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Nahverkehr Rhein-Neckar
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Busfotograf67125, Führerbremsventil, Kirunavaara, erbsenzähler89, Abfahrer, Lokleitung, Tw237, A-dot

Ausbaupläne nach Neuhofen, Mutterstadt, Pfingstweide

Startbeitrag von Kirunavaara am 13.06.2018 12:04

Heute in der Rheinpfalz:
[www.rheinpfalz.de]

Als alter Restpfälzer (Landkreis RP), wenn auch im schwedischen Exil, sind mir die im Artikel angesprochenen Vorschläge nicht ganz unbekannt. Vieles davon wurde bereits vor 25 und mehr Jahren diskutiert. Und ich fände es sehr sinnvoll, wenn sich diesmal zumindest ein Teil realisieren ließe.

Was mich besonders interessiert: Kennt jemand von Euch Trassenverläufe aus älteren Planungen, am besten natürlich untermauert mit Kartenmaterial? Teile der Freihaltetrassen lassen sich ja sehr schön anhand von Luftbildern erkennen, beispielsweise in Rheingönheim. Aber bereits in Neuhofen wird es diffus. Auch Gartenstadt-Maudach-Mutterstadt scheint mir nicht ganz trivial.

Viele Grüße,
Martin

Antworten:

Diese Pläne sind großer Schwachsinn. Mutterstadt und Neuhofen sind durch den Busverkehr sehr gut angebunden. Montags bis Freitags fährt 3 x in der Stunde ein Bus nach LU-Rheingönheim (2 Busse der Li. 572 und 1 Bus der Li. 582) und Samstags 2x pro Stunde. Auch die Mutterstadter haben Montags - Freitags 3x pro Stunde einen Bus nach Ludwigshafen (571, 580, 581) und Samstags immerhin 2x pro Stunde (571, 581). Von Dannstadt aus ist man mit dem Schnellbus der Linie 580 in gut 20 Min. in Ludwigshafen, der fährt immer zur vollen Stunde, im Berufs-/ Schülerverkehr öfter. Zusätzlich hat man Montags - Freitags zur halben Stunde einen Verstärker, der gerade mal 10 min. länger braucht. Außerdem gibt es das Ruftaxiangebot zur Straßenbahn nach Fußgönheim und zur S-Bahn in Schifferstadt. Außerdem, wo will man die Schienen verlegen ohne zusätzliche Trassen und Brücken zu bauen? Schließlich müssen ja auch PKW, LKW und Traktoren irgendwo fahren. Und wo will man diese hinbauen? Die Orte sind bis an die äußerste Gemarkungsgrenze bebaut. Allein zwischen Dannstadt und Maudach müßte man für eine Straßenbahtrasse zwei neue Brücken bauen. Wo will man diese hinbauen? Neben der L 530 ist kein Platz. Aus Richtung Dannstadt links von der bestehenden Brücke liegt der Pfalzmarkt, rechts noch auf Dannstadter Gemarkung das Gewerbegebiet, auf Mutterstadter Gemarkung die Autobahnausfahrt zur A 61 in R. Speyer. Auf der anderen Seite der Brücke kommt gleich auf der rechten Seite "Der Gemüse Renner". Die Hauptstraße in Mutterstadt ist so eng, dass kaum 2 Autos aneinander vorbeikommen. Und wo will man die Wendeschleife hinverlegen?

von Busfotograf67125 - am 13.06.2018 13:31
Au weia. Wenn in den Ortschaften bereits derart dichter Busverkehr betrieben wird, dann ist das eher ein Indiz dafür, daß die Vorschläge keinesfalls großer Schwachsinn sind, sondern eher dafür, daß hier genügend Bedarf und Potential für weitere Steigerungen der Fahrgastzahlen bei Umstellung auf Schienenverkehr vorhanden sind. Sorry, mit einem Ruftaxi-Zubringer lockt man keinen Autofahrer (zumindest keinen nüchternen) hinterm Lenkrad hervor, mit einem normalen Bus als Direktlinie höchstens einen Überzeugungstäter, aber bei jeglicher Form von Bahnverkehr können sich auch nicht-Umweltbewegte oder nicht-ÖPNV-Hobbyisten vorstellen, das vorhandene Auto ab und an stehen zu lassen. Vorausgesetzt natürlich, die Taktdichte und die Reisezeit passen. Den Effekt kannst Du anhand einer jeglichen neu eröffneten Bahnverbindung der letzten 2-3 Jahrzehnte studieren. Nein, ich habe nichts gegen Busse - die werden in Ortschaften, welche nicht die kritische Masse an Fahrgästen für wirtschaftlichen Bahnverkehr aufbringen können, dringend gebraucht.

Natürlich muss der Nutzen immer im Verhältnis zu den notwendigen und nicht gerade geringen Investitionen berechnet werden. Unter genau das ist der eine Hauptzweck der im Artikel gennanten Machbarkeitsstudien. Der andere ist die Antwort auf die Frage, wo man all die neue Infrastruktur "hinbauen" soll, und ob das überhaupt technisch möglich ist, welche Eingriffe dies erfordert (Natur, Ankauf von Grundstücken, Beeinflussung anderer Verkehrsträger), und mit welchem Aufwand.

Wie gesagt, es gibt zumindest teilweise bereits Freihaltetrassen für diese Verbindungen. Und wo diese genau liegen, bzw. wie die Streckenführungen schonmal angedacht waren, möchte ich hier herausfinden.

Viele Grüße,
Martin

von Kirunavaara - am 13.06.2018 13:54
Ich stelle mir grade vor, der Busfotograf wäre ein Bahnfotograf, dann würde er vielleicht andersherum argumentieren?
Wie auch immer, genau solche Argumente verhindern auch den Ausbau des Heidelberger Straßenbahnnetzes.
Aber mir persönlich isses wurscht, ob da was gebaut wird oder nicht, ich wohne nicht in der bahnlosen Provinz :-P

von Führerbremsventil - am 13.06.2018 19:09
Wenn's nur daran liegen würde, daß jemand gerne Busse sieht, dann wäre ich ja fast erleichtert. Das sollte auch keineswegs ein persönlicher Anwurf gegen unseren Busfotografen sein - Verzeihung, wenn das so rübergekommen ist. Im Hobbybereich habe ich volles Verständnis für erstmal naheliegende Argumente, die sich bei genauerem Hinsehen als Irrweg erweisen.

