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Nahverkehr Rhein-Neckar
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Führerbremsventil, Fotofuzzi, Tw237

[S] "Kleine Bahn ganz groß" in Stuttgart (mB)

Startbeitrag von Tw237 am 06.06.2017 23:48

Mahlzeit,


Mit etwas Verspätung reiche ich nun auch meinen Bericht ein zur großen Modellstraßenbahnausstellung „kleine Bahn ganz groß“ in Stuttgart vor einer Woche.

Während die meisten Aussteller schon donnerstags angereist waren, reiste ich am Freitag gemeinsam mit dem User Fotofuzzi an.
Nachdem ich eigens zu diesem Zweck im vergangenen Jahr den Föhrerschein erworben hatte, stand meiner ersten längeren Autofahrt seit der Fahrschule nichts mehr im Wege. Dieser war noch vom 18. Geburtstag offen und belastete mich finanziell nicht :-)

Nach Auskunft von GurgelMäpps sollte nach etwa zwei Stunden die Straßenbahnwelt erreicht werden. Tatsächlich sollten es dann aber zweieinhalb Stunden werden. So zum Vergleich: Die Bahn schafft die Strecke Mannheim-Stuttgart in 35 min.




In Stuttgart angekommen, sonnten sich bereits diese Schmuckstücke vor der Straßenbahnwelt.

Nachdem die letzten Male KBGG abgelegen, in einer unpassenden Location oder abgelegen und in einer unpassenden Location waren, war Stuttgart aufgrund der räumlichen Nähe schon eine Teilnahme wert.

Nachdem ich bereits sehr schöne Veranstaltungen in Erfurt, Jena und Chemnitz erlebt hatte, muss ich sagen, dass Stuttgart in Bezug auf den Veranstaltungsort das (für mich) beste bisher dagewesene war.







Dann ging es schon an den Aufbau zwischen den alten Bahnen des Museums.





Bei den Spur IIm-Freunden war schon recht schnell Betrieb, wie hier ein Gespann eines Berliner Modellbaukollegen zeigt.





Während das Gros der Aussteller an einem Rahmenprogramm teilnahm, ließen wir Großmodellstraßenbahner den Abend kostengünstigerweise in einem Biergarten ausklingen.


Für mich schied eine Übernachtung aufgrund der (bahntechnisch) räumlichen Nähe aus, weshalb User Fotofuzzi und ich am Abend den Zug zurück nach Mannheim nahmen. Das Auto blieb dann der Bequemlichkeit halber übers Wochenende in Stuttgart.
So erreichte ich in knapp unter einer Stunde vom Biergarten aus das eigene Bett.




Am Hauptbahnhof reichte die Zeit noch für einen Blick „ins Loch“.





Am nächsten Morgen bestiegen wir wieder in alter Frische die große weiße S-Bahn nach Stuttgart.



In der Straßenbahnwelt angekommen machten wir einen kurzen Rundgang mit der Kamera:




Spur 0 Vorortbahn nach südenglischem Vorbild








Spur N




Modellstraßenbahnanlagen vor stilechter Kulisse.









Bergisches Land in H0m






Passenderweise in Regelspur präsentiert sich Hannover








KT4D von Jens Huschina passiert das „Schrottgleis“ auf der IIm-Anlage








Ich hatte aufgrund es gleichen Maßstabes an die Freunde aus Berlin, Leipzig und Nürnberg angebaut, jedoch einen kurzen Rundkurs in Regelspur aufgebaut mit so viel Kram, wie halt ins Auto gepasst hat.



Dabei hatte ich für die Regelspur:

- Den römischen Stanga-Gelenkwagen: [www.buntbahn.de]
- V7E der Hamburger Straßenbahn: [www.buntbahn.de]
- LOWA-Wagen der Leipziger Verkehrsbetriebe: [www.buntbahn.de]
- Den TM 36 3566 der BVG (West): [www.buntbahn.de]
- Tatra T6A2 der BVB: [www.buntbahn.de]
- Ventotto der Straßenbahn Mailand: [www.buntbahn.de]



Und für die Meterspur:

- SNCV Autorail: [www.buntbahn.de]
- Holzaufbauwagen der Mannheimer Straßenbahn: [www.buntbahn.de]
- Düwag GT6 ER aus Heidelberg: [www.buntbahn.de]
- GT6 Typ Mannheim: [www.buntbahn.de]





Stand der Straßenbahnfreunde Gotha. Besonders schön ist für mich natürlich der ET57 zu sehen, der aus einem meiner Teilesätze entstand.





