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Nahverkehr Rhein-Neckar
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Erster Beitrag:
vor 3 Monaten, 2 Wochen
Letzter Beitrag:
vor 3 Monaten, 1 Woche
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Abfahrer, Lokleitung, Stef BRN, Linie 8 muss wieder her, Heidelberger Straßenbahner, jockeli, Funkenkutscher, Heinrich Fuchs, Fabrikant i.R.

Baustelle Eppelheimer Str. / Bahnstadt (mit 25 Bildern)

Startbeitrag von Funkenkutscher am 26.08.2017 13:23

Ich habe mir mal gedacht, ich laufe mal durch die Baustelle Eppelheimer Straße/ Bahnstadt und mache ein paar Bilder für euch



Haltestelle Kranichweg Richtung Eppelheim Autobahnbrücke. Eigentlich ist die Brücke schon seit einer Woche für jeglichen Verkehr,
auch Radfahrer und Fußgänger gesperrt, aber wie ihr seht hält sich da jeder dran.;-)


Die alte Haltestelle Kranichweg Richtung Heidelberg


Die neue Haltestelle Kranichweg/Stotz


Zum Glück wieder Dreigleisig


Weichenanlage Richtung HD.


Richtung Eppelheim


Fußgängerüberweg an der ehemaligen Haltestelle Stotz


Ausfahrt Kaufland Richtung Stotz


Ausfahrt Kaufland Richtung HD


Haltestelle Marktstr. mit Mittelbahnsteig


Höhe Feuerwehr


Auffahrt zur Henkel-Teroson-Str.


Haltestelle Henkel-Teroson-Str. Richtung HD


und die Gegenrichtung


hier biegt die Straßenbahn in die Bahnstadt ab.
Links stand mal die Bahnbrücke.


jetzt sind wir in der Bahnstadt.


hier entsteht die Haltestelle "Eppelheimer Terrasse"

Agnesistr. Richtung Pfaffengrund


und Richtung HD. Da wächst schon das Rasengleis.


Gadamer Platz Richtung Pfaffengrund


Richtung HD. Im Hintergrund kann man die Weiche nach links Richtung Czernybrücke erkennen.


hier sieht man es besser.


Blick Richtung Czernybrücke


Blick von der Czernybrücke in die Bahnstdt


und zum Schluss ein Blick "zurück"

Antworten:

Warum drei Bahnsteigkanten am Kranichweg?

Sehr interessant, vielen Dank. Da ist man schon weiter, als ich gedacht habe.
Aber warum baut man am Kranichweg drei Bahnsteigkanten?

von Linie 8 muss wieder her - am 27.08.2017 07:55

Re: Warum drei Bahnsteigkanten am Kranichweg?

Damit man an allen drei Gleisen ein- und aussteigen kann?

von Lokleitung - am 27.08.2017 10:03

Re: Warum drei Bahnsteigkanten am Kranichweg?

Zitat
Lokleitung
Damit man an allen drei Gleisen ein- und aussteigen kann?


Und warum sollte man das wollen?
In Rohrbach Süd hat man auch drei Gleise aber nur zwei Bahnsteigkanten.
Oder plant man in erheblichem Umfang, Kurse nur bis Kranichweg zu führen.

von Linie 8 muss wieder her - am 27.08.2017 10:57

Re: Warum drei Bahnsteigkanten am Kranichweg?

Zitat

Oder plant man in erheblichem Umfang, Kurse nur bis Kranichweg zu führen.

Es war einmal davon die Rede, dass es künftig Verstärkerkurse im Berufsverkehr (bis Pfaffengrund) geben soll. Die neue Haltestelle ermöglicht einen längeren Aufenthalt und Umsetzen sowie Fahrgastwechsel zur selben Zeit. Das erscheint doch sinnvoll.

von Abfahrer - am 27.08.2017 11:30

Re: Warum drei Bahnsteigkanten am Kranichweg?

Zitat

Oder plant man in erheblichem Umfang, Kurse nur bis Kranichweg zu führen.


Ob der Umfang erheblich oder gering ist macht ja keinen Unterschied.
Auch wenn's nur ein einziger Zug im Monat ist braucht man dafür einen Bahnsteig.
Und die dritte Bahnsteigkante macht das wenigstens möglich, während der übrige Zugverkehr drumherum weiterlaufen kann.
Es wäre ja auch sehr fatal, wenn bei einer Störung innerhalb Eppelheims nicht mehr die Möglichkeit bestünde, Zugläufe zu verkürzen und hier zu wenden.