Das Schlimme ist nur, ich muß mich im Beruf gegen genau solche Argumente verteidigen, die sogar von Profis vorgetragen werden, welche es eigentlich besser wissen sollten. Die glauben wirklich, man könne sich teure Investitionen in neue Straßenbahnstrecken sparen und eine gleichwertige ÖV-Versorgung mit Bussen erreichen, gerne auch elektrisch weil's gerade hip ist. Da wird auch viel von bedarfsgerechten Linienwegen zu verschiedenen Tageszeiten erzählt, und von den Schwierigkeiten, wo man denn überhaupt die Gleise verlegen wolle. Das noch Schlimmere ist, daß Entscheidungsträger in der Politik sich davon verunsichern lassen und um jeden Meter neue Schienenstrecke einen Eiertanz aufführen, der das ganze Projekt um Jahre oder gar Jahrzehnte verzögert. Ihr kennt das ja mit der Zeiteinheit "Heidel"... Neue Straßen dagegen sind fast nie zu teuer und werden weitaus weniger kritisch hinterfragt.

Viele Grüße,
Martin

von Kirunavaara - am 13.06.2018 20:02
Wenn du damit einsteigst, die Pläne als "großen Schwachsinn" zu bezeichnen, hätte ich einige fundiertere Aussagen gut gefunden. Und natürlich ein paar Absätze. Das erleichtert das Lesen ungemein.

Ich finde die Pläne nicht mal so kaka, was ich wie folgt begründen würde:

Gerade, dass die Achse Gartenstadt - Maudach - Mutterstadt schienenfrei ist, ist mehr so ein "Versehen der Geschichte". Früher verkehrte hier die Lokalbahn. Die Mitnutzung der Gleise im Stadtbereich, ähnlich der OEG nach Käfertal, war geplant. Das scheiterte aber an zwei Kriegen und vielleicht auch der gleichen Herangehensweise, wie wir sie heute bei der Linie 10 erleben. Die Bundesbahn gab der bis dahin total verschlissenen und veralteten Bahnlinie dann den Todesstoß.

Betrachtet man die Nachfrage, so zeigt sich, dass gerade dieser Ast einer der stärksten im ganzen Netz ist, stellenweise stärker als Oppau oder Rheingönheim:




Beim Fahrtenangebot, ist es so zielmich die stärkste Strecke. Hier könnte man mit größeren Gefäßen mit weniger des kostentreibenden Personals auskommen:




Also kann man es so sehen, dass die Südwestbahn entweder das Potenzial zur Schiene hätten, oder eben andersrum, dass es auf den anderen auch der Bus tut.

Die Daten sind aus dem letzten NVP und damit leider schon ein paar Tage alt. Aber insbesondere Maudach ist neben Ruchheim einer der wachsenden Stadtteile im sonst schrumpfenden LU.


Die sonstige Entwichklung bis 2001 sehen wir hier, bis heute hat sich die Tendenz eher noch verschärft:






Neuhofen muss eben geprüft werden. Das Potenzial ist gefühlt in der Tat nicht ganz so groß, wobei ich das derzeitige Angebot mit oft platzenden Anschlüssen als ungenügend bezeichnen würde. Problematisch ist das Fahren durch unbebaute Gebiete. Dem etwas geringeren Nutzen stehen allerdings auch recht niedrige Kosten gegenüber, da die Trasse keine größeren Kunstbauten erfordert und weitestgehend freigehalten ist.


Mit der Pfingstweide dürfte es nicht mehr so rosig aussehen, wie in den zuletzt 1991 gescheiterten Planungen. Die Strecke ist zwar komplett freigehalten und in den Voranschlägen sehr günstig.
Ungünstig kommt jedoch hinzu, dass die Busse früher zentral in der Mitte endeten, wo auch die Bahn hätte enden sollen. Heute erschließen sie den Stadtteil feinräumiger, was wohl auf einen zusätzlichen Ortsbus hinausläuft. Auch ungünstig ist die Einwohnerentwicklung. Die Pfingsweide ist stark geschrumpft in den vergangenen 4-7 Jahren und wird noch weiter schrumpfen, da diese Wohnform wohl weniger gefragt ist.

E wäre daher interessant zu sehen, wie sich das Ergebnis von dem aus den 80ern abhebt. Vielleicht wäre es auch einfach nur besser die Straßenbahn in Oppau wieder in den Ort zu verlängern und damit die Einwohner Oppaus und evtl. Edigheims besser anzubinden.


Dass LU nun seine Liebe zum attraktiven Schienverkehr parteiübergreifend entdeckt hat, freut mich wirklich sehr. Die letzte wirkliche Netzerweiterung war Oppau 1928. Was danach kam war eher städtebaulich als verkehrspolitisch motiviert.

Es gab schon viele Straßenbahnen, die wie Ulm, Augsburg oder Freiburg teilweise nicht mehr vorhanden waren und sich von der Abschussliste weg sehr erfolgreich entwickelten. Doch der Blick in die Vergangenheit in LU macht mich da schon skeptisch. Denn das weitere Festhalten am nicht vorhanden Spätverkehr zeugt nicht gerade davon, dass man es mit der ÖPNV-Initiative ernst meint.

von Tw237 - am 14.06.2018 20:07
Danke! Das ist doch schonmal etwas Butter bei die Fische.

Wie Du schon angedeutet hast, so kann das Fahrgastpotential in den Landkreisgemeinden durchaus größer sein, als es die erste Karte aus dem Nahverkehrsplan vermuten läßt. Diese bildet nämlich nur den Ist-Zustand von 2001/02 ab, wieviele Fahrgäste das damals bestehende Angebot genutzt haben. Neben den bereits vorhandenen Fahrgästen braucht es aber noch eine Markterhebung über die potentiellen Fahrgäste bei Verbesserung des Angebots. Dazu gehören mindestens Einwohnerzahl, Arbeitsplätze, Lage und Größe von Schulen, Einkaufszentren und Umfang sowie Richtung der Pendlerströme im jeweiligen Korridor. Das wird in den Machbarkeitsstudien bestimmt untersucht, allein schon für die standardisierte Bewertung.

