden Alters eine Nachbildung der bedeutendsten Eisenbahnunfälle des Landes bestaunen. Außerdem werden noch sämtliche Lokomotiv- und Waggontypen, die in den Jahren seit Aufkommen der Eisenbahn um 1839 und bis 1933 wurden, ausgestellt. Da die Originale noch immer in Molwanien in Betrieb sind, können leider nur die Miniaturausgaben angeschaut werden.


Zitat

Geschichtsträchtiges Molva: das Gènneral-Strelnikoff-Memorialsk-Muszeum. Leben und Wirken des großen Molwanischen Sohnes können Besucher am Rande des Molvaer Hauptbahnhofs erleben.

Jurjyi Andropowicz Strelnikoff, geboren 1878 als 11. Kind von Tagelöhnern in Molva, war zunächst Oberbremser bei Molvaskya Tram und wechselte im Jahr 1900 zur Transsibirischen Eisenbahn. Der oberste Sowjet berief ihn im Jahr 1919 zu deren Generalinspekteur für die politische Gesinnung. Sein messerscharfer Verstand und unbeugsamer Wille ließen ihn bald zur Moskauer Parteigröße aufsteigen. Von 1936 bis 1978 war Strelnikoff Minister für Technik, Entwicklung und innere Sicherheit. Seine Inspektionsreisen waren gefürchtete Säuberungsaktionen, auch lange noch nach Stalins Tod. Hunderttausende schickte Strelnikoff in den sicheren Tod. Trotzdem verehren die Menschen noch heute Den General, wie ihn Volkes Seele nennt. Bei einem Zugunglück kam Strelnikoff im Alter von 106 Jahren ums Leben. Seither gilt er als Märtyrer der Bahn und wird von Reisenden als Schutzheiliger angerufen:

"Heiliger Jurjyi von Molva / bitte für uns arme Sünder
Schenke dem Heizer kräftige Arme /und uns eine sichere Überfahrt! / A' mähn".


Das Museum zu Ehren Strelnikoffs installierte der Staat Molwanien in dem liebevoll restaurierten Salonwagen seines Privatzuges. Im November 1989 hatten den Zug revolutionäre Kräfte geplündert und zerstörten, was der Zahn der Zeit übrig gelassen hatte. Das Museum ist jedoch mangels Geld für Aufsichtspersonal nur am Todestag des Generals geöffnet. Dieser fällt aus organisatorischen Gründen immer auf den letzten Sonntag im November. Auch wetterbedingt, denn zu dieser Zeit ist es durchschnittlich mit nur minus 15 Grad recht mild in Molva. Der Museumsverein Molva bietet Besuchern "kleine Dampfloks" (geräucherte Gemüse vom Grill) an und eine kaum zu bezahlende Delikatesse: "Die Augen des Generals" (frittierte Adleraugen).
Grund für die Plünderung des Zuges war sicher auch die Decke des Salonwagens. Denn sie zierte eine Karte des sowjetischen Eisenbahnnetzes. Die Lage von Bahnhöfen und der wichtigsten Parteizentralen war auf massiven Goldplatten mit 20.000 Diamanten und 50.000 Rubinen dargestellt. Das schon zu Sowjetzeiten umstrittene Kunstwerk - Strelnikoffs Salonwagen zierten 10.000 Rubine mehr als den des Generalsekretärs - gilt als verschollen. Der berühmte "Waggon rouge" war in den 1920er Jahren bei der Kasseler Firma Credé extra für Strelnikoff angefertigt worden. Er kostete damals 20 Millionen Reichsmark. Kassel erhielt außerdem den Titel "westlichste Heldenstadt der Sowjetunion".


von Heinrich Fuchs, Fabrikant i.R. - am 06.06.2017 09:29
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