Im Übrigen liegt ja der stadtauswärtige Bahnsteig zwischen den Gleisen, und so ist der bauliche Aufwand für einen Mittel- und einen Außenbahnsteig auch nicht viel größer, als wenn man zwei Außenbahnsteige gebaut hätte.


Und wenn ich recht informiert bin soll ja zum Winterfahrplan ja der SEV bis zum Stotz zurückgenommen werden und Stotz - Bismarckplatz wieder per Strab bedient werden.

von Lokleitung - am 27.08.2017 13:44

Re: Warum drei Bahnsteigkanten am Kranichweg?

Zitat
Lokleitung
Und wenn ich recht informiert bin soll ja zum Winterfahrplan ja der SEV bis zum Stotz zurückgenommen werden und Stotz - Bismarckplatz wieder per Strab bedient werden.


Heißt das, wenn die Busse von Schwetzingen bis zum Stotz durchfahren, ist für gewisse Eppelheimer der Idealzustand erreicht?
:confused:

von jockeli - am 27.08.2017 14:15

Re: Warum drei Bahnsteigkanten am Kranichweg?

Zitat
jockeli
Heißt das, wenn die Busse von Schwetzingen bis zum Stotz durchfahren, ist für gewisse Eppelheimer der Idealzustand erreicht?

rotfl
Da man es auch jetzt nicht hinbekommen hat, den SEV mit dem 713er zu verbinden, obwohl fahrplantechnisch kein Problem, wird man das, wovon Du gerade träumst ;), wohl eher auch nicht hinbekommen. Ist ja auch eine hochkomplexe Angelegenheit bei zwei verschiedenen Unternehmen...
Nein, die Betroffenen werden hier natürlich gleich zweimal ihrem Anschluss hinterhergucken dürfen. Wäre ja furchtbar, wenn der SEV ein besseres Angebot darstelle...

von Abfahrer - am 27.08.2017 16:16

Re: Warum drei Bahnsteigkanten am Kranichweg?

Zitat

Wäre ja furchtbar, wenn der SEV ein besseres Angebot darstelle...

Richtig.
Und mal abgesehen von den organisatorischen Umständen, die damit verbunden wären, warum sollte man die Unbelehrbaren auch noch belohnen?

von Lokleitung - am 27.08.2017 21:15

Re: Warum drei Bahnsteigkanten am Kranichweg?

Zitat
Lokleitung
Zitat

Wäre ja furchtbar, wenn der SEV ein besseres Angebot darstelle...

Richtig.
Und mal abgesehen von den organisatorischen Umständen, die damit verbunden wären, warum sollte man die Unbelehrbaren auch noch belohnen?


Und noch:
Dies wurde sicher aufgrund einer Regelung so festgelegt.:joke:

von Heinrich Fuchs, Fabrikant i.R. - am 28.08.2017 06:38

Re: Warum drei Bahnsteigkanten am Kranichweg?

Zitat
Lokleitung
Und mal abgesehen von den organisatorischen Umständen, die damit verbunden wären

Wir reden hier nicht von einem Ersatzverkehr von zwei Tagen oder Wochen, bei dem irgendwo eine Weiche erneuert wird, sondern von einer Vollsperrung in einem Zeitraum von über zwei Jahren. Das Mobinetz und auch der Ausbau im Pfaffengrund (mehr oder weniger so wie derzeit gebaut wird, für den SEV aber unerheblich) hat man doch rückblickend schon mindestens zehn Jahre lang geplant. Verlange ich hier Unmenschliches?

Wenn es hier an etwas gemangelt hat, dann am Willen. Andererseits sind es ja nur Fahrgäste und gut, dass man sich organisatorische Umstände einsparen konnte.

Zitat
Lokleitung
warum sollte man die Unbelehrbaren auch noch belohnen?