Spontan würde ich auch Neuhofen und der Pfingstweide zusprechen, daß ein Bahnanschluß sinnvoll sein könnte. Allein schon aufgrund der Einwohnerzahl, der zu erwartenden Reisezeiten und der deutlichen Orientierung der Pendler Richtung Ludwigshafen. Daß die Fahrgäste in der Pfingsweide einen weiteren Fußweg zur Haltestelle hätten, kann sogar funktionieren: je höher in der ÖPNV-Hierarchie das Verkehrsmittel und je schneller die Verbindung, desto weitere Laufwege werden in Kauf genommen. Für diejenigen, die nicht so gut zu Fuß (oder Rad) sind, kann man ja wieder einen bedarfsgesteuerten Kleinbus durch die Ortschaften kreisen lassen - für diesen Zweck können Rufbusse tatsächlich die Attraktivität des Gesamtsystems steigern.

Ob jetzt wirklich die Stadt LU ihre Liebe zur Straßenbahn entdeckt hat? Nach einem zusätzlichen Infokasten in der gedruckten "Rheinpfalz" war es eher eine Initiative der RNV, welche das Konzept im Stadtrat vorgestellt hat, unter "verhaltenem Applaus". Der Landrat hat schließlich angebissen, das Thema auf seine Agenda gesetzt und dann mit Stadt und RNV das Gespräch gesucht.

Viele Grüße,
Martin

von Kirunavaara - am 15.06.2018 09:38
Zitat
Kirunavaara
Was mich besonders interessiert: Kennt jemand von Euch Trassenverläufe aus älteren Planungen, am besten natürlich untermauert mit Kartenmaterial? Teile der Freihaltetrassen lassen sich ja sehr schön anhand von Luftbildern erkennen, beispielsweise in Rheingönheim. Aber bereits in Neuhofen wird es diffus. Auch Gartenstadt-Maudach-Mutterstadt scheint mir nicht ganz trivial.

Siehe Gesamtverkehrsplan Ludwigshafen 2020: Ganz so konkrete Planungen gab es keine. Für das Stadtgebiet Ludwigshafen wurden für die Strecke nach Neuhofen im Flächennutzungsplan (1999) eine Freihaltetrasse reserviert. Der endet aber natürlich an der Gemarkungsgrenze. Der Flächennutzungsplan von Neuhofen findet sich online m.W. nur im Geoportal RLP, und zeigt in Weiterführung eine Trasse entlang Ahrweg - Rottstraße - Rehbachstraße ans südliche Ortsende und verendet dann dort (ohne auch nur reserviertem Freihalteraum für eine Wendeschleife).

von A-dot - am 15.06.2018 17:51
@Tw237: Als der "Feurige Elias" noch fuhr, war die Verkehrssituation ganz anders. Damals gab es noch keine Autobahnen und die Ortschaften waren nicht so bebaut wie heute. Auch war noch lange nicht so viel PKW- und LKW-Verkehr auf den Straßen. Große Landwirte wie den Gemüse Renner gab es ebensowenig wie große Gewerbegebiete in den Ortschaften, den Pfalzmarkt in Mutterstadt und den daraus resultierenden Traktoren- und LKW-Verkehr. Die Erhebung aus dem Jahr 2001 kannst du knicken. Die heutigen Buslinien zwischen Dannstadt und Ludwigshafen sind im Berufs- und Schülerverkehr gut ausgelastet. Überfüllte Busse, wie es sie 2001 noch sehr oft gab, sieht man dank dichterer Taktung und Verstärkerbussen nicht mehr und das, obwohl die heutigen Niederlurfahrzeuge weniger Fahrgastplätze bauartbedingt anbieten. (Vergleiche MAN Lions City: 37 Sitzplätze / MB O 407: 49 Sitzplätze - MAN Lions City Gelenkzug 53 Sitzplätze / MB O 405 G: 61 Sitzplätze). Ich glaube auch nicht, dass Straßenbahnen die aktuellen Verbindungszeiten verkürzen würden. Mit dem Schnellbus zur vollen Stunde, braucht man von Dannstadt nach Ludwigshafen gerade einmal 20 Min. Mit dem Verstärker, der zusätzlich noch Mutterstadt bedient, 30 Minuten. Auf der Linie 580 gibt es nur sehr selten Verspätung. Wenn es mal Verspätung gibt, dann liegt es entweder am Zuganschluss in Deidesheim oder von Ludwigshafen in Richtung Dannstadt am Stau auf der A 650. Da steht man dann allerdings als PKW-Fahrer auch drin.

@Kirunavaara
Dass die Ruftaxianbindung niemand hinterm Ofen hervorlockt, kann ich nur widerlegen. Im Gegenteil. Das Ruftaxiangebot zwischen Maxdorf Bf und Schifferstadt wird sehr gut angenommen. Allerdings reichen die Fahrgastzahlen nicht um eine dauerhafte Buslinie einzurichten. Um einen Straßenbahnverkehr zwischen Dannstadt und Mutterstadt einzurichten ohne den starken Verkehr mit PKW, LKW und Traktoren zu behindern, müsste eine 2. Brücke über die A 61 gebaut werden. Dazu ist allerdings, wie schon in der ersten Antwort geschrieben, kein Platz. Vor der jetzigen Brücke aus R. Dannstadt kommend rechts, ist das Dannstadter Gewerbegebiet, welches zudem in den nächsten Jahren noch ausgebaut wird. Links ist schon seit ein paar Jahren der Pfalzmarkt Mutterstadt, der ebenfalls noch erweitert wird. Nach der Brücke ist rechter Seite der größte Gemüsebaubetrieb der Vorderpfalz, die Fa. Renner. Wenn man mit der Straßenbahn länger zur Arbeit braucht als mit dem PKW, wird trotzdem niemand auf die Straßenbahn umsteigen. Deshalb wurde ja zur Steigerung der Attraktivität die Schnellbuslinie (bis Juni 15: BRN Linie 584, seit Juni 15: PalatinaBus Linie 580) geschaffen.

@Führerbremsventil: Ich hätte nichts gegen einen Straßenbahnverkehr, wenn die Straßenbahn schneller wäre als der aktuelle Busverkehr. Allerdings braucht man von Fußgönheim mit der Linie 4 zum Berliner Platz 33 Minuten. Wenn die Mitarbeiter der rnv nicht so blöd wären und den falschen Versprechen der Gewerkschaftsbosse, die das 10-fache Gehalt eines Bus-/ Strabfahrers haben, Glauben schenken würden und immer mal wieder wegen 2% mehr Gehalt streiken würden, wäre ich sogar dafür, das der rnv zu überlassen.

