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Erfolgsberichte zur Angstbewältigung
Beiträge im Thema:
1
Erster Beitrag:
vor 8 Jahren, 7 Monaten
Beteiligte Autoren:
suprarenin

Es hat aufgehört!!!

Startbeitrag von suprarenin am 24.04.2009 22:20

Hi Leute!
Ich bin 34 Jahre, war Intensivpfleger an einer wirklich stressigen ICU (Traumatolgie, Interdisziplinäre ICU) Bin sehr sportlich, klettere und bike sehr viel, stand immer unter Stromund glaubte mir kann nichts passieren.
Machte innerhalb eines Jahres neben meinem Job die Matura nach, und plötzlich wie aus heiterem Himmel, nach einer Heurigenpartie mit Freunden traf mich die erste Panikattacke. Tachycardie, Sprachstörung, dachte mir so das wars jetzt mit 33 nen Schlaganfall!!! Natürlich steigerte ich mich in diese Situation noch mehr hinein, und verschlimmerte diese Situation. Und dann gings mit TaTü TaTa sofort ab ins KH zu meinen Kollegen. Es folgte EKG, und ,und , und......! NICHTS!!!! Völlig gesund!!!!
Aber was war das?, Ich bilde mir doch sowas nicht ein!!
Eine Neurologin die sich wirklich sehr um mich kümmerte, fragte mich ob ich unter Stress stehe? Nun ja, mein Job hat mir ziemlich zugesetzt, wollte mir es nur nicht eingestehen.
Nicht die Arbeit mit meinen Patienten,meine damalige Oberärztin und der Primar, setzten unseren Team extrem zu! Und das machte mich einfach nur krank, es herrschten Zustände sie zerstörten unser gesamtes Team mit ihren Verhalten, nun ja mehr will und darf ich hier nicht erzählen....
Ich konnte nicht mehr arbeiten hatte sehr viele Attacken in kürzester Zeit, traute mich kaum aus der Wohnung.....nahm zwei mal Xanor..auweia....Krankenstand, voila! War kurz vorm durchdrehen! Dann begann ich der Sache auf den Grund zu gehen, fing an im Internet zu suchen...und ich fand dann diese Seite...und nun wusste ich was mir fehlte....nähmlich nichts, ich bin völlig gesund...was mich quälte waren PAs...toll. Nun hatte das Kind einen Namen! ;-)
Dann wurde es besser, das ungewisse war weg, trotzdem kamen sie immer wieder im 3-4 Tage Abstand.Ich ging trotz wildester Symptomatik ausser Haus, traf mich wieder mit meinen Freunden, ging sogar wieder klettern. Fing 2 Monate später mit der Therapie an, kündigte meinen Job, genau das war der Grund für meine PAs (12 Jahre Intensivstation, jeden Tag Mini-Traumatisierungen), und fing in Wien Jus studieren an. Also, am meisten hat mir die Gespräche geholfen, und ganz wichtig!!!
Wenn ich zu Bett gehe, höre ich für ca. 30 min Klassische Musik od. Meditationsmusik, schliesse dabei meine Augen und lasse den Tag revuepassieren, und verarbeite das Erlebte!!! Genauso schaue ich auf mich, mache nur mehr das was mir gut tut ( trotz Jus-Studium) seid kein seelischer Müllkübel für Andere ;-)....das ist sehr wichtig, lernt euch zu lieben und das Leben zu lieben, ihr habt nur eins!!!!!!

Mich haben die PAs sicherlich verändert, lebe jetzt viel intensiver, fresse nichts mehr in mich hinein..und freue mich, dass ich seit 6 Monaten Panikfrei bin, trotz Prüfungsstress, Pendeln... usw...!!!
Mit meiner Geschichte wollte ich mich hier bei Euch bedanken. Als ich nicht weiter wusste und kurz vorm durchdrehen stand, fand ich hier im Forum Trost, und vorallem die Gewissheit das es irgendwann ein Ende hat.
Danke!
Lg Gerry



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