Für Dich ist es scheinbar immer in Ordnung, wenn Probleme (meist politische) von den Fahrgäste ausgebadet müssen, sind sie doch auch immer an allem Schuld.
Wenn die Uni ÖPNV-Projekte zum scheitern bringt, forderst Du, das betroffene Gebiet zur Gänze vom Nahverkehr abzuhängen, ähnliches auch hier wieder.
Dieses Schicksal hat sich von den Fahrgästen (ob in Schwetzingen, Plankstadt, Eppelheim oder Neuenheim) mit Sicherheit niemand herausgesucht!

von Abfahrer - am 28.08.2017 09:00

Re: Warum drei Bahnsteigkanten am Kranichweg?

Zitat

Verlange ich hier Unmenschliches?


Weiß ich nicht.
Ich nehme an, dass der BRN seine Linie bei entsprechendem Auftrag auch bis zum Stotz durchziehen würde, wenn es die rnv, die ja wohl die Liniengenehmigung für diesen Streckenabschnitt hat, erlauben würde.
Bezahlen wird das natürlich freiwillig keiner.

Aber eine Durchbindung der Buslinie vom Stotz wäre doch Wasser auf die Mühlen derer, die die Straßenbahn für verzichtbar halten (und das sind in der Regel nicht die Leute, die sie freiwillig benutzen oder benutzen müssen).
Und in diesem Sinne sollte sich auch der Fahrgast und ÖPNV-Nutzer mal überlegen, ob eine solche Durchbindung politisch sinnvoll oder strategisch klug wäre.
Gerade in Heidelberg und Umgebung, wo viel über den ÖPNV geredet wird, sich dessen politischer Stellenwert immer wieder als extrem gering erweist.


Zitat

Für Dich ist es scheinbar immer in Ordnung, wenn Probleme (meist politische) von den Fahrgäste ausgebadet müssen, sind sie doch auch immer an allem Schuld.

Nö, die Fahrgäste können meistens am wenigsten dafür, wenn's irgendwo nicht so klappt wie es soll.

Aber die Fahrgäste und alleine die Fahrgäste sind die, die politisch was bewirken können, indem sie versuchen, die Politik von ihrem Anliegen zu überzeugen und vielleicht auch noch eine Partei zu wählen, die nicht nur gegen irgendwas ist, sondern möglicherweise sogar mal für etwas einsteht (zugegeben, das ist in Heidelberg noch viel viel schwerer als anderswo).

Aber wo waren denn die Fahrgäste, als die Diskussionen um das Neuenheimer Feld hochkochten?
Nirgends (standen wahrscheinlich gerade mit dem Bus in irgendeinem Stau).

Und wenn es von den Fahrgästen niemanden juckt, dann sollen sie sich hinterher nicht beschweren, wenn sich der Zustand immer nur verschlechtert.

ÖPNV ist eben angewandte Politik.
Gäbs dafür eine Lobby wie den ADAC für die Anderen, dann wäre so manches viel viel einfacher.

Und könnte die rnv sich wegen der üblen Zustände im Neuenheimer Feld weigern, dieses weiter mit dem Bus zu bedienen, dann hätte man da auch ein überzeugendes Argument mehr (kann sie natürlich nicht, weil sie ja von der Stadt HD und der HSB beauftragt wird und sich mit der Situation, die die Politik vorgibt, einfach abfinden muss).

von Lokleitung - am 28.08.2017 09:46

Re: Warum drei Bahnsteigkanten am Kranichweg?

Es ließe sich ja recht gut verhandeln, da eine Durchbindung insgesamt zumindest einen Bus weniger benötige. Davon profitieren alle: Fahrgäste, da schneller, komfortabler und zuverlässiger und Geld würde vermutlich auch eingespart.

Zitat
Lokleitung
Aber eine Durchbindung der Buslinie vom Stotz wäre doch Wasser auf die Mühlen derer, die die Straßenbahn für verzichtbar halten (und das sind in der Regel nicht die Leute, die sie freiwillig benutzen oder benutzen müssen).

Ja und nein... Die Schwetzinger und Plankstädter würden für kurze Zeit die Vorzüge einer umstiegsfreien Direktverbindung nach HD genießen, die sie mit der Straßenbahn langfristig hätten haben könnten. Die ist aber vom Tisch und man wird die Pläne auch vermutlich auf absehbare Zeit nicht noch einmal hochkommen lassen.

