Diese Seite mit anderen teilen ...

Informationen zum Thema:
Forum:
Diskussionsforum - Alles Mögliche
Beiträge im Thema:
7
Erster Beitrag:
vor 11 Jahren, 8 Monaten
Letzter Beitrag:
vor 11 Jahren, 8 Monaten
Beteiligte Autoren:
Bobo, Iris, Joy, stefanie38

Annas geplantes Buch

Startbeitrag von Bobo am 30.01.2006 13:32

hallo ihr lieben,
1.möchte hier lediglich meine meinung zu dem gepl.buch von anna abgeben
2.durch meine meinung möchte sich bitte keiner von euch angegriffen fühlen!!

also wenn ich ehrlich bin, halte ich von einem klinikaufenthalt gar nichts....
ja sicher, ich selbst wahr noch nicht und plane dies auch nicht, aber wie ich das hier im
forum so mitbekomme, haben es einige schon hinter sich.....jetzt mal ehrlich, was hat
euch das gebracht??? sicher ist man einige wochen ich sag mal "gut aufgehoben",man macht
vielleicht sport, therapien usw., dann ins "alte leben"zurück und wie gehts dann weiter????
sicher geht es in einer klinik ohne medis (find ich gut, wer aber medis braucht sollte nicht
darauf verzichten), aber was ist mit den ängsten, panikattacken usw? sind die nach dem
klinikaufenthalt plötzlich verschwunden?ist das leben jetzt wieder im gleichgewicht?
ich bin der meinung, es muss mehr getan werden - und zwar von ärzten und therapeuten-
wir brauchen viele selbsthilfegruppen, wir brauchen mehr ambulante therapieplätze
(was nützt es wenn man ein viertel jahr auf einen platz warten muss???)
ich bin der meinung, so etwas sollte veröffentlicht werden, denn offensichtlich sind nach
6 wochen klinikaufenthalt die propleme nicht gelöst, sondern wir müssen vielleicht jahre
damit zurecht kommen
ich werde meine therapeutin diesbezüglich bei einer meiner nächsten stunden ansprechen

also versteht meinen artikel bitte nicht falsch, find es auch toll, das anna sich so
viele gedanken macht.

lb.gr.bo

Antworten:

Hallo Bobo,

ich habe auch keine Erfahrung mit einem Aufenthalt in der Klinik. Ich würde mich davor fürchten und drum wäre so eine Aufklärung sicher gut, daß man keine Angst davor haben muss.
Zu deiner Frage wie es danach ist, habe ich mir noch keine so großen Gedanken gemacht, aber ich sag dir warum ich so eine Klink gut finde. Wie ich im Frühjahr/Sommer in dieser ganz schlimmen AS-Spirale drinnen war und ich nur noch ein Häufchen Unglück war, das völlig daneben war und nicht mehr wußte was ich tun soll und ob ich normal bin und ob ich überhaupt eine gute Mutter sein kann mit diesen schlimmen Zuständen, da habe ich schon an eine Klinik gedacht und wenn meine Familie nicht so super hinter mir gestanden hätte, dann hätte ich in eine Klink wollen. Einfach um rasuzubekommen, was ist mit mir los um gepflegt und beruhigt zu werden um neuen Mut und HOffnung zu finden.
Aber es war auch irgendwie mein schlimmster Alptraum, weil ich fürchtete, daß man da nicht mehr rauskommt oder als verrückt abgestempelt wird oder Medikametne bekommt, die ich nicht will etc.
Daher wäre eine Aufklärung darüber nicht schlecht für mich.

LG Joy

von Joy - am 30.01.2006 13:46
hi bo

sry... für meine offenen worte im voraus... ich möchte auch nicht dass sich jemand angegriffen fühlt....