Von der Haltestelle Dannstadt VG mit dem Bus nur 20.

von Busfotograf67125 - am 18.06.2018 17:24
Zitat
Busfotograf67125

@Führerbremsventil: Ich hätte nichts gegen einen Straßenbahnverkehr, wenn die Straßenbahn schneller wäre als der aktuelle Busverkehr. Allerdings braucht man von Fußgönheim mit der Linie 4 zum Berliner Platz 33 Minuten. Wenn die Mitarbeiter der rnv nicht so blöd wären und den falschen Versprechen der Gewerkschaftsbosse, die das 10-fache Gehalt eines Bus-/ Strabfahrers haben, Glauben schenken würden und immer mal wieder wegen 2% mehr Gehalt streiken würden, wäre ich sogar dafür, das der rnv zu überlassen.


Den Zusammenhang verstehe ich jetzt nicht. Aber ich muss ihn auch nicht erklärt bekommen, glaube ich.
Viele Grüße von einem blöden rnv-Mitarbeiter.

von Führerbremsventil - am 18.06.2018 17:51
Zitat
Busfotograf67125
Die Erhebung aus dem Jahr 2001 kannst du knicken. Die heutigen Buslinien zwischen Dannstadt und Ludwigshafen sind im Berufs- und Schülerverkehr gut ausgelastet. Überfüllte Busse, wie es sie 2001 noch sehr oft gab, sieht man dank dichterer Taktung und Verstärkerbussen nicht mehr und das, obwohl die heutigen Niederlurfahrzeuge weniger Fahrgastplätze bauartbedingt anbieten.


Das bestätigt doch gerade den Tw237. Die von Dir wahrgenommene noch stärkere Nachfrage und der noch größere Fahrzeugeinsatz zeigen, dass das aus den Zahlen von 2001 sichtbare Potential für eine Schienenverbindung noch größer geworden ist.

Zitat
Busfotograf67125
Ich hätte nichts gegen einen Straßenbahnverkehr, wenn die Straßenbahn schneller wäre als der aktuelle Busverkehr.


Bei der RHB hat sich ja Einiges getan und es ist auch nicht in Stein gemeißelt, dass die Expresszüge ewig an Fußgönheim vorbeifahren.

Zitat
Busfotograf67125
Wenn die Mitarbeiter der rnv nicht so blöd wären und den falschen Versprechen der Gewerkschaftsbosse, die das 10-fache Gehalt eines Bus-/ Strabfahrers haben, Glauben schenken würden und immer mal wieder wegen 2% mehr Gehalt streiken würden, wäre ich sogar dafür, das der rnv zu überlassen.


Ist ein Tag Streik nach 4 Jahren "immer mal wieder"? Im Übrigen war es eine Aussperrung, weshalb die Blödheit der Mitarbeiter keine Rolle gespielt hat.

Ich persönlich glaube nicht daran, dass das Projekt nach Mutterstadt auf absehbare Zeit verwirklicht werden kann, schon wegen erwartbarer hoher Kosten und Widerstände.

von erbsenzähler89 - am 18.06.2018 21:20
Zitat
erbsenzähler89
Zitat
Busfotograf67125
Die Erhebung aus dem Jahr 2001 kannst du knicken. Die heutigen Buslinien zwischen Dannstadt und Ludwigshafen sind im Berufs- und Schülerverkehr gut ausgelastet. Überfüllte Busse, wie es sie 2001 noch sehr oft gab, sieht man dank dichterer Taktung und Verstärkerbussen nicht mehr und das, obwohl die heutigen Niederlurfahrzeuge weniger Fahrgastplätze bauartbedingt anbieten.


Das bestätigt doch gerade den Tw237. Die von Dir wahrgenommene noch stärkere Nachfrage und der noch größere Fahrzeugeinsatz zeigen, dass das aus den Zahlen von 2001 sichtbare Potential für eine Schienenverbindung noch größer geworden ist.

Zitat
Busfotograf67125
Ich hätte nichts gegen einen Straßenbahnverkehr, wenn die Straßenbahn schneller wäre als der aktuelle Busverkehr.


Bei der RHB hat sich ja Einiges getan und es ist auch nicht in Stein gemeißelt, dass die Expresszüge ewig an Fußgönheim vorbeifahren.

Zitat
Busfotograf67125
Wenn die Mitarbeiter der rnv nicht so blöd wären und den falschen Versprechen der Gewerkschaftsbosse, die das 10-fache Gehalt eines Bus-/ Strabfahrers haben, Glauben schenken würden und immer mal wieder wegen 2% mehr Gehalt streiken würden, wäre ich sogar dafür, das der rnv zu überlassen.


Ist ein Tag Streik nach 4 Jahren "immer mal wieder"? Im Übrigen war es eine Aussperrung, weshalb die Blödheit der Mitarbeiter keine Rolle gespielt hat.

Ich persönlich glaube nicht daran, dass das Projekt nach Mutterstadt auf absehbare Zeit verwirklicht werden kann, schon wegen erwartbarer hoher Kosten und Widerstände.


Nicht nur die Kosten wären sehr hoch. Die Frage stellt sich auch, wohin soll man die Trasse legen ohne den anderen Verkehr zu behindern. Schließlich sind die Landstraßen zwischen Maudach und Dannstadt stark befahren. Egal ob man die Variante über Ruchheim, über Oggersheim oder Maudach nehmen würde, es ist nirgends Platz für eine zweite Brücke. Ebensowenig zwischen Dannstadt und Mutterstadt.

Was die Wendemöglichkeit in Neuhofen angeht, würde ich sagen, zwischen Neuhofen und Limburgerhof sind so viele Kreisel, da könnte man ja einen zu einer Strab-Wendeschleife umbauen :-D

von Busfotograf67125 - am 19.06.2018 14:25
Vielleicht träumt Herr Körner auch insgeheim von einem Stab-Ausbau bis Dudenhofen, falls er mal eines der KV-eigenen E-Autos zur Heimfahrt nutzt und am nächsten Morgen wieder zur Arbeit will :-D

von Busfotograf67125 - am 19.06.2018 14:27
Zitat
Busfotograf67125
Zitat
erbsenzähler89
Zitat
Busfotograf67125
Die Erhebung aus dem Jahr 2001 kannst du knicken. Die heutigen Buslinien zwischen Dannstadt und Ludwigshafen sind im Berufs- und Schülerverkehr gut ausgelastet. Überfüllte Busse, wie es sie 2001 noch sehr oft gab, sieht man dank dichterer Taktung und Verstärkerbussen nicht mehr und das, obwohl die heutigen Niederlurfahrzeuge weniger Fahrgastplätze bauartbedingt anbieten.


