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Forum:
Immobilienwirtschaftliches Forum
Beiträge im Thema:
2
Erster Beitrag:
vor 14 Jahren, 11 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 14 Jahren, 11 Monaten
Beteiligte Autoren:
Ebermann, Ina & Ulle

Grundschuld

Startbeitrag von Ina & Ulle am 13.06.2003 18:23

Ist für eine Grundschuld eine Zwangsvollstreckungsunterwerfungsklausel sinnvoll und bedarf es den gerichtlichen Klageweg?
Nach unsere Meinung ist der Gläubiger einer Grundschuld bei Zahlungsverzug sofort berechtigt in das Grundstück zu vollstrecken ohne volstreckbaren Titel.

Antworten:

Nein, das stimmt so nicht. Die Grundschuld gibt genauso wie die Hypothek einen Pfand auf das Grundstück. Wenn dieser Pfand (also das Grundstück) verwertet werden soll (also im Wege der Zwangsvollstreckung), dann müssen die Voraussetzungen für die Zwangsvollstreckung vorhanden sein, nämlich vollstreckbarer Titel, Vollstreckungsklausel und Zustellung.
Der Vorteil der Unterwerfungsklausel liegt darin, dass damit ein vollstreckbarer Titel vorliegt, der nur noch der Vollstreckungsklausel und der Zustellung bedarf. Gibt es diese Unterwerfungsklausel nicht, dann muss der (umständlichere und zeitintensivere) Klageweg beschritten werden, um einen vollstreckbaren Titel zu erhalten.
Was Sie vielleicht meinen ist die Tatsache, dass bei einer Grundschuld der öffentliche Glaube des Grundbuches gilt, d.h. der Gläubiger kann sich auf den Eintrag im Grundbuch berufen; der Schuldner muss den Beweis antreten, dass ein Pfandrecht in der im Grundbuch eingetragenen Höhe gar nicht mehr besteht, weil z.B. ein großer Teil des Darlehensvertrages schon abgezahlt wurde.

von Ebermann - am 14.06.2003 06:40
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