.. kann man sich nicht erst über etwas eine aussagekräftige meinung bilden.. wenn man es selbst erlebt hat????

du hältst von einem klinikaufenthalt gar nichts... und aus deinem beitrag entnehme ich dass du noch nie in einer psychosomatischen klinik warst....
spontan frage ich mich... wie kommt es zu so einer "abneigung"???
es ist natürlich dein gutes recht nichts davon zu halten... auf der anderen seite stützt du dich auf aussagen anderer.. weil du selbst ja nicht in einer klinik warst.. und daher .. eigentlich nichts dazu sagen kannst....

es ist richtig .. dass es mit den ambulanten therapieplätzen nicht so toll läuft... ne wartezeit von einem halben jahr (unter umständen... ).... ist nicht erstrebenswert in einer akuten situation....daran sollte sich wirklich was ändern....
und selbsthilfegruppen.... kann man mit etwas engagement selbst gründen... sofern man in seiner nähe keine findet... und möchte sich mit gleichgesinnten austauschen... gerade im zeitalter des internet.. dürfte das kein grösseres problem mehr sein...

du fragst was einem der klinikaufenthalt bringt.. ... wie es danach weitergeht....ob die attacken plötzlich verschwunden sind... und das leben im gleichgewicht ist....

natürlich sind die attacken nicht plötzlich verschwunden... auch in solch einer klinik gibt es keine wunderheilmittel... oder wundertherapieen.. ;-) .... (obwohl ich nicht ausschliessen möchte dass bei einzelnen personen es durchaus so verlaufen kann.... )
ich sehe das folgendermassen.... ich habe in einer solchen klinik ... als kuraufenthalt.. die chance.... intensiv an mir zu arbeiten.. ohne störende ausseneinflüsse...
so intensiv... kann man nicht an sich arbeiten wenn man eben im gewohnten umfeld zu hause ist... und einmal pro woche .. oder noch weniger ... in seine einstündige therapiesitzung geht...

man sollte sich dessen allerdings bewusst sein... dass man an sich arbeiten will... und gegebenenfalls... sich auch mal auf andere therapieformen... einlassen.... und in einer klinik passiert das eben täglich... und nicht bloss einmal in der woche für eine stunde....

natürlich kann ich auch zuhause an mir arbeiten... werden jetzt auch bestimmt einige einwerfen... ja klar... aber.. dann kommen die kinder .... dann will der partner aufmerksamkeit... dann steht einem die verwandtschaft in den schuhen ...die eigene mutter... lässt nicht locker... usw.... den job nicht zu vergessen... es kann mir keiner erzählen.. dass er da noch viel zeit und muse hat... um sich selbst zu kümmern... und eben etwas gegen seine AS zu unternehmen....

in der klinik... sind diese "störfaktoren" erstmal aussen vor... du bist auf dich allein gestellt... (im übertragenen sinne... nicht völlig allein.. da sind ja noch die therapeuten... lol)....
du hast einzel- und gruppengespräche.... dir werden wege gezeigt... und erlernt.... und ganz wichtig.. du wirst durchaus auch auf das leben ..."danach".. (nach dem klinikaufenthalt) vorbereitet....
es ist also nicht so dass man adhock.. ohne vorwarnung entlassen wird... und dann gucken kann wie man draussen klarkommt....
und es wäre vermessen anzunehmen... dass dann alles wunderbar funktioniert und man absolut keine probleme mehr hat...
auch nach dem klinikaufenthalt... ist es erforderlich weiter an sich zu arbeiten...
mit dem erlernten...
die intensive arbeit ... (sind ja meist 6 - 8 wochen...).... erleichtern einem doch sehr die arbeit an sich zu hause...
setzt natürlich voraus.... dass man die chance in diesen wochen für sich genutzt hat...
und das leben kann auch durchaus ins gleichgewicht gerückt worden sein....
es liegt an einem selbst... wie man nach einem klinikaufenthalt.. weitermacht...
falle ich in meinen alten "gang".... verwundert es wohl niemanden... dass das in der klinik erlernte... schnell wieder in vergessenheit gerät....

grundsätzlich bin ich der meinung... dass angstpatienten... nie völlig angstfrei sein werden...
die angst wird uns durch unser leben begleiten... es liegt an uns ... zu lernen mit ihr umzugehen...
und das heisst.... ständige arbeit an sich selbst.... und ein gewisses mass an selbstdisziplin...
und abschliessend möcht ich sagen/schreiben...(lol.. is eh schon viel zu lang geworden)....
das ein klinikaufenthalt.. durchaus sehr positiv unterstützend sein kann...
und ich kann nur jedem raten.. wenn er die möglichkeit hat... diese auch zu nutzen....