Dieser KT4D entstand aus einem Bausatz von Jens Huschina, wie er oben schon zu sehen ist.









Etwas abseitig von den anderen Großmodellstraßenbahnen standen diese sehr sehenswerten Fahrzeuge, die bereits vor vielen Jahrzehnten nach saarländischen Vorbildern entstanden.








Hier einige Modelle nach Osnabrücker Vorbild von Alfred Spühr, der ja bereits aus den Printmedien bekannt ist.





Auch wenn das Foto nicht so richtig gut ist, so ist doch die Detaillierung der Anlage nach Neunkircher Vorbild zu erkennen. Ohne die Leistung der vielen anderen Modellbauer schmälern zu wollen, muss ich sagen, dass diese Anlage insbesondere durch die sehr originalgetreuen Gebäude sehr faszinierend ist.





Straßenbahnbetrieb auf Spur Z (!)





Blick über die untere Halle





NET 2012 der NESTRA in Spur N










Anlage mit Hochbahn nach US-Vorbild





Sehr detailliertes GT4-Modell in Spur IIm.



Wieder zurück zur Großspur:




Rittnerbahn



















Zwischenzeitlich hatte ich auch mal die Gelegenheit mit meinem neuen MVG 455 mit der Blume 2000-Reklame eine Runde über die Gemeinschaftsanlage zu drehen.









Nebenan drehte der Römische Stanga auf der Regelspur ganz autonom seine Runden




Der Rest pausiert derweil





Ablösung durch den T6









Blick auf die Anlage der Basler/Freiburger Modellbahner. Diese Stelle mag manchem, der schon in Basel mit „dem Tram“ unterwegs war bekannt vorkommen.






Man beachte das Dreischiengleis.




Natürlich bot die Ausstellung noch viel mehr als nur Modellbahnen. Erwartungsgemäß gab es ohnehin für mich nichts modellbahnmäßges im großen Maßstab zu kaufen. Viel wertvoller waren für mich die diversen Bücherstände und Wühlkisten. Insgesamt ließ ich für mich und einen verhinderten Freund gut 300 Euro für Bücher dort, wobei der Stand der gastgebenden SHB am ausgiebigsten war.

Einen ganz besonders heißen Fund konnte ich dort bereits während des Aufbaus machen: Ein Heftchen über die Bremer U-Straßenbahn, das (zumindest für mich) so sensationell ist, dass ich mal einen kurzen Blick mit der Kamera hineingeworfen habe:























Durch die Belegung der Halle bot sich auch die Gelegenheit, auch einmal das ein oder andere Fahrzeug unter freiem Himmel abzulichten.








Ein Gast aus Reutlingen



Und bei all der guten Organisation, dem tollen Veranstaltungsort und der großartigen Veranstaltung an sich, gab es noch einen kleinen Wehrmutstropfen.
Während bei den bisherigen KBGG-Events oftmals großartige Rahmenprogramme geboten wurden, die zu all dem noch kostenlos waren (in Erfurt konnte man sogar mit dem Ausstellerausweis die EVAG-Nutzen), betrachtete man in Stuttgart diese Veranstaltung scheinbar als „Profitcenter“.
Es schien, als erfülle der Schwabe alle Klischees… . -)

Es wurden verschiedene Rahmenprogramme relativ hochpreisig angeboten. Dennoch hielt das viele nicht vom Kommen ab. Wäre es für mich nicht so räumlich nahegelegen, wäre ich wohl nicht angereist.

Da ich sowohl Zacke als aus Standseilbahn und die SSB-Zentralwerkstatt schon aufgrund anderer Ausflüge bzw. einer Studienexkursion kannte, brauchte ich dafür schon mal kein Geld mehr auszugeben.

Doch die „Stadtbahn-Sonderfahrt“ am Samstag weckte mein Interersse.




Diese war gesellschaftlich ein schönes Event und war durch zahlreiche Infos des Stadtbilderklärers ergänzt. Gesehen hat mal allerdings nichts, was man nicht auch mit dem Planzug hätte sehen können. Nicht mal die Stadtbahnprototypen konnten besichtigt werden.
Ehrlich gesagt sind mir dafür 8 Euro rückblickend eigentlich zu viel. So 2-3 Euro wären angemessen, wenn man was dafür nehmen muss.