Ich bin übrigens gerade wegen des von Dir beschriebenen Sachverhalts gegen Bürgerentscheide über solche Projekte. In Plankstadt waren 30% für den Bau, 70% dagegen. Wenn man berücksichtigt, dass es deutlich weniger ÖPNV-Nutzer als Nicht-ÖPNV-Nutzer gibt, insb. Autofahrer, dann lässt sich ein solches Ergebnis ausmalen. Man will ja mit der Reaktivierung Kunden gewinnen, die derzeit mangels Angebot sich überwiegend mit dem Pkw fortbewegen. Da genügt es schon, dass sich ein Teil der Autofahrer über die Oberleitungen ärgert oder die drei Millionen lieber in die Organisation von Stadtfesten oder den Ausbau der Straßen investiert haben will. Dafür sehe ich aber den Bürgermeister in der Verantwortung, der den Bürgerentscheid vorangetrieben hat. Ich hatte die Entscheidung für einen Bürgerentscheid schon damals vor dem Ergebnis für falsch gehalten.

Wenn so wie jetzt beim SEV begünstigende Nebeneffekte auftreten, sollte man diese aber nicht aus politischen Gründen zertreten. Für verzichtbar halten die Straßenbahn Einige, die Straßenbahn wird aber bereits sehr gut angenommen und mit dem Brückenneubau ist die Straßenbahn dort mindestens für die nächsten zwanzig Jahren ohnehin beschlossene Sache.
Deine Strategie führt (zumindest hier) in erster Linie zu Verärgerung und letztendlich auch zum Verlust von Kunden in dem Gebiet und da hier alles beschlossene Sache ist, sollte man einfach das beste draus machen und damit meine ich, den Bus von Anfang an von HD bis Schwetzingen durchbinden, auch um die Abwanderung von Kunden während der Bauzeit zu verhindern. Die könnte nämlich durchaus auch langfristig sein.

Zitat
Lokleitung
Aber wo waren denn die Fahrgäste, als die Diskussionen um das Neuenheimer Feld hochkochten?

Nicht jeder ÖPNV-Nutzer hat Zeit und Lust sich damit zu beschäftigen und schon garnicht gegen geltendes Recht (Bebauungsplan) zu demonstrieren. ;)

von Abfahrer - am 28.08.2017 11:54

Re: Warum drei Bahnsteigkanten am Kranichweg?

Zitat

Ich bin übrigens gerade wegen des von Dir beschriebenen Sachverhalts gegen Bürgerentscheide über solche Projekte


Ohne jetzt zu sehr vom Thema abschweifen zu wollen, stimme ich dir hier voll und ganz zu.

Solche Bürgerentscheide (ich weiß sogar noch nicht mal, ob man das nur auf ÖPNV-Projekte beziehen kann) führen heutzutage eigentlich immer zur Ablehnung, weil die Leute irgendwie Angst haben, irgendetwas von ihrem Status Quo aufgeben zu müssen. Ich bin davon überzeugt, dass bei den Nein-Stimmen nicht nur kategorische Ablehner sind, sondern auch viele, die vielleicht nicht prinzipiell dagegen sind, aber trotzdem lieber für Nein stimmen, einfach aus Angst, es würde sich irgendeine Einschränkung für sie ergeben.

Und dazu kommt natürlich noch, dass die Presse eigentlich über solche Vorhaben generell nie positiv berichtet, sondern immer gleich lospoltert "Straßenbahn killt Parkplätze", "Staus drohen durch Bauarbeiten", "Ortsdurchfahrt wird gefährlicher", usw. Und das bleibt natürlich bei den Leuten im Gedächtnis hängen.

Gruß
Stefan

von Stef BRN - am 28.08.2017 20:13

Re: Warum drei Bahnsteigkanten am Kranichweg?

So ist das mit den Bürgerentscheiden.
Und es gibt ja eindeutige Regelungen dafür, die Frage muss immer so gestellt sein, dass die Änderung eines Zustandes mit "ja" beantwortet werden muss.
Das hat im Falle der Eppelheimer Autobahnbrücke nur deshalb funktioniert, weil die Zweigleisigkeit schon beschlossen war und man für den Widerruf dieses Beschlusses mit "Ja" stimmen musste.
Ich gehe jede Wette ein, dass mindestens 30 Prozent der Abstimmenden nicht kapiert haben, wofür und gegen was sie abstimmen.
Und ich wette weiterhin, dass sich bei Bürgerentscheiden, einfach nur durch die Änderung der Fragestellung mit Austausch von ja und nein, das Ergebnis um bis zu 30 Prozent ändern würde.
Es ist nun mal viel einfacher, gegen irgendwas zu sein.

