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Informationen zum Thema:
Forum:
Immobilienwirtschaftliches Forum
Beiträge im Thema:
5
Erster Beitrag:
vor 12 Jahren, 2 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 12 Jahren, 2 Monaten
Beteiligte Autoren:
Dominique, Conny, Jacobine, Julia und Melli

Erbaurecht und Grundstückerwerb

Startbeitrag von Julia und Melli am 11.06.2006 14:19

Erbaurecht:
Ich habe in einem Buch gelesen, dass man bei Beendigung des Erbaurechts (durch Zeitablauf) die Entschädigung vertraglich ausschlíeßen kann. Verstößt das nicht gegen die §27 ErbauVO?
Kann der Grunstückseigentümer die Verpflichtung zur Zahlung der Entschädigung dadurch abwenden, dass er vor dem Ablauf des Erbaurechts dem Berechtigten eine Verlängerung des Erbaurechts anbietet. Ist das wirklich so?

Grundstückserwerb
Sind die gesetzlichen Mindestangaben in einem Kaufvertrag in folgenden Punkten:

1. Vertragspartner
2. Vertragsbezeichnung
3. Vertragsgegenstand (Kaufobjekt)
4. Kaufpreis
und
5. Nutzen-Lasten-Wechsel vollständig und richtig?

Kann uns jemand helfen?

Julia und Melli

Antworten:

Bei Beendigung des Erbbaurechts durch Zeitablauf hat der Grundstückseigentümer eine Entschädigung auf das Bauwerk zu entrichten. Sollte das Erbbaurecht verlängert werden muss (denke ich) keine Entschädigung gezahlt werden, da das Bauwerk noch vom Erbbaurechtnehmer genutzt wird.


Jacobine

von Jacobine - am 11.06.2006 19:34
Hallo,

im § 27 Abs. 3 Satz 1 ErbbauVo steht die Antwort auf eure Frage...-denke ich. Der Grundstückseigentümer kann den Anspruch auf Entschädigung damit abwenden, dass er eine Verlängerung anbietet, lehnt der Erbbauberechtigte die Verlängerung ab, erlischt sein Anspruch auf Entschädigung.

Ich hoffe ich konnte euch weiterhelfen ;-)

Dominique

von Dominique - am 12.06.2006 17:18
Ach ja,

im § 27 Abs 1 Satz 2 steht ja auch, dass Vereinbarungen über die Höhe der Entschädigung sowie über ihr Ausschließung getroffen werden. Die mind. 2/3 Entschädigung bezieht sich ja nur auf "minderbemittelte Bevölkerungsschichten".

Schönen Abend noch und lernt fleißig!

Dominique

von Dominique - am 12.06.2006 17:24
zum Erbbaurecht:

ja das ist wirklich so, der Grundstückseigentümer kann die Zahlung der Entschädigung abwenden indem er die Verlängerung des Erbaurechts anbietet

zum Grundstückskaufvertrag:

im gesetz ist, soweit ich weiss, nur vorgeschrieben, dass der grundstückskaufvertrag notariell beurkundet sein muss. ich denke, daraus ergibt sich automatisch was im kaufvertrag festgehalten werden muss.... notar, vertragspartner, vertragsgegenstand, gegenleistung (kaufpreis) und natürlich die restlichen vertragsbedingungen, die vereinbart werden (z.b. lasten/nutzenwechsel, kaufpreisbelegung, übernahme von belastungen, belastungsvollmacht, auflassung, auflassungsvormerkung, etc....)

von Conny - am 16.06.2006 17:21
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