Das bestätigt doch gerade den Tw237. Die von Dir wahrgenommene noch stärkere Nachfrage und der noch größere Fahrzeugeinsatz zeigen, dass das aus den Zahlen von 2001 sichtbare Potential für eine Schienenverbindung noch größer geworden ist.

Zitat
Busfotograf67125
Ich hätte nichts gegen einen Straßenbahnverkehr, wenn die Straßenbahn schneller wäre als der aktuelle Busverkehr.


Bei der RHB hat sich ja Einiges getan und es ist auch nicht in Stein gemeißelt, dass die Expresszüge ewig an Fußgönheim vorbeifahren.

Zitat
Busfotograf67125
Wenn die Mitarbeiter der rnv nicht so blöd wären und den falschen Versprechen der Gewerkschaftsbosse, die das 10-fache Gehalt eines Bus-/ Strabfahrers haben, Glauben schenken würden und immer mal wieder wegen 2% mehr Gehalt streiken würden, wäre ich sogar dafür, das der rnv zu überlassen.


Ist ein Tag Streik nach 4 Jahren "immer mal wieder"? Im Übrigen war es eine Aussperrung, weshalb die Blödheit der Mitarbeiter keine Rolle gespielt hat.

Ich persönlich glaube nicht daran, dass das Projekt nach Mutterstadt auf absehbare Zeit verwirklicht werden kann, schon wegen erwartbarer hoher Kosten und Widerstände.


Nicht nur die Kosten wären sehr hoch. Die Frage stellt sich auch, wohin soll man die Trasse legen ohne den anderen Verkehr zu behindern. Schließlich sind die Landstraßen zwischen Maudach und Dannstadt stark befahren. Egal ob man die Variante über Ruchheim, über Oggersheim oder Maudach nehmen würde, es ist nirgends Platz für eine zweite Brücke. Ebensowenig zwischen Dannstadt und Mutterstadt.

Was die Wendemöglichkeit in Neuhofen angeht, würde ich sagen, zwischen Neuhofen und Limburgerhof sind so viele Kreisel, da könnte man ja einen zu einer Strab-Wendeschleife umbauen :-D


Wo ein Wille ist, da ist auch ein Fahrweg. Sonst wären vor mittlerweile 183 Jahren keine Eisenbahnstrecken und vor rund 80 Jahren auch keine Autobahnen gebaut worden.
Schon vergessen, dass diese Infrastruktur auch erst mal geschaffen werden musste? Die ist damals auch nicht vom Himmel gefallen.
Aber da hab ich als blöder RNV-Mitarbeiter vielleicht keine Ahnung von, wie die Uhren auf linksrheinischer Seite tippen.

von Führerbremsventil - am 19.06.2018 17:33
Zitat

Wo ein Wille ist, da ist auch ein Fahrweg. Sonst wären vor mittlerweile 183 Jahren keine Eisenbahnstrecken und vor rund 80 Jahren auch keine Autobahnen gebaut worden.
Schon vergessen, dass diese Infrastruktur auch erst mal geschaffen werden musste? Die ist damals auch nicht vom Himmel gefallen.
Aber da hab ich als blöder RNV-Mitarbeiter vielleicht keine Ahnung von, wie die Uhren auf linksrheinischer Seite tippen.


Volle Zustimmung für die ersten beiden Sätze.

Aber als blöder rnv-Mitarbeiter, der schon Zeit seines Lebens linksrheinisch wohnt, trifft mich der letzte Satz dann doch.
Ich kann mich noch lebhaft daran erinnern kann, dass ich eigentlich gerne in Mutterstadt gewohnt habe. Aber im ÖPNV musste man mit einem zwar eingermaßen regelmäßig fahrenden, unbequemen Bus und in der Regel Stehplätzen Vorlieb nehmen. Das hab ich zwei- oder dreimal gemacht, wenn mein Auto in der Werkstatt war. Dann hat es mir gereicht. (obwohl der Transport damals noch teilweise mit interessanten Fahrzeugen des rollenden Busmuseums Hörtel durchgeführt wurde). Es war einfach nur besch... schlecht. Wenn man eine ordentliche ÖPNV-Verbindung nach LU oder MA haben wollte, musste man sich erst mal ins Auto setzen, um an den Mutterstadter Hauptbahnhof (Limburgerhof) zu fahren.

Da war mir die Anbindung in meinem vorherigen Wohnort Friesenheim und ist mir die Anbindung an meinem heutigen Wohnort an der RHB doch schon viel lieber. Ich werde nie ein Freund der GT6N oder ET8N werden, die heutzutage auf der RHB fahren. Aber wenn ich nur die Alternative hätte, regelmäßig im Bus fahren zu müssen und im gleichen Stau zu stehen wie mit meinem Auto, dann nähme ich doch lieber das Auto, hätte immer einen Sitzplatz, regelte die Innentemperatur selbst und hörte die Musik, die ich mag.

Im Übrigen gehöre ich seit 39 Jahren verschiedenen Gewerkschaften an (IG CPK, ÖTV, verDi). Diese sind meines Erachtens die einzige Interessenvertretung, die abhängig Beschäftigte Arbeiter oder Angestellte haben können. Und wenn ich auch nicht immer gleicher Meinung bin wie die offiziellen Verlautbarungen der Gewerkschaften, so habe ich die unter Anderem durch den letzten Streik durchgesetzte Gehaltserhöhung gerne mitgenommen. Ganz schön blöd, gell.