GLG steffi








von stefanie38 - am 31.01.2006 13:21

huhu Bobo...

...ich war Anfang letzten Jahres 6 Wochen in einer Klinik-und kann nur sagen,dass dieser Aufenthalt die absolute Wende in mein Leben gebracht hat!!!
Ich wünschte ich wäre schon eher diesen Weg gegangen...
In den 6 Wochen habe ich eine intensive Verhaltestherapie gemacht-nach 17 Jahren mit Angst und Schwindel lernte ich wieder freihändig zu gehen und ohne Angst einzukaufen...und noch viele Dinge mehr!
Ich kann das Leben wieder absolut genießen! Natürlich schleicht sich die Angst mal wieder an,aber ich habe gelernt damit umzugehen,und gebe ihr nicht mehr den Raum in meinem Leben.
Glaub mir-das hätte ich ohne den Aufenthalt nicht geschafft-immerhin habe ich in all den Jahren auch eine jahrelange Psychotherapie gemacht.
Als ich wieder zu hause war ging /geht es mir weiterhin super!
Also-versuche neutral zu bleiben,und nicht über etwas zu urteilen,was du nicht kennst.

Viele Grüße
Iris

von Iris - am 02.02.2006 18:07

Re: huhu Bobo...

huhu iris,

hab grad deinen eintrag gelesen.....
freut mich, dass es dir so gut geht.......auch deine meinung finde ich sehr interessant....
hab allerdings seit ich im forum bin noch nicht viel von dir gelesen...konnte mich deshalb
auch noch nicht mit dir austauschen....was übrigens schade ist....
mir gehts aber jetzt ebenso wie der sissy, mit ihrem eintrag vom 2.2....
ich habe lediglich zum thema klinikaufenthalt MEINE meinung geschrieben,
habe auch nicht gesagt, das ein klinikaufenthalt schlecht ist....
wenn man über etwa nicht urteilen bzw. seine meinung sagen darf,dann ist das
forum aber doch nicht angebracht?? oder sehe ich hier etwas verkehrt????
wir geben doch im forum alle unsere meinung zu irgendwelchen themen ab, die wir
vielleicht gar nicht richtig kennen!!!!
außerdem hab ich nur darauf hinlenken wollen, dass einfach zu wenige therapieplätze da
sind, sowie selbsthilfegruppen......

also nichts für ungut....
knuddel dich mal....
lb.gr.bo

von Bobo - am 03.02.2006 10:39

Re: huhu Bobo...

....ich bin schon sehr lange im Forum-als ich es entdeckte beantwortete Dr. Morschitzky noch Fragen persönlich...-allerdings schreibe ich in der letzten Zeit nicht mehr viel,schaue aber regelmäßig hier rein.
Natürlich darf hier jeder seine Meinung sagen,ich wollte dich auch nicht angreifen...
Wenn ich mich im Ton vergriffen hab liegt es vielleicht daran,dass mein früherer Therapeut mir immer von einem Klinkaufenthalt abgeraten hat-eben u.a. auch aus den Gründen ,die du nennst.
Ich war bei ihm fast 7 Jahre in Therapie (die letzten Jahre aber nur noch alle 6 Wochen),gebracht hat es mir fast nichts...
Du hast Recht,die Angst wird immer ein Teil unseres Lebens sein- Angst gehört aber auch bei jedem "nomalen" Menschen zum Leben...man darf sie nur nicht über sein Leben bestimmen lassen...

Viele Grüße
Iris

von Iris - am 03.02.2006 11:43

Re: huhu Bobo...

hi iris,

schade, dass der doctor jetzt keine fragen mehr beantwortet....
ja iris, die angst - unser saboteur....wir lassen uns nicht unterkriegen gel!!!!!!

lb.gr.bo

von Bobo - am 03.02.2006 13:47
Zur Information:
MySnip.de hat keinen Einfluss auf die Inhalte der Beiträge. Bitte kontaktieren Sie den Administrator des Forums bei Problemen oder Löschforderungen über die Kontaktseite.
Falls die Kontaktaufnahme mit dem Administrator des Forums fehlschlägt, kontaktieren Sie uns bitte über die in unserem Impressum angegebenen Daten.