Naja, ich hab ja nirgends geschrieben, dass die Durchbindung zwischen rnv-SEV und dem BRN nicht käme.
Meines Wissens sind die beteiligten Parteien, unter dem Dach des VRN, zu diesem Thema durchaus im Gespräch.

von Lokleitung - am 29.08.2017 06:28

Re: Warum drei Bahnsteigkanten am Kranichweg?

Zumal man (bspw. in Plankstadt) in einem monatelangen, für alle Leute zugänglichen Bürgerbeteiligungsprozess sehr viele gute zusätzliche Ideen eingebracht hatte, sodass man mit großem Aufwand eine Variante ausgearbeitet hatte, mit der eigentlich jeder gut auskäme und dann in so einem dämlichen Entscheid all das über den Haufen geschmissen wird.
Da habe ich einfach Mitleid mit den 30% (garnicht mal wenige), die sich vorstellen konnten, regelmäßig mit der Bahn zu fahren.

Das Teilprojekt Eppelheim-Schwetzingen spielte ganz klar in der oberen Liga der Teilprojekte des Mobinetz, nicht nur wegen der höheren Kapazität und der Reduzierung der Reisezeit nach HD, sondern vor allem auch, weil die beiden Gemeinden Plankstadt und Eppelheim mit dieser Variante dem langersehnten Wunsch einer attraktiven Anbindung nach MA/LU mit Umstieg in Schwetzingen ohne zusätzliche Kilometer maximal nahe kommen. Die Trassenführung könnte für Plankstadt garnicht zentraler sein. Das Wohngebiet würde hervorragend erschlossen.
Einzig der 20min.-Takt wirkt sich auf die Umstiegssituation am Bahnhof nach wie vor negativ aus, da die RB alle 30min. verkehrt und somit lediglich zu jeder Stunde Umstieg mit angemessener Umstiegszeit möglich ist. Dieses Problem tritt aber auch an einigen anderen Stellen (mir sind da v.a. viele Beispiele in HD bekannt, bspw. 33er bei S-Kirchheim/Rohrbach, 33er/35er in S-Karlstor, Schlierbach, 35er in Neckargemünd, 34er in Pfaffengrund, sowie 29er bei S-Weststadt) auf. 15min.-Takt und Fahrpläne an die Abfahrzeiten der S-Bahn angepassen würde die Umstiegsbeziehung erheblich verbessern, ich wäre an eineigen Stellen sogar über einen 30min.-Takt dankbarer.

Zitat
Stef BRN
Und dazu kommt natürlich noch, dass die Presse eigentlich über solche Vorhaben generell nie positiv berichtet, sondern immer gleich lospoltert "Straßenbahn killt Parkplätze", "Staus drohen durch Bauarbeiten", "Ortsdurchfahrt wird gefährlicher", usw. Und das bleibt natürlich bei den Leuten im Gedächtnis hängen.

Naja, man sollte schon Vor- und Nachteile hervorheben und abwägen. Ich finde insgesamt, schreibt die Einheitszeitung doch sehr positiv ggü. dem Ausbau des ÖPNV.

von Abfahrer - am 29.08.2017 09:39

Re: Warum drei Bahnsteigkanten am Kranichweg?

Zitat
Lokleitung
Das hat im Falle der Eppelheimer Autobahnbrücke nur deshalb funktioniert, weil die Zweigleisigkeit schon beschlossen war und man für den Widerruf dieses Beschlusses mit "Ja" stimmen musste.

Absolut.
Hier ging es aber darüber hinaus auch um ein Projekt, dass wirklich allen Verkehrsteilnehmern nützt. Dagegen waren eigentlich nur diese "Eingleisig-Spinner", die offenbar noch nie eine Straßenbahn von innen gesehen haben. Die Fußgängerunterführung und die Entfernung von Grünflächen zugunsten der nun breiteren Brücke waren auch ein Streitthema bei den Anwohnern in Brückennähe. Alles in allem nicht der Rede wert. Der Eppelheimer Liste hatte man ohnehin viel zu viel Aufmerksamkeit in der RNZ gegeben.
Bei einer reinen ÖPNV-Sache (dazu fällt mir jetzt der anstehende Umbau der Endhaltestelle in Eppelheim ein) sähe die Sache ganz anders aus. Da stellen sich dann alle dagegen, die die Bahn nicht nutzen. Alleine die 600000€ Kosten für die Gemeinde und der Verweis auf den Fahrplan, in dem die Haltestelle als barrierefrei ausgewiesen wird, reicht schon, dass irgendwelche Spinner aus ihren Löchern klettern.

von Abfahrer - am 29.08.2017 10:07

Re: Warum drei Bahnsteigkanten am Kranichweg?

