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Informationen zum Thema:
Forum:
Immobilienwirtschaftliches Forum
Beiträge im Thema:
5
Erster Beitrag:
vor 15 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 15 Jahren, 10 Monaten
Beteiligte Autoren:
Ebermann-Richter, Ulli, Stefanie, Christiane

diverse Fragen

Startbeitrag von Christiane am 05.05.2001 10:03

Hallo ! Ich habe so einige Fragen und hoffe, mir kann jemand helfen:

1.) Gewerberäume: Bei Mißachtung des Konkurrenzschutzes durch den Vermieter ist der Mieter ggf. zur Kündigung berechtigt, fristlos oder ordentlich?

2.) Wie verhalten sich Hypotheken und Grundschulden bei Teilung oder Vereinigung eines Grundstücks?

3.) Was bedeutet in unseren Unterlagen "notariell beglaubigt"?
Lt. AWL gibt es nur: öffentlich beglaubigt = Echtheit der Unterschrift wir bestätigt,
notariell beurkundet = auch der Inhalt wir bestätigt

4.) Ich weiß, wir haben das im Unterricht besprochen, aber ich verstehe es immer noch nicht: Warum kann eine Sicherungshypothek nur eine Buchhypothek sein?

5.) Ist es richtig, dass bei einer Briefgrundschuld /- hypothek der Begünstigte nicht ins Grundbuch eingetragen wird, bei einer Buchgrundschuld /-hypothek aber schon? Wenn ja, warum ist das so?

6.) Wird eine Zwangsvollstreckungs- bzw. Unterwerfungsklausel mit ins Grundbuch eingetragen oder lediglich im Darlehensvertrag vereinbart?

zu guter Letzt noch eine Buchführungsfrage:

Bei Verkauf eines Grundstücks im Umlaufvermögen, egal ob komplett oder nur zum Teil, haben wir nie an das Konto 10 gebucht. Warum nicht? Somit bleibt doch der Ankaufspreis auf diesem Konto immer stehen und verfälscht die Bilanz, da es ja somit jedes Jahr wieder bilanziert wird.

Für diese Frage bitte ich um schnelle Beantwortung, da wir am Montag eine Klausur schreiben.

Danke im voraus.

Antworten:

Bei Baubeginn bucht man doch Kto. 811 an Kto. 10, somit ist das Kto. 10 wieder glatt und es gibt am Jahresende keine Probleme mit der Bilanzierung.

von Stefanie - am 05.05.2001 16:16
Antwort Frage 6: Die Zwangsvollstreckungsklausel wird in Abt.II des Grundbuches eingetragen.

von Ulli - am 06.05.2001 10:02
Die Unterwerfungsklausel wird in Abteilung III des Grundbuches eingetragen, wenn sie für eine Hypothek bzw. Grundschuld eingetragen wurde (siehe auch Grundbuchauszug aus dem 2. Ausbildungsjahr, da ist eine Unterwerfungsklausel eingetragen).
Mit den anderen Antworten halte ich mich noch zurück. Mit dem 2. Ausbildungsjahr habe ich einige Fragen gerade erst besprochen!

von Ebermann-Richter - am 06.05.2001 11:49
zu 1. nach herrschender Rechtsprechung ist die fristlose Kündigung überwiegen anerkannt.
zu 2. Vereinigung: Grundpfandrechte erstrecken sich nicht auf das andere Grundstück
Zuschreibung: Grundpfandrecht ertreckt sich auf das zugeschriebene Grundstück (§ 1131 BGB)
Teilung: es ensteht eine Gesamthypothek bzw. Gesamtgrundschuld (§ 1132 BGB)
zu 3. Wenn der Notar die öffentliche Beglaubigung vornimmt, dann spricht man von der notariellen Beglaubigung (die notarielle Beglaubigung ist also eine Unterform der öffentlichen Beglaubigung).
zu 4. Wenn die Sicherungshypothek eine Briefgrundschuld wäre, dann könnte der Gläubiger zum Nachweis seiner Forderung nur den Brief vorlegen und hätte damit den Nachweis erbracht. Bei der Sicherungshypothek soll aber der Gläubiger unbedingt den Bestand und die Höhe der Forderung nachweisen (strenge Akzessorität), deswegen wird kein Brief erteilt.
zu 5. Nein, der Gläubiger wird immer im Grundbuch eingetragen (§ 1115 BGB).
Der einzige Unterschied besteht bei der Abtretung der Grundschuld bzw. Hypothek.
Bei der Abtretung einer Briefhypothek/Briefgrundschuld erfolgt die Abtretung durch Abtretungsvertrag+Briefübergabe. Eine Grundbucheintragung ist nicht erforderlich, da der Brief den Eigentümer legitimiert.
Bei Abtretung einer Buchhypothek/Buchgrundschuld ist der Abtretungsvertrag+Eintrag ins Grundbuch erforderlich (konstitutive Wirkung des Grundbuches).

von Ebermann-Richter - am 08.05.2001 12:15
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