Fotohalte gab es auch keine. Lediglich beim „Kopfmachen“ konnte fotografiert werden. Aber das einzige, was dabei gut im Licht war, waren die Fotografen.

Immerhin konnte man hier und da mal aus dem Zug fotografieren:
















Nun hatte die Fahrt noch eine Möglichkeit gelassen, den Fahrpreis zumindest ansatzweise auf ein rechtfertigbares Maß nachzusenken.

Es gab an Bord Wasser in 0,5 l PET-Flaschen.

Ich selbst bin zwar Kurpfälzer, aber dennoch so ein Geizhals, dass mir kaum ein Schwabe etwas in Sachen Geiz vormachen könnte.

So konnte man die Schwaben mit ihren eigenen Waffen schlagen: So hätte man – jetzt natürlich rein hypothetisch, ist klar – hergehen können und einige Wasserflaschen trinken oder in die mitgebrachten 1,5 l- Flaschen und Teekannen umfüllen können. Die freigewordenen 0,5er Pfandflaschen hätte man dann – zum Beispiel – beim Netto neben der Straßenbahnwelt abgeben können.




Davon hätte man sich dann Süßzeug wie diese Prinzenrolle (Beispielabbildung) kaufen können:









Nachts im Museum






Nachdem ich bereits am Freitag viele Klagen über das nicht gerade optimale Speisenprogramm gehört hatte, war ich froh, mich zu keinem angemeldet zu haben.

Für 10 Euro (ohne Getränke!) gab es für alle anderen gegrilltes. Dafür galt es lange in der Schlange zu stehen.
Da es neben dem ein oder anderen Beilagensalat nur Fleisch gab, war es für mich ohnehin keine Option für mich.

Die Urteile der anderen, die mir zukamen reichten von „gut“ bis „zum Kotzen“, was wohl von der Position in der Schlange abhing.

Aber selbst wenn ich etwas bekommen hätte, wäre es preislich für mich unverhältnismäßig gewesen. Für 10 Euro bekomme ich in einem normalen Restaurant mit Bedienung an einem normalen Tisch eine vernünftige Mahlzeit.

Immerhin sahen das andere anders als ich, was zu einer hohen Nachfrage führte ;-)





Gegen 23:15 bestieg ich dann auch meinen Zug nach Mannheim






Am Abend des Folgetages ging es dann an den Abbau des Ganzen.






Die Tische konnten wir gerade vor Ort aufstapeln.
Vorgefunden hatten wir sie schon in passender Anzahl fertig Aufgebaut. Das hatten wir auch noch nie. Daher nochmal ein Lob an die Akteure.







Gemäß dem Grundsatz der Semmelbahn wurde wieder gefahren, bis der Strom abgedreht wird.








Nach vollendetem Abbau begaben wir Großspurstraßenbahner, zumindest die meisten von uns, noch in einen Biergarten fürs Abendessen – zum Preis eines Rahmenprogramms. Nur ohne Schlange und mit Bedienung.

Gegen 22:30 endete auch diese Veranstaltung wieder. KBGG in Stuttgart war alles in allem eine sehr gelungene Veranstaltung – die zumindest in meinem Empfinden -in ihren Einzelheiten sowohl nach oben als auch nach unten hin bisher nicht dagewesene Superlative bedeutete.

Für mich gab es noch gut zwei Stunden Autofahrt mit mehrmaligem Üben des Anfahrens am Berg, verbunden mit der Erkenntnis, dass meine Reisen auch künftig tendenziell eher auf der Schiene stattfinden.

Den ein oder anderen wird man ja dann in wenigen Wochen in Schkeuditz wiedersehen, wo ich auch sein werde. Natürlich per Bahn :-)


Bis dahin

Alla hopp!

Antworten:

Könnte es sein,daß Du von dem vielen Wasser einen gewissen Rauschzustand erreicht hast, noch gewürzt von der Genugtuung des ausgelebten Geizes???:cheers:

von Fotofuzzi - am 07.06.2017 17:30
Zitat
Tw237


Zwischenzeitlich hatte ich auch mal die Gelegenheit mit meinem neuen MVG 455 mit der Blume 2000-Reklame eine Runde über die Gemeinschaftsanlage zu drehen.






Schönes Modell von einem Fahrzeug mit nicht so schöner Werbung. Hat mir zumindest nie gefallen.
Und es war der übrigens 454 mit der Blümchen-Werbung.

von Führerbremsventil - am 08.06.2017 12:36
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