Vielleicht beachtet man(n) auch diese Perspektive:

Ein Ersatzverkehr ist gemäß dem Wortlaut ein Ersatz, in diesem Falle eben für die Straßenbahn. Dies bedeutet jedoch, dass die eigentlich eingesetzten Bahnen vorhanden sind. Ferner ist das Fahrpersonal derselben ebenfalls im Unternehmen.

Zu diesen kann man (zum Glück) nicht eben mal sagen - bleibt zu Hause, in zwei Jahren könnt ihr ja mal nachfragen.
Diese Personale werden im Ersatzverkehr des rnv beschäftigt. Und da die rnv keine Konzesion für die Relation Eppelheim - Plankstatt - Schwetzingen besitzt, verbietet sich aus diesem Grund eine Durchbindung der Linie 713 in Richtung Heidelberg.

Hinzu kommt der finanzielle Aspekt: Die externe (Mehr)Leistungen für den Ersatzverkehr schreibt die rnv - wie jedes andere Unternehmen übrigens auch - aus. Und das wirtschaftlichste Angebot bekommt den Zuschlag, hierzu ist das Unternehmen verpflichtet.
Und hier ist der DB-Rhein-Neckar-Bus (als Konsesionsinhaber der Linie 713) diesesmal offensichtlich nicht zum "Zuge" gekommen.

Hat also nichts mit
Zitat
Abfahrer
Es ließe sich ja recht gut verhandeln, da eine Durchbindung insgesamt zumindest einen Bus weniger benötige. Davon profitieren alle: Fahrgäste, da schneller, komfortabler und zuverlässiger und Geld würde vermutlich auch eingespart.

zu tun.


Zitat
Abfahrer
Dieses Problem tritt aber auch an einigen anderen Stellen (mir sind da v.a. viele Beispiele in HD bekannt, bspw. 33er bei S-Kirchheim/Rohrbach, 33er/35er in S-Karlstor, Schlierbach, 35er in Neckargemünd, 34er in Pfaffengrund, sowie 29er bei S-Weststadt) auf. 15min.-Takt und Fahrpläne an die Abfahrzeiten der S-Bahn angepassen würde die Umstiegsbeziehung erheblich verbessern, ich wäre an eineigen Stellen sogar über einen 30min.-Takt dankbarer.


Einen Takt, bzw. eine Linie gibt nicht unmaßgäblich der Besteller (hier die Stadt HD) vor und ist kein Einfall des Verkehrsunternehmens. Die ist wie überall gemäß dem Motto: Wer die Musik bezahlt, sagt auch was gespielt wird.
Zu bedenken ist auch , dass nicht alle Fahrgäste zu einer S-Bahn möchten, sonst wäre z.B. der 33er nach der Haltestelle S-Bahnhof Kirchheim/Rohrbach nämlich leer.

Nur mal so zur Ergänzung.


Salü Erhard

von Heidelberger Straßenbahner - am 30.08.2017 18:24

Re: Warum drei Bahnsteigkanten am Kranichweg?

Ich bedanke mich für die Antworten.
Zitat
Heidelberger Straßenbahner
Zu diesen kann man (zum Glück) nicht eben mal sagen - bleibt zu Hause, in zwei Jahren könnt ihr ja mal nachfragen.
Diese Personale werden im Ersatzverkehr des rnv beschäftigt. Und da die rnv keine Konzesion für die Relation Eppelheim - Plankstatt - Schwetzingen besitzt, verbietet sich aus diesem Grund eine Durchbindung der Linie 713 in Richtung Heidelberg.