P.S.
Meine Uhren sind überwiegend digital und daher lautlos. Man kann drauf tippen, aber sie ticken nicht mehr.

von Lokleitung - am 19.06.2018 19:58
Herzlichen Dank für die Links zu den Plänen! Die FNP-Karte zeigt ja schon einiges: Die Trassen nach Neuhofen und Pfingstweide mitsamt Abzweig nach Frankenthal sind gut erkennbar. Dazu auch noch eine Schleife in Ruchheim, deren Planung auch schonmal vor Jahrzehnten diskutiert wurde. Die Nordstrecke hätte ich jetzt gar nicht mit dem Schwenk entlang der BASF-Eisenbahn vermutet - aber wenn man einmal die Trasse auf der Karte gesehen hat, dann werden die freigehaltenen Bereiche auf Luftbildern offensichtlich.

Nur der Ast Richtung Gartenstadt-Maudach-Mutterstadt fehlt. Aber auch davon muß es Kartenmaterial geben: Im Generalverkehrsplan ist die Verbindung im Planverzeichnis aufgeführt (PDF-Seite 9, Punkt 7.9 und 7.10). Auch eine "Stadtbahnverlängerung Melm" wird genannt - diese war mir noch nicht bekannt. Ich muß mal schauen, wenn ich wieder in LU bin, ob man die Pläne einsehen kann.

Viele Grüße,
Martin

von Kirunavaara - am 19.06.2018 20:44
Zitat
Lokleitung
P.S.
Meine Uhren sind überwiegend digital und daher lautlos. Man kann drauf tippen, aber sie ticken nicht mehr.


Du kannst sowohl auf Deine Uhren tippen als auch darauf, dass ich mich vertippt habe... :-P

von Führerbremsventil - am 20.06.2018 06:01
Zitat
Lokleitung
Zitat

Wo ein Wille ist, da ist auch ein Fahrweg. Sonst wären vor mittlerweile 183 Jahren keine Eisenbahnstrecken und vor rund 80 Jahren auch keine Autobahnen gebaut worden.
Schon vergessen, dass diese Infrastruktur auch erst mal geschaffen werden musste? Die ist damals auch nicht vom Himmel gefallen.
Aber da hab ich als blöder RNV-Mitarbeiter vielleicht keine Ahnung von, wie die Uhren auf linksrheinischer Seite tippen.


Volle Zustimmung für die ersten beiden Sätze.

Aber als blöder rnv-Mitarbeiter, der schon Zeit seines Lebens linksrheinisch wohnt, trifft mich der letzte Satz dann doch.
Ich kann mich noch lebhaft daran erinnern kann, dass ich eigentlich gerne in Mutterstadt gewohnt habe. Aber im ÖPNV musste man mit einem zwar eingermaßen regelmäßig fahrenden, unbequemen Bus und in der Regel Stehplätzen Vorlieb nehmen. Das hab ich zwei- oder dreimal gemacht, wenn mein Auto in der Werkstatt war. Dann hat es mir gereicht. (obwohl der Transport damals noch teilweise mit interessanten Fahrzeugen des rollenden Busmuseums Hörtel durchgeführt wurde). Es war einfach nur besch... schlecht. Wenn man eine ordentliche ÖPNV-Verbindung nach LU oder MA haben wollte, musste man sich erst mal ins Auto setzen, um an den Mutterstadter Hauptbahnhof (Limburgerhof) zu fahren.

Da war mir die Anbindung in meinem vorherigen Wohnort Friesenheim und ist mir die Anbindung an meinem heutigen Wohnort an der RHB doch
schon viel lieber. Ich werde nie ein Freund der GT6N oder ET8N werden, die heutzutage auf der RHB fahren. Aber wenn ich nur die Alternative hätte, regelmäßig im Bus fahren zu müssen und im gleichen Stau zu stehen wie mit meinem Auto, dann nähme ich doch lieber das Auto, hätte immer einen Sitzplatz, regelte die Innentemperatur selbst und hörte die Musik, die ich mag.

Im Übrigen gehöre ich seit 39 Jahren verschiedenen Gewerkschaften an (IG CPK, ÖTV, verDi). Diese sind meines Erachtens die einzige Interessenvertretung, die abhängig Beschäftigte Arbeiter oder Angestellte haben können. Und wenn ich auch nicht immer gleicher Meinung bin wie die offiziellen Verlautbarungen der Gewerkschaften, so habe ich die unter Anderem durch den letzten Streik durchgesetzte Gehaltserhöhung gerne mitgenommen. Ganz schön blöd, gell.

P.S.
Meine Uhren sind überwiegend digital und daher lautlos. Man kann drauf tippen, aber sie ticken nicht mehr.


Die Zeiten überfüllter Busse in Mutterstadt sind spätestens seit 3 Jahren vorbei. Um sowas zu vermeiden, wird zu Spitzenzeiten der Takt verdichtet. Nur mal die Zeit zwischen 7 und 8 Uhr betrachtet: Um 7:06 kommt ein Solobus der Linie 580. Da dieser erst in Dannstadt startet, ist er ziemlich leer. Bereits 10 Min. später kommt ein Gelenkbus der Li. 571, der bei Ausfahrt aus dem Pfalzring immernoch genügend Sitzplätze bietet. Um 7:36 kommt der nächste Gelenkbus der Linie 571, der bei Ausfahrt aus dem Pfalzring ebenfalls noch Sitzplätze anbietet. Um 7:46 kommt dann der Bus der Linie 581. Unregelmäßige Fahrten gibt es auch nicht mehr. Ab Neue Pforte hast du Montags - Freitags min. 3x pro Stunde einen Bus. Im Berufs- und Schülerverkehr öfter. Zu BRN-Zeiten war nicht nur die Fa. Hörtel ein rollendes Busmuseum, aber sie konnten vom Alter der Fahrzeuge her, punkten. Bei allen Subunternehmern der BRN und davor der Bahn war ein buntes Mischmasch an Bussen unterschiedlichen Alters von unterschiedlichen Herstellern unterwegs. Als täglicher Nutzer kann ich über unbequeme Fahrzeuge nicht meckern. Trotz 1,90 m Größe habe ich in den neuen MAN Lions City ausreichend Platz und Beinfreiheit. Die Sitze könnten etwas besser gepolstert sein. Wobei die Citaro LE des Pfadt Reisen-Schwesterunternehmens Omnimobil Südpfalz, da auch punkten können. Und dank Klimatisierung ist es auch im Sommer angenehm. Da ich auch schon öfter mit der RHB gefahren bin, kann ich nur sagen, dort gibt es zu Spitzenzeiten ebensowenig wie in den Straßenbahnen der anderen Linien genügend Sitzplätze. Und die Klimanalage versagt auch regelmäßig ihren Dienst.

Was Gewerkschaften angeht, glaubst du ernsthaft, dass Leute, die das 10-Fache eines normalen Arbeiters oder Angestellten verdienen, Arbeitnehmerinteressen vertreten, zumal sie auch noch in Aufsichtsräten und Vorständen diverser Großunternehmen agieren? Im Gegensatz zu uns Arbeitnehmern haben sie nichts zu befürchten, außer dass sie ihren bequemen Sessel im Gewerkschaftshaus gegen ein noch bequemeren Sessel in Berlin oder Brüssel tauschen müssen.

von Busfotograf67125 - am 20.06.2018 14:33
Zitat
Busfotograf67125
Zitat
Lokleitung
Zitat

Wo ein Wille ist, da ist auch ein Fahrweg. Sonst wären vor mittlerweile 183 Jahren keine Eisenbahnstrecken und vor rund 80 Jahren auch keine Autobahnen gebaut worden.
Schon vergessen, dass diese Infrastruktur auch erst mal geschaffen werden musste? Die ist damals auch nicht vom Himmel gefallen.
Aber da hab ich als blöder RNV-Mitarbeiter vielleicht keine Ahnung von, wie die Uhren auf linksrheinischer Seite tippen.


Volle Zustimmung für die ersten beiden Sätze.

Aber als blöder rnv-Mitarbeiter, der schon Zeit seines Lebens linksrheinisch wohnt, trifft mich der letzte Satz dann doch.
Ich kann mich noch lebhaft daran erinnern kann, dass ich eigentlich gerne in Mutterstadt gewohnt habe. Aber im ÖPNV musste man mit einem zwar eingermaßen regelmäßig fahrenden, unbequemen Bus und in der Regel Stehplätzen Vorlieb nehmen. Das hab ich zwei- oder dreimal gemacht, wenn mein Auto in der Werkstatt war. Dann hat es mir gereicht. (obwohl der Transport damals noch teilweise mit interessanten Fahrzeugen des rollenden Busmuseums Hörtel durchgeführt wurde). Es war einfach nur besch... schlecht. Wenn man eine ordentliche ÖPNV-Verbindung nach LU oder MA haben wollte, musste man sich erst mal ins Auto setzen, um an den Mutterstadter Hauptbahnhof (Limburgerhof) zu fahren.

Da war mir die Anbindung in meinem vorherigen Wohnort Friesenheim und ist mir die Anbindung an meinem heutigen Wohnort an der RHB doch
schon viel lieber. Ich werde nie ein Freund der GT6N oder ET8N werden, die heutzutage auf der RHB fahren. Aber wenn ich nur die Alternative hätte, regelmäßig im Bus fahren zu müssen und im gleichen Stau zu stehen wie mit meinem Auto, dann nähme ich doch lieber das Auto, hätte immer einen Sitzplatz, regelte die Innentemperatur selbst und hörte die Musik, die ich mag.

Im Übrigen gehöre ich seit 39 Jahren verschiedenen Gewerkschaften an (IG CPK, ÖTV, verDi). Diese sind meines Erachtens die einzige Interessenvertretung, die abhängig Beschäftigte Arbeiter oder Angestellte haben können. Und wenn ich auch nicht immer gleicher Meinung bin wie die offiziellen Verlautbarungen der Gewerkschaften, so habe ich die unter Anderem durch den letzten Streik durchgesetzte Gehaltserhöhung gerne mitgenommen. Ganz schön blöd, gell.

P.S.
Meine Uhren sind überwiegend digital und daher lautlos. Man kann drauf tippen, aber sie ticken nicht mehr.


Die Zeiten überfüllter Busse in Mutterstadt sind spätestens seit 3 Jahren vorbei. Um sowas zu vermeiden, wird zu Spitzenzeiten der Takt verdichtet. Nur mal die Zeit zwischen 7 und 8 Uhr betrachtet: Um 7:06 kommt ein Solobus der Linie 580. Da dieser erst in Dannstadt startet, ist er ziemlich leer. Bereits 10 Min. später kommt ein Gelenkbus der Li. 571, der bei Ausfahrt aus dem Pfalzring immernoch genügend Sitzplätze bietet. Um 7:36 kommt der nächste Gelenkbus der Linie 571, der bei Ausfahrt aus dem Pfalzring ebenfalls noch Sitzplätze anbietet. Um 7:46 kommt dann der Bus der Linie 581. Unregelmäßige Fahrten gibt es auch nicht mehr. Ab Neue Pforte hast du Montags - Freitags min. 3x pro Stunde einen Bus. Im Berufs- und Schülerverkehr öfter. Zu BRN-Zeiten war nicht nur die Fa. Hörtel ein rollendes Busmuseum, aber sie konnten vom Alter der Fahrzeuge her, punkten. Bei allen Subunternehmern der BRN und davor der Bahn war ein buntes Mischmasch an Bussen unterschiedlichen Alters von unterschiedlichen Herstellern unterwegs. Als täglicher Nutzer kann ich über unbequeme Fahrzeuge nicht meckern. Trotz 1,90 m Größe habe ich in den neuen MAN Lions City ausreichend Platz und Beinfreiheit. Die Sitze könnten etwas besser gepolstert sein. Wobei die Citaro LE des Pfadt Reisen-Schwesterunternehmens Omnimobil Südpfalz, da auch punkten können. Und dank Klimatisierung ist es auch im Sommer angenehm. Da ich auch schon öfter mit der RHB gefahren bin, kann ich nur sagen, dort gibt es zu Spitzenzeiten ebensowenig wie in den Straßenbahnen der anderen Linien genügend Sitzplätze. Und die Klimanalage versagt auch regelmäßig ihren Dienst.

Was Gewerkschaften angeht, glaubst du ernsthaft, dass Leute, die das 10-Fache eines normalen Arbeiters oder Angestellten verdienen, Arbeitnehmerinteressen vertreten, zumal sie auch noch in Aufsichtsräten und Vorständen diverser Großunternehmen agieren? Im Gegensatz zu uns Arbeitnehmern haben sie nichts zu befürchten, außer dass sie ihren bequemen Sessel im Gewerkschaftshaus gegen ein noch bequemeren Sessel in Berlin oder Brüssel tauschen müssen.