Du meintest doch, da der BRN keine Konzession für Eppelheim - HD hat, lässt sich die 713 nicht bis HD durchbinden und umgekehrt für die rnv?
So hatte ich das mit der Durchbindung auch nicht gemeint. Die 713 besteht meines Wissens aus zwei an die Linie gebundenen Umläufen, die vom BRN gefahren werden. Beim Ersatzverkehr der 22 weiß ich es gerade nicht genau, aber auch irgendeine feste Anzahl. Alle Fahrten der 713 haben aber Anschlüsse in Eppelheim von/nach HD.
Ich stelle mir das so vor, dass der BRN auch weiterhin zwei bestimmte Leistungen aber auf der gesamten Strecke (Schwetzingen - HD) bedient und die übrigen Leistungen (oder sogar eine weniger) von der rnv bedient werden, bzw. nach Inbetriebnahme der Straßenbahn bis Pfaffengrund eben zwei vom BRN und eine von der rnv. Die Fahrzeuge mit Anschluss in Eppelheim werden durchgebunden, die übrigen nur bis Eppelheim. Wer was fährt, kann ja vertraglich geregelt werden. Man arbeitet also einen gemeinsamen Fahrplan aus und spart im Gegenzug Geld für eine Leistung.

Und viele der Fahrer des SEV sind Aushilfsfahrer bei der rnv und hatten (scheinbar zur Kosteneinsparung) noch an den ersten Betriebstagen des SEV Streckenkunde erlangt (was dort teilweise zu einem beachtlichen Mehr an Verspätungen geführt hatte). Insofern sehe ich auch hier kein Problem.

Oder gibt es hier (sonst noch) irgendeinen Haken?

Zitat
Heidelberger Straßenbahner
Einen Takt, bzw. eine Linie gibt nicht unmaßgäblich der Besteller (hier die Stadt HD) vor und ist kein Einfall des Verkehrsunternehmens.

Dem bin ich mir bewusst und bezogen war es natürlich auf die Stadt, die ständig damit wirbt, die Umstiegsbeziehungen zwischen Regio/S-Bahn und Bus/Strab verbessert zu haben, bzw. verbessern zu wollen.

Zitat
Heidelberger Straßenbahner
Zu bedenken ist auch , dass nicht alle Fahrgäste zu einer S-Bahn möchten, sonst wäre z.B. der 33er nach der Haltestelle S-Bahnhof Kirchheim/Rohrbach nämlich leer.

Hatte ich auch nicht behauptet. Allerdings sind die Bahnhöfe zugleich Umstiegsknoten (hier steigen deutlich mehr Leute ein und aus als im Mittel) und Anpassungen betreffen hier gleich eine höhere Anzahl an Fahrgästen als an einer anderen Haltestelle. Es gilt dann abzuwägen, ob die Ausdünnung auf 30min. mehr Umsteiger von Regio/S-Bahn gewinnt als auf dem Rest der Strecke verliert oder ob der finanzielle Mehraufwand für 15min. (zumindest in der HVZ) gerechtfertigt ist. Der 20min.-Takt bei den Bussen (ausgenommen 31/32) erscheint mir doch sehr willkürlich gewählt.

von Abfahrer - am 31.08.2017 08:12

Re: Warum drei Bahnsteigkanten am Kranichweg?

Zitat

Die 713 besteht meines Wissens aus zwei an die Linie gebundenen Umläufen, die vom BRN gefahren werden


Naja wenn man es ganz genau nimmt, sieht diese Linie kein BRN-Fahrzeug, da ja ausschließlich Holgertours und BRH viabus fährt.

Und hier ist auch wieder interessant, dass Holgertours im Prinzip den ganzen Tag mit demselben Fahrzeug fährt (natürlich schätzungsweise mal irgendwann mit Personalwechsel),
wohingegen BRH viabus mit verschiedenen Bussen / Umläufen fährt, die irgendwie ziemlich kompliziert mit den Fahrten auf der Linie 717 (und 712) verschachtelt sind.

Gruß
Stefan

von Stef BRN - am 31.08.2017 12:27

Re: Warum drei Bahnsteigkanten am Kranichweg?

Zitat

Oder gibt es hier (sonst noch) irgendeinen Haken?


Logisch.

Ausrüstung mit ITCS (ex. RBL) - unerlässlich.
Datenfunk zur LSA-Anforderung - meines Erachtens für die Durchfahrt durch Eppelheim wahrscheinlich eher verzichtbar.

von Lokleitung - am 01.09.2017 06:49
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