Entschuldige bitte, aber ehrlich gesagt überfordert mich das ohne-Punkt-und-Komma bzw absatzlose Schreiben in einem Block allmählich etwas, da ich nur ein dummer rnv-Mitarbeiter bin. Bitte sieh es mir persönlich nach, dass ich keine Lust mehr habe, mich weiterhin durch derart überfordernde Texte zu kämpfen, in denen Du in aggressiver Weise Deine offenbar nur Deine eigene Meinung verteidigst und kein Quäntchen anderer Meinung gelten lässt.
Dennoch wünsche ich Dir weiterhin gute Fahrt mit Deinen Bussen.

von Führerbremsventil - am 20.06.2018 18:13
Die sehr anschaulichen Ausführungen bestätigen, was schon weiter oben gesagt wurde: Dass das dichte Angebot an Busfahrten ein Indiz dafür ist, dass die Achse für ein höherwertiges Verkehrsmittel in Frage kommen könnte.

Zitat
Busfotograf67125
Da ich auch schon öfter mit der RHB gefahren bin, kann ich nur sagen, dort gibt es zu Spitzenzeiten ebensowenig wie in den Straßenbahnen der anderen Linien genügend Sitzplätze.


Ja, das ist so.

von erbsenzähler89 - am 20.06.2018 21:15
Ich hab mich jetzt durch Deinen Buchstabenwust gekämpft und Du lieferst ja selbst die besten Argumente:

Je mehr Busse auf die Strecke gehen, umso sinnvoller ist es, dass man stattdessen was ordentliches einsetzt. Und umso besser würde wohl auch der KNF bei einer standardisierten Bewertung ausfallen.
Und ein Bus ist halt immer noch ein Bus, der dieselbe Strecke wie mein eigenes Auto benutzt.


Zitat

Was Gewerkschaften angeht, glaubst du ernsthaft, dass Leute, die das 10-Fache eines normalen Arbeiters oder Angestellten verdienen, Arbeitnehmerinteressen vertreten


Wer sollte es sonst tun?
Wer sonst kann einigermaßen ein Gegengewicht zur Arbeitgeberschaft bilden (die ja sicher auch nicht unbedingt wenig verdient) ?
Außerdem bestehen Gewerkschaften nicht überwiegend aus Bossen, sondern aus normalen Mitgliedern.

Dabei ist es mir doch ziemlich egal, was die Chefs der Gewerkschaften verdienen oder erhalten, solange sie in meinem Interesse handeln.
Die Gehaltserhöhung vom Frühjahr war ausdrücklich in meinem Interesse.

Es ist außerdem niemandem untersagt, eine Karriere als Gewerkschaftsboss anzustreben, wenn er das des Verdienstes wegen tun möchte.
Wenn ich das gewollt hätte, dann hätte ich es sicher vor vielen Jahren mal getan.

von Lokleitung - am 20.06.2018 22:02

Das kommt jetzt auch nicht überraschend...

Zitat

Aber da hab ich als blöder RNV-Mitarbeiter vielleicht keine Ahnung von, wie die Uhren auf linksrheinischer Seite tippen.

Das kommt jetzt auch nicht überraschend, wenn ihr die Dinger abdeckt. rotfl rotfl

von Abfahrer - am 21.06.2018 07:03

Doch, schon...

Naja... ich kenne auch das Ticken von abgedeckten Uhren.
Und ich glaube, die Uhren, die Du meinst - also die abgedeckten - ticken gar nicht...
Aber wie linksrheinische Uhren, die abgedeckt sind, dann ticken...

...lassen wir das.

von Führerbremsventil - am 21.06.2018 11:36
Sowohl die Stadt Ludwigshafen als auch der Rhein-Pfalz-Kreis sollten allmählich mal aufhören Wolkenschlösser zu bauen. Bevor man Wolkenschlösser bei leeren Kassen baut, sollte man lieber in die vorhandene Infrastruktur investieren und erstmal die maroden Straßen im Kreis und der Stadt in Ordnung bringen. Schließlich fallen ja Straßenbahntrasse, die zudem zusätzliche Brücken benötigen würden, Hochstraßenabrisse und Stadtstraßen-lang-Neubauten nicht vom Himmel.

von Busfotograf67125 - am 22.06.2018 15:43

Also ich bin jetzt bekanntlich wirklich kein großer Fan...

vom System Straßenbahn (zumindest wie man es in HD macht), weil ich der Auffassung bin, dass eine sehr günstige Bahnhofslage eine hochwertigere Naherschließung (z.B. mit Straßenbahnen) überflüssig macht zumindest im nicht allzu großen HD und zumindest nicht, wenn die Straßenbahnen die Fußgängerzonen nicht durchfahren.

Aber Deine Ansichten kann ich auch nicht wirklich teilen. Es gibt unzählige Studien und Umfragen, die belegen, dass eine Busverbindung, mag sie noch so bequem, schnell, zuverlässig und dicht getaktet sein, nicht als Alternative zum Pkw wahrgenommen wird. Das mag ganz gewiss nicht immer auf rationalen Entscheidungen beruhen. Denn mit Bussen lassen sich einfach eher mal flexiblere Routen, Schnellverbindungen usw. realisieren. Das geht mit Straßenbahnen einfach nicht. Es überwiegt der höhere Komfort durch die Spurführung und die großzügigeren möglichen Platzverhältnisse. Wobei ich das vielfach genannte Argument Kapazität nicht gelten lassen kann, wenn ich einen 15m Bus mit einer 40m-Strab vergleiche. Vergleiche ich MGT6D (25m) mit Doppelgelenkbus (25m) dann sieht die Sache schon ganz anders aus. Mehr als ein Faktor 2 ist da einfach nicht drin.

Trotzdem musst Du, wenn Du Verkehrsprobleme lösen willst und die Lebensqualität in den Städten erhöhen willst (d.h. nicht an jeder Ecke Blech), Dich nach den Wünschen und Bedürfnissen der Pendler richten.
Ich wünsche mir eine gescheite "große Eisenbahn" die direkt das Stadtinnere durchfährt. Man nutzt aber offensichtlich lieber die eigene städtische Infrastruktur und baut diese aus, das macht die Anreise von außerhalb eben in einigen Fällen komplizierter.

von Abfahrer - am 22.06.